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Eierstöcke
Synonyme im weiterem Sinne zum Thema Eierstöcke
Ovar, Ovarien (pl.), Eierstock, Ovarium, Oophoron, Schwangerschaft, Eizelle
Englisch: ovary
Lesen Sie auch:
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Erkrankungen
Da die Funktion der Eierstöcke von den Hormonen der Hirnanhangsdrüse (Gonadotropinen) geregelt wird, ergeben sich bei speziellen Erkrankungen, die die ins Blut abgegebene Menge an Gonadotropinen verändern, Störungen der Funktion der Eierstöcke und damit auch der Rhythmik der Periodenblutung.
Störung der Regelblutung (Menorrhoe)
Ein gewöhnlicher Blutungsrhythmus liegt zwischen 25 - 31 Tagen (Eumenorrhoe). Bei Rhythmusstörungen kann es zu größeren Abständen der Periodenblutung (Oligomenorhroe) oder zu kleineren (Polymenorrhoe) kommen.
Auch kann eine ehemals vorhandene Regelblutung zunächst gänzlich ausbleiben. Es kommt dann länger als drei Monat zu keiner Blutung mehr (sekundäre Amenorrhoe). Infolge der Störungen des Hormonkreises und der daraus resultierenden Störung der Eierstöcke kann die Frau an einer Unfruchtbarkeit (Sterilität) leiden.
Weitere Gründe für eine Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung) sind z.B. eine Unterernährung oder Magersucht. Im Rahmen der Magersucht kommt es durch die Mangelernährung und Störungen im Hormonhaushalt zu einem Ausbleiben der Monatsblutung (Periode).
Störungen der Funktion der Eierstöcke können sich auch aus aufsteigenden Infektionen aus der Vagina (Kolpitis), aus dem Gebärmutterhals (Zervizitis), des Gebärmutterkörpers (Endometritis / Myometritis / Endomyometritis) oder den Eileiter (Salpingitis) ergeben, die eine Entzündung der Eierstöcke auslösen können (Oophoritis). Eine Entzündung der Eierstöcke und gleichzeitig der Eileiter bezeichnet der Mediziner als Adenexitis.
Folge solcher Entzündungen können Abszesse sowie Verklebungen der inneren weiblichen Geschlechtsorgane sein, so dass eine Unfruchtbarkeit der Frau daraus resultieren kann.
Auch kann die Funktion der Eierstöcke durch Zysten (Ovarialzyste) oder Tumoren (Eierstocktumor = Ovarialtumor) irritiert sein.
Eierstockkrebs
Bei dem Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) handelt es sich um eine bösartige (maligne) Geschwulst der Eierstöcke, die einseitig oder auch beidseits auftreten kann.
Man unterscheidet die Art des Eierstockkrebes anhand seines feingeweblichen (histologischen) Bildes. Somit unterteilt man die Tumoren in epiheliale Tumoren, Keimzelltumoren sowie Keimstrang – und Stromatumoren.
Epitheliale Tumoren sind Tumoren, die von den Zellen der Oberfläche der Eierstöcke ausgehen. Sie machen ungefähr 60 % aller bösartigen Eierstocktumoren aus. Die von den Keimzellen der Embryonalentwicklung (Leibesfruchtentwicklung) ausgehenden Keimzelltumoren haben einen Anteil von etwa 20 % an allen bösartigen Eierstocktumoren. Stromatumoren sind sich vom Eierstockgewebe aus entwickelnde Tumoren, die mit einem Anteil von ca. 5 % an allen bösartigen Eierstocktumoren vertreten sind. Des Weiteren sind ungefähr 20 % der bösartigen Eierstocktumoren Absiedlungen von Zellen aus einem Tumor, der ursprünglich an einem anderen Ort entstanden ist (Metastasen). Die Metastasen treten meistens beidseits auf und stammen zu ungefähr 30 % von einem Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom) und zu ca. 20 % von einem Brustkrebs (Mammakarzinom) oder Krebs aus dem Magendarmtrakt (gastrointestinales Karzinom) ab.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: Eierstockkrebs
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