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Akne vulgaris

Definition

Akne vulgaris ist eine sehr häufig auftretende Hautkrankheit, die vor allem die Haarfollikel und deren Talgdrüsen betrifft. Sie kennzeichnet sich durch das gehäufte Auftreten von Pickeln und Mitessern (Komedonen) in Körperregionen mit vielen Talgdrüsen, vornehmlich im Gesicht, am Rücken und im Brustbereich. Auch wenn die Erkrankung an sich harmlos ist, kann die Akne auch zu psychischen Problemen wie reduziertes Selbstwertgefühl und Depressionen führen.

Allgemeines

Unter den verschiedenen Erkrankungen, die unter dem Sammelbegriff Akne zusammengefasst werden, ist die Akne vulgaris die mit Abstand häufigste Erkrankung. In etwa 75 – 95 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind von Akne vulgaris in unterschiedlichen Schweregraden betroffen. Je nach Schweregrad kann die Akne mit Salben oder Tabletten behandelt werden, ein Gang zum Hautarzt ist aber immer sinnvoll, um eine weitere Verschlimmerung der Krankheit zu vermeiden um Narbenbildung und psychischen Problemen vorzubeugen.

Weitere Informationen zum Thema Akne vulgaris finden Sie im Hautpartikel Akne.

Symptome einer Akne vulgaris

Die Symptome der Akne vulgaris sind am häufigsten Mitesser (Komedone), Knötchen (Papeln) und entzündete Eiterpickel mit weißem Eiterpropf. Bei entzündeten Pickeln kann es durch das Eindringen von Bakterien in die unteren Hautschichten und die daraus entstehende Entzündungen auch zu Narbenbildung kommen. Neben den organischen Symptomen führen die äußerlichen Veränderungn häufig auch zu psychischen Problemen, da die Betroffenen sich aus der Gesellschaft zurückziehen und depressiv werden können.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Talgdrüsenentzündung - Das gilt unbedingt zu beachten!

Ursache einer Akne vulgaris

Akne vulgaris entwickelt sich aufgrund einer Abflussbehinderung der Talgdrüsen an den Haarfollikeln. Bei Personen, die nicht von Akne vulgaris betroffen sind, produzieren die Talgdrüsen an den Haarfollikeln konstant Talg (Sebum), der sich wie eine Art körpereigene Hautcreme an der Stelle, an der das Haar aus der Haut kommt auf die Haut gegeben wird. Ist man von Akne vulgaris betroffen, so verstopfen diese Ausführungsgänge für den Talg.
Die Ursache dafür ist eine zu hohe Zahl an Zellen in diesem Ausführungsgang, sodass sich dort zu viel Keratin befindet und der Gang verstopft. Infiziert sich dieser gestaute Talg mit in den Haarfollikeln vorkommenden Bakterien, so kann es zu größeren Pickeln und Entzündungen kommen, die auch zu Narben führen können.

Der Grund für die Vestopfung der Talgdrüsen kann viele Ursachen haben. Es wird heute davon ausgegangen, dass die Veränderungen an den Talgdrüsen sowohl bei Männern als auch bei Frauen durch männliche Sexualhormone (Androgene) verursacht wird. Dies erklärt auch, warum die Akne vulgaris am häufigsten in der Pubertät auftritt.
Ebenso wird der Menstruationszyklus der Frau und die damit verbundenen Hormonschwankungen als Ursache für Akne vulgaris angesehen. Außerdem wurde in Studien gezeigt, dass Akne vulgaris ein Stück weit vererbar ist und damit gehäuft in manchen Familien auftritt. Ob die Entstehung von Akne vulgaris mit der Ernährung zusammenhängt, konnte bis jetzt noch nicht in Studien gezeigt werden. Jedoch wird davon ausgegangen, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung den Verlauf einer Akne vulgaris nicht begünstigt.

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Diagnose

Die Diagnose der Akne vulgaris wird in der Regel vom Hautarzt anhand des sichtbaren Befundes auf den betroffenen Körperpartien gestellt. Je nach Häufigkeit der auftretenden Hautveränderungen, kann die Akne in eine leichte, mittlere, schwere und sehr schwere Akne unterteilt werden. Die Einteilung ist relevant für die Therapieoptionen.

Die Behandlung der Akne vulgaris

Für die Behandlung der Akne vulgaris gibt es unzählige Therapieoptionen, die ja nach Stadium und Schweregrad der Akne angewendet werden können. Früher bestand die einzige Behandlungsoption im Ausnutzen der Sonnenstrahlen, was auch erklärt, dass viele Betroffene im Frühling und Sommer weniger Probleme beklagen.
Generell sollte auf eine gewisse Hauthygiene geachtet werden, allerdings ist es auch wichtig, dass nicht zu viel gewaschen und eingecremt wird, da dadurch die Talgproduktion weiter angeregt werden kann. Welche Kosmetika bei einer Behandlung einer leichten Akne am besten geeignet sind, hängt auch vom Hauttyp ab und sollte in Absprache mit Hautarzt und Apotheker entschieden werden.

Bei milden und stärkeren Formen der Akne empfiehlt sich als erste Therapie eine Salbe mit Dibenzoylperoxid. Bei Betroffenen, die häufig auch über entzündete Hautpartien klagen, kann eine Kombination der Salbe mit Antibiotika sinnvoll sein, die entweder oral oder als Salbe verwendet werden können. Frauen können häufig die Symptome der Akne vulgaris durch die Einnahme der Pille regulieren.

Die Medikamentenklasse der Isotretionoide wird besonders bei schwereren Formen der Akne vulgaris verwendet. Da diese Medikamente potentiell fruchtschädigend sind, dürfen sie nur von Frauen eingenommen werden, die aktuell keinen Kinderwunsch haben. Diese Medikamente müssen in der Regel über ein halbes Jahr eingenommen werden und führen fast immer zu einer deutlichen Besserung oder gar einem gänzlichen Verschwinden der Akne vulgaris.

Das Aufkratzen oder Ausdrücken von Pickeln wird nicht empfohlen, da dadurch noch mehr Bakterien in die Haut eindringen können und der entzündete Talg tiefer in die Haut gedrückt wird, was in der Folge zu Narbenbildung führen kann.

Die durch schwere Formen der Akne vulgaris entstehenden Narben können vom Hautarzt durch Lasertherapie reduziert werden.

Auch Hausmittel können bei Akne angewendet werden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Hausmittel bei Akne, Hausmittel gegen Pickel

Prophylaxe und Prognose

Da Akne hauptsächlich genetische und hormonelle Ursachen hat, ist eine Prophylaxe kaum möglich. Jedoch sollte auf eine gesunde Ernährung und eine angemessen Hauthygiene geachtet werden. In der Regel verschwindet die Akne vulgaris um das 20. Lebensjahr, kann aber auch noch einige Jahre weiterbestehen, häufig dann aber in deutlich milderer Form.

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 08.05.2019
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