Augenbrauenlifting

Definition

Das Augenbrauenlifting ist eine schönheitschirugische Operation, die genutzt wird, um das Aussehen der Augenbrauen zu verändern, Asymmetrien der Augenbrauen zu beheben, Lider anzuheben oder auch überschüssige Haut auf der Stirn zu reduzieren sowie Falten zu beseitigen.


Allgemeines

Die Augenbrauen haben mit den Wimpern den Sinn, unsere Augen zu schützen. Sie schützen vor Regentropfen, Fremdkörpern und starker Sonneneinstrahlung.
Augenbrauen unterstützen aber auch unsere Gesichtsmimik. Mit ihrer Hilfe können wir von Angst, über Aggression bis zu Verwunderung viele verschiedene Emotionen ausdrücken. Mit den Jahren verliert die Haut jedoch an ihrer Straffheit, sie wird faltig und schlaff. Dadurch kann es zu Asymmetrien oder Veränderungen im Gesichtsausdruck kommen.
Viele Patienten fühlen sich durch hängende Lider und die sogenannten Zornes- oder Stirnfalten gestört und entscheiden sich deshalb zu einem Augenbrauenlifting.
Das Augenbrauenlifting ist als rein kosmetischer Eingriff anzusehen und wird deshalb nicht von den Krankenkassen übernommen.

Operationsmöglichkeiten

Es werden drei verschiedene Operationstechniken angewendet:

  1. Das klassische Augenbrauenlifting. Dabei geht es nur um die Korrektur der Augenbrauen, Falten werden nicht beeinflusst.
  2. Es besteht die Möglichkeit, die Stirn mit einzubeziehen, um eventuell vorhandene Falten zu beseitigen. Auch hier gibt es eine klassische Methode, die zwar älter, allerdings auch besser etabliert ist. Hierbei wird ein großer Schnitt über dem Haaransatz gesetzt, um dann die Haut im Stirnbereich „hochzuziehen“.
  3. Die dritte Methode ist die Neueste und benötigt nur wenige kleine Schnitte am Haaransatz. Die Operation funktioniert über die sogenannte Schlüssellochmethode, bei der Instrumente über die kleinen Haarschnitte eingeführt werden.

Vor der Operation

Bitte lassen Sie sich individuell von Ihrem Schönheitschirurgen beraten, welche Operationstechnik für Sie die Beste ist.
Vor der Operation gilt es die Medikamente, die Sie nehmen, zu besprechen. So muss beispielsweise Aspirin eventuell für einige Tage abgesetzt werden.
Außerdem wird mit einem Anästhesisten (Narkosearzt) und ihrem Schönheitschirurgen festgesetzt, ob Sie eine Vollnarkose oder lediglich eine Lokalanästhesie brauchen. Dabei spielen die Art und Dauer der Operation, aber auch der Wunsch der Patientin eine Rolle. Falls Sie und Ihr Narkosearzt sich für eine Vollnarkose entscheiden, bedenken Sie bitte, dass Sie vor der Operation nichts essen und auch nichts trinken dürfen.

Vor dem Eingriff wird der Schönheitschirurg Sie nicht nur beraten, sondern auch eine körperliche Untersuchung durchführen. Es wird nach knöchernen Strukturen getastet, die Haut untersucht und der Allgemeinzustand beurteilt. Dazu zählen Blutdruck sowie Blutgerinnung.

Operationsvorgang

Erste Methode: Bei dieser Art des Augenbrauenliftings wird eine Entfernung der Hautpartie über den Augenbrauen vorgenommen.
Erst wird der Patient/die Patientin in eine Sitzposition gebracht. Anschließend wird die Stirn mithilfe von Lokalanästhetika betäubt. Nach erfolgreicher Anästhesie wird die Schnittführung an den Augenbrauen sowie die Stelle, an die die Augenbrauen gehoben werden sollen, markiert. Der Hautlappen zwischen diesen Markierungen wird entfernt. Danach können die Augenbrauen gehoben und vernäht werden.
Die Naht wird unter das Hautniveau (Subkutannaht) gelegt, um Narben so klein wie möglich zu halten. Narben sind jedoch nicht komplett vermeidbar. Normalerweise werden diese jedoch durch die Augenbrauen verdeckt und sind somit nicht oder kaum sichtbar. Bitte beachten Sie, dass sich dies bei Haarverlust im Bereich der Augenbrauen ändern kann.

Zweite Methode: Bei dieser Methode wird ein Schnitt über dem Haaransatz gesetzt oder auch ein Schnitt von Ohr zu Ohr getätigt. Dies hängt vom Schönheitschirurgen, dem Haar des Patienten und dem Ziel der Operation ab, denn nicht jedes Haar kann einen großen Schnitt verdecken.
Die Haare müssen meist nicht abrasiert werden. Nachdem der Schnitt gesetzt wird, kümmert sich der Chirurg zunächst um das Gewebe, welches unter der Haut liegt. Das darunter liegende Fettgewebe oder Muskeln können teilweise mitentfernt oder mitgestrafft werden.
Danach wird die Haut Richtung Haaransatz gezogen und dort mit Nähten befestigt. Die überschüssige Haut wird entfernt. Je nach Größe der Operation kann es notwendig sein, ein Drainageschlauch einzulegen. Dieser dient dazu, Blut und Gewebeflüssigkeiten aus der Wunde zu leiten. Falls ein Drainageschlauch gelegt wird, verbleibt dieser allerdings meist nur einen Tag.
Je nach Größe der Operation ist es ebenfalls nötig, einen Kopfverband anzulegen. Die Klinik kann normalerweise schon am Operationstag verlassen werden. Es wird in Vollnarkose operiert.

Dritte Methode: Bei der dritten Möglichkeit wird die sogenannte Schlüssellochmethodik (laparoskopische Operation) angewandt. Hierbei werden nur kleine Schnitte, von ca. einem bis zwei Zentimeter Durchmesser gesetzt. Auch hier werden die Schnitte über dem Haaransatz gesetzt und sind nach der Operation normalerweise nicht sichtbar.
Durch die kleinen Schnitte werden Instrumente sowie eine kleine Kamera eingeführt. Der Arzt kann nun auf einem Bildschirm genau sehen, woran er operiert. Die Stirn wird mithilfe der eingeführten Instrumente hochgezogen und danach festgenäht. Dadurch wird die Haut gestrafft und Falten relativiert. Auch hier wird die überschüssige Haut entfernt.
Nach der Operation kann es, wie bei der zweiten Methode, notwendig sein, einen Drainageschlauch einzuführen und einen Kopfverband anzulegen. Bitte fragen Sie vor der Operation Ihren Arzt nach seiner Handhabung. Entlassung ist bei einer komplikationslosen Operation am Operationstag.

Risiken

Jede Operation birgt Risiken. Dazu gehören die Folgenden:

  • Schmerzen
    Wenn Sie aus der Vollnarkose erwachen, bzw. wenn die Lokalanästhesie nachlässt, kann es sein, dass Sie Schmerzen besonders im Bereich der Schnitte empfinden. Da die Schmerzschwelle von Person zu Person unterschiedlich ist, kann hier keine Vorhersage über die Schmerzintensität gemacht werden. Gegen die Schmerzen können Sie die üblichen Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen, aus der Apotheke anwenden. Bei starken Schmerzen können diese auch von ihrem Schönheitschirurgen mithilfe von Lokalanästhetika behandelt werden.
  • Taubheit
    Im Bereich der Schnittführung aber auch im Bereich des ganzen Operationsgebietes kann es nach dem Eingriff zu Taubheitsgefühlen kommen. Diese sind nicht immer reversibel.
  • Blutungen
    Bei jeder Operation kann es zu Blutungen kommen. Falls Sie an einer bekannten Gerinnungsstörung leiden, teilen Sie dies bitte vor der Operation Ihrem Arzt mit.
  • Blutergüsse/Hämatome
    Nach der Operation kommt es in den meisten Fällen zu blauen Flecken. Diese befinden sich meist in der Umgebung der Schnittführung, können aber im gesamten Stirn-, Augen- und Wangenbereich auftreten. Sie verschwinden allerdings innerhalb von wenigen Wochen.

  • Schwellungen
    Auch Schwellungen werden nach der Operation auftreten. Sie können den Grad der Schwellung jedoch beeinflussen, indem Sie nach der Operation vorsichtig die Haut kühlen. Außerdem kann es ratsam sein, mit erhöhtem Kopfende zu schlafen.

  • Narbenbildung
    Jeder Schnitt in die Haut kann zu Narbenbildung führen. Oft sind diese jedoch fein und werden komplett durch die Haare verdeckt. Bedenken Sie jedoch, dass Narben bei Haarverlust wieder sichtbar werden. Außerdem neigen manche Menschen zu einer keloiden Narbenbildung, welche zu großen, unschönen Narben führen kann.

  • Haarausfall
    Im Bereich der Schnittführung kann es nach der Operation zu Haarverlust kommen. Besonders keloide Narbenbildung kann zu dauerhaften schlechtem Haarwachstum führen.

  • Infektionen
    Jeder operative Eingriff birgt das Risiko einer Infektion. Wird die Wunde nach der Operation nicht sauber gehalten, kann diese sich infizieren. Dies kann wiederum zu unschönen Narben führen. Es kann auch notwenig werden, Antibiotika einnehmen zu müssen.

  • Spannungen der Haut
    Nach dem Eingriff kann es zu einem Spannungsgefühl der Haut kommen. Manche Patienten haben durch die erhöhte Spannung der Haut Schwierigkeiten, ihre Augen zu schließen. Meist geht dies in ein paar Tagen aber wieder vorbei.

  • Verletzung der Nerven
    In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Beschädigung des Gesichtsnerven Nervus Facialis kommen. Dieser Nerv kontrolliert die willkürlich steuerbare Muskulatur. Durch Verletzung des Facialis kann es zu einer Lähmung dieser Muskeln kommen. In seltenen Fällen bleiben die Lähmungen bestehen.

  • Asymmetrie
    Nach einem Augenbrauenlifting kann es zu einer Asymmetrie der Augenbrauen kommen. Diese sind meist jedoch sehr diskret und kaum sichtbar. Es kann jedoch nötig sein, diese nochmals zu korrigieren.

Je nach Art des Operationsvorganges variieren die Risiken und Komplikationen. Generell gilt, je kleiner der Eingriff, desto kleiner sind die Komplikationen. So sind beispielsweise Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und Hämatome beim Augenbrauenlifting mit der Schlüssellochmethode (laparoskopische Methode) deutlich geringer ausgeprägt, als bei den beiden anderen vorgestellten Methoden. Es gibt jedoch Vor- und Nachteile bei jeder Operationsmethode.

Nach der Operation

Die Fäden werden innerhalb von ca. 10 Tagen gezogen. Das Ziehen von Fäden ist in der Regel nicht schmerzhaft und dauert nur wenige Minuten.
Der Verband kann nach einigen Tagen abgenommen werden. Das Kühlen der Haut ist für die erst 3-4 Tage ratsam. Sport sollte in den ersten Wochen vermieden werden. Arbeitsfähig sind die meisten Patienten nach ca. 7- 10 Tagen.
Außerdem sollte eine starke Sonneneinstrahlung draußen sowie im Solarium vermieden werden. Dies gilt für ca. drei Monate.

Kosten und Erfolgsaussichten

Kosten der Operation variieren zwischen ca. 2500 und 5000 Euro.
Sie richten sich nach Methode der Operation, Operationsdauer, Dauer des stationären Aufenthaltes und nach den Kosten für die Anästhesie.Die Erfolgsaussichten eines Augenbrauenliftings sind bei allen Methoden recht gut. Es kann jedoch durch Über- oder Unterkorrektur, Narbenbildung und ungleicher Seitenstraffung zu unschönen Ergebnissen kommen. Dann kann eine zweite Operation notwendig sein.

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