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So werden fettige Haare richtig behandelt

Einleitung

Schnell fettende Haare sind ein kosmetisches Problem, das für die Betroffenen sogar zur psychischen Belastung werden kann. Die meisten Menschen fühlen sich durch das Vorliegen von fettigen Haaren sehr unwohl und fürchten, dass es von anderen Menschen als ein Anzeichen für mangelnde Körperhygiene gewertet werden könnte.
Fettiges Haar hat jedoch nicht zwingend etwas mit mangelnder Pflege zu tun. Es tritt auch häufig bei Menschen auf, die Ihr Haar täglich waschen. Viele der Betroffenen leiden unter ihren schnell fettenden Haaren und fragen sich verzweifelt was sie dagegen tun können.

Fettige Haare - Was tun?

Gerade wenn das tägliche Haare waschen nicht zu einer sichtbaren Verbesserung der Haarsituation führt, fragen sich die Betroffenen was sie gegen fettige Haare tun können.
Es existieren einige Mittel die einfach angewendet werden können, in fast jedem Haushalt vorrätig sind und nicht viel Geld kosten.

Shampoo

Bereits die Wahl des richtigen Shampoos kann allen voran einen großen Einfluss auf die Talgproduktion der Haarwurzelzellen haben und damit fettigen Haar entgegen wirken. Verschiedene Hersteller bieten Shampoos speziell für schnell fettendes Haare an.
Diese Haarpflegeprodukte sind in der Regel gesondert gekennzeichnet. Die meisten Shampoos gegen fettige Haare verfügen über eine hohen Anteil waschaktiver Inhaltsstoffe, die den überschüssigen Talg von Kopfhaut und Haaroberfläche entfernen. Darüber hinaus wirken verschiedene Kräuterextrakte in den Produkten beruhigend auf die Kopfhaut und senken somit die Sekretion neuen Talgs.
Es bieten sich auch Teenaumölshampoos an, die zwar leicht austrocknend wirken, aber dabei so sanft sind, dass sie das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut nicht stören. Sie helfen auch gegen Schuppen. Mehr Anwendunghinweise finden Sie auch unterTeebaumöl

Während des Waschens sollte das Pflegeprodukt sanft in die Kopfhaut einmassiert und für mehrere Minuten im feuchten Haar belassen werden.

Pflegegewohnheiten der Haare

Die tägliche Haarwäsche sorgt dafür, dass die Talgproduktion angekurbelt wird. Betroffene sollten aus diesem Grund auf die tägliche Haarwäsche verzichten.
Auf diese Weise können die Haarwurzelzellen in gewisser Weise auf eine geringere Sekretion trainiert und fettigen Haaren vorgebeugt werden.
Des Weiteren ist die Anwendung von gewöhnlichem Babyshampoo eine Maßnahme die gegen schnell fettendes Haare eingesetzt werden kann. Darüber hinaus sollten Betroffene Abstand von der Nutzung einer Bürste nehmen und lieber zum gewöhnlichen Kamm greifen.
Personen die unter schnell fettenden Haaren leiden sollten generell jede unnötige Manipulation an der Kopfhaut vermeiden. Druck oder Zug an den Haarwurzeln stimulieren die Talgproduktion und verursachen aus diesem Grund ein schnell auftretendes fettiges Aussehen der Haare.

Babypuder

Ein weiteres beliebtes Mittel gegen Haarprobleme dieser Art ist Babypuder. Das Produkt kann sofort auf das trockene Haar gestreut und mit einem Handtuch leicht einmassiert werden. Um den Effekt des Babypuders zu intensivieren, kann das Produkt Scheitel für Scheitel aufgetragen werden. Auf diese Weise werde alle Bereiche der Kopfhaut gleichmäßig bedeckt und sehr viel Talg aufgesaugt. Nach dem Einmassieren des Babypuders kann das Haar nach belieben gekämmt und frisiert werden.
Bei dunklem Haar eignen sich Produkte die keine weißlich-grauen Rückstände hinterlassen wie zum Beispiel Bronzer. Dieser kann ausgehend vom Haaransatz aufgetragen, sanft einmassiert und anschließend ausgekämmt werden. Der Bronzer wirkt dem übermäßigen Rückfetten der Haare ebenfalls entgegen.

Kamillentee

Eine übermäßige Produktion des schützenden Talgfilmes wird zudem oft in Zusammenhang mit einer Reizung der Kopfhaut gebracht. Daher können Mittel mit einem beruhigenden Einfluss der Fettproduktion entgegen wirken. Vor allem handelsüblicher Kamillentee hat sich in der Bekämpfung fettiger Haare bewährt. Der Tee sollte vom Anwender einfach aufgegossen und auf Körpertemperatur abgekühlt werden. Direkt im Anschluss kann der Aufguss großzügig auf dem Haaransatz verteilt und sanft einmassiert werden. Der Kamillentee entfaltet seine Wirkung innerhalb einer Einwirkzeit von ungefähr 10 bis 15 Minuten. Nach der Anwendung dieses Hausmittels ist es wichtig, dass das Haar gründlich mit lauwarmem Wasser ausgespült wird.

Haferkleie

Des Weiteren schwören viele Betroffene auf die regelmäßige Nutzung von Haferkleie. Bei dieser Methode muss der gesamte Haaransatz mit ungefähr 6 Esslöffeln Haferkleie bestrichen werden. Zudem kann das Produkt mit einem kleinen Kamm etwas durch die oberen Anteile des Haares gezogen werden. Auch Haferkleie entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es nach dem Auftragen leicht in die Kopfhaut einmassiert wird und einige Minuten auf der Kopfhaut belassen wird. Im Anschluss ist auch hier das ordnungsgemäße Ausschütteln und Kämmen der Haare notwendig. Nur auf diese Weise können unschöne Ablagerungen vermieden werden.
Neben der Anti-fettenden Wirkung hat Haferkleie einen weiteren Vorteil: Sie sorgt dafür, dass das Haar an Volumen gewinnt und natürlich aussieht.

Hausmittel gegen fettige Haare

Neben der Umstellung des Shampoos, Pflegeprodukten oder der Pflege des Haares im Allgemeinen können auch gewöhnliche Hausmittel zur Behandlung von fettigen Haaren eingesetzt werden. Zu diesen zählen:

  • Naturjoghurt kann einem milden Haarshampoo beigemischt werden. Dadurch kann erreicht werden, dass die Haare nicht so schnell fettig werden, da das Nachfetten der Kopfhaut verringert wird.
  • Auch Kamillentee soll gegen fettige Haare helfen. Kamille hat insgesamt eine beruhigende Wirkung. Diese kann sich auch auf der Kopfhaut entfalten und führt dazu, dass die Talgdrüsen weniger Talg produzieren. Um diese Wirkung zu erzielen, sollte die Haarspülung mit Kamillentee regelmäßig einmal pro Woche nach der eigentlichen Haarwäsche angewendet werden. Zum Herstellen der Spülung sollen vier Teebeutel in ein Liter heißes Wasser zum Ziehen gegeben werden und anschließend Abkühlen.
  • Die Haarwäsche mit etwas Bier soll die Talgproduktion der Haarwurzelzellen hemmen und somit zu gepflegterem Haar führen. Die in den meisten Bieren enthaltene Hefe übt einen beruhigenden Effekt auf die Kopfhaut aus und entfaltet auf diese Weise seine Wirkung.
  • Da häufiges Waschen der Haare die Talgproduktion der Kopfhaut weiter steigert sollte folgendes vermieden werden. Anstatt waschen können Babypuder, Hafermehl oder Maismehl auf den fettigen Ansatz gegeben werden und leicht einmassiert werden. Durch anschließendes Kämmen verteilen sich die Hausmittel im gesamten Haar. Sie bewirken ein Aufsaugen des überschüssigen Fettes.
  • Ein weiteres Hausmittel gegen fettige Haare ist Zitronensaft. Durch die dort enthaltene Säure wird der durch das überschüssige Fett verschobene pH-Wert wieder normalisiert. Hierfür sollten 250ml destilliertes Wasser mit dem Saft von zwei Zitronen gemischt werden und die Mischung danach auf als Spülung nach der Haarwäsche angewendet werden. Eine ähnliche Wirkung hat auch die Verwendung von Apfelessig.
  • Verschieden ätherische Öle können die Talgproduktion der Kopfhaut reduzieren. Hierzu zählen Lavendel, Eukalyptus und Pfefferminz. Auch Pfefferminztee oder schwarzer Tee können verwendet werden.
  • Durch Teebaumöl soll der Fettgehalt der Haare zurückgehen. Diese Wirkung kann durch das Beimischen von Teebaumöl in das normale Shampoo herbeigeführt werden.
  • Außerdem hilft das Einmassieren von Eigelb in die Haare gegen fettige Haare. Anschließend wird das Eigelb mit lauwarmem Wasser ausgespült und die Haare können danach mit einem normalen Shampoo gewaschen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hausmittel gegen fettige Haare

Behandlung fettiger Haare ohne Waschen

Wenn man zu fettigen Haaren neigt, sollte man es vermeiden diese allzu oft zu waschen, denn dadurch wird die Kopfhaut zu einer gesteigerten Talgproduktion angeregt und die Haare fetten schneller nach.
Anstatt die Haare mit Wasser und Shampoo zu waschen, kann auch ein Trockenshampoo angewendet werden. Dieses bewirkt, dass die Haare auch ohne Waschen gepflegt aussehen. Trockenshampoo gibt es als Puder oder als Spray. Es nimmt das überschüssige Fett auf und verleiht einen angenehmen Duft.
Auch Babypuder kann anstelle des Trockenshampoos verwendet werden, denn dieses nimmt genauso gut das überschüssige Fett auf. Maismehl und Hafermehl sind weitere Alternativen, die ebenfalls auf den Haaransatz gegeben zu einer Reduktion des überschüssigen Talgs führen.
Trockenshampoo und Babypuder sind zwar eine gute Möglichkeit, die Haare wieder gepflegt aussehen zu lassen, sie ersetzen jedoch nicht langfristig die Haarwäsche mit Shampoo und Wasser. Diese sollte zwar nicht jeden Tag durchgeführt werden, ist jedoch nach zwei bis vier Tagen ratsam. Die Zeit zwischen zwei Haarwäschen kann dann mit Trockenshampoo oder Babypuder überbrückt werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Fettige Haare nach dem Waschen

Welche Ursachen kommen für fettige Haare in Frage?

Ursache für fettige und somit ungepflegt wirkende Harre sind die Talgdrüsen, die sowohl in der Kopfhaut, als auch im Bereich der Haarwurzeln zu finden sind.
Der von diesen Zellen produzierte Talg hat im Grunde genommen wichtige Aufgaben zu erfüllen und ist für die Haut- und Haargesundheit essenziell.
Talg besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Fetten und Wachsen. Aus diesem Grund kann er sich wie ein Schutzfilm eng entlang der Kopfhaut und um die Haaransätze legen. Dort schützt er vor schädlichen Umwelteinflüssen und starker Sonneneinstrahlung.

Darüber hinaus sorgt das von den Talgzellen produzierte Sekret dafür, dass die Haarwurzeln und –ansätze nicht austrocknen und somit länger gesund bleiben. Wie viel Talg täglich produziert und abgesondert wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Aus diesem Grund kann die übermäßige Produktion des eigentlichen Schutzsekrets, welche zu fettigen Haar führt, verschiedene Ursachen haben.

Vor allem der Hormonhaushalt des Organismus spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Talg-Produktion. Hormonelle Schwankungen bringen das Regelsystem der Talg-Bildung schnell ins Ungleichgewicht.
Aus diesem Grund bemerken Jungen und Mädchen gerade zu Beginn der Pubertät, dass sie unter schnell fettenden Haaren leiden.

Lesen Sie mehr zu: Fettige Haare Hormone

Neben den Hormonen können auch bestimmte Medikamente eine Wirkung beziehungsweise Nebenwirkung auf die Talgdrüsen ausüben und deren Aktivität erhöhen. Bei dem Verdacht dass die Medikamenteneinnahme für die fettigen Haare verantwortlich ist, sollte diese mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ein weiterer Faktor, der einen Einfluss auf die Aktivität der Talgdrüsen hat, ist die Ernährung. Sehr ungesunde Ernährung, die viel fettige Kost und Fastfood beinhaltet, regt die Talgdrüsen der Haut zusätzlich an und kann so schnell fettende Haut und Haare bewirken.
Ebenso kann sich lange andauernder und häufiger Stress auf der Kopfhaut wiederspiegeln. Denn durch den Stress wird das vegetative Nervensystem so aktiv, dass mehr Schweiß abgesondert wird und die Haare schneller fettig wirken.

Absolut entscheidend für fettige Haare ist außerdem die falsche Haarwäsche. Dabei kann zum einen ein ungeeignetes Pflegeprodukt verwendet werden. Zum Beispiel Shampoos, die für trockenes und sprödes Haar gekennzeichnet sind, haben eine rückfettende Wirkung und aktivieren die Talgdrüsen zu vermehrter Schutzfilmproduktion. Auch Haarspülungen oder Haarkuren, die die Haare geschmeidiger und glänzend machen sollen, sind für schnell fettende Haare ungeeignet. Zum anderen kann der Waschvorgang einen Einfluss auf die Talgdrüsen haben. Dabei sind zum Beispiel die Temperatur des Wassers sowie die Art des Einmassierens entscheidend. Wenn das Wasser zu heiß für die Kopfhaut ist oder das Shampoo zu stark einmassiert wird, reagieren die Talgdrüsen mit einer schützenden Talgproduktion.
Mechanischen Belastungen wie dem häufigen Bürsten oder andauernden Durchfahren der Haare mit den Händen, sowie dem häufigen Tragen von Kopfbedeckungen, unter welchen die Kopfhaut vermehrt schwitzt, wird außerdem ein negativer Einfluss auf die Fettigkeit der Haare zugeschrieben.

Lesen Sie mehr zu: Ursachen von fettigen Haaren

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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