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Hausmittel gegen Fieberblasen

Was versteht man unter Hausmittel gegen Fieberblasen?

Hausmittel gegen Fieberblasen können sowohl Lebensmittel als auch einfache Verhaltensweisen sein. Ihr Charakteristikum ist nämlich, dass sie in der Regel in jedem Haushalt vorhanden sind und von jedem eigenmächtig angewendet oder zubereitet werden können. Wird also zum Beispiel die richtige Teesorte als Mundspüllösung verwendet, ist sie entzündungshemmend. Wird ein Gewürz wie Ingwer richtig zubereitet, kann es das Immunsystem unterstützen. Schont sich ein Betroffener bei Fieber und nimmt genügend Flüssigkeit zu sich, zählt dies auch als Hausmittel, da er diese Maßnahmen ohne eine ärztliche Verschreibung durchführen kann.

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Diese Hausmittel können eingesetzt werden

Von vorneherein sollte betont werden, dass Fieberblasen im Normalfall keiner Behandlung bedürfen und sich innerhalb von ca. 14 Tagen von selbst zurückbilden. Zudem kann bei der Verwendung von Hausmitteln die Zeitdauer der Blasen nicht verkürzt werden, sodass diverse Mittel eher der Symptomlinderung dienen. Neben der optischen Entstellung durch die Blasen im Lippenbereich, jucken und nässen die Hauterscheinungen häufig. Hier kann es helfen Zinksalbe in einem dünnen Film aufzutragen. Das Spurenelement Zink fördert nämlich die Wundheilung und beruhigt entzündete Haut.

Sind Schmerzen im Lippenbereich eher das Problem, können verschiedene Teesorten symptomlindernd sein. Hier gilt es den Tee maximal lauwarm anzuwenden. Es empfiehlt sich den Teebeutel wie zum Tee trinken in einer Tasse zuzubereiten und so lange abzuwarten bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Dann sollte der Teebeutel leicht ausgewrungen und auf die betroffene Stelle getupft werden. Kamillentee oder schwarzer Tee eignen sich hier besonders, wobei bei allergischen Reaktionen im Wundbereich die Anwendung beendet werden sollte. Alle anderen Hausmittel wie Honig oder Ingwer wirken eher von innen durch die Stärkung des Immunsystems. Die wichtigste Verhaltensweise bei Fieberblasen ist jeglichen Kontakt mit der betroffenen Stelle zu vermeiden. Das heißt, dass Betroffene weder selbst die Stelle anfassen noch andere Küssen sollten, sodass keine Übertragung der Erreger durch eine Schmierinfektion stattfinden kann.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Hausmittel bei Herpes

Ingwer

Ingwer kann bei Fieberblasen das Immunsystem stärken. Es ist dabei egal wie der Ingwer zubereitet und zu sich genommen wird. Durch seine ätherischen Öle und Enzyme kann er von innen heraus wie ein Schmerzmittel wirken, wobei seine Wirkung dabei viel geringer im Vergleich zu handelsüblichen Präparaten wie z.B. Ibuprofen aus der Apotheke ist. Nichtsdestotrotz wirkt er auch antientzündlich und kann bei Fieberblasen die Symptome lindern.

Salzspülung

Eine Salzspülung ist nicht bei Fieberblasen zu empfehlen. Zum einen reizt die Salzlösung die wunde Stelle an den Lippen. Zum anderen ist sie nutzlos gegen den Erreger der Fieberblasen – den Herpesvirus. Somit hat die Anwendung einer Salzspülung eher nur negative Effekte. Sie mag zwar im ersten Effekt die Wunde austrocknen, doch wird durch das Salz die Entzündungsreaktion lokal verstärkt. Der Effekt ist, dass die Wunde mehr nässen wird als vorher.

Honig

Ob Honig als Hausmittel gegen Fieberblasen geeignet ist, hängt ganz davon ab wie er angewendet wird. Als Zusatz zum Tee kann er das Immunsystem von innen heraus durch seine enthaltenen Enzyme stärken. Wird er jedoch direkt auf die Blasen aufgetragen, fördert er die Wundheilung nicht, da er durch seine klebrige Textur eine nicht luftdurchlässige Wundauflage bildet unter der die Entzündung nicht gut abheilen kann. Zudem reagieren nicht wenig Betroffene allergisch auf die äußerliche Anwendung von Honig auf Wunden.

Teebaumöl

Es ist nicht zu empfehlen Teebaumöl auf Fieberblasen anzuwenden. Teebaumöl ist an sich ein sehr geruchsintensives und starkes ätherisches Öl. Trägt man es auf einer Hautstelle auf, wo die normale Hautbarriere nicht mehr intakt ist, reizt es das Wundgewebe. Durch das Öl wird die Wundsekretion gefördert und Entzündungszellen erkennen die ätherischen Inhaltsstoffe als Fremdstoff an. Reaktiv wird die bereits bestehende Entzündungsreaktion verstärkt und die Hautveränderungen im Bereich der Lippe werden größer.

Zahnpasta

Zahnpasta hilft nicht gegen Fieberblasen. Der Gedanke hinter der Anwendung von Zahnpasta ist, dass sie Bakterien und insbesondere Karieserreger im Mund beseitigt und somit auch gegen den Erreger der Fieberblasen wirksam sei. Der Erreger der Fieberblasen ist jedoch ein Virus (genau: Herpesvirus), welches unempfindlich gegen Zahnpasta ist. Zwar ist in Zahnpasta meist auch ein geringer Anteil an Zink in Form von Zinkchlorid enthalten, jedoch reicht dieser nicht aus die Wundheilung bei lokalem Auftragen zu fördern. Somit ist es ein Ammenmärchen, dass Zahnpasta gegen Fieberblasen hilft.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: Zahnpasta gegen Herpes

Zinksalbe

Zinksalbe ist in der richtigen Dosierung ein gutes Hausmittel bei Fieberblasen. Zink ist nämlich ein wichtiges Spurenelement in unserem Körper, dass mitunter an der Wundheilung beteiligt ist. Es ist jedoch wichtig, die Zinksalbe immer nur in einem dünnen Film aufzutragen, damit Zink zwar aufgenommen werden kann, die Salbe jedoch nicht die „Atmung der Haut“ behindert. Damit eine nässende Fieberblase nämlich abheilen kann, muss ihre Flüssigkeit nach außen abgegeben werden und das Gewebe sich von innen heraus regenerieren können. Das geht nicht, wenn die Wundoberfläche durch die Salbe immer sehr „weich“ gehalten wird. Die Krustenbildung ist für den Heilungsprozess nämlich in einem gewissen Maße wichtig.

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Schwarzer Tee ist bekannt für seine Gerbstoffe (= Tannine). Ihnen wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen, die auch bei Fieberblasen die Symptomausprägung positiv beeinflussen können. Wie die Gerbstoffe aufgenommen werden, ist dabei egal. Sie können somit äußerlich in Form eines getränkten Teebeutels auf der Wunde oder innerlich als Tee angewendet werden. Bei der äußerlichen Anwendung sollte jedoch auf allergische Reaktionen geachtet werden und falls nötig die Behandlung abgebrochen werden.  

Aloe Vera

Es ist nicht ratsam Aloe Vera oder Produkte mit einem hohen Anteil an Aloe Vera auf Fieberblasen anzuwenden. Es wird zwar der Pflanze nachgesagt, dass sie feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend wirkt, jedoch ist die Aufnahme ihrer Inhaltsstoffe durch die Haut sehr eingeschränkt. Wird sie auf einer Hautoberfläche angewendet, die nicht mehr intakt ist wie bei aufgeplatzten Fieberblasen, neigen Betroffene dazu allergisch auf die Pflanze zu reagieren. Zudem haben ihre Inhaltsstoffe keinen Einfluss auf den Erreger der Fieberblasen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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