Hinterkopfschmerzen

Einleitung

Fast jeder hatte in seinem Leben schon einmal Kopfschmerzen. Diese können sowohl von der Stärke variieren, als auch an verschiedenen Stellen des Kopfes auftreten. Das Erleben von Kopfschmerzen wird stark von dem Betroffenen beeinflusst, weswegen mittlerweile über 250 Arten von Kopfschmerzen medizinisch definiert werden konnten. Die Ursachen sind dabei im Großteil der Fälle nicht herauszufinden oder aber harmlos. Selten steht eine ernsthaftere Erkrankung hinter der Schmerzsymptomatik, die einer kompetenten Behandlung bedarf. Hinterkopfschmerzen rühren also meistens von einer unbedenklichen Ursache her, können jedoch auch Hinweis auf eine ernsthaftere Krankheit sein.

Die Schmerzen entstehen dabei, wie auch bei anderer Lokalisation, durch die Beteiligung der Bestandteile des Kopfes, die im Gegensatz zur Gehirnmasse Schmerzen empfinden können. Das sind der Schädelknochen, die Kopfmuskulatur, die Hirnhäute, sowie die Kopfhaut und die örtlich verlaufenden Gefäße und Nerven.


Ursachen

Eine wichtige Ursache für Hinterkopfschmerzen stellen Sturzverletzungen dar. Häufig schlägt beim Fall zu Boden der Hinterkopf auf die Unterfläche auf, was bei unterschiedlicher Intensität auch verschiedenartige Verletzungen hinterlassen kann. Diese reichen von einem blauen Fleck (Hämatom), über eine Gehirnerschütterung bis hin zu einem Schädel-Hirn-Trauma mit einer Hirnblutung oder dem Bruch des Schädelknochens. Werden die Schmerzen auch nach einiger Zeit und notfallmäßiger Schmerzbehandlung nicht besser, sollte auf jeden Fall bildgebende Diagnostik (Computertomographie/ CT, Magnetresonanztomographie vom Kopf/ MRT) durchgeführt werden, um eine schwergradige Verletzung ausschließen zu können. Geht es dem Patienten zunächst besser, tritt aber nach einiger Zeit erneut starker Kopfschmerz auf, kann es im Zusammenhang mit dem Sturz zu einer Hirnblutung (häufig Epidurale Blutung oder Subduralblutung, selten Subarachnoidalblutung) gekommen sein, die oftmals eine operative Behandlung erfordert.

Eine weitere Ursache für Hinterkopfschmerzen ist die Okzipitalneuralgie. Dabei handelt es sich um einen Nervenschmerz der durch die drei sog. Occipitalis-Nerven am Hinterkopf ausgelöst wird. Diese Nerven versorgen den hinteren Teil des Schädels und vermitteln die Empfindlichkeit und Schmerzen in diesem Bereich. Die Ursachen für eine Okzipitalneuralgie sind abermals vielfältig und reichen von Muskelverspannungen über Gicht und Diabetes mellitus bis zu raumfordernden Prozessen wie Blutungen, Entzündungen oder Tumore.
Ein Halswirbelsyndrom (Zervikalsyndrom/ Akutes HWS- Syndrom) und Spannungskopfschmerzen können einerseits selbst die Auslöser von Hinterkopfschmerzen sein, andererseits eine Okzipitalneuralgie verursachen, welche die Schmerzsymptomatik erzeugt. Beide Krankheitsbilder hängen oftmals mit Verspannungen der Nacken- und Hinterhauptsmuskulatur zusammen. Auch Veränderungen der Halswirbelsäule oder dauerhafte Fehlhaltung können zu entsprechender Symptomatik führen.

Ein selten auftretendes Phänomen sind postkoitale Kopfschmerzen – Kopfschmerzen, die nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Es kann sich dabei auch um Hinterkopfschmerzen handeln, die am ehesten bei Männern nach dem Geschlechtsakt aufgrund der enormen Anstrengung auftreten. Sobald sich die Anstrengung gelegt hat, legen sich auch wieder die Kopfschmerzen. Weitere diagnostische Wege sollten eingeleitet werden, wenn die Schmerzen sehr lange andauern oder von ungewöhnlich starker Intensität sind. Es könnte ein Problem des Herzens oder der Gefäße vorliegen, welches ärztlich begutachtet werden sollte.

Zu den ernsten Ursachen für Hinterkopfschmerzen zählt beispielsweise die Hirnblutung. Die gefährlichste Art stellt dabei die Subarachnoidalblutung dar. Durch eine Verletzung oder ein geplatztes Aneurysma (Gefäßfehlbildung/-aussackung) läuft Blut zwischen die beiden inneren Hirnhäute. Es treten beim Patienten urplötzlich stärkste Kopfschmerzen auf und oftmals versteift sich die Nackenpartie. Da es bei einer solchen Hirnblutung zu schlimmen Folgeschäden kommen kann, muss in diesem Fall sofort ein Notarzt gerufen und die Blutung in einer Klinik behandelt werden.
Eine andere Krankheit, die Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit hervorrufen kann ist die Hirnhautentzündung (Meningitis). Selten ist hierbei jedoch eine lokale Begrenzung (Schmerzen ausschließlich im Hinterkopf) festzustellen, sondern eher diffus verteile Schmerzen.

Auch sollten zusätzlich auftretende Symptome ernst genommen werden. Berichtet der von Hinterkopfschmerzen Geplagte auch von Schwindel, Übelkeit oder Sehstörungen, sind das alarmierende Hinweise. Es liegt eventuell eine Gehirnerschütterung oder ein schwerwiegenderes Schädel-Hirn-Trauma vor.
Lesen Sie mehr zum Thema unter: Gehirnerschütterung und Schädelhirntrauma

In seltenen Fällen können auch Tumore für komplexe Krankheitsbilder verantwortlich sein, wobei andere Ursachen weitaus häufiger auftreten.

Hinterkopfschmerzen links/ Hinterkopfschmerzen rechts

Einseitige Hinterkopfschmerzen können einen Hinweis auf die Lokalisation der Ursache geben. Eine besondere Einteilung zwischen rechts und links ist dabei nicht möglich, da die anatomischen Strukturen symmetrisch sind. Es muss bei einseitigem Hinterkopfschmerz zuerst herausgefunden werden, was den Schmerzen zugrunde liegt. Verschiedene Kopfschmerzarten treten öfters einseitig auf und müssen deshalb diagnostisch ausgeschlossen werden. Dazu gehören Migräne-Kopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Spannungskopfschmerz. Auch einfache muskuläre Verspannungen können, wenn auch untypischer Weise, einseitig auftreten und durch eine Fehlhaltung hervorgerufen werden.
Ein links- oder rechtsseitiger Hinterkopfschmerz lässt also eine lokale Ursache vermuten, die nicht den gesamten Kopf betrifft (wie es beispielsweise bei einer Meningitis der Fall ist). Eine Raumforderung kann dabei die Schmerzen auslösen. Diese kann zum Beispiel sowohl durch eine Hirnblutung als auch durch einen Hirntumor zustande kommen, wobei letzteres jedoch deutlich seltener der Fall ist.

Hinterkopfschmerzen mit Übelkeit

Wie bereits erwähnt sind Unfallverletzungen häufig die Ursache für Hinterkopfschmerzen. Bei einem Sturz landet der Betroffene oftmals mit dem Hinterkopf auf dem Boden. Obwohl das Gehirn im Schädelknochen und im Nervenwasser gut geschützt ist, wird es bei einem harten Aufprall in Mitleidenschaft gezogen. Dabei kann es zu einer Gehirnerschütterung kommen, einem leichten Schädel-Hirn-Trauma. Der Patient ist zumeist benommen und die Funktionen des Gehirns können verschiedenartig eingeschränkt sein. Die akute Symptomatik legt sich zwar nach kurzer Zeit wieder, jedoch kann es in Folge dessen zu Schwindel mit Übelkeit kommen. Der Körper reagiert auf die leichte Verletzung des Gehirns. Treten also nach einer Kopfverletzung Kopfschmerzen und Übelkeit gleichzeitig auf, wird eine ärztliche Beobachtung notwendig.
Diese wird häufig über einen kurzweiligen Krankenhausaufenthalt geregelt, bei welchem die neurologischen Funktionen regelmäßig kontrolliert werden. Der Sinn dabei besteht darin, zu kontrollieren, ob sich ein erhöhter Hirndruck ausbildet. Hat der Sturz nicht nur eine Gehirnerschütterung, sondern ein schwereres Schädel-Hirn-Trauma ausgelöst, kann es durch Blutungen, Wassereinlagerung (Ödem) oder Einklemmung (z.B. bei Schädelbruch) zu einer Steigerung des Hirndrucks kommen. Klassische Symptome dieser Drucksteigerung sind Übelkeit und Erbrechen. Steigt der Druck zu hoch, kann es zu einer Einklemmung des Gehirns in vorhandene anatomische Strukturen kommen, die lebensbedrohlich ist.

Hinterkopfschmerzen im Liegen

Treten die Hinterkopfschmerzen nur beim Liegen auf, kann das die Ursachenfindung eingrenzen. Beispielsweise könnte hierbei eine muskuläre Ursache im Vordergrund stehen. Viele Menschen leiden unter einer dauerhaften Fehlhaltung, die oftmals durch den Job (beim dem man zum Beispiel viel sitzt) entsteht und beibehalten wird. Die unnatürliche Haltung lässt die Muskeln verkrampfen. Den meisten fehlt eine ausreichend starke Muskulatur, um die dauerhafte Fehlhaltung auszugleichen. Dadurch entstehende Rücken- oder Nackenschmerzen können sich in die Muskulatur des Hinterhaupts fortsetzen. Ein paar Muskelstränge des Rückens setzen nämlich genau an dieser knöchernen Struktur an, welche den Betroffenen dann Schmerzen bereiten – dem Hinterkopf. Da man sich den Tag über bewegt und abgelenkt ist, kommen die Schmerzen erst richtig zum Vorschein, wenn sich Ruhe im Körper einstellt und man sich zum Beispiel entspannt hinlegt.

Hinterkopfschmerzen bei Erkältung

Kopfschmerzen treten in unterschiedlicher Form als Begleiterscheinung bei einer Erkältung auf. Während anfangs nur die Nase läuft und der Hals kratzt, kommt es bei einer viralen Infektion mit Rhino-, Corona- oder Adenoviren nach ein paar Tagen auch oftmals zu Kopf- und Gliederschmerzen. Auch bei anderen Krankheitsursachen, die eine Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen hervorrufen, kann es zu solchen Kopfschmerzen kommen. Sie treten vorzugsweise in der Stirnregion auf, können aber auch über den Schädel hinweg zum Hinterkopf ziehen. Einen speziellen „Erkältungskopfschmerz“ gibt es jedoch nicht – er kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein.
Der Mechanismus, der den Kopfschmerzen zugrunde liegt, ist vermutlich folgender: Durch die Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen kommt es zu einer Druckveränderung in den Atemwegen. Das entzündliche Sekret kann nicht ausreichend ablaufen und führt zu schmerzhaften Stauungen. Der Vorgang ist in der Regel jedoch ungefährlich und wird normalerweise durch das körpereigene Immunsystem geregelt. Eine weitere Theorie besagt, dass die Kopfschmerzen eine Reaktion des Körpers auf bestimmte Eiweiße (Zytokine) sind, die immer dann produziert werden, wenn das Immunsystem mit einer viralen Infektion konfrontiert wird.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Nasennebenhöhlenentzündung

Hinterkopfschmerzen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft finden umfassende Veränderungen des Körpers und des Hormonhaushaltes statt. Die werdende Mutter muss sich auf die neue Situation einstellen, was in den seltensten Fällen komplett reibungslos abläuft. Besonders bei Schwangeren treten häufig Hinterkopfschmerzen auf. Dabei haben die Kopfschmerzen unterschiedliche Hintergründe und werden durch verschiedene Umstände hervorgerufen. Unter anderem verändert sich die Körperhaltung, was zu Rückenschmerzen mit Beteiligung des Nackens und des Hinterhaupts führen kann. Die Übelkeit in der Schwangerschaft und das damit verbundene Erbrechen können einen unterschwelligen Kopfschmerz verstärken, was der Druckerhöhung im Kopf beim Würgen geschuldet ist. Auch die Umstellung der Nahrung und der Verzicht auf den morgendlichen Kaffee können sich in Kopfschmerzen wiederspiegeln.
Durch die verschiedenen Prozesse im Körper der werdenden Mutter verändert sich auch der Schlafrhythmus. Ohne genügend Ruhe entwickeln sich auch bei sonst gesunden Menschen über einen längeren Zeitraum Kopfschmerzen. In der Schwangerschaft ist es im Sinne des ungeborenen Kindes, den Kopfschmerz nicht mit Medikamenten zu beseitigen. Eine ausreichende Trinkmenge, genügend Ruhe, wohltuende Massagen und eine ausgewogene Ernährung können Wunder bewirken.

Hinterkopfschmerzen bei Grippe

Eine Grippe wird im Gegensatz zu einem grippalen Infekt oder einer Erkältung durch die Influenza-Viren ausgelöst. Viele unterschiedliche Symptome treten bei mehr oder weniger Patienten auf, jedoch sind Kopfschmerzen eines der häufigsten Anzeichen. Ungefähr 60% aller Patienten, die schon einmal unter einer Grippe gelitten haben, geben an, Kopfschmerzen gehabt zu haben. Es handelt sich dabei um ein klassisches Allgemeinsymptom, welches in den meisten Fällen vor spezifischen Symptomen (wie Husten oder Schnupfen) einsetzt. Der „Grippekopfschmerz“ kann sich als ganzheitlicher Kopfschmerz, als Vorder- oder Hinterkopfschmerzen darstellen, wird in der Regel als drückend oder bohrend beschrieben und kann in unterschiedlicher Stärke auftreten.
Auch bei der Grippe findet der Prozess, durch welchen es zu den Kopfschmerzen kommt, in den Atemwegen statt. Durch die Entzündungen in Nase, Nasennebenhöhle und Hals wird vermehrt Sekret produziert, welches aufgrund der Schwellung nicht abfließen kann und gestaut wird. Durch die daraus resultierende Druckerhöhung werden die örtlichen Nerven gereizt und der Kopfschmerz entsteht. Ebenso können verschiedene Substanzen, die bei der Aktivierung des Immunsystems zur Abwehr der Viren ausgeschüttet werden, zu entsprechenden Kopfschmerzen führen. Es handelt sich bei Hinterkopfschmerzen im Rahmen einer Grippe also um ein Standardsymptom, welches zumeist ungefährlich ist. Sind die Kopfschmerzen jedoch nicht auszuhalten, kommen Übelkeit oder Ohnmacht hinzu, oder reagiert der Betroffene nicht mehr auf Ansprache, sollte dringend ein Arzt konsultiert werden, damit eine Hirnhautentzündung (Meningitis) ausgeschlossen werden kann.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Grippe

Pulsierende Hinterkopfschmerzen

Pulsierende Hinterkopfschmerzen geben Hinweis auf eine gefäßbedingte Ursache. Da die Schmerzen mit dem Pulsschlag auftreten, ist die Vermutung naheliegend, dass ein Gefäß im Moment seiner stärksten Füllung (während des Pulsschlags) die Schmerzen verursacht. Beispielsweise könnte ein Aneurysma, eine Gefäßaussackung, bestehen, die jedes Mal bei Füllung einen naheliegenden Nerv reizt. Andererseits kann sich ein Nerv, welcher nah an einem pulsierenden Gefäß liegt, entzünden. Dies führt unter Umständen zu einer Neuritis (Nervenentzündung) und im Verlauf zu einer Neuralgie (Nervenschmerz). Ein Beispiel hierfür ist die Okzipitalneuralgie, welche vorzugsweise Hinterkopfschmerzen verursacht und eben auf diesem Wege ausgelöst werden kann.

Auch der Schmerz bei Migräne wird als pulsierend beschrieben. Durch eine nervale Fehlstimulation der Blutgefäße im Kopf entzünden sich diese. Aufgrund der Entzündung weiten sich die Gefäße und es kommt zum Einsetzen der Kopfschmerzen. Pulsierende Kopfschmerzen werden meist schlimmer, wenn der Kopf nach unten verlagert wird, als z.B. beim Bücken.

Stechende Hinterkopfschmerzen

Stechende Hinterkopfschmerzen sind vor allem bei plötzlichem Auftreten ein alarmierendes Anzeichen. Eine Subarachnoidalblutung, eine Blutung zwischen den zwei inneren Hirnhäuten, führt zu einem stechenden Kopfschmerz, der überall am Kopf plötzlich entstehen kann. Der Schmerz wird von Patienten häufig als stärkst möglich angegeben, weshalb er auch den Namen „Vernichtungskopfschmerz“ besitzt. Bei einem stechenden, plötzlich einsetzenden, stärksten Kopfschmerz, sollte sofort und ohne Umwege ein Arzt konsultiert werden. Besteht wirklich eine Subarachnoidalblutung, muss schnellstmöglich gehandelt werden, um bleibende Schäden zu verhindern. Dabei ist häufig ein operatives Vorgehen von Nöten.

Hinterkopfschmerzen beim Lachen

Hinterkopfschmerzen die beim Lachen auftreten sind für die Betroffenen äußerst belastend. Lustige Situationen werden auf Dauer mit Schmerzen verbunden und in Zukunft vermieden. Eine seltene Ursache kann eine bestehende Migräne-Erkrankung sein. Beim Lachen wird dabei ein Migräne-Anfall ausgelöst, der wahrscheinlich auf dem Boden der Druckerhöhung, der Bewegungen und anderen komplexen Vorgängen im Gehirn entsteht. Eine spezifische Behandlung der Migräne kann dabei Abhilfe schaffen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in einem verspannungsbedingten Kopfschmerz. Am Hinterhaupt setzen verschiedene Muskeln des Rückens und des Nackens an. Bei ausgelassenem Lachen werden sehr viele Muskeln des Gesichts, aber auch des Halteapparats des Kopfes eingesetzt. Besteht bereits eine Verspannung oder bestehen bereits Kopfschmerzen, kann aktives Lachen zu Kopfschmerzen oder einer Verschlimmerung der Symptomatik führen. Ein weiterer Faktor ist dabei die Druckerhöhung, die die Nerven und Gefäße im Schädel zusätzlich beansprucht.

Diagnostik und Therapie

Bevor therapeutische Schritte zur Behandlung von Hinterkopfschmerzen eingeleitet werden, muss der behandelnde Arzt die Ursache der Symptomatik herausfinden.
Bei Verspannungen können Massagen und Wärmetherapie Linderung verschaffen. Auch genügend sportliche Aktivität lockert die Muskulatur und verhindert verspannungsbedingte Kopfschmerzen. Dem Patienten können verschiedene Entspannungstechniken gelernt werden (autogenes Training), welche er zu Hause selbstständig anwenden kann. Oftmals ist keine medikamentöse Therapie der Kopfschmerzen notwendig.

Ein weiterer Faktor, der häufig unterschätzt wird, ist eine ausreichende Trinkmenge. Wenn dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird, verdickt sich das Blut und der Sauerstofftransport kann nicht mehr problemlos ablaufen. Die Nervenzellen im Gehirn werden nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt, was Kopfschmerzen erzeugen kann.

Zum Ausschluss einer Schädigung der Halswirbelsäule kann ein Röntgen- oder CT-Bild gemacht werden. Liegt hier ein Defekt vor, sollte entweder mit angeleiteter Physiotherapie oder im schlimmsten Fall mit einer operativen Korrektur gearbeitet werden. Im Rahmen einer CT-Untersuchung kann ebenfalls abgeklärt werden, ob ein Tumor oder ein anderer raumfordernder Prozess für die Hinterkopfschmerzen verantwortlich ist.

Bei der medikamentösen Einstellung von Hinterkopfschmerzen sollte zunächst ein Arzt kontaktiert werden. Die Einnahme von Schmerztabletten kann ohne das Wissen über die richtige Dosierung gesundheitsschädlich sein. Die regelmäßige Einnahme von bestimmten Schmerzmedikamenten birgt außerdem die Gefahr einer Toleranz- und Abhängigkeitsentwicklung. Erwachsene können bei Kopfschmerzen in der Regel Ibuprofen (400 mg), Aspirin (500 mg) oder Paracetamol (500mg) einnehmen. Es müssen allerdings eventuelle Kontraindikationen ausgeschlossen werden. Bei Personen mit Leber- oder Nierenerkrankung, als auch bei Kindern gelten andere Dosierungen, die mit einem Arzt besprochen werden müssen.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 07.02.2017
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