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Kijimea® Reizdarm

Einleitung

Kijimea® Reizdarm ist ein rezeptfrei erhältliches Produkt, das zur Behandlung des Reizdarmsyndroms mit den typischen Symptomen Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen und Blähbauch eingesetzt werden kann. Es handelt sich um Kapseln, die täglich mit etwas Wasser unzerkaut eingenommen werden. Sie enthalten spezielle Bakterienkulturen (sogenannte Probiotika), die zu einer Linderung des Beschwerdebildes führen.

Da das Produkt keine Zusatzstoffe enthält und keine Nebenwirkungen verursacht kann man gefahrlos ausprobieren, ob es die Symptome lindert. Das Reizdarmsyndrom ist eine sehr häufige Diagnose und deshalb sehr oft für die oben genannten Symptome verantwortlich. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass es sich bei dem Reizdarmsyndrom um eine Ausschlussdiagnose handelt und deshalb zunächst somatische Ursachen ausgeschlossen werden müssen. Sowohl das Blutbild, als auch die Bildgebung müssen dabei also ohne pathologischen Befund sein.

Wann hilft Kijimea® Reizdarm?

Die Indikation für Kijimea® Reizdarm ist das Reizdarmsyndrom, welches sich durch die typischen Symptome Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen oder Blähbauch äußern kann. Dabei können die Symptome können über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten, die Symptome können wechseln oder auch in Kombination auftreten. Allerdings gibt es neben dem Reizdarmsyndrom auch eine Vielzahl weiterer möglicher Ursachen für die genannten Symptome. Die Diagnose Reizdarm kann nur dann gestellt werden, wenn andere Erkrankungen, die für die Symptome verantwortlich sein könnten, ausgeschlossen sind. Da Kijimea® Reizdarm nur zur Behandlung des Reizdarmssyndroms indiziert ist, sollte es folglich auch dann angewendet werden, wenn die Beschwerden keine andere behandlungswürdige Ursache haben.

Lesen Sie hier auch: Symptome des Reizdarmsyndroms

Weiterhin richtet sich die Indikation von Kijimea® Reizdarm nach der Verträglichkeit. Wer durch die Einnahme des Produkts eine positive Auswirkung hinsichtlich der Beschwerdden verspürt, kann es weiter einnehmen. Wer keine Verbesserung oder sogar ein Verschlechterung der Symptome verspürt, sollte Kijimea® Reizdarm nicht weiter einnehmen.

Bei Durchfall

Bei Durchfall sollte nicht gleich Kijimea® Reizdarm eingenommen werden. Die möglichen Ursachen von Durchfällen sind vielfältig und häufig kommt es innerhalb weniger Tage zu einer Ausheilung, ohne dass Medikamente eingenommen oder sonstige medizinische Maßnahmen getroffen werden müssen. Lediglich eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit sowie Mineraltstoffen ist wichtig. Dazu bietet es sich zum Beispiel an, eine Messersptize Salz in einer großen Kanne Tee zu lösen und diesen zu trinken.

Sollten die Durchfälle nicht wieder zurückgehen und über Wochen bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn bei der Untersuchung und weiteren Abklärung keine behandelbare Erkrankung als Ursache festgestellt wird oder die Diagnose Reizdarm gestellt wird, kann die Einnahme von Kijimea® Reizdarm oder vergleichbaren Produkten versucht werden. Wenn es jedoch zu keiner Besserung oder gar einer Verschlechterung des Durchfalls kommt, sollte das Präparat nicht weiter eingenommen werden.

Bei Morbus Crohn

Bei Morbus Crohn handelt es sich um teilweise sehr schwer verlaufenden chronisch entzündlichen Darmerkrankung, die den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen kann. Es ist sehr wichtig, die Erkrankung gezielt durch die zur Verfügung stehenden Medikamente zu behandeln. In vielen Fällen kann die Symptomatik der Erkrankung so eingedämmt und eine akuter Schub behandelt werden.
Eine alleinige Behandlung mit einem Präparat wie Kijimea® Reizdarm ist daher keinesfalls zu empfehlen. Gegebenenfalls kann dieses jedoch zusätzlich zu den Medikamenten eingenommen werden. Am besten sollte der behandelnde Arzt diesbezüglich um Rat gefragt werden.

Bei Verstopfung

Wer unter Verstopfung leidet, kann ohne Bedenken die Einnahme von Kijimea® Reizdarm ausprobieren. Wesentlich aussichtsreicher bei der effektiven Behandlung von Verstopfung sind jedoch andere Maßnahmen. Zum einen sollte man darauf achten, ausreichend zu trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag). Zudem sollte die Ernährung ausgewogen sein und viele Ballaststoffe enthalten. Diese sind vor allem in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten enthalten. Durch die Ballaststoffe wird der Stuhl weicher und der Stuhlgang erleichtert.

Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann zusätzlich die Einnahme von natürlichen Stuhlweichmachern wie Flohsamenschalen versucht werden. Ob die Einnahme von Kijimea® Reizdarm zu einer Besserung der Beschwerden führt, kann dann ebenfalls ausprobiert werden. Die Einnahme von Abführmitteln bei Verstopfung sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn die genannten Maßnahmen zu keiner Besserung führen und außerdem in Absprache mit dem Hausarzt erfolgen.

Bei Colitis ulcerosa

Ebenso wie der Morbus Crohn ist die Colitis Ulcerosa eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die nur mit wirkungsvollen Medikamenten effektiv behandelt werden kann. Kijimea® Reizdarm enthält keinen aktiven Wirkstoff und ist deshalb zur Behandlung von Colitis Ulcerosa ungeeignet. Gegebenenfalls kann das Produkt jedoch zusätzlich eingenommen werden, wenn dies vom Patienten gewünscht wird. Ob die Einnahme von Kijimea® Reizdarm in einem solchen Fall möglich und sinnvoll ist, sollte am besten der behandelnde Arzt beurteilen.

Bei Blähungen

Bei Blähungen kann die Einnahme von Kijimea® Reizdarm versucht werden, um eine Linderung zu erreichen. EIne mögliche Ursachen von Blähungen kann eine bakterielle Fehlbesiedelung im Darm sein, durch die es zu einer vermehrten Freisetzung von Gasen kommt. Kijimea® Reizdarm kann dazu beitragen, die Darmflora zu verbessern.

Ein anderer und oft erfolgreicher Ansatz zur Behandlung von Blähungen ist eine Umstellung der Ernährung. Stark blähende Nahrungsmittel wie Bohnen oder Kohl aber auch kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol sollten dabei eher gemieden werden.

Nach der Einnahme von Antibiotika

Kijimea® Reizdarm kann nach der Einnahme von Antibiotika verwendet werden. Durch das Antibiotikum werden häufig auch Bakterien im Darm abgetötet, die für eine normale Verdauungsfunktion notwendig sind. In der Folge kann es zu Beschwerden wie Durchfall oder Blähungen kommen. Häufig sind die Symptome nur vorübergehend und klingen von selbst wieder ab.
Durch die Einnahme von Kijimea® Reizdarm kann man nicht die Erholung der Darmflora beschleunigen. Die Bakterienkulturen legen sich vielmehr wie ein sinnbildliches Pflaster auf die Darmschleimhaut und beruhigen diese, wodurch die Symptome abklingen.

Vorsicht geboten ist, wenn es nach der Einnahme von Antibiotika zu sehr heftigen und übelriechenden oder schleimigen Durchfällen kommt. In einem solchen Fall sollte zeitnah ein Arzt kontaktiert werden.

Kijimea® Reizdarm-Kapseln

Wirkstoff der Kijimea® Reizdarm-Kapseln

Die Kijimea® Reizdarm-Kapseln enthalten als Wirkstoff ausschließlich den Bakterienstamm Bifidobacterium bifidum MIMb75. Der eigentliiche Wirkstoff ist das sogenannte Lipoprotein BopA, welches von den Bakterien gebildet wird, sobald sie sich im Darm angesiedelt haben.

Wirkung der Kijimea® Reizdarm-Kapseln

Das Produkt Kijimea® Reizdarm wird damit beworben, dass seine Wirkung sich entfalte, indem es sich “wie ein Pflaster” auf die Darmwand lege und kleinste Risse und Verletzungen überdecke, damit diese abheilen können. Die in dem Produkt enthaltenen Bakterien produzieren hierfür das sogenannte Lipoprotein BopA. Dieses heftet sich an die Darmwand, bedeckte die Mikroverletzungen und beruhigt so den Darmtrakt, weshalb die Symptome abklingen.

Nebenwirkungen der Kijimea® Reizdarm-Kapseln

Nebenwirkungen sind durch die Einnahme von Kijimea® Reizdarm nicht bekannt und auch nicht zu erwarten. Manche Menschen berichten, nach der Einnahme zunächst eine Zunahme der Beschwerden wie Durchfälle zu verspüren. Ob dies dann aber tatsächlich auf das Produkt zurückzuführen ist, lässt sich nicht sicher sagen. Sollte es nach der EInnahme der Kapseln zu vermehrten Beschwerden oder Unwohlsein kommen, ist von einer weiteren EInnahme des Produkts abzuraten.

Wechselwirkung der Kijimea® Reizdarm-Kapseln

EIne Wechselwirkung von Kijimea® Reizdarm mit anderen Arzneimitteln ist nicht zu erwarten. Die Kapseln enthalten lediglich Bakterien und VItamine und darüber hinaus keine Zusatzstoffe.

Daher sind Wechselwirkungen ausgeschlossen.

Gegenanzeigen

Im Grunde gibt es keine direkten Gegenanzeichen, bei denen Kijimea® Reizdarm nicht eingenommen werden darf. Wer jedoch merkt, dass es durch die Einnahme des Produkts zu einer Zunahme der Beschwerden kommt, sollte es nicht weiter einnehmen. Außerdem sollten Beschwerden, denen eine andere Erkrankung als das Reizdarmsyndrom zugrunde liegen könnte, nicht alleine mit Kijimea behandelt werden.

Bei sehr häufigen Durchfällen, blutigem oder pechschwarzem Stuhl oder starken Schmerzen sollten ein Arzt aufgesucht werden.

Dosierung

Kjimea® Reizdarm liegt in Kapselform vor und wird mit einem Schluck Wasser unzerkaut herunter geschluckt. Die vom Hersteller empfohlene Dosierung lautet, täglich zwei Kapseln einzunehmen. Der Zeitraum, über den das Produkt eingenommen werden soll, beträgt vier bis zwölf Wochen.
Eine höhere Dosierung als angegeben sollte nicht gewählt werden. Zwar kann dadurch kein Schaden angerichtet werden aber es wird auch kein größerer Effekt erreicht.

Preis

Der Preis von Kijimea® Reizdarm richtet sich nach der Packungsgröße. Die kleinste erhältliche Einheit enthält 14 Kapseln, ausreichend für die Einnahme über eine Woche und kostet zwischen elf und 16 Euro. Die nächst größere Packung reicht für zwei Wochen (28 Kapseln) und kostet zwischen 20 und 30 Euro.

Der Preis für die größte erhältliche Packung Kijimea® Reizdarm mit 84 Tabletten für eine Einnahme über sechs Wochen liegt zwischen 55 und 75 €. Aufgrund der großen Preisspanne lohnt es sich, Preise zu vergleichen und auf Sonderangebote zu achten.

Kijimea® Reizdarm und Alkohol

Die Einnahme von Kijimea® Reizdarm verträgt sich mit dem Konsum von Alkohol und es kommt zu keiner direkten Wechselwirkung. Allerdings kann Alkoholkonsum neben seinem schädlichen EInfluss auf Leber und Gehirn auch die Beschwerden, die beim Reizdarmsyndrom auftreten, verstärken. Daher kann Alkohol gegebenenfalls einen möglichen positiven Effekt von Kijimea® Reizdarm verhindern. Menschen, bei denen die Verdauungsbeschwerden durch Alkohol verschlimmert werden, sollten diesen daher besser meiden.

Kijimea® Derma

Bei Kijimea® Derma handelt es sich um Kapseln, die zur Behandlungen von Hautbeschwerden wie Ekzemen und Juckreiz eingesetzt werden können. Ähnlich wie Kijimea® Reizdarm enthält es eine spezielle Bakterienkultur, die sich im Darm vermehren soll. Da im Darm ein Großteil des Abwehrsystems des Menschen angesiedelt ist, wirken sich Störungen und ein Ungleichgewicht dort auf die Gesundheit des gesamten Körpers und damit auch der Haut aus. Durch die Einnahme von Kijimea® Derma soll über eine Stärkung der Darmflora auch eine Verbesserung des Hautbildes erzielt werden.

Ob das Produkt sich wirklich positiv bei Hautbeschwerden auswirkt ist jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Neben dem Bakterienstamm L. salivarius FG01 enthält Kijimea Derma als Wirkstoffe die Vitamine Biotin (Vitamin H) und Riboflavin (Vitamin B2) die sich ebenfalls positiv auf die Hautgesundheit auswirken sollen. Bei sehr ausgeprägten Beschwerden, die sich nicht lindern lassen, sollte dennoch ein Arzt aufgesucht werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zu: Kijimea® Derma

Welche Alternativen gibt es zu Kijimea® Reizdarm?

Neben Kijimea® Reizdarm gibt eine Vielzahl weiterer Produkte, die ebenfalls Bakterienstämme enthalten, die die Darmgesundheit verbessern und so eine gesunde Verdauung fördern können. Diese sogenannten Probiotika unterscheiden sich zum Teil in der Art der enthaltenen Bakterienkulturen. Außerdem gibt es viele weitere Alternativen die zur Behandlung der Beschwerden des Reizdarmsyndroms geeignet sind.

Wer beispielsweise vor allem unter Verstopfung leidet, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, viel Bewegung und eine faserreiche Kost achten (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte). Auch bei den weiteren möglichen Beschwerden wie Durchfall oder Blähungen wirkt sich eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten meist positiv aus, sodass dies eine wichtige und wirksame Alternative zur Einnahme von Präparaten wie Kijimea® Reizdarm darstellt. Es spricht aber auch nichts dagegen, die Einnahme des Produkts sowie eine Ernährungsumstellung zu kombinieren.

Wie lange ist die Einnahmedauer

Der Hersteller von Kijimea® Reizdarm empfiehlt, das Produkt über mindestens vier Wochen, besser aber über zwölf Wochen einzunehmen. Eine erste Besserung der Beschwerden könne man nach einer Einnahmedauer von etwa einer Woche erwarten. Wenn es unter der Einnahme von Kijimea jedoch auch nach vier Wochen nicht zu einer Besserung kommt oder sich sogar frühzeitig eine Verschlechterung der Symptome zeigt, sollte auf eine weitere EInnahme der Kapseln besser verzichtet werden.

Einnahme in der Schwangerschaft - geht das?

Kijimea® Reizdarm kann grundsätzlich auch in der Schwangerschaft eingenommen werden. Es gibt keine Erkenntnisse oder Hinweise die gegen die Einnahme der Kapseln in Schwangerschaft oder Stillzeit sprechen. Es gilt allerdings wie auch sonst bei der Einnahme, dass das Produkt nur verwendet werden sollte, wenn es sich vorteilhaft auf die Beschwerden auswirkt.

Zudem sollte eine schwangere Frau mit Bauchschmerzen oder ausgeprägten Verdauungsbeschwerden sich sicherheitshalber von einem Arzt untersuchen und beraten lassen.

Verschreibungspflicht von Kijimea® Reizdarm

Bei Kijimea® Reizdarm handelt es sich um ein Produkt ohne Verschreibungspflicht. Es kann daher ohne Rezept zum Beispiel in der örtlichen Apotheke gekauft oder alternativ bei einer Online-Apotheke im Internet bestellt werden.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema Kijimea® Immun:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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