Heilungsdauer eines Rippenbruchs

Wie lange dauert die Heilung eines Rippenbruchs?

Die Heilungszeit des Rippenbruches dauert in der Regel ca. 12 Wochen.
In dieser Zeit wird das zerstörte Knochengewebe abgebaut und ein neuer Knochen wieder aufgebaut. Hierdurch heilen die Bruchenden wieder knöchern zusammen. Jedoch ist schon nach ca. 3 bis 4 Wochen ein so genannter weicher Kallus gebildet. Dieser besteht zwar zunächst aus weichem Knochengewebe und weist deswegen eine deutlich geringere Belastbarkeit auf, sollte jedoch zur Schmerzfreiheit führen.

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Wovon hängt die Heilungsdauer ab?

Sobald die Knochenenden parallel aufeinander stehen, kann die Heilung komplikationslos ablaufen.

Sind die Bruchenden des Rippenbruchs nicht parallel, kann eine Reposition nötig werden. Bei sehr komplizierten Brüchen, müssen diese zum Teil operativ reponiert und mittels Schrauben oder Platten fixiert werden. In diesen Fällen sind die Knochen entweder zertrümmert oder in sich sehr instabil, sodass ein paralleles Zusammenwachsen ohne Fixierung von außen unmöglich ist.

Allerdings kann die Operation auch zu anderen Komplikationen und starken Schmerzen führen, sodass eine operative Therapie in den meisten Fällen nicht sinnvoll ist. Die Heilungsdauer kann kaum durch andere Methoden verkürzt werden.

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Welche Faktoren verlängern die Heilungsdauer?

  • Patienten mit Osteoporose haben einen verlängerten Heilungsverlauf 
  • Mit steigendem Lebensalter nimmt auch die Heilungsdauer zu
  • Sowohl Unterernährung als auch Übergewicht verzögern den Heilungsprozess

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Wie kann ich die Heilungsdauer beschleunigen?

Die Ausheilung einer Rippenfraktur kann durch verschiedene Maßnahmen unterstützt und sogar vorangetrieben werden. Zum einen wird der Heilungsprozess unterstützt, wenn dem Patienten die Schmerzen genommen werden. So kann neben der klassischen medikamentösen Therapie mit Ibuprofen oder Paracetamol auch eine Magnetfeldtherapie angewendet werden, um Linderung der Beschwerden zu verschaffen. Zwar gibt es noch keine beweisbringenden Studien, aber Patienten berichten über eine deutliche Besserung der Schmerzen nach der Magnetfeldtherapie. Dabei lag die Heilungsdauer unter zwölf Wochen.

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Auch das Anlegen von Kinesiotapes kann die Heilung unterstützen. Die Tapes werden von einem geschulten Physiotherapeuten so angelegt, dass sie die reponierte Fraktur in Position halten. Gleichzeitig können durch die Tapes die Schwellung und die Schmerzen gelindert werden.

Rippenbrüche verursachen besonders bei der Atmung Beschwerden, daher nehmen viele Patienten eine Schonhaltung ein und atmen deutlich flacher. Dies kann wiederum einige Risiken mit sich bringen. Durch die flache Atmung werden die tieferen Lungenbereiche nicht regelmäßig belüftet und Schleim wird nicht nach oben abtransportiert. Dadurch entsteht ein optimaler Nährboden für Bakterien, die zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) führen können. Dadurch wird der Heilungsprozess maßgeblich verlängert. Demnach können Atemübungen oder eine gezielte Atemtherapie die Heilung unterstützen und auch den Umgang mit Schmerzen verbessern.

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Wie verhalte ich mich richtig nach einem Rippenbruch?

Das Wichtigste für den Heilungsverlauf ist eine angemessene Schonung zusammen mit ausreichender Schmerzmedikation. Um nach dem Bruch keine erneuten Beschwerden hervorzurufen, sollte im Anschluss die körperliche Belastung nur langsam und vorsichtig gesteigert werden.

Da der Körper sich bei der Heilung auf den Aufbau von neuem Knochenmaterial konzentriert, benötigt er jede Menge von den dafür wichtigen Nährstoffen. Eine ausgewogene und kalziumreiche Ernährung gibt dem Körper all die wichtigen Nährstoffe, die er zur Heilung der Fraktur benötigt. Gleichzeitig wird der Körper dadurch entlastet und die Knochen gestärkt.

Neben diesen Maßnahmen sollte der Heilungsprozess auch durch eine ausreichende Schonung und Erholung unterstützt werden. Gesunder und ausreichender Schlaf sowie das Vermeiden von Sport oder das Tragen von schweren Gegenständen beschleunigen die Heilungsdauer zusätzlich.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 18.01.2018
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