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Die Heilungsdauer eines Rippenbruchs

Wie lange dauert die Heilung eines Rippenbruchs?

Die Heilungszeit des Rippenbruches dauert in der Regel ca. 12 Wochen.
In dieser Zeit wird das zerstörte Knochengewebe abgebaut und ein neuer Knochen wieder aufgebaut. Hierdurch heilen die Bruchenden wieder knöchern zusammen. Jedoch ist schon nach ca. 3 bis 4 Wochen ein so genannter weicher Kallus gebildet. Dieser besteht zwar zunächst aus weichem Knochengewebe und weist deswegen eine deutlich geringere Belastbarkeit auf, sollte jedoch zur Schmerzfreiheit führen.

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Wovon hängt die Heilungsdauer ab?

Sobald die Knochenenden parallel aufeinander stehen, kann die Heilung komplikationslos ablaufen.

Sind die Bruchenden des Rippenbruchs nicht parallel, kann eine Reposition nötig werden. Bei sehr komplizierten Brüchen, müssen diese zum Teil operativ reponiert und mittels Schrauben oder Platten fixiert werden. In diesen Fällen sind die Knochen entweder zertrümmert oder in sich sehr instabil, sodass ein paralleles Zusammenwachsen ohne Fixierung von außen unmöglich ist.

Allerdings kann die Operation auch zu anderen Komplikationen und starken Schmerzen führen, sodass eine operative Therapie in den meisten Fällen nicht sinnvoll ist. Die Heilungsdauer kann kaum durch andere Methoden verkürzt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Rippenbruch - was tun?

Welche Faktoren verlängern die Heilungsdauer?

  • Patienten mit Osteoporose haben einen verlängerten Heilungsverlauf 
  • Mit steigendem Lebensalter nimmt auch die Heilungsdauer zu
  • Sowohl Unterernährung als auch Übergewicht verzögern den Heilungsprozess

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Termin bei Dr. Gumpert?

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Um in der Orthopädie erfolgreich behandeln zu können, bedarf es einer gründlichen Untersuchung, Diagnostik und Erhebung der Krankengeschichte.
Gerade in unserer sehr ökonomisierten Welt, bleibt zu wenig Zeit, um die komplexen Erkrankungen der Orthopädie gründlich zu erfassen und damit eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten.
In die Reihe der "schnellen Messerzücker" möchte ich mich nicht einreihen.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich:

  • Lumedis - Orthopäden
    Kaiserstraße 14
    60311 Frankfurt am Main

Hier geht es direkt zur Terminvereinbarung.
Leider ist eine Terminvereinbarung aktuell nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich hoffe auf Ihr Verständnis!

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Lumedis - Orthopäden.

Wie kann ich die Heilungsdauer beschleunigen?

Die Ausheilung einer Rippenfraktur kann durch verschiedene Maßnahmen unterstützt und sogar vorangetrieben werden. Zum einen wird der Heilungsprozess unterstützt, wenn dem Patienten die Schmerzen genommen werden. So kann neben der klassischen medikamentösen Therapie mit Ibuprofen oder Paracetamol auch eine Magnetfeldtherapie angewendet werden, um Linderung der Beschwerden zu verschaffen. Zwar gibt es noch keine beweisbringenden Studien, aber Patienten berichten über eine deutliche Besserung der Schmerzen nach der Magnetfeldtherapie. Dabei lag die Heilungsdauer unter zwölf Wochen.

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Auch das Anlegen von Kinesiotapes kann die Heilung unterstützen. Die Tapes werden von einem geschulten Physiotherapeuten so angelegt, dass sie die reponierte Fraktur in Position halten. Gleichzeitig können durch die Tapes die Schwellung und die Schmerzen gelindert werden.

Rippenbrüche verursachen besonders bei der Atmung Beschwerden, daher nehmen viele Patienten eine Schonhaltung ein und atmen deutlich flacher. Dies kann wiederum einige Risiken mit sich bringen. Durch die flache Atmung werden die tieferen Lungenbereiche nicht regelmäßig belüftet und Schleim wird nicht nach oben abtransportiert. Dadurch entsteht ein optimaler Nährboden für Bakterien, die zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) führen können. Dadurch wird der Heilungsprozess maßgeblich verlängert. Demnach können Atemübungen oder eine gezielte Atemtherapie die Heilung unterstützen und auch den Umgang mit Schmerzen verbessern.

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Wie verhalte ich mich richtig nach einem Rippenbruch?

Das Wichtigste für den Heilungsverlauf ist eine angemessene Schonung zusammen mit ausreichender Schmerzmedikation. Um nach dem Bruch keine erneuten Beschwerden hervorzurufen, sollte im Anschluss die körperliche Belastung nur langsam und vorsichtig gesteigert werden.

Da der Körper sich bei der Heilung auf den Aufbau von neuem Knochenmaterial konzentriert, benötigt er jede Menge von den dafür wichtigen Nährstoffen. Eine ausgewogene und kalziumreiche Ernährung gibt dem Körper all die wichtigen Nährstoffe, die er zur Heilung der Fraktur benötigt. Gleichzeitig wird der Körper dadurch entlastet und die Knochen gestärkt.

Neben diesen Maßnahmen sollte der Heilungsprozess auch durch eine ausreichende Schonung und Erholung unterstützt werden. Gesunder und ausreichender Schlaf sowie das Vermeiden von Sport oder das Tragen von schweren Gegenständen beschleunigen die Heilungsdauer zusätzlich.

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Dauer der Krankschreibung

Ein Rippenbruch ist in der Regel nicht bedrohlich und heilt ohne therapeutische Maßnahmen wieder ab. Oftmals werden Schmerzmittel zur Linderung der Schmerzen verordnet. Außerdem sollte man den Körper nicht stark beanspruchen, sondern ihm Ruhe zur Heilung des Rippenbruchs geben. In der Regel ist dies nach zwei bis vier Wochen der Fall.

Die Dauer der Krankschreibung sollte nicht kürzer als die Heilungsdauer sein, da ein Rippenbruch weitere Folgen mit sich bringen kann. Dazu gehören beispielsweise Atembeschwerden. Auch nach der Krankschreibung sollte der Patient schwere körperliche Tätigkeiten vorsichtig angehen oder sogar noch weitere Wochen vollkommen vermeiden.

Dauer der Schmerzen

Die Schmerzen eines Rippenbruchs können erhebliche Ausmaße annehmen. Das stellt jedoch keine Ausnahmesituation dar, sondern ist vollkommen natürlich. Der gebrochene Knochen reizt umliegende Nerven und dringt in das umliegende Gewebe ein, wodurch ein Schmerzreiz ausgelöst wird.

Da die Rippen der Lunge aufliegen, kann es in wenigen Fällen zu Atembeschwerden kommen oder sogar die Lunge direkt verletzt werden. Je nachdem, welche Rippe gebrochen ist, können außerdem verschiedenste Gefäße verletzt sein. Aber auch innere Bauchorgane oder das Herz können durch einen Rippenbruch verletzt oder eingequetscht sein. All diese Begleitverletzungen führen neben den eigentlichen Schmerzen des Rippenbruch zu weiteren Schmerzen. Ein Rippenbruch sollte also keinesfalls unterschätzt werden und von einem Arzt untersucht werden.

Für die Behandlung der Schmerzen kommen Analgetika und im Falle von sehr starken Schmerzen auch Opioide in Frage. Eine Alternative zu den Schmerzmitteln stellt außerdem eine sogenannte Nervenblockade dar. Dabei wird ein örtliches Betäubungsmittel am Unterrand der gebrochenen Rippe injiziert. So können die Zwischenrippennerven betäubt werden. Die lokalen Betäubungsmittel wirken jedoch in der Regel nur sechs bis acht Stunden.

Während ein Rippenbruch in der Regel etwa sechs bis acht Wochen benötigt um vollständig abzuheilen, halten die Schmerzen nur etwa zwei Wochen an. Nach zwei Wochen lassen sie im Falle normaler, einfacher Rippenbrüche nach und nach immer mehr nach.

Sportpause

Nach einem Rippenbruch sollte zunächst auf schwere körperliche Arbeit verzichtet werden. Einige Bewegungsübungen können jedoch auch die Heilung der Rippe fördern. Dabei gilt es jedoch darauf zu achten, dass besonders der Brustkorb nicht außergewöhnlich stark belastet wird.

Man sollte dabei auch darauf achten, dass man keine schweren Gegenstände (nicht mehr als fünf Kilogramm) hebt. Auch Bewegungen wie das Staub saugen sollten möglichst vermieden werden. Sportarten, bei denen allgemein ein Risiko besteht, dass die Rippenverletzung wieder aufbricht, sollten unter allen Umständen vermieden werden. Dazu gehören auch Joggen oder Radfahren. Durch die Anstrengung verstärkt sich die Atmung – dies kann auch Auswirkungen auf die gebrochene Rippe haben. Auf all diese Aktivitäten sollte für mindestens sechs Wochen verzichtet werden. Erst wenn der Rippenbruch vollständig geheilt ist, kann wieder dem sportliche Alltag nachgegangen werden.

Trotzdem gibt es einige körperliche Übungen, die während eines Rippenbruchs durchgeführt werden können und auch sollten. Dazu gehören Atemübungen, Streck- und Dehnübungen, Rückenübungen aber auch leichter Kraftsport (Kniebeugen, Beinpressen, leichtes Hanteltraining). Einfache Spaziergänge stellen ebenfalls keinerlei Gefährdung für die Heilung des Rippenbruchs dar.

Bis eine Rippe weitgehend geheilt ist, dauert es in der Regel drei bis vier Wochen. Eine vollständige Heilung dauert in einfachen, normalen Rippenbrüchen nochmals zwei bis drei Wochen länger. Je weniger die Beschwerden werden, desto stärker können sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden. Jedoch sollte mit Sportarten, die ein Risiko des Wiederaufbrechens der Rippen darstellen, gewartet werden bis die Rippen vollständig abgeheilt sind.

Was ist zu tun, wenn der Rippenbruch nicht heilt?

Stehen die Knochenenden der gebrochenen Rippe nicht parallel aufeinander, kann es zu Komplikationen während der Heilung kommen. Können die Knochen nicht komplikationsfrei zusammen wachsen, kann es dazu kommen, dass operative Eingriffe induziert sind.

Wenn der Arzt also feststellt, dass die Rippe nicht so zusammenheilt, wie sie es eigentlich tun sollte, kann dieser eine Operation in Betracht ziehen. Festgestellt werden kann dies bereits relativ früh nach dem Bruch, da man schnell erkennen kann, wie die Rippen zueinander stehen beziehungsweise ob sie zusammenwachsen oder nicht. Bei der Diagnose eines Rippenbruchs, der nicht zusammenheilt, stellt eine Operation in der Regel die einzige Möglichkeit dar.

Bei einem operativen Eingriff können dann entweder Schrauben oder Platten der Fixierung der beiden Knochenenden dienen. Dadurch werden die Rippen wieder zueinander geführt und können richtig zusammen wachsen.

Eine Alternative zur Operation stellt in wenigen Fällen auch die vollständige „Tot-Legung“ der Nerven im Bereich der gebrochenen Rippen dar. Diese Methode kann dann zur Anwendung kommen, wenn eine Operation zu gefährlich ist, beispielsweise wenn der Bruch nahe der Wirbelsäule gelegen ist. Es werden dabei die Schmerzen, die vom Rippenbruch ausgehen, stillgelegt, nicht jedoch die gebrochene Rippe an sich behandelt.  

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.06.2019
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