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Spätfolgen eines Morbus Scheuermann

Der Morbus Scheuermann ist eine Krankheit, die in den meisten Fällen zunächst einmal keinerlei Beschwerden macht, sondern eher zufällig auffällt. Oftmals entstehen Probleme erst nach einiger Zeit, wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig und angemessen therapiert wird oder wenn ein schwerer Verlauf vorliegt.

Folgen für die Wirbelsäule

Die typischen Spätfolgen eines Morbus Scheuermann entstehen durch die über lange Zeit hinweg bestehende Deformierung der Wirbelsäule und die daraus resultierende Fehlhaltung bzw. –belastung. Dadurch dass die Wirbel in einem falschen Winkel zueinander stehen, kommt es viel früher zu Abnutzungserscheinungen der einzelnen Wirbel. Dadurch können leichter Bandscheibenvorfälle entstehen als bei gesunden Menschen, welche dann zu den klassischen Symptomen dieser Krankheit führen.

Darüber hinaus können Nerven beschädigt oder in ihrem Verlauf eingeengt werden. Das kann entweder zu Schmerzen oder zu Missempfindungen (zum Beispiel einem Kribbel- oder einem Taubheitsgefühl) führen. Auch die Wirbelgelenke können Schmerzen verursachen, da deren Kapseln überdehnt werden und vermehrt Druck auf sie ausgeübt wird.


Durch die permanente Fehlhaltung wird allerdings nicht nur die Wirbelsäule falsch belastet, sondern auch Muskeln und Bänder. Daher klagen Betroffene häufig über Schmerzen im Brust- oder Rückenmuskelbereich, welche auf Verspannungen zurückzuführen sind. Dadurch, aber auch durch die falsche Rundung der Wirbelsäule an sich, kann es im Verlauf eines Morbus Scheuermann außerdem zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Bewegungseinschränkungen kommen, die die Patienten in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigen.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Die Wirbelsäule ist kompliziert zu behandeln. Auf der einen Seite ist sie hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt, anderseits hat sie große Beweglichkeit.

Daher erfordert die Behandlung der Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenvorfall, Facettensyndrom, Foramenstenosen, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Wirbelsäule im Schwerpunkt.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum - Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Leider ist eine Terminvereinbarung nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich bitte um Verständnis!

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Schwere Komplikationen

Die schwerwiegendste Komplikation, die bei einem Morbus Scheuermann auftreten kann, ist eine Einschränkung der Atmung. Durch schwere Deformierungen der Wirbelsäule und damit des gesamten Thorax kann es dazu kommen, dass die Lunge nicht mehr genug Platz hat, sich zu entfalten. Folglich müssen Betroffene stärker arbeiten, um zu atmen und bekommen trotzdem weniger Luft als Gesunde.

Eine andere Spätfolge bei Morbus Scheuermann, die häufig heruntergespielt wird, aber mindestens einen so hohen Stellenwert besitzt wie die oben genannten körperlichen Beschwerden, ist die psychische Belastung von Patienten. Gerade Jugendliche leiden unter dem stark deformierten Rücken und dem „Anders-Sein“ häufig äußerst stark. Dies kann so weit gehen, dass eine Depression auftritt. Bei Anzeichen auf einen solchen Verlauf sollten Eltern oder Freunde also aufmerksam und gesprächsbereit sein. Gelegentlich ist auch die Betreuung eines Psychologen oder Psychiaters sinnvoll.

Wenn diese Spätfolgen des Morbus Scheuermann auftreten, hat die Krankheit ihr Endstadium erreicht, man spricht in einem solchen Fall auch von einem „Post-Scheuermann-Syndrom“. In diesem Stadium sollten Patienten, am besten gemeinsam mit ihrem Arzt, trotz der bestehenden Risiken, ernsthaft über die Option einer Operation nachdenken, da diese Komplikationen die Lebensqualität letztendlich doch stark einschränken können.

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie allgemeine Informationen zum Hauptartikel: Morbus Scheuermann

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 19.01.2018
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