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Behandlung einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen

Basistherapie

In der Regel ist eine Schleimbeutelentzündung gut zu behandeln und heilt folgenlos aus.

In der Therapie der Schleimbeutelentzündung gibt es verschiedene Ansätze, die je nach Ursache der Entzündung zur Beschwerdefreiheit führen können.

Generell gilt, dass die entzündete Region am Ellenbogen erstmal geschont werden sollte, damit der Schaden durch zusätzliche Bewegung nicht noch weiter vergrößert wird.

Der Ellenbogen kann zumindest vorrübergehend durch einen Verband oder eine spezielle Schiene ruhiggestellt werden.
Diese Ruhigstellung sollte aber nicht zu lange erfolgen, da es sonst zu Problemen bei der Wiederaufnahme der Bewegungen kommen kann, da das Gelenk zu lange nicht ausreichend bewegt wurde.

Zusätzlich zur Ruhigstellung empfiehlt es sich, den Ellenbogen zu kühlen, damit der Schleimbeutel abschwellen kann. Dazu können spezielle kühlende Salben und Gels verwendet werden, aber auch Kälte- und Eispacks, die aber nie direkt auf die Haut gelegt werden sollen wegen der Gefahr von Erfrierungen.

Auf keinen Fall sollte die betroffene Stelle am Ellenbogen gewärmt werden!

Zur weiteren Basistherapie gehört häufig auch die Physiotherapie.
Diese wird verordnet, damit das Gelenk schnell wieder bewegt werden kann und die Betroffenen lernen, wie Schleimbeutelentzündungen in Zukunft vermieden werden können, wenn sie beispielsweise durch Fehlhaltungen begünstigt sind.

Zusätzlich können Muskelübungen gemacht werden, um die Strukturen des Gelenks zu stärken.


Medikamente

Zusätzlich zur Ruhigstellung und Kühlung kann der Arzt Medikamente verschreiben, die gegen die Entzündung wirken. Dazu gehören beispielsweise Diclofenac oder Ibuprofen.
Sie bekämpfen nicht nur die Entzündungen im Schleimbeutel, sondern wirken auch gegen evtl. auftretende Schmerzen.

Bei starken Schmerzen können auch örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) direkt in oder an den Schleimbeutel mit einer Spritze gegeben werden.

Um die Enzündungsreaktion weiter einzudemmen, kann auch der Einsatz von Glukokortikoiden sinnvoll sein, da dadurch die körpereigene Entzündungsreaktion abgeschwächt wird und sich der Schleimbeutel so besser erholen kann.

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Stoßwellentherapie

Ein alternativer Therapieansatz stellt die extrakorporale Stoßwellentherapie dar.

Hierbei werden Druckwellen von außen auf den betroffenen Schleimbeutel am Ellenbogen gestrahlt, um damit die Schmerzen zu beseitigen, aber auch um möglicherweise vorhandene Verkalkungen im und am Schleimbeutel zu lösen.

Punktion

Manchmal können auch nach Abklingen der Entzündungen im Ellenbogen noch Schmerzen auftreten, was häufig dadurch bedingt ist, dass der Schleimbeutel mit zu viel Flüssigkeit gefüllt ist, die nicht abfließen kann, und dadurch die Bewegung einschränkt oder auf Nerven drückt.

Ist dies der Fall, so muss das überschüssige Wasser durch den Arzt mit einer Punktion entfernt werden.

Da durch eine solche Punktion auch Bakterien in den Schleimbeutel gelangen können, muss bei der Prozedur auf einwandfreie hygienische Verhältnisse geachtet werden.
Zusätzlich muss anschließend ein Druckverband angelegt werden, um eine erneute Füllung des Schleimbeutels mit zu viel Flüssigkeit zu verhindern.

Operation

Ist die Schleimbeutelentzündung beispielsweise durch eine offene Verletzung wie Sturz oder Messerstich bedingt, so ist die Entzündung häufig septisch, was bedeutet, dass sie durch Bakterien bedingt ist.

Bei einer septischen Schleimbeutelentzündung muss für die Therapie der Schleimbeutel im Ellenbogen chirurgisch eröffnet werden, damit die Flüssigkeit und der Eiter aus dem Schleimbeutel abfließen können.

Zusätzlich empfiehlt sich auch eine medikamentöse Therapie mit einem passenden Antibiotikum.

In der Regel ist es nicht notwendig, den Schleimbeutel komplett zu entfernen.
Tritt allerdings nach längerer Zeit, in der Regel zwei bis drei Monate, keine Besserung auf, so kann eine Schleimbeutelentfernung (Bursektomie) erwogen werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Operation einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen.

Homöopathie

Zur Vollständigkeit kann die Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen auch homöopathisch oder durch Hausmittel therapiert werden.

Wie sooft ist der Wirkungsgrad dieser Mittel häufig auch von der Überzeugung des Anwenders abhängig.

Homöopathisch kann die Einnahme von Traumeel® in Kombination mit Arnica-Tropfen sinnvoll sein.

Ebenso haben sich in homöopathischen Kreisen Salben wie Zeel oder Lymphdiaral Drainagesalbe bewährt.

Bei länger anhaltenden Entzündungen kann auch der Einsatz von Blutegeln diskutiert werden.

Ein altes Hausmittel, welches auf die Kühlung sowie die Ruhigstellung des betroffenen Schleimbeutels am Ellenbogen setzt, ist das Anlegen eines nächtlichen Verbandes mit Quark.

Um zu vermeiden, dass die Schleimbeutelentzündung chronisch wird, sollte nach Ausheilung und Beschwerdefreiheit erst langsam wieder mit Sport begonnen werden.
Wie lang genau pausiert werden muss, kann nur individuell mit Arzt und Physiotherapeut geklärt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Weitere allgemeine Informationen zu ähnlichen Themen:

Eine Übersicht immer unter: Orthopädie A-Z.
 

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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