Kreuzbandbehandlung im Orthopaedicum Frankfurt

Der Kreuzbandriss gehört zu den wohl schwerwiegensten Verletzungen des Kniegelenks. Daher ist auch die Versorgung des Kreuzbandrisses eine der schwierigsten Therapien in der gesamten Orthopädie.

Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor von "Die optimale Therapie des Kreuzbandrisses"und Gründer dieses Internetportals) und seine Kollegen behandeln im Orthopaedicum Frankfurt sehr viele Kreuzbandrisse auf konservative und operative Weise.

Welche Therapieoption die langfristig besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, MRT) beurteilt werden.

Lassen Sie sich von den Kniespezialisten im Orthopaedicum Frankfurt beraten.

Kreuzbandbehandlung im Orthopaedicum Frankfurt
Dr. Nicolas Gumpert
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098

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Operation vorderer Kreuzbandriss

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Therapie / Operation

Wie fast immer im Leben gibt es zwei Möglichkeiten: entweder konservativ oder - das Gegenteil davon - operativ. Die Therapie muss sich an den individuellen Gegebenheiten und Ansprüchen des Patienten orientieren. Ein Leistungssportler wird möglichst schnell auf die Beine kommen wollen und ein auch unter starken Belastungssituationen stabiles Knie wünschen. Der 60-jährige Schachspieler wird darauf eher verzichten können und somit ohne Operation glücklich werden. Einige Mediziner vertreten die Meinung, dassnach Kreuzbandriss ohne Operation immer eine Arthrose eintritt, es ist nur eine Frage der Zeit. Deshalb werden die verschiedenen Therapien immer wieder heiß diskutiert. Deshalb wird nachfolgend ein Überblick gegeben. Betroffene müssen Vor- und Nachteile im einzelnen mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Konservative Therapie

Nach Abklingen der akuten Schmerzen wird meist nach Anpassung einer Kunststoffschiene regelmäßige Krankengymnastik verordnet. Die verbessert mit Muskelkräftigung und Koordinationsübungen die Stabilität des betroffenen Kniegelenkes.
Weitere algemeine Informationen zum Thema Krankengymnastik finden Sie auch unter: Krankengymnastik

Zusäzlich kann mit

  • Reizstrom
  • Ultraschall und
  • Eisbehandlung

einzeln oder in Kombination therapiert werden. Damit wird die Durchblutung verbessert und die Schmerzen gelindert. Wichtig ist aber zu wissen, dass ein lebenslanges, konsequentes, selbständig durchgeführtes Muskeltraining erforderlich ist, damit die Muskeln die Aufgabe des gerissenen Kreuzbandes übernehmen können. Daran mag es beim einen oder anderen scheitern.

Physikalische Therapie

Funktionsverbesserung, Muskelaufbau, Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten, Verhütung von Kontrakturen, Reizdämpfung nach  konservativer oder operativer Behandlung der  Kreuzbandruptur.
Krankengymnastik, Gelenkschutztraining, Kryotherapie (Kältetherapie) und Ultraschalltherapie, Ergotherapie, manuelle Lymphdrainage

Orthopädie-Technik

  • Stock bzw. Unterarmgehstützen
  • Gummikniekappe bei konservativer Therapie
  • Knieorthesen im Einzelfall, in der postoperativen Weiterbehandlung und ggf.  in der Sportausübung bei konservativer Therapie.

Operative Therapie

Die Entscheidung zur Kreuzbandriss Operation hängt wie gesagt von vielen Faktoren ab:

  1. Alter
  2. Aktivität
  3. Beruf
  4. Begleitverletzungen (Meniskusriss)

Die häufigsten Operationsmethoden bei einem Kreuzbandriss sind die sogenannten Kreuzbandplastiken. Bei dieser OP wird ein Stück körpereigene Sehne als Ersatz in das Knie eingepflanzt. Diese sollten nicht sofort durchgeführt werden, da das Risiko einer Gelenkvernarbung mit Bewegungseinschränkung in den ersten Tagen nach dem Unfall besonders groß ist. Die früher üblichen Kreuzbandnähte werden bis auf den knöchernen Ausriss und die Versorgung des hinteren Kreuzbandes außen vor gelassen. Aber mit der Operation allein ist nicht alles getan, eine ähnlich anstrengende Nachbehandlung ist notwendig und die sechs Wochen, die immer wieder bei unseren Fußballstars ausreichen sollen, dürften die lobenswerte Ausnahme sein. Im allgemeinen sind 3 Monate ein guter Schnitt.

Wie wird ein vorderer Kreuzbandriss behandelt?
Bei einer vorderen Kreuzbandruptur kommt es darauf an, den verlorengegangenen inneren Halt des Gelenkes wieder herzustellen. Hierzu muss das vordere Kreuzband möglichst anatomisch rekonstruiert werden. Dabei sollte das neue Kreuzband die Eigenschaften und die Funktion des natürlichen vorderen Kreuzbandes so weit wie möglich nachahmen.
Als Ersatzmaterial hat sich bei uns vor allem die Verwendung der sogenannten Kniescheibensehne (Patellarsehne), sowie die sogenannte Hamstring (Sehenen des Musclus semitendinosus und Musculus gracilis) bewährt.

  1. Die Patellarsehene:
    Dabei wird aus dem mittleren Drittel der Kniescheibensehne ein ca. 1 cm breites Stück Sehne entnommen und zwar mit einem an beiden Enden anhaftenden 2 x 1 cm breitem Knochenblock. Vorteil der Verwendung dieser Kniescheibensehne ist die gute Fixationsmöglichkeit: Die anhängenden Knochenblöcke werden in den Bohrkanälen mit sogenannten Interferenzschrauben aus Titan oder Zucker fixiert. Der Einbau und Fixation des Transplantates erfolgt heutzutage rein arthroskopisch (durch eine Kniegelenksspiegelung).
     
  2. Die Semitendinosus-Sehne (Sehne die kniegelenksnah am inneren des Oberschenkels entnommen wird).
    Diese Sehnen werden über einen kleinen Hautschnitt am innenseitigen Schienbeinkopf entnommen und jeweils gedoppelt, so daß sich daraus ein Vierfach-Transplantat ergibt. Die primäre Reißkraft eines Quadruple-Hamstring-Transplantats (vierfach - gelegten Sehnentrandplantats) ist ungefähr doppelt so hoch wie die Reißkraft des normalen menschlichen vorderen Kreuzbandes.

    Die Vorteile der Semitendinosus- und Gracilis-Transplantate bei der Kreuzbandriss OP sind die geringe Komplikationsrate, die geringeren Schmerzen nach Entnahme der Sehnen und die nur kleine, kosmetisch günstige Hautnarbe.

    Weiterhin erreicht dieses Transplantat eher die Steifheit als ein normales vorderes Kreuzbandes. Bewegungseinschränkungen sind nachgewiesenermaßen seltener. Die maximale Reißkraft des Quadruple-Hamstring-Transplantats ist noch höher als die der Patellarsehne.
    Als Nachteil gilt das langsamere Einheilverhalten der Sehnen in die Knochenkanäle im Vergleich zur Patellarsehne. Die Knochenblöcke der Patellarsehne wachsen innerhalb 3-6 Wochen ein, die Kniebeugesehnen brauchen dafür 10-12 Wochen.

Welche der zur Verfügung stehenden Techniken des Kreuzbandersatzes letztendlich bei einer Kreuzbandriss OP zum Einsatz kommt, hängt von vielen Faktoren wie z.B. Alter, Geschlecht, Sporttätigkeit, Größe, Gewicht und Gewebestruktur ab. Die Fixierung erfolgt entweder mit sogenannten Interferenzschrauben (auch aus auflösbaren Materialien erhältlich) oder mit Titanklammern.
Obgleich die Technik relativ kompliziert erscheint, sind die Erfolgsquoten nach derartigen Eingriffen gut, vor allem wenn keine wesentlichen Zusatzverletzungen vorliegen. Auch dieser Aspekt spricht für die möglichst frühe Reparatur einer solchen Situation.

Entscheidend für den operativen Erfolg einer vorderen Kreuzbandplastik mittels Semitendinosussehne oder Patellarsehne ist die anatomische Rekonstruktion des ursprünglichen Verlaufes des vorderen Kreuzbandes. Beispielhaft kann man rechts den optimalen Verlauf einer eingebrachten Semnitndinosusplastik. Fixiert werden die Enden der Sehne mit einem sogenannten Endobutton auf dem Knochen. Dies fixiert das Transplatat zunächst nur temporär, im postoperativen Verlauf muß das Sehnentransplantat dann knöchern einwachsen.

Entnahme der Semitendinosussehne

Gefaltete Semitendinosussehne im Knieglenk

Die zwei Standardtransplatate für eine Kreuzbandplastik sind die Patellarsehne sowie die Semitendinosussehene / Gracilissehne . Bei der Kniescheibensehen wird allgemein das mittlere Drittel der Patellarsehne mit einem Knochenblock an beiden Enden entnommen. Um die Semitendinosussehne zu entnehmen wird über eine kleine Hautöffnung die Sehne vom Knochen abgetrennt und dann mit dem Stripper von seinem Muskelbauch abgelöst. Die Restsehne vernarbt ohne wesentlichen nachweisbaren Funktionsverlust mit der Umgebung.

Innere Verstärkungsoperation
In akuten und subakuten Fällen, d.h. wenn der Unfall selbst noch nicht allzu lange zurückliegt, besteht eine Behandlungsmöglichkeit darin, das "alte" vordere Kreuzband innerlich mit einer neuen Struktur zu verstärken und damit Verhältnisse wiederherzustellen, die den Originalverhältnissen äußerst nahekommen. Diese Technik, die kaum angeboten wird, hat dabei folgende Vorteile:

  1. Das "eigene" vordere Kreuzband kann mit seinen sogenannten Propriozeptoren, d.h. Nervenrezeptoren, die für die Feinabstimmung der Bewegung und des Muskeleinsatzes sehr wichtig sind, weitgehend erhalten werden, was natürlich bei einer vorderen Kreuzbandoperation mit der sog. Patellarsehne nicht möglich wäre.

     
  2. Das verpflanzte Sehnenmaterial (Semitendinosussehne vierfach) ist von Anfang an ummantelt, was ideale Einwachsbedingungen für das verpflanzte Material schafft.

Leider ist diese spezielle Technik für chronische Instabilitäten, die zum Teil schon Jahre zurückliegen, nicht geeignet, da in diesen Fällen das "alte" vordere Kreuzband meistens nicht mehr vorhanden ist. Langzeit Ergebnisse gibt es leider nicht, sodass zu diesem Zeitpunkt nicht vorbehaltlos zu dieser OP-Technik geraten werden kann.


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Die auf unserer Seite gegebenen Informationen können, die therapeutischen Optionen zur Behandlung eines vorderen Kreuzbandrisses nur zusammen- fassend skizzieren, da die folgen eines Kreuzbandschadens derart komplex sind.

Eine Wahl der richtigen Therapie ist von entscheidender Bedeutung.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Buch: “Die optimale Therapie des vorderen Kreuzbandrisses
Das OPIS - Buch von  Dr. Nicolas Gumpert befasst sich laienverständlich mit den therapeutischen Optionen eines vorderen Kreuzbandrisses.
Konservative und operative Therapieverfahren werden detailliert mit Vor- und Nachteilen sowie Risiken vorgestellt.

Als Zusatz ist eine Liste renommierter Kreuzbandchirurgen, nach Postleitzahlen sortiert, hinzugefügt.


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Buch "vorderer Kreuzbandriss"

Wissen erhöht die Heilungschancen!

Dieses Buch informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen detailliert und laienverständlich beschrieben. Siehe auch vorderer Kreuzbandriss

Autoren: Dr. med Nicolas Gumpert u. Dr. med Marc Jungermann

Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.

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Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012