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Basaliom an der Nase

Einleitung

Ein Basaliom an der Nase ist eine bösartige Hauterkrankung, die auch als Basalzellkarzinom oder auch Basalzellepitheliom bezeichnet wird. Auch die Bezeichnung weißer Hautkrebs ist üblich. Beim Basaliom sind ausschließlich die Zellen des Hautepithels betroffen. Dieser Tumor ist in Europa einer der häufigsten verbreiteten Tumoren.

Vor allem auf der Nase findet man sehr häufig Basaliome. Dies ist nicht nur ungünstig, da sie an dieser zentralen Stelle des Gesichts entsprechend stark auffallen und stören, sondern auch, weil die Operation eines Basalioms auf der Nase immer eine Schwierigkeit darstellt. Man will in jedem Fall vermeiden, dass das Riechvermögen des Patienten im Anschluss an eine Operation vermindert ist.
Auf der anderen Seite ist es gerade bei einem Basaliom, welches sich an der Nase befindet, wichtig, schnell zu handeln. Wenn es sich nämlich um eine aggressive Form des Basalioms handelt, die nicht nur oberflächlich, sondern auch in die Tiefe wächst, kann es hier relativ rasch passieren, dass knöcherne oder knorpelige Strukturen der Umgebung vom Tumorgewebe befallen und dadurch zerstört werden, was eine Vielzahl von Komplikationen mit sich bringen kann.

In seltenen, extrem gravierend verlaufenden Fällen, kann deshalb im Anschluss an eine Therapie eine Hauttransplantation oder sogar die Rekonstruktion des Gesichts durch Prothesen notwendig werden.

Weitere Informationen finden Sie im Hauptartikel Basaliom.

Symptome eines Basalioms der Nase

Die Symptome des Nasenbasaliom sind sehr unspezifisch und machen in der Regel keine Schmerzen. Eine Hautveränderung, die an eine in Kreis gelegte Perlenkette erinnert, bildet sich an der betroffenen Stelle aus. In den Frühstadien ist ein Basaliom oft nicht zu erkennen oder wird mit gängigen Hautunreinheiten verwechselt.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Symptome eines Basalioms

Lokalisierung eines Basalioms

Es wird vermutet, dass die UV-Strahlung des Lichtes hauptverantwortlich für die Entstehung eines Basalioms ist. Grund dieser Vermutung liegt an den Expositionsstellen, also den Stellen, die besonders häufig von einem Basaliom betroffen sind.
Es sind vor allem Hautregionen des menschlichen Körpers, die dem Sonnenlicht häufig ausgesetzt sind. Vor allem Partien des Gesichtes sind häufig von einem Basaliom betroffen.

Zu nennen wären die Stirn- und die Schläfenregion und die Region an den Nasenflügeln. Aber auch Arme, Hände und Haut im Bereich der Kopfhaut und der Haarfollikel können von einem Basaliom befallen werden. Man geht davon aus, dass durch die einstrahlende UV-Strahlung immer wieder zahlreiche Zellen geschädigt werden. Ein körpereigenes Reparatursystem fährt millionenfach über die defekten Zellen und repariert diese. Aus unklaren Gründen funktioniert dieses Reparatursystem manchmal nicht, was dazu führt, dass die defekten Zellen nicht repariert werden und sich ungebremst weiter teilen können. Dies hat zur Folge, dass sich ein Geschwulst aus bösartigen Zellen ausbildet.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Basaliom im Gesicht

Ursachen eines Basalioms auf der Nase

Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für die Entstehung eines Basalioms ist die langfristige Belastung der Haut durch die UV-Strahlung im Sonnenlicht. Folglich entsteht dieser Typ von Tumor hauptsächlich an solchen Gebieten auf der Haut, die regelmäßig sehr viel Sonnenstrahlung ausgesetzt sind: 80% der Basaliome bilden sich im Gesicht, die meisten davon befinden sich in dem Streifen, der vom Haaransatz über die Nase zur Oberlippe zieht.

Diagnose

Die Diagnose des Basalioms an der Nase wird meistens von einem Dermatologen gestellt.
In fortgeschrittenen Stadien ist manchmal eine Blickdiagnose möglich bzw. ist richtungsweisend. In jedem Fall muss aber eine Biopsie entnommen und in einem pathologischen Labor untersucht werden. Da die Gefahr einer Zellverschleppung sehr hoch ist, wird meistens die gesamte auffällige Hautstelle entnommen und eingeschickt.

Auch zur Früherkennung eines Basalioms ist ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening sinnvoll.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema unter: 

Woran erkenne ich eine Basaliom der Nase im Anfangsstadium?

Da das Basaliom nur sehr langsam wächst, hat es allgemein sehr gute Aussichten auf Heilung. Wichtig ist, dass das Basaliom von einem Pickel oder Hautanhängsel unterschieden wird. Das Aussehen eines Basalioms kann variieren. Am Anfang kann sich zum Beispiel ein heller Knoten auf der Nase oder im Nasenwinkel zeigen. Zum anderen kann der Knoten auch rötlich gefärbt sein. Des Weiteren zeigt sich das Basaliom teilweise auch als roter Fleck in der Haut. Diese Knoten oder Flecken breiten sich langsam weiter aus. In manchen Fällen kommt es zu einer zentralen Eindellung. Das Basaliom kann im Verlauf bluten. Auf dieser blutenden Stelle bildet sich dann eine Kruste.

Die Behandlung eines Basalioms der Nase

Ist die Diagnose eines Basalioms gestellt, kann neben der operativen Entfernung noch eine photodynamische Bestrahlung der Nase erfolgen. Rezidive sind immer möglich, die Prognose aber im Allgemeinen gut.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie eines Basalioms

Die Operation eines Basalioms an der Nase

Die Therapie der ersten Wahl zur Behandlung eines Basalioms der Nase ist die radikale, mikroskopisch kontrollierte Exzision.

Dazu werden meist unter örtlicher Betäubung, oder auf Wunsch auch unter Vollnarkose die entarteten Epithelzellen der Nase chirurgische abgetragen. Der Chirurg schneidet dazu mittels Skalpell in einem gewissen Sicherheitsabstand um das entartete Gebiet herum, und entnimmt nach Möglichkeit alle entarteten Zellen.
Da es sich einerseits meist um ein relativ kleines Entartungsgebiet handelt, andererseits die Lage im Gesicht ein sehr genaues operieren notwendig macht, operiert der Chirurg mit Hilfe eines Mikroskops.
Dieses ist im Normalfall am Kopf des Operateurs befestigt, und ermöglicht eine starke Vergrößerung. So können unnötig große Exzisionen verhindert -, und das Basaliom komplett entfernt werden.

Alternativ zur klassischen OP stehen auch Laserchirurgie, Kryo-Chirurgie, und Bestrahlung mittels Röntgen zur Verfügung. Dies kann vor allem bei älteren Patienten teilweise notwendig sein, wenn ein invasiver Eingriff nicht durchgeführt werden kann.

  1. Bei der Laserchirurgie erfolgt die Entfernung mittels eines hochenergetischen Lasers.
  2. Die Kryo-Chirurgie bezeichnet ein Operationsverfahren, bei dem das Basaliom mittels Kälteexposition zerstört wird.Zuletzt genannte Verfahren versprechen allerdings nur bei kleinen und oberflächlichen Basaliomen Erfolg.

In der Regel wird ein Basaliom daher mittels chirurgischen Eingriff behandelt. Nach der Operation muss aus infektionsgründen für einige Tage bis Wochen ein Verband getragen werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Das Gewebe wächst im Normalfall binnen Wochen bis Monaten nach, und füllt die exzidierte Lücke.
Das Exzidat wird zur Nachuntersuchung stets aufbewahrt, und in die Pathologie zur Untersuchung und zum korrekten grading weitergegeben. Unter grading versteht man eine Einstufung des Tumors, der entnommen Bereiche, und eine Beurteilung der Gut- oder Bösartigkeit.

Zwar ist das Basaliom ein semimaligner, also „halb-bösartiger“ Tumor, allerdings ist auf Grund seiner geringen Metastasierungsrate bei kompletter chirurgischer Exzision eine sehr gute Prognose zu erwarten. Auch die Tatsache, dass Basaliome meinst über Monate bis Jahre hin langsam wachsen, kommt einem günstigem Ausgang entgegen. Allerdings sollte man mit einer OP nicht zu lange warten, da mit genügend Zeit auch ein semimaligner Tumor maligne, also bösartig, entarten kann.

Hauttransplantation

Eine Hauttransplantation erfolgt nach einer operativen Entfernung des Basalioms. Hierbei kommt es darauf an, wie groß das Basaliom war bzw. wie weit es sich in die Umgebung ausgebreitet hat. Kann die Wunde dann aufgrund ihrer Größe nicht verschlossen werden, muss eine Hauttransplantation erfolgen, die die Wunde abdeckt. Die Verschiebe-Schwenk-Lappen-Technik kann bei der Entstehung von Gewebedefekten angewendet werden. Hierbei wird die Operationswunde mit gesunder Haut aus der Umgebung abgedeckt. Die Wundränder und die Hauttransplantatränder werden miteinander vernäht. Je nachdem, wie tief die Operationswunde ist, werden entweder nur oberflächliche Hautschichten oder auch tiefere Hautschichten genommen, um den Hautdefekt zu verschließen. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Rotationslappenplastik, wobei der Hautlappen präpariert wird und in den Hautdefekt hineingedreht wird. Auch hierbei werden die Ränder vernäht.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hauttransplantation

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Basaliom Nase finden Sie hier:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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