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Sehnenentzündung in der Leiste

Definition

Bei einer Sehnenentzündung der Leiste handelt es sich um eine Entzündung der Sehnen, welche die Muskeln im Bereich des Oberschenkels oder des Bauches mit dem Knochen verbinden. Generell muss zwischen einer Sehnenentzündung (Tendinitis) und einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) unterschieden werden. Häufig sind Sportler von den Symptomen einer Sehnenentzündung im Bereich der Leiste betroffen. Um langwierige Krankheitsverläufe zu vermeiden, sollte ein Arzt zur Therapieplanung aufgesucht werden.

Ursachen

Die Ursachen einer Sehnenentzündung in der Leiste sind vielfältig. Häufig sind Überbelastungen der Muskeln und der dazugehörigen Sehne verantwortlich für die Erkrankung. Auch eine akute Verletzung einer Sehne kann für die Entzündung hervorrufen.
Besonders Sportler wie Tänzer, Fußballer, Läufer oder Leichtathleten sind gefährdet. In den meisten Fällen ist die Sehne des Hüftbeugers, des sogenannten Iliopsoas (Musculus iliopsoas), betroffen von der Entzündung.

Symptome

Im Vordergrund der Symptome stehen Schmerzen im Bereich der Leiste, die besonders bei Belastung auftreten. Andere Zeichen können eine Rötung, Erwärmung oder Schwellung der Region sein. Auch ein vorübergehender Funktionsverlust beziehungsweise eine Funktionseinschränkung einzelner Muskeln und Sehnen gehören zu den Symptomen der Sehnenentzündung in der Leiste.
Durch einen mehr oder weniger starken Funktionsverlust der Sehnen kann sich das Bein beim Gehen sehr schwach anfühlen, was in manchen Fällen zu einem Hinken der betroffenen Seite führt.

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Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Als leidenschaftlicher Sportler, habe ich auf die Behandlung von Sporterkrankungen von Profis und Hobbyathleten spezialisiert. 
Schwerpunkt sind daher die Erkrankungen am Muskel, der Sehnen und Gelenken.

Um in der Orthopädie erfolgreich behandeln zu können, bedarf es einer gründlichen Untersuchung, Diagnostik und Erhebung der Krankengeschichte.
Gerade in unserer sehr ökonomisierten Welt, bleibt zu wenig Zeit, um die komplexen Erkrankungen der Orthopädie gründlich zu erfassen und damit eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten.
In die Reihe der "schnellen Messerzücker" möchte ich mich nicht einreihen.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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  • Orthopaedicum - Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Schmerzen bei einer Sehnenentzündung in der Leiste

Leitsymptom einer Sehnenentzündung in der Leiste sind Schmerzen, die besonders bei Belastung der betroffenen Sehne auftreten. Personen, die an einer solchen Entzündung leiden, beschreiben die Schmerzen häufig als stichartig.
Übt man mit der Hand Druck auf die Leiste aus, treten üblicherweise ebenfalls Schmerzen auf (Druckschmerz).
Ein Ausstrahlen des Schmerzes in den Bereich der Hüfte und in den Oberschenkel bis hin zum Knie ist häufig. Sportarten und Bewegungen, welche eine Beanspruchung der Muskulatur der Leistenregion erfordern, lösen besonders starke Schmerzen aus.

In den Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen

Das Ausstrahlen der Schmerzen bis in die Hüfte oder den Oberschenkel ist ein Phänomen, das bei einer Sehnenentzündung in der Leiste häufig beobachtet werden kann. So sollte bei Schmerzen, die in Leiste, Hüfte und Oberschenkel auftreten, stets auch an eine Sehnenentzündung in der Leiste gedacht werden. Grund für die ausstrahlenden Schmerzen ist eine Reizung der Nerven in dem betroffenen Bereich.
Sind die Sehnen der Leiste entzündet, werden die Nerven gereizt, welche an der Leiste verlaufen und bis in den Oberschenkel reichen. Die Schmerzen im Oberschenkel werden daher nicht von einer Entzündung der Oberschenkelregion an sich, sondern von einer Nervenreizung hervorgerufen.
Bessert sich die Entzündung der Sehne, lassen in den meisten Fällen auch die Beschwerden im Oberschenkel nach.
Es kann aber auch zu einer Sehnenentzündung im Oberschenkel kommen, die genau die gleichen Ursachen haben kann, wie die Sehnenentzündung in der Leiste.

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Diagnose

Wichtig für die erfolgreiche Behandlung der Sehnenentzündung in der Leiste ist eine zeitnahe Diagnosestellung der Erkrankung. Beschwerden in der Leiste sollten deshalb frühzeitig von einem Arzt abgeklärt werden. Das Patientengespräch (Anamnese) sowie die körperliche Untersuchung stehen zu Beginn der Diagnosestellung. Teilweise kann es nötig sein, eine bildgebende Untersuchung durchzuführen. Dies dient sowohl der Diagnosestellung der Sehnenentzündung als auch dem Ausschluss von Knochenbrüchen oder der Verletzung anderer Weichteile und ist deshalb besonders nach akuten Verletzungen sinnvoll.
Besonders die Untersuchung mithilfe eines MRTs, CTs sowie eine Ultraschalluntersuchung können hier Aufschluss liefern.

Lesen Sie mehr dazu unter MRT der Hüfte

Therapie

Die individuelle Behandlung der Sehnenentzündung richtet sich vor allem nach dem Verletzungsmuster des Patienten. Handelt es sich um eine akute Verletzung, welche aufgrund einer Überdehnung oder Überbelastung der Sehne auftritt, sollte der Bereich gekühlt, hochgelagert, geschont und eventuell ein Druckverband angelegt werden. Des weiteren können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente die Symptome lindern.
Eine chronische Überbelastung der Sehnen der Leiste erfordert häufig eine langwierige Therapie. Besonders eine konsequente Schonung der Leiste kann helfen eine absolute Beschwerdefreiheit zu erreichen. Liegt eine äußere Verletzung vor und ist die Haut beeinträchtigt, sollte eine Antibiotikatherapie für den Schutz vor bakteriellen Erregern in Betracht gezogen werde. Auch eine chirurgische Wiederherstellung verletzter oder sogar gerissener Sehnen kann in diesem Fall nötig sein.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Dauer einer Sehnenentzündung in der Leiste

Bei einer Sehnenentzündung der Leiste handelt es sich in der Regel um eine langwierige Erkrankung. So können bis zur kompletten Beschwerdefreiheit zwischen 2 Wochen und mehreren Monaten vergehen. Abhängig ist die Dauer der Erkrankung vor allem von der zugrunde liegenden Ursache der Entzündung als auch von der Zeit bis zur Diagnosestellung und Behandlungsbeginn. Auch die konsequente Schonung der Leiste beeinflusst die Heilungsdauer günstig.

Adduktorentendinitis

Als Adduktorentendinitis bezeichnet man eine Entzündung der Adduktorensehnen, die vom Schambein durch die innere Leiste bis zum inneren Oberschenkel ziehen.

Zu dieser Muskelgruppe zählen mehrere Muskeln, die vor allem die Bewegung der Oberschenkel zueinander ermöglichen. Eine Adduktorentendinitis ist sehr selten, kann jedoch insbesondere in bestimmten Sportarten als Folge von Reizungen und Überdehnungen auftreten.

Die Adduktorensehnen sind vor allem bei Sportarten wie Fußball oder dem Skifahren, aber auch bei Tänzern gefährdet. Werden die Beine zu weit auseinandergespreizt, kommt es zu einem ziehenden Schmerz am inneren Oberschenkel, ausgelöst durch die Überdehnung der Adduktoren.

Langfristig können häufige Reizungen der Sehnen zu Entzündungsprozessen führen, was sämtliche Bewegungen der Oberschenkel schmerzhaft werden lässt. Die wichtigste Therapiemaßnahme besteht darin, die Sehnen frühzeitig zu schonen und belastende Sportarten ausreichend lange zu pausieren.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Sehnenentzündung des Oberschenkels

Was ist eine weiche Leiste?

Die weiche Leiste wird auch als „Sportlerhernie“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Riss eines Teils der Bauchwandmuskulatur durch sportliche Belastungen.

Oftmals leiden die Betroffenen an angeborenen Muskeldefekten der Bauchwand und üben zusätzlich belastende Sportarten aus. Die weiche Leiste wird oftmals erst spät diagnostiziert, da kein Bruchsack und keine hernientypische Vorwölbung der Leiste auftreten. Typisch sind hingegen die Schmerzen der Leiste, die sich mit der Zeit verstärken. Um den Defekt der Muskulatur zu heilen, muss in den meisten Fällen eine operative Therapie erfolgen.

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Wie unterscheide ich eine Sehnenentzündung von einem Leistenbruch?

Bei beiden Krankheitsbildern handelt es sich um verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Symptomen, Ursachen und Therapien.

Sehnenentzündungen können an mehreren Stellen der Leiste auftreten, abhängig von der entzündeten Sehne. Oftmals kommt es zu typischen Entzündungszeichen wie Bewegungsschmerzen, Rötungen, Überwärmungen und schmerzhaften Schwellungen. Der Schmerz und die Bewegungseinschränkung lassen sich an der betroffenen Sehne lokalisieren.

Sie wollen sich noch genauer über eine Sehnenentzündung informieren? - Dann lesen Sie unseren Artikel: Sehnenentzündung in der Leiste

Bei einem Leistenbruch liegt hingegen ein sehr typischer Bruchsack vor, der sich als weiche Vorwölbung an der Leiste bemerkbar macht. Der Bruchsack muss im Gegensatz zur Sehnenentzündung keine Schmerzen verursachen und kann oftmals durch Druck von außen zurückgedrängt werden. Der Leistenbruch tritt vielfach plötzlich nach einer starken Belastung, zum Beispiel dem Heben schwerer Lasten auf. Die Entzündung entwickelt sich hingegen eher langsam und kündigt sich bereits frühzeitig mit steigenden Schmerzen an.

Schambeinastentzündung

Das Schambein ist einer von drei Hauptbestandteilen des Beckenknochens. Der Schambeinast ragt vom Beckenring nach unten in Richtung des Oberschenkels und Hüftgelenks. Er dient als Ursprung vieler Muskeln, die maßgeblich an Bewegungen im Hüftgelenk beteiligt sind.

Belastungen der Muskulatur können zu Reizungen der Ursprungsehnen am Schambeinast führen und damit zu entzündlichen Veränderungen an diesem Knochenvorsprung. Insbesondere männliche Leistungssportler sind von dieser Erkrankung betroffen.

Sportarten mit schnellen Beschleunigungen, Sprints, Richtungswechseln und Sprüngen belasten den Schambeinast am stärksten. Die Therapie erfolgt fast ausschließlich konservativ. Damit die Reizungen abklingen, muss zunächst eine Schonpause erfolgen. Anschließend können physiotherapeutisch die betroffenen Muskelgruppen gezielt trainiert werden, um zukünftigen Reizungen vorzubeugen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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