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Symptome bei niedrigem Blutdruck

Einleitung

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist laut medizinischer Definition vorhanden, wenn dieser unter 100 / 60 mmHg liegt. In Deutschland leiden darunter ungefähr 2-4% der Bevölkerung, wobei davon der Großteil Frauen sind.
Niedriger Blutdruck kann viele verschiedene Ursachen haben, die komplett harmloser Natur sein können. Er kann allerdings auch auf organische oder, in seltenen Fällen, auf gefährliche Krankheiten hindeuten und sollte daher bei zusätzlichen Symptomen abgeklärt werden.

Blut wird mittels Herzschlag durch den Körper befördert und versorgt Organe und Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Wie viel und wie schnell Blut durch den Körper zirkuliert, wird neben der Herzarbeit z.B. durch den Blutdruck bestimmt. Der Blutdruck ist daher ein wichtiger Faktor dafür, dass nährstoffreiches Blut zum Beispiel im Gehirn ankommt.
Ist der Blutdruck nur leicht erniedrigt, äußert er sich bei den meisten Betroffen nicht symptomatisch. Ist der Druck allerdings zu niedrig, um zum Beispiel das Blut schnell genug oder in ausreichender Menge ins Gewebe oder in die Organe zu transportieren, können sich vielerlei verschiedene, spürbare Symptome bemerkbar machen.

Welche Symptome gibt es bei niedrigem Blutdruck?

Bei einem niedrigen Blutdruck (arterielle Hypotonie) liegt der Blutdruck unterhalb der Normgrenze, er ist also niedriger als normal. Dies kann ganz unterschiedliche Symptome zur Folge haben, die bei jedem individuell auftreten können, aber nicht müssen.  Im Folgenden sind die häufigsten Symptome von häufig bis selten aufgeführt:

  • Schwindel (oft nach dem Aufstehen)
  • Schwarzwerden vor den Augen und Augenflimmern
  • Sternchen sehen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • kalte Hände und Füße
  • Kopfschmerzen oder Kopfdruck
  • Ohrensausen- und Druck
  • Herzklopfen
  • Antriebslosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Engegefühl im Bereich der Brust
  • Bewusstseinsstörungen bis zur Ohnmacht

Schwindel durch zu niedrigen Blutdruck

Bei einem niedrigen Blutdruck kommt es häufig zu Schwindelgefühlen, die oftmals von „Sternchensehen“ begleitet sind. Vielen Betroffenen wird auch „Schwarz vor Augen“ und sie haben das Gefühl, umzukippen. Da nicht genug Blut im Gehirn ankommt und es für eine sehr kurze Zeit nicht ausreichend versorgt wird, kann Schwindel entstehen. Oftmals ist der Schwindel bei Menschen, die an Hypotonie leiden, beim Aufstehen spürbar. Hierbei versackt das Blut in die Beine und kann nicht schnell genug zum Herzen und ins Gehirn zurückgepumpt werden.
Besonders morgens vor dem Aufrichten des Körpers sollten sich Menschen, die einen niedrigen Blutdruck haben, erst einmal auf die Bettkante setzten. So kann der Kreislauf in Schwung kommen und Schwindel verhindert werden. Betroffene bekommen auch oftmals Schwindel, wenn sie eine längere Zeit stehen müssen.
Das lange Stehen verursacht, dass zu viel Blut in den Beinen verbleibt. Dadurch kann das Gehirn nicht ausreichend versorgt werden und Schwindel wird ausgelöst. Menschen mit niedrigem Blutdruck spüren Schwindelgefühle auch vor allem im Sommer. Hier werden die Gefäße im Gehirn weitgestellt und der Blutdruck sinkt noch weiter ab, was Schwindelsymptome wiederum schneller auftreten lässt.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwindel durch niedrigen Blutdruck oder Ursachen von Schwindel

Müdigkeit durch zu niedrigen Blutdruck

Auch Müdigkeit und Schlappheit können durch einen zu niedrigen Blutdruck ausgelöst werden, besonders wenn dieser über eine längere Zeit anhält. Hierbei kommt es – wie auch schon im Abschnitt Schwindel erklärt - zu einer Minderversorgung (Minderperfusion) des Gehirns, da der niedrige Druck das Blut nicht ausreichend ins Gehirn befördern kann.
Die Müdigkeit macht sich besonders während des Sommers mit heißen Temperaturen bemerkbar. Wenn es warm ist, weiten sich die Blutgefäße physiologisch um den Körper zu kühlen. Durch die Gefäßweitstellung sinkt allerdings auch der Blutdruck noch weiter ab und lässt die Blutarmut im Gehirn weiter steigen und verursacht unter anderem Müdigkeit.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Chronische Müdigkeit

Niedriger Blutdruck mit hohem Puls / Herzrasen

Den Puls kann man mit dem Herzschlag gleichsetzen. Von einem zu hohen Puls (Tachykardie) spricht man, wenn das Herz öfter als 100 Mal in der Minute schlägt. Dieses zu schnelle Schlagen des Herzens kann von Betroffenen oftmals gespürt werden und wird dann als Herzrasen bezeichnet.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Ursachen von Herzrasen

Die Symptomkombination aus niedrigem Blutdruck und hohem Puls kann zum Beispiel durch eine Blutarmut (Anämie) entstehen. Eine Blutarmut entsteht am häufigsten durch einen Eisenmangel, dann spricht man von der sogenannten Eisenmangelanämie.

Durch den Blutmangel kann ein niedriger Blutdruck entstehen, wodurch die Gefahr besteht, dass Organe und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Das Herz versucht diese Minderversorgung abzuwenden und schlägt folglich mit einer erhöhten Schlagfrequenz, die zu einem hohen Puls führt. Da der Körper generell versucht, trotz niedrigem Blutdruck den Kreislauf stabil zu halten, kann auch durch andere Ursachen ein vorübergehend hoher Puls oder Herzrasen entstehen. Wenn nach längerem Sitzen oder Stehen das Blut in den Beinvenen versackt, kann es zur sogenannten neurokardiogenen (vasovagalen) Synkope kommen. Hierbei kommt es zu einem kurzzeitigen Bewusstseinsverlust, da das in den Beinen verbleibende Blut das Herzminutenvolumen senkt. Daraus folgt ein niedriger Blutdruck. Um diesen wieder auszugleichen, steigt kurzzeitig der Puls an.

Neben Blutmangel und neurokardiogener Synkope können auch andere Ursachen wie Überdosierung von blutdrucksenkenden Medikamenten, Blutungen (zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt) oder ein hoher Flüssigkeitsverlust zu einem niedrigen Blutdruck und folglich hohem Puls führen.

Weitere hilfreichere Informationen lesen Sie unter: Niedriger Blutdruck und hoher Puls

 

Herzklopfen bei niedrigem Blutdruck

Beim Herzklopfen spürt der Betroffene seinen eigenen Herzschlag sehr deutlich.  Das Herzklopfen ist ein typische Gegenreaktion auf zu niedrigen Blutdruck. Es ist eine erhöhte Herzfrequenz, das Herz schlägt also schneller. Der Puls steigt dem nach an. Der Körper versucht dadurch die mangelnde Durchblutung des niedrigen Blutdruckes auszugleichen. Herzklopfen aus diesem Grund hat also nichts mit Stress oder Aufregung zu tun. Betroffene haben  Herzklopfen, obwohl sie sich in einer normalen oder sogar entspannten und ruhigen Situation befinden. Als Beispiel kann dafür das Liegen auf dem Sofa genannt werden. Ebenfalls kann man durch den niedrigen Blutdruck Herzklopfen bekommen, wenn man aus dem liegen oder sitzen aufgestanden ist.

Herzstechen bei niedrigem Blutdruck

Das vielen bekannte Herzstechen beschreibt einen stechenden Schmerz im Bereich des Brustkorbes, in unmittelbarer Nähe zum Herz. Es ist also ein Schmerz ungefähr auf der Höhe der zweiten bis fünften Rippe hinter dem Brustbein, welcher sich jedoch von den Betroffenen nur wage eingrenzen lässt. Ein Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck kann bestehen, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Aus diesem Grund ist der Begriff des Herzstechens umgangssprachlich sehr weit gefächert.  Die Schmerzen treten zu meist plötzlich und sehr stark auf. Die Schmerzen können in verschiedenen Intervallen kommen. Hinzu kann eine Schmerzeinstrahlung in andere Körperregionen  erfolgen, wie zum Beispiel in eine Schulter oder in die Arme. Dies sollte man genau beobachten und seinem Arzt schildern, um Krankheiten,  wie einen Herzinfarkt auszuschließen.

Niedriger Blutdruck mit niedrigem Puls

Viele Sportler haben in Ruhe einen relativ niedrigen Blutdruck und einen langsamen Puls. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um eine Anpassung des Herz-Kreislaufsystems und sollte nicht zu Besorgnis Anlass geben. Ein niedriger Puls und Blutniederdruck können allerdings auch durch hormonelle Störungen hervorgerufen werden. Hierzu zählt vor allem die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), bei der zu wenig Schilddrüsenhormone T3 und T4 gebildet werden. Da diese Hormone Puls und Blutdruck steigern, kann es bei einem Mangel dazu kommen, dass diese zu niedrig sind.
Auch können blutdrucksenkende Medikamente wie Beta-1-Rezeptorblocker (z.B. Metoprolol) bei Überdosierung oder falscher Anwendung zu einer Hypotonie und Bradykardie führen.

Lesen  Sie hierzu auch unseren ArtikelNiedriger Blutdruck und niedriger Puls

Zittern durch zu niedrigen Blutdruck

Auch das Zittern ist ein typisches Symptom von Blutniederdruck. Kommt es zu einer plötzlichen Kreislaufschwäche, die durch einen zu niedrigen Blutdruck ausgelöst wird, kommt es neben Symptomen wie Schwindel, Übelkeit oder Schweißausbruch oftmals auch zu Zittern an den Extremitäten oder am ganzen Körper. Auch hierbei wird das Zittern durch eine vorübergehende und kurzzeitige Minderversorgung, welche die Gehirnfunktion einschränkt, ausgelöst.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwindel und Zittern

Übelkeit durch zu niedrigen Blutdruck

Die Übelkeit gilt als typische Begleiterscheinung von zu niedrigem Blutdruck. Vor allem kommt es bei einem niedrigen Blutdruck zu Übelkeit (Nausea), wenn Schwindelgefühle vorhanden oder vorausgegangen sind. Kommt es zum Beispiel durch einen niedrigen Blutdruck zu einer Durchblutungsstörung des Gleichgewichtsorgans, können Übelkeit und Schwindel plötzlich auftreten. Die mit niedrigem Blutdruck in Verbindung stehende Übelkeit tritt meistens morgens auf. Hierbei können auch Schwindelgefühle entstehen. Es sollte hierbei besonders darauf geachtet werden, dass ein nährreiches Frühstück gegessen wird.

Patienten, die von niedrigem Blutdruck betroffen sind, berichten auch häufig, dass sie keinen richtigen Appetit haben. Durch die fehlende Nahrungsaufnahme können Übelkeit und auch Schwindelgefühle verstärkt werden. Da durch den niedrigen Blutdruck innere Organe nicht ausreichend mit Blut versorgt werden, können diese ihre Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen. Das gleiche gilt auch für den Magen. Nach Nahrungsaufnahme kann das Essen nur schwer verdaut werden und verursacht somit häufig Übelkeit, die in vielen Fällen auch von Erbrechen begleitet werden kann.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter:

Kopfschmerzen bei niedrigem Blutdruck

Kopfschmerzen sind fast jedem bekannte Schmerzen. Durch die gedrosselte Durchblutung des Gehirns, sind Kopfschmerzen ein Symptom eines niedrigen Blutdrucks. Die Schmerzen können plötzlich, aber auch schleichend auftreten. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Kopfschmerzen stechend, dumpf (einer Migräne ähnelnd), ziehend, drückend oder auch pulsierend sind.  Die Schmerzintensivität variiert von kaum bemerkbar bis sehr stark.

Welcher Bereich des Kopfes betroffen ist unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Der Schmerz kann sich an der Stirn befinden, den ganzen Kopf umfassen, zentral liegen, an den Schläfen platziert sein, aber auch vom Nacken hoch in den Kopf ziehen, dabei ist oft eine verspannte Schulter- Nackenmuskulatur beteiligt. Sie können regelmäßig, aber auch unregelmäßig auftrete.  In Folge von Kopfscherzen kann eine Licht- und Lärmempfindlichkeit entstehen.  

Als besonders stark werden die Schmerzen empfunden, wenn die Betroffenen zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen oder der Körper mit nicht ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

Kopfschmerzen können aber auch andere Gründe außer niedrigen Blutdruck haben. Die Variationsbreite von Kopfschmerzursachen ist sehr groß, deshalb sollte bei langanhaltenden Schmerzen ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig dabei ist die genaue Beschreibung der Schmerzen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Niedriger Blutdruck und Kopfschmerzen

Migräne bei niedrigem Blutdruck

Migräne ist eine Erkrankung, bei der Kopfschmerzattacken periodisch auftreten. Ein Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck ist wahrscheinlich, jedoch tritt die Migräne auch häufig unabhängig davon auf. Die Migräneanfälle können sehr unterschiedlich ausfallen. Grob unterscheidet man jedoch verschiedene Phasen und ihre Symptome, die aber nicht jeder Betroffene zwingend hat. Die Vorbotenphase kann Stunden aber auch bis zu zwei tage dauern. Man leidet schon vor der eigentlichen Schmerzattacke an Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit oder Empfindlichkeit bei Licht und Lärm. Daraufhin folgt der typische Kopfschmerz, der ebenfalls nur Stunden, aber ach Tage andauern kann. Die zumeist starken Kopfschmerzen treten halbseitig auf oder am ganzen Kopf auf. Es ist ein pulsierender Schmerz ist besonders im Bereich der Schläfen, Augen und Stirn lokalisiert. Damit einher gehen oft Wahrnehmungsstörungen, die Schwindel, Sehstörungen, Sprachstörungen oder Orientierungsstörungen zur Folge haben können. Darüber hinaus existiert oft Übelkeit und Erbrechen als Symptom.

Kribbeln durch zu niedrigen Blutdruck

Als Kribbeln werden Taubheitsgefühle bezeichnet. Diese weisen neben Nervenstörungen vor allem auf Durchblutungsmangel hin. Die Durchblutungsstörung kann durch einen niedrigen Blutdruck hervorgerufen werden, welche als Kribbeln vor allem an Händen und Füßen wahrgenommen wird. Dies liegt daran, dass im Vergleich der Weg des sauerstoffreichen Blutes vom linken Herzen aus bis in die Füße oder Hände länger dauert als in die nähergelegenen Organe. Da das Blut teilweise nicht schnell genug in die Hände und / oder Füße transportiert werden kann, sind Durchblutungsstörungen durch zu niedrigen Blutdruck vor allem dort spürbar.

Atemstörungen durch zu niedrigen Blutdruck

Ist der niedrige Blutdruck durch einen Blutmangel (Anämie) entstanden, kann die Anämie – vor allem bei Belastung - als Folge auch Atemnot verursachen. Das liegt daran, dass durch zum Beispiel fehlende Erythrozyten nicht genug Sauerstoff transportiert werden kann, was sich besonders bei Bewegung, bei der ein höherer Sauerstoffverbrauch besteht, durch Atemnot bemerkbar machen kann. Dies kommt daher, dass auch die Lunge nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Atemnot durch eine Herzschwäche

Wann fällt man in Ohnmacht?

In Ohnmacht fallen bedeutet, dass man für einen kurzen Moment (einige Sekunden) keine Kontrolle über sein Bewusstsein hat, also hilflos der Situation ausgeliefert ist. Gefährlich ist dabei die Verletzungsgefahr bei einem Sturz. Das Gehirn wird in diesem Falle nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, da der Blutdruck zu niedrig ist. Es entsteht eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Typischerweise tritt eine Ohnmacht mit diesem Hintergrund durch ein zu schnelles Wechseln vom liegen oder sitzen zum stehen auf. Dies gilt es also zu vermeiden. Das Blut versackt in den Beingefäßen wodurch das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt wird. Kurz vor der Bewusstlosigkeit wird man von sehr starken Schwindel oder Schweißausbrüchen geplagt. Wenn man dies bemerkt sollt man sich sofort setzten oder wieder hinlegen und nur sehr langsam aufstehen und hektische Bewegungen vermeiden.

Symptome an den Augen

Symptome an den Augen, die durch eine Hypotonie ausgelöst werden, entstehen ebenfalls durch eine kurzzeitige Unterversorgung des Gehirns oder der Augen. Daher kommt es zum unscharfen Sehen, „Sternchensehen“ oder dass Betroffenen „schwarz vor Augen“ wird. Meistens werden die Symptome an den Augen von Schwindel begleitet und entstehen oftmals bei zu schnellem Aufstehen nach längerem Sitzen oder Liegen. Sollten die Symptome auch auftreten, wenn man sich bewegt, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, da die Symptome an den Augen vor allem im Straßenverkehr gefährliche Folgen haben können. Bei längerer Unterversorgung der Augen können außerdem Netzhaut und Sehnerv geschädigt werden, was im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann.

Augenflimmern bei niedrigem Blutdruck

Das Augenflimmern (Flimmerskotom) ist eine Sehstörung, bei der ein Bereich des Sichtfeldes ausfällt. Dies kann einseitig oder beidseitig auftreten. Häufig ist dieses nicht wahrnehmbare Gebiet zickzackförmig oder sternförmig und von einem hellen Rand umgeben. Des Weiteren können beim Augenflimmern unscharfe Lichterscheinungen oder Blitze auftreten. Mit einher geht meist eine Lichtempfindlichkeit. In der Regel hat das Augenflimmern eine Dauer von einigen Minuten und ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Augenflimmern kann als Symptom bei niedrigem Blutdruck auftreten.

Sternchen sehen bei niedrigem Blutdruck

Sternchen sehen bedeutet, dass Betroffene hell gelbe bis weiße Lichtblitze sehen. Das normale Sichtfeld ist also stark eingeschränkt. Sternchen sehen ist häufig mit Schwindel assoziiert und ein typisches Symptom für niedrigen Blutdruck. Dieses Blitze sehen dauert in der Regel nur sehr kurz an. Besonders häufig tritt es bei einem raschen Wechsel der Körperlage auf. Dies bedeutet, dass man z.B. zu schnell vom Liegen zum Stehen kommt. Das Blut versackt in den Beinen, wodurch ein Sauerstoffmangel und Blutmangel  im Gehirn entsteht. Davon sind auch die Augen betroffen. Die Netzhaut arbeitet nur noch eingeschränkt, weshalb die Lichtblitze entstehen. Normalerweise halten die Symptome nicht lange an, maximal ein paar Sekunden. Die Durchblutung wird rasch angeregt und die Symptome verschwinden vollständig.

"Schwarz vor Augen" bei niedrigem Blutdruck

Das Schwarzwerden des Sichtfeldes entsteht nach dem Sehen von Lichtblitzen oder Sternchen und ist ein häufiges Symptom bei niedrigem Blutdruck. Das Sichtfeld ist dunkel, sodass nicht mehr gesehen werden kann. Dies passiert ebenfalls, wenn man schnell seine Körperposition wechselt. Genau wie beim Sternchensehen entsteht ein Sauerstoffmangel im Gehirn, bzw. in der Netzhaut. Die Sehzellen stellen vorübergehen ihre Arbeit ein, wenn der Sauerstoffmangel anhält. Dies hat zur Folge, dass man nur noch schwarz sieht. Dieser Zustand ist nur von kurzer Dauer. Wenn alles wieder normal durchblutet wird, erlangt man zügig sein normales Sehvermögen ohne Einschränkungen zurück.

Ohrensausen durch zu niedrigen Blutdruck

Ohrensausen entsteht, ebenso wie Schwindel oder Sehstörungen, meist durch eine Minderdurchblutung des Gehirns. Es äußert sich durch ein Rauschen oder auch durch ein hohes Pfeifen, wie es auch beim Tinnitus wahrgenommen wird. Wenn das Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, ist das Ohrensausen auch häufig von Symptomen wie Schwindel oder Sehstörungen begleitet.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwindel und Sehstörungen

Frieren durch zu niedrigen Blutdruck

Die Körperoberfläche wird vor allem durch eine verstärkte Durchblutung gewärmt. Wenn der Blutdruck niedrig ist, kommt allerdings nicht genügend Blut in den kleinen Gefäßen an der Oberfläche an. Patienten mit niedrigem Blutdruck haben dadurch eine verminderte Durchblutung und deswegen häufig ein erhöhtes Kälteempfinden und frieren schneller als andere Menschen. Deswegen haben die meisten Betroffenen auch kalte Hände und Füße, da es am schwierigsten ist, das Blut mit einem niedrigen Druck bis zu den Enden von Armen und Beinen zu transportieren.

Ohrendruck durch niedrigen Blutdruck

Ohrendruck ist ein sehr unspezifisches Symptom, dass nicht zwingend mit niedrigem Blutdruck vergesellschaftet ist. Der Ohrendruck kann mit folgenden Symptomen beschrieben werden, die immer unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Angefangen mit einem harmlosen Druckgefühl, das durch ein Schlucken ausgeglichen werden kann (wie in einem Aufzug), bis zu einem starken und unangenehm stechenden Schmerz, Schwindel, Ohrensausen, Hören von Geräuschen im Ohr,  Beeinträchtigung der Hörfähigkeit und endend mit der Taubheit. Darüber hinaus beschreiben manche Betroffene ein Gefühl im Ohr als ob es verstopft sei. Zusammenfassend  lässt sich sagen, dass jeder Betroffene ein unangenehmes Gefühl im Ohr hat, wenn er unter Ohrendruck leidet.

Druckgefühl im Kopf bei niedrigem Blutdruck

Unter Kopfdruck wird meist ein Kopfschmerz verstanden, der sehr hämmernd und drückend ist. Man hat das Gefühl, das Gehirn drückt gegen den Schädel. Oft werden diese Kopfschmerzen von den Patienten als dumpf, pochend und beidseitig, also den ganzen Kopf betreffend, wahrgenommen. Hinzu kommen oft noch Begleiterscheinungen. Diese können in Form von Übelkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und allgemeines Unwohlsein auftreten. Dadurch wird der Zustand des Patienten verschlimmert. Ein Druckgefühl im Kopf ist sehr unspezifisch und nicht zwingend auf einen niedrigen Blutdruck zurückzuführen.

Potenzstörungen bei niedrigem Blutdruck

Die Potenzstörung, auch Impotenz genannt, beschreibt die Unfähigkeit des Mannes zum Geschlechtsverkehr. Der Betroffene ist über einen längeren Zeitraum (ca. 6 Monate) nicht in der Lag eine Erektion zu bekommen oder diese ausreichend lange für einen erfolgreichen Geschlechtsverkehr zu halten. Dies bedeutet, dass das männliche Glied, trotz sexueller Erregtheit, nicht richtig versteift. Durchblutungsstörungen können die ausreichende Erektion verhindern. Ein zu niedriger Blutdruck kann dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Für die Erektion ist der Blutfluss von großer Bedeutung, da die Steifigkeit des Penis durch einen Blutstau ausgelöst wird. Es kann also sein, dass zu wenig Blut in das männliche Glied fließt.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 07.05.2019
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