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Cerazette - Das sollten Sie wissen

Einleitung - Was ist Cerazette?

Cerazette® ist ein Medikament in Tablettenform, das zur Schwangerschaftsverhütung angewendet wird.

Der Wirkstoff ist das weibliche Sexualhormon Desogestrel aus der Gruppe der Gestagene. Im Gegensatz zu vielen anderen Formen der “Pille” enthält Cerazette® keine Östrogene.

Das Medikament wird täglich ohne Pause eingenommen und verhindert in den meisten Fällen zuverlässig die Entstehung einer Schwangerschaft. Wie bei allen Verhütungsmitteln besteht jedoch nie ein 100 prozentiger Schutz. Zudem kann die Wirkung durch verschiedene Medikamente beeinflusst werden.

Ebenfalls können durch die Einnahme von Cerazette® verschiedenartige Nebenwirkungen ausgelöst werden. Dabei sind unregelmäßige vaginale Blutungen am häufigsten.

Es liegt eine Vielzahl an Verhütungsmethoden vor. Viele dieser sind im Alltag nicht einmal bekannt. Um einen Überblick zu allen Verhütungen zu erhalten, lesen Sie den folgenden Artikel: Verhütungsmethoden im Überblick

Indikationen für Cerazette

Es gibt nur eine Indikation, für die Cerazette® zugelassen ist, und zwar als hormonelles Verhütungsmittel bzw. “Anti-Baby-Pille”.

Der enthaltende Wirkstoff Desogestrel sowie andere Hormone aus der Gruppe der Gestagene werden jedoch gelegentlich aufgrund anderer Indikationen verschrieben. Oftmals geschieht dies als sogenannter “off-label-use”, was eine Verschreibung bei einer Indikation bedeutet, für die das Medikament offiziell nicht zugelassen ist.

So werden Gestagene zum Beispiel zur Zyklusregulierung bei unregelmäßiger Monatsblutung eingesetzt. Ebenfalls verschreiben manche Ärzte Cerazette® oder ähnliche Produkte zur Hormonersatztherapie in den Wechseljahren, wenn eine Behandlung mit einem östrogenhaltigen Präparat nicht möglich ist.

Weitere mögliche Indikationen, für die Cerazette® ebenfalls nicht zugelassen ist, stellt die begleitende Behandlung bei bestimmten Formen von Gebärmutterkrebs dar.

Auch bei der Erkrankung Endometriose, bei der sich versprengte Gabärmutterschleimhaut an anderen Organen einnistet, wird in manchen Fällen eine Behandlung mit einer gestagenhaltigen Pille wie Cerazette® durchgeführt.

Für detaillierte Informationen zu den erwähnten Indikationen stehen auch die jeweiligen Hauptseiten zur Verfügung. Somit erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu den Themen:

Cerazette bei Endometriose

Endometriose ist eine Erkrankung, von der viele Frauen betroffen sind. Es kommt dabei zu einer Ansiedelung von Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter.

Da über die Eileiter eine Verbindung zum Bauchraum besteht, können sich die Zellen über diesen Weg ausbreiten und sich prinzipiell an jedem Organ der Bauchhöhle einnisten. Dies kann zu starken Schmerzen führen, die insbesondere bei der Regelblutung auftreten, da die versprengten Herde wie die eigentliche Gebärmutterschleimhaut hormonabhängig wachsen und abgestoßen werden.

Ein Behandlungsansatz der Endometriose stellt die kontinuierliche Einnahme einer gestagenhaltigen Pille wie Cerazette® dar. Über eine Senkung des Östrogenspiegels soll auf diese Weise einer Verkümmerung der Endometrioseherde erzielt werden.

Der Einsatz von Cerazette® kann jedoch lediglich als off-label-use erfolgen, da das Medikament für diese Indikation nicht zugelassen ist. Lediglich Präparate mit dem Hormon Dienogest haben eine Zulassung zur Behandlung bei Endometriose.

Sie leiden unter einer Endometriose und sind auf der Suche nach der besten Behandlung? So ist der folgende Artikel für Sie sehr von Bedeutung: Wie behandelt man eine Endometriose am besten?

Cerazette bei Akne

Viele Anti-Baby-Pillen weisen den angenehmen Nebeneffekt auf, dass sie gegen Akne helfen und für eine Verbesserung des Hautbildes sorgen. Für einige junge Frauen stellt diese Wirkung sogar einen Hauptgrund dar, weshalb sie die Pille einnehmen. Allerdings weisen nicht alle Hormonpräparate diesen Effekt auf.

Cerazette® sowie andere Pillen, die das Gestagen Desogestrel enthalten, haben sogar tendenziell eher einen negativen Effekt auf das Hautbild und können eine Akne daher sogar verschlimmern.

Diese unterschiedliche Wirkung beruht darauf, dass die verschiedenen Geschlechtshormone in den Pillen auch Einfluss auf männliche Sexualhormone haben, die im weiblichen Körper ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn ein Hormonpräparat eine gegen männliche Geschlechtshormone gerichtete Wirkung aufweist (antiandrogen), ist ein positiver EInfluss bei Akne zu erwarten.

Eine Pille wie Cerazette® weist eine milde androgene Wirkung auf und erhöht daher eher die Neigung zu fettiger Haut und Akne.

Zwar ist Cerazette gegen Akne nicht wirksam, jedoch können Sie unter dem folgenden Link herausfinden, wie Sie Akne am besten bekämpfen: So werden Sie Pickel los

Was ist eine Minipille?

Als Minipille bezeichnet man hormonelle Verhütungsmittel in Tablettenform, die im Vergleich zu der klassischen “Anti-Baby-Pille” keine Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) enthalten.

Während bei den meisten Formen der Pille sowohl Östrogene als auch Gestagene (Schwangerschaftshormone) enthalten sind, wirkt eine Minipille allein über die Gestagene.

Die Minipille verhindert eine Schwangerschaft auf eine andere Weise und muss daher im Gegensatz zu den gemischten Hormonpräparaten durchgehend ohne Pause  jeden Tag des Monats eingenommen werden. Die Gestagene in Cerazette® verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter eindringen können und sich eine Eizelle einnisten kann. Östrogene verhindern zusätzlich dass überhaupt eine Eizelle ausreifen kann.

Daher bieten die meisten Minipillen weniger Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft als konventionelle Pillen.

Im Gegensatz zu anderen Formen der Minipille ist die Dosierung des Gestagens bei Cerazette® allerdings deutlich höher, sodass es bei vielen Frauen auch ohne Östrogene als Wirkstoff zu einer Verhinderung des Eisprungs kommt und die Wirksamkeit somit in etwa der eines Kombinationspräparates entspricht.

Sie möchten die genauen Funktionen der Hormone kennen und somit einen klaren Überblick zum Zyklus der Frau erhalten? So könnten auch diese Themen Sie interessieren:

Wirkstoff und Wirkung des Cerazette

Der in Cerazette® enthaltene Wirkstoff ist Desogestrel, ein Hormon aus der Gruppe der Gestagene, dass in seiner Wirkung dem vom Menschen produzierten Progesteron (Schwangerschaftshormon) ähnelt.

Gleich auf mehrere Arten wird der weibliche Körper durch die Hormoneinnahme beeinflusst und die Entstehung einer Schwangerschaft verhindert. Dem Körper wird durch die Einnahme des künstlichen Hormons vorgegaukelt, dass bereits eine Schwangerschaft  vorliegt.

Zum einen wird die Konsistenz des sogenannten Zervixschleims am Übergang der Vagina in die Gebärmutter dahingehend verändert, dass Spermien diese Barriere nicht mehr so leicht übertreten können.

Zudem hat das Desogestrel einen Einfluss auf die Gebärmutterschleimhaut und beeinflusst die Einnistungsbedingungen für eine Eizelle negativ.

Aufgrund der hohen Dosierung des in Cerazette® enthaltenen Desogestrel wird bei den meisten Frauen zusätzlich bereits die Ausreifung einer Eizelle verhindert, sodass der Schutz im Vergleich zu vergleichbaren Minipillen mit einer geringeren Dosierung höher ist.

Lesen Sie an dieser Stelle, um den genauen Wirkmechanismus zu verstehen, die Hauptseite zum Thema "Desogestrel": Wie wirkt Desogestrel?

Dosierung von Cerazette

Die korrekte Dosierung von Cerazette® erfolgt durch die tägliche Einnahme einer Tablette.

Eine Blisterpackung enthält 28 Tabletten. Auf der Rückseite sind Wochentage aufgedruckt und man sollte die Einnahme mit der Tablette aus der obersten Reihe mit dem passenden Wochentag beginnen. Jeden Tag sollte zur etwa gleichen Tageszeit eine weitere Tablette eingenommen werden, entsprechend des durch Pfeile dargestellten Verlaufs. Durch dieses Vorgehen kann am besten verhindert werden, dass man eine falsche Dosierung einnimmt, wenn man zum Beispiel unsicher ist, ob man die Tablette bereits eingenommen hat oder nicht.

Wichtig ist es, nach Aufbrauchen einer Blisterpackung am nächsten Tag gleich mit der nächsten zu beginnen und nicht wie bei den klassischen Pillen zunächst zu pausieren und die Blutung abzuwarten.

Was tun, wenn ich Cerazette vergessen habe einzunehmen?

Um einen bestmöglichen Schutz vor einer Schwangerschaft zu erreichen, ist eine regelmäßige Einnahme von Cerazette® besonders wichtig. Wenn man vergessen hat, die Pille einzunehmen und man dies nach weniger als zwölf Stunden bemerkt, ist die Zuverlässigkeit noch gegeben. Die vergessene Tablette sollte man dafür sofort einnehmen. Die weiteren Tabletteneinnahmen sollten wieder zu den gewohnten Zeitpunkten erfolgen.

Wenn jedoch bereits mehr als zwölf Stunden vergangen sind, seit die Einnahme hätte erfolgen müssen, kann die Zuverlässigkeit von Cerazette® vermindert sein. Je länger diese her ist, desto mehr ist die empfängnisverhütende Wirkung vermindert. Sobald man feststellt, dass man die Einnahme vergessen hat, sollte man diese nachholen und ab sofort wieder zu den gewohnten Zeitpunkten durchführen. Zusätzlich ist zu empfehlen für die nächsten sieben Tage zusätzlich mit Kondomen verhüten.

Wenn man die Einnahme von Cerazette® vergessen hat, dies über zwölf Stunden her ist und man bereits Geschlechtsverkehr ohne weiteren Schutz hatte, besteht das Risiko, dass es zu einer Schwangerschaft gekommen ist.

Erfahren Sie mehr zu dem Thema unter: Pille vergessen - Was ist zu beachten?

Wann sollte Cerazette nicht eingenommen werden?

Cerazette® darf nicht gegeben werden, wenn man allergisch auf den Wirkstoff Desogestrel oder einen der enthaltenen sonstigen Bestandteile der Pille reagiert.

Zudem stellen bestimmte Erkrankungen Gegenanzeichen dar. Dazu zählen zum Beispiel ein Blutgerinnsel in den Beinvenen (Thrombose) oder den Lungengefäßen (Embolie).

Zudem darf das Verhütungsmittel nicht bei einer schweren Erkrankung der Leber gegeben werden.

Auch bei bestimmten Krebsarten, wie zum Beispiel speziellen Formen von Brustkrebs, darf Cerazette® nicht gegeben werden, da es einen wachstumsfördernden Einfluss auf den Tumor ausüben kann.

Auch bei bisher nicht abgeklärten vaginalen Blutungen sollte das Medikament nicht eingenommen werden.

Es ist bekannt, dass die Einnahme von Pillen das Risiko zur Thrombenentstehung verbergen. So ist es ratsam bei bereits vorhandener Thrombose die Einnahme zu unterlassen. Wie sollte man sonst verhüten? Diese Frage wird Ihnen im folgenden Artikel beantwortet: Thrombose unter Einnahme der Pille

Nebenwirkung von Cerazette

Wie bei jedem Hormonpräparat, kann es auch durch die Einnahme von Cerazette® zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen.

Am häufigsten kommt es zu unregelmäßigen Blutungen. Bei manchen Frauen bleibt die Regelblutung auch ganz aus. Dies lässt sich durch die ständige Beeinflussung der Gebärmutterschleimhaut erklären.

Zudem ist das Risiko für eine vaginale Infektion erhöht.

Viele der möglichen Nebenwirkungen von Cerazette® sind jedoch sehr unspezifisch und entstehen durch den möglichen Einfluss von Zellen im ganzen Körper durch Hormone.

Relativ häufig kommt es zu einer veränderten Stimmungslage und einem vermindertem sexuellen Verlangen. Auch eine depressive Verstimmung kann durch die EInnahme von Cerazette® ausgelöst werden.

Weitere häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Akne, Brustschmerzen und eine Zunahme des Körpergewichts.

Darüber hinaus sind mögliche Beschwerden, die allerdings seltener durch die Einnahme ausgelöst werden, Haarausfall, Erbrechen und Übelkeit.

In seltenen Fällen führt das Medikament zu Hautveränderungen wie Nesselsucht oder Ausschlag.

Selbst wenn eines oder mehrere der genannten Symptome unter der Einnahme von Cerazette® auftreten, bedeutet das nicht gleich, dass es sich um eine Nebenwirkung des Medikaments handelt. Man sollte allerdings zeitnah den Arzt, der die Pille verschrieben hat, aufsuchen und besprechen, ob man Cerazette® absetzen oder gegebenenfalls auf ein anderes Präparat wechseln sollte.

Es sind bei Einnahme einer Pille zahlreiche Nebenwirkungen möglich, daher ist es wichtig, sich mit diesen im Voraus zu beschäftigen. Hierfür empfehlen wir Ihnen den Artikel: Nebenwirkungen der Pille - Darauf sollten Sie achten!

Blutungen bei Einnahme von Cerazette

Blutungen werden bei den möglichen unerwünschten Wirkungen von Cerazette® und vergleichbaren Hormonpräparaten oftmals an erster Stelle aufgeführt.

Aufgrund der Beeinflussung der Gebärmutterschleimhaut und einer Störung des natürlichen Menstruationszykluses kann es zu unregelmäßigen Zwischenblutungen kommen. Bei manchen Frauen bleiben Blutungen unter der Einnahme von Cerazette® andererseits völlig aus.

Wenn es nach Beginn der Anwendung erstmalig zu ungewohnten Blutungen kommt, sollte allerdings vorsichtshalber der Arzt kontaktiert werden, der das Medikament verschrieben hat. Dieser kann entscheiden, ob es sich um als normal hinzunehmende Nebenerscheinungen der Wirkung von Cerazette® handelt oder ob gegebenenfalls eine genauere Diagnostik oder gar Behandlung angebracht ist.

Auch können andere Faktoren, abgesehen von der Einnahme von Cerazette, zu Blutungen führen. Finden Sie heraus, welche Ursache für die Blutung bei Ihnen vorliegt: Schmierblutungen - Was steckt sich dahinter?

Gewichtszunahme durch die Einnahme von Cerazette

Gewichtszunahme ist eine häufige unerwünschte Wirkung, die bei der Einnahme von Cerazette® und vielen anderen Hormonpräparaten auftreten kann. Diese entsteht über eine Steigerung des Appetits und durch eine Zunahme des Fettgewebes sowie manchmal auch eine Wassereinlagerung in das Gewebe.

Das in Cerazette® enthaltene Hormon ähnelt dem körpereigenen Schwangerschaftshormon Progesteron. In einer Schwangerschaft ist eine Zunahme der Fettpolster von der Natur vorgesehen, damit eine ausreichende Energieversorgung von Mutter und Kind gewährleistet ist. Bei der Einnahme von Cerazette® wird dem Körper in gewisser Weise eine Schwangerschaft vorgespielt, sodass es ebenfalls oft zu einer Gewichtszunahme kommt.

Allerdings ist eine Gewichtszunahme nicht immer gleich auf die Einnahme von Cerazette® oder anderen Hormonpräparaten zurückzuführen. Unzureichende Bewegung und eine zu hohe Kalorienzufuhr sind als Ursachen wesentlich häufiger.

Ergänzende Informationen zu den Nebenwirkungen der Pille finden Sie unter: Nebenwirkungen der Pille - Worauf sollte man achten?

Angststörung bei Einnahme von Cerazette

Zu den vielfältigen möglichen Nebenwirkungen, die durch die Einnahme von Cerazette® ausgelöst oder verstärkt werden können, zählen Angststörungen. Wenn es nach Beginn der Einnahme der Pille zu entsprechenden Beschwerden kommt, sollte daher zeitnah der Arzt aufgesucht werden. Unabhängig davon, ob Cerazette® für die Entstehung dieser seelischen Erkrankung verantwortlich ist oder nicht, kann eine Angststörung durch ein professionelles Vorgehen oftmals gut behandelt werden.

Die Erkrankung "Angststörung" tritt in mehreren Formen auf, so unterscheidet sich dementsprechend auch die Behandlung der jeweiligen Formen voneinander. Um die Angststörung im Detail zu verstehen, ist es demnach wichtig zunächst einen Überblick zu verschaffen, lesen Sie hierfür: Übersicht Angststörungen

Kopfschmerzen bei Einnahme von Cerazette

Cerazette® kann zu einer Vielzahl unterschiedlicher Nebenwirkungen führen. Unter anderem sind Kopfschmerzen eine mögliche Folge der Einnahme des Hormonpräparates. Wenn eine zeitliche Korrelation zwischen dem neu aufgetretenen Symptom und dem Beginn der Tabletteneinnahme besteht, kann ein Zusammenhang vorliegen und es sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Kopfschmerzen sind allerdings Beschwerden, unter denen sehr viele Menschen leiden und bei denen eine Vielzahl möglicher Ursachen in Frage kommen. Im Zweifel kann nur ein durch ein Pausieren von Cerazette® herausgefunden werden, ob das Medikament der Auslöser der Symptome war. Wenn die Kopfschmerzen weiter fortbestehen, ist eine andere Ursache zu vermuten.

Kopfschmerzen sind ein sehr unspezifisches Symptom und können bei zahlreichen Erkrankungen als Begleitsymptom auftreten oder auch garkeine Ursache bergen. Finden Sie heraus, was die Ursache für Ihre Kopfschmerzen ist: Kopfschmerzen - Das steckt dahinter

Depression bei Einnahme von Cerazette

Depression ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild, das sehr verschiedene Ursachen haben kann, wobei es sich oftmals um ein Zusammenkommen verschiedener Einflussfaktoren handelt. In einigen Fällen bleibt es jedoch völlig unklar, warum sich eine Depression entwickelt.

Cerazette® kann in manchen Fällen als Nebenwirkung Depressionen verursachen. Wenn es nach Beginn der Einnahme zum Auftreten von Symptomen wie Verlust der Freude und Antriebslosigkeit kommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird einschätzen, ob Cerazette® für die Depression verantwortlich sein könnte und geeignete Maßnahmen in die Wege leiten, damit die Erkrankung behandelt werden kann.

Depression stellt kein seltenes Krankheitsbild dar und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der erste Schritt ist daher erstmal die Ursache für die Entstehung der Depression herauszufinden. Erfahren Sie mehr dazu unter: Was sind die Ursachen von Depressionen?

Wechselwirkung von Cerazette

Verschiedene Medikamente können bei der Anwendung von Cerazette® zur gleichen Zeit zu Wechselwirkungen führen. Daher ist es wichtig, bei der Verschreibung von Cerazette® alle Medikamente zu nennen, die man einnimmt, auch wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind.

Entsprechend gilt, dass man angeben sollte, dass man Cerazette® anwendet, wenn man von einem Arzt nach der Einnahme von Medikamenten gefragt wird.

Es gibt beispielsweise einige Medikamente, welche die empfängnisverhütende Wirkung von Cerazette herabsetzen können. Dazu zählen unter anderem bestimmte Antibiotika. Gegebenenfalls sollte zeitweilig zusätzlich mit Kondomen verhütet werden, wenn ein solches Medikament gegeben werden muss.

Zudem kann Cerazette® umgekehrt zu einer Erhöhung oder Herabsetzung von anderen Wirkstoffen führen. Ein Beispiel ist Lamotrigin, das zur Behandlung und Vorbeugung epileptischer Anfälle verschrieben wird. Als Wechselwirkung kommt es bei gleichzeitiger Anwendung von Cerazette® zu einer Herabsetzung der Wirkung von Lamotrigin.

Auch der folgende Artikel könnte Sie interessieren, um eine unerwünschte Überraschung, bei gleichzeitiger Einnahme von Cerazette und einem weiteren Medikament, zu vermeiden: Welche Medikamente beeinflussen die Wirkung der Pille?

Preis von Cerazette

Der Preis für Cerazette® richtet sich in erster Linie nach der Packungsgröße. Es gibt das Medikament in einer Abgabemenge mit drei mal 28 Tabletten, die für etwa drei Monate reicht. Die Kosten für Cerazette® liegen hierbei bei etwa 30 Euro. Der Preis für eine Packung mit sechs mal 28 Tabletten liegt bei etwa 45  bis 50 Euro.

Da in den meisten Fällen eine Einnahme über einen längeren Zeitraum geplant ist, lohnt sich daher in der Regel der Kauf der größeren Packung. Wenn man jedoch zunächst ausprobieren möchte, ob man Cerazette® gut verträgt, kann es auch sinnvoll sein, zunächst einmal die kleinere Abgabemenge zu kaufen.

Wie hoch ist der Pearl Index von Cerazette?

Mit dem Pearl Index wird angegeben, wie sicher eine Verhütungsmethode bei der Verhinderung einer Schwangerschaft ist.

Bei Cerazette® liegt dieser bei korrekter Anwendung etwa zwischen 0,1 und 0,9. Das bedeutet, dass von 100 Frauen, die diese Pille über ein Jahr einnehmen, weniger als eine dennoch schwanger wird. Genauer gesagt kommt es bei einer bis neun von tausend Anwenderin zu einer ungewollten Schwangerschaft.

Der Pearl Index von Cerazette® entspricht aufgrund der hohen Dosierung des Gestagens dem einer klassischen Kombinationspille mit Östrogenen, da beide bei korrekter Anwendung den Eisprung verhindern.

Bei Minipillen, die lediglich eine Menge des Gestagens enthalten, ist der Pearl Index in der Praxis im Bereich von drei bis vier relativ hoch und damit weniger gut.

Der durch Cerazette® gegebene Schutz ist daher verhältnismäßig gut.

Erfahren Sie mehrüber die einzelnen Pillenarten und wie gut diese tatsächlich sind unter: Welche Pille ist die Beste?

Konsum von Alkohol - Verträgt sich das mit der Einnahme von Cerazette?

Grundsätzlich wird die schwangerschaftsverhütende Wirkung des in Cerazette® enthaltenen Wirkstoffs durch den gelegentlichen Konsum von Alkohol nicht beeinflusst. Es ist auch keine gesteigerte organschädigende Wirkung zu befürchten, wenn die Pille und Alkohol zugleich vom Körper aufgenommen werden.

Unter bestimmten Umständen kann der Schutz vor einer Schwangerschaft durch die Einnahme von Cerazette® allerdings schon beim Alkoholgenuss reduziert werden.

Führt übermäßiger Alkoholkonsum zum Erbrechen bevor das Medikament den Magen passiert hat, kann es im ungünstigsten Fall zu einer ungewollten Schwangerschaft nach dem Geschlechtsverkehr kommen.

Lesen Sie an dieser Stelle auch die Hauptseite zum Thema: Pille und Alkohol - verträgt sich das?

Alternativen zu Cerazette

Es gibt viele unterschiedliche Alternativen zu Cerazette®. Zum einen gibt es weitere Pillen, die ebenfalls lediglich ein Gestagen als Wirkstoff enthalten. Dabei unterscheiden sich die verfügbaren Präparate zum Teil in der Art und der genauen Wirkung des Hormons.

Eine weitere große Gruppe alternativer Verhütungsmittel stellen die klassischen Anti-Baby-Pillen dar, die eine Kombination aus Gestagen und Östrogen als Wirkstoff enthalten.

Wer keine Pille einnehmen möchte, kann auch auf eine andere Art eine Verhütung durch die Wirkung von Hormonen erreichen. Zum einen gibt es Vaginalringe, welche in die Scheide eingesetzt werden und die Hormone in den Blutkreislauf abgeben. Zum anderen gibt es die Dreimonatsspritze. Hierbei wird ein Hormondepot alle drei Monate unter die Haut gespritzt, welches nach und nach vom Körper absorbiert wird.

Es gibt zudem mehrere Alternativen zu Cerazette®, die ohne die Wirkung von Hormonen auskommen. Am sichersten ist dabei die Verwendung von Kondomen. Bei alternativen Verhütungsformen, wie der Methode anhand der Körpertemperaturmessung oder nach dem Menstruationszyklus ist der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft weniger hoch.

Sie möchten sich mit dem Thema der verschiedenen Verhütungsformen näher beschäftigen und alle Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden vor Augen haben? So ist der folgenden Artikel sehr geeignet für Sie: Verhütung - Das Wichgste im Überblick

Einnahme von Cerazette nach der Geburt / in der Stillzeit

Nach der Geburt und in der Stillzeit kann Cerazette® eingenommen werden.

Die Bildung und die Qualität der Muttermilch werden durch das Medikament nicht beeinflusst. Obwohl auch geringe Mengen des Wirkstoffs in die Muttermilch übergehen, bestehen keine gesundheitlichen Risiken für das Baby. Es konnte durch Beobachtungen und Untersuchungen gezeigt werden, dass es zu keinen Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung des Kindes kommt, wenn die Mutter Cerazette® in der Stillzeit einnimmt.

Dennoch sollte man Rücksprache mit dem Frauen- oder Hausarzt halten, wenn man nach der Geburt gleich wieder Cerazette® einnehmen möchte. Der geeignete Zeitpunkt für den Beginn der Anwendung liegt zwischen dem 21. und 28. Tag nach der Geburt.

Wenn man erst später mit der Einnahme beginnen möchte, sollte für die ersten sieben Tage zusätzlich mit Kondomen verhütet werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Frau nicht erneut schwanger ist. In der Stillzeit wird eine erneute Schwangerschaft jedoch meist verhindert, da das ausgeschüttete Hormon Prolaktin die Eizellenreifung hindert.

Sie haben die Geburt hinter sich und möchten wieder die Pille zur Verhütung einnehmen, wissen aber nicht, ob Sie damit ihrem Baby schaden? Hier können Sie alles Wichtige zu Medikamenten in der Stillzeit nachlesen: Medikamente während der Stillzeit - Wie schütze ich mein Baby

Was ist beim Absetzen von Cerazette zu beachten?

Beim Absetzen von Cerazette® muss nichts Besonderes beachtet werden. Die Einnahme kann von einen Tag auf den anderen beendet werden.

Da Cerazette® für einen optimalen Schutz vor einer Schwangerschaft täglich eingenommen werden muss, besteht ab dem Zeitpunkt des Absetzens kein zuverlässiger Schutz vor einer Schwangerschaft mehr. Sollte eine Schwangerschaft weiterhin nicht gewünscht sein, muss also auf ein anderes Verhütungsmittel wie zum Beispiel Kondome zurückgegriffen werden.

Wenn auf ein anderes hormonhaltiges Verhütungsmittel gewechselt werden soll, ist eine Absprache mit dem Frauenarzt zu empfehlen. Dieser kann festlegen, ab wann das neue Präparat eingenommen werden sollte und ab wann ein Schutz gegeben ist.

Mit detaillierten Informationen rund um das Thema könnte auch der folgende Artikel Sie interessieren: Was passiert, wenn man die Pille absetzt?

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.01.2019
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