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HWS-Syndrom und Sehstörungen

Einleitung

Ein HWS-Syndrom kann mit einer Vielzahl von Beschwerden einhergehen, wobei häufig auch Sehstörungen auftreten. Ursache können verschiedene krankhafte Veränderungen der Halswirbelsäule sein, wie zum Beispiel muskuläre Verspannungen oder Gelenkverschleißerscheinungen.

Häufig kommt es zu einer Beeinträchtigung kleiner Nervenbahnen oder Blutgefäße. Hierdurch entstehen begleitend verschiedene Symptome im Bereich des Kopfes, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder eben Sehstörungen. 

 

Bei einem HWS-Syndrom handelt es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild, sondern um eine Zusammenfassung verschiedener Beschwerden, zu denen auch Sehstörungen zählen können und die auf verschiedene Ursachen zurückgehen können. Dabei gehen die Symptome in der Regel von einer krankhaften Veränderung der Halswirbelsäule aus.

Bewegungsmangel, zu häufiges Sitzen aber auch vermehrter Stress können die Ursache für muskuläre Verspannungen im Bereich von Schultern oder Nacken sein. Durch die Verkrampfung der Muskulatur können auch Nervenbahnen oder Blutgefäße beeinträchtigt werden. Eine mögliche Ursache von Sehstörungen im Rahmen eines HWS-Syndroms sind daher Durchblutungsstörungen der Augen.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Muskelverspannungen im Nacken

Neben muskulären Verspannungen, kann auch ein Gelenkverschleiß Ursache der Beschwerden sein. Ebenso ist es möglich, dass eine rheumatische Erkrankung zu einem HWS-Syndrom mit Sehstörungen führt.

Gleiches gilt für eine Verletzung mit Beteiligung der Halswirbelsäule, wie zum Beispiel ein Verkehrsunfall mit Schleudertrauma. 

Sehstörungen können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, die gegebenenfalls gefährlich sind und zeitnah gezielt behandelt werden müssen. Daher sollten Sehstörungen besser durch einen Arztbesuch abgeklärt werden.

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Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
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Die Wirbelsäule ist kompliziert zu behandeln. Auf der einen Seite ist sie hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt, anderseits hat sie große Beweglichkeit.

Daher erfordert die Behandlung der Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenvorfall, Facettensyndrom, Foramenstenosen, etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Wirbelsäule im Schwerpunkt.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Begleitende Symptome

Das HWS-Syndrom kann sich sehr vielgestaltig präsentieren und neben Sehstörungen mit einer Vielzahl verschiedener weiterer begleitender Symptome einhergehen.

Die meisten betroffenen Menschen geben vordergründig Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich des Nackens und der Schultern an. Die Schmerzen können zudem Ausstrahlen und sich als Kopfschmerzen oder Armbeschwerden äußern.

Auch Missempfindungen, wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Armen oder Händen, können neben Sehstörungen als begleitende Symptome in Erscheinung treten. Manche Betroffene leiden zudem unter Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche) oder Schluckbeschwerden.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Symptome eines HWS-Syndroms

Augenbrennen

Sehstörungen bei einem HWS-Syndrom können sich auf vielfältige Art und Weise präsentieren. Manche Betroffene beschreiben vor allem ein Augenbrennen. Dabei sind in der Regel beide Augen betroffen. Oftmals lässt das Brennen nach einiger Zeit wieder von selbst nach und wird unter bestimmten Umständen, wie zum Beispiel durch Stress, wieder ausgelöst.

Grundsätzlich kann Augenbrennen jedoch eine Vielzahl weiterer Ursachen haben. Neben einer Reizung, zum Beispiel aufgrund einer allergischen Reaktion auf Gräser oder Hausstaub, kann sich auch eine beginnende Entzündung der Bindehaut zunächst durch Augenbrennen äußern. Wenn Sehstörungen wie Augenbrennen neu auftreten oder sehr quälend werden, sollte daher auch dann ein Arzt aufgesucht werden.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Augenbrennen

Augenblitzen

Sehstörungen im Rahmen eines HWS-Syndroms können unter anderem von Augenblitzen begleitet werden. Vermutlich handelt es sich hierbei um kurzzeitige Durchblutungsstörungen der Augen, die auf die muskulären Verspannungen im Nackenbereich zurückgehen können. Jedoch können auch bei Menschen ohne eine Gesundheitsstörungen ab und zu kurzzeitig Augenblitze auftreten. Dies hat dann in der Regel keinen Krankheitswert, ist unbedenklich und bedarf keiner Behandlung. 

Sollten jedoch ungewöhnlich viele Lichtblitze auftreten und man sich durch diese Sehstörung eingeschränkt fühlen, ist eine zeitnahe Vorstellung beim Augenarzt zu empfehlen. Insbesondere bei älteren Menschen oder solchen mit Begleiterkrankungen wie Diabetes (“Zuckerkrankheit”) muss ausgeschlossen werden, dass eine Ablösung der Netzhaut die Ursache ist. Wenn jedoch keine behandelbare Ursache der vom Patienten beschriebenen Lichtblitze festgestellt werden kann, verbleibt bei gleichzeitigen Nackenbeschwerden oftmals das HWS-Syndrom als Ausschlussdiagnose.

Augenflimmern

Augenflimmern kann viele verschiedene Ursachen haben, wobei es in den meisten Fällen harmlos ist. Das gilt insbesondere dann, wenn die Beschwerden nur gelegentlich auftreten und nach kurzer Zeit von selbst wieder verschwinden. Ein HWS-Syndrom kann unter anderem die Ursache sein. Wenn das Augenflimmern jedoch nicht nachlässt oder immer stärker wird, sollte eine ärztliche Abklärung der Sehstörung erfolgen.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Augenflimmern

Augenzucken

Augenzucken ist ein häufiges Symptom, dass auch bei vielen völlig gesunden Menschen gelegentlich auftreten kann. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist dies harmlos und bedarf keiner weiteren Abklärung oder einer Behandlung. Auch wenn diese Sehstörung im Rahmen eines HWS-Syndroms auftritt, besteht kein Grund zur Besorgnis. Wenn man die ursächlichen Beschwerden im Nackenbereich mittels Wärmeanwendungen und körperlicher Aktivität behandelt, lassen die Beschwerden am Auge meist ebenfalls nach. Falls Augenzucken über längere Zeit besteht oder als sehr quälend oder beunruhigend empfunden wird, kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen.

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Geschwollene Augen

Ein HWS-Syndrom kann zu ganz verschiedenen Sehstörungen bzw. Symptomen an den Augen führen. Wenn die Augen geschwollen sind, liegt jedoch in der Regel eine andere Ursache vor. Beispielsweise kann eine Entzündung eines Teils der Augen verantwortlich sein. Auch eine Wassereinlagerung im Rahmen einer schweren Nieren- oder Lebererkrankung kann geschwollene Augen bedingen. Häufig werden die Augen jedoch lediglich dann als geschwollen wahrgenommen, wenn man in der Nacht schlecht geschlafen hat. Da Beschwerden aufgrund eines HWS-Syndroms häufig den Schlaf beeinträchtigen können, kann es so indirekt zu der Sehstörung bzw. den geschwollenen Augen kommen.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Geschwollene Augen

Trockene Augen

Trockene Augen sind meist nicht die Folge eines HWS-Syndroms. Auch wenn vom Nacken ausgehende Beschwerden prinzipiell alle möglichen Formen von Sehstörungen bedingen können, liegt bei trockenen Augen eher eine andere, unabhängige Ursache zugrunde. Dies kann zum Beispiel eine Erkrankung mit gestörter Produktion von Tränenflüssigkeit sein. Aber auch wenn man sich viel in einer Umgebung mit trockener warmer Luft aufhält, kann es zu trockenen Augen kommen. Abhilfe kann zum Beispiel künstliche künstliche Tränenflüssigkeit. Sollten trockene Augen häufig auftreten und als störend empfunden werden, ist eine Vorstellung beim Arzt angezeigt.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Trockene Augen

Gerötete Augen

Wenn ein HWS-Syndrom Sehstörungen auslöst, dann führt dies in der Regel nicht zu roten Augen. Diese können eher einen Hinweis auf eine andere Ursache der Sehstörungen geben, die unabhängig von den Nackenbeschwerden auftreten. Rote Augen können zum Beispiel im Rahmen einer Entzündung der Bindehaut oder der Hornhaut auftreten.

Eine nur einseitige und abgegrenzte Rötung kann auch durch ein geplatztes Äderchen hervorgerufen werden. Wenn diese nur selten und nur an einem Auge auftritt, besteht kein Grund zu Besorgnis. Das Blut wird innerhalb einiger Tage vom Körper abgebaut und die Blutgefäße erholen sich schnell. Wenn Sehstörungen jedoch neu auftreten und die Augen rot sind, sollte jedoch ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.

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Augendruck

Wenn ein HWS-Syndrom vorliegt und mit Sehstörungen einhergeht, geben einige Betroffene ein erhöhtes Druckgefühl der Augen an. Es handelt sich dabei in der Regel um feine ehlerhafte Wahrnehmung, aufgrund der Beeinträchtigungen durch die verspannte Nackenmuskulatur. Der tatsächliche Augeninnendruck ist dabei in den meisten Fällen normal.

Es gibt jedoch auch Augenerkrankungen, bei denen der Augeninnendruck tatsächlich erhöht ist und bei dem man unbedingt durch medikamentöse Maßnahmen eine Senkung anstreben sollte. Man spricht von einem Glaukom oder auch “grünem Star”, der unbehandelt im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann. Aus diesem Grund sollte man bei neu aufgetretenen Sehstörungen und Augendruck unbedingt zeitnah einen Augenarzt aufsuchen.

Störung des Sehnervs

Eine direkte Störung des Sehnerven ist durch ein HWS-Syndrom in der Regel nicht zu erwarten. Der Sehnerv entspringt im Gegensatz zu vielen anderen Nerven nicht dem Rückenmark der Halswirbelsäule sondern dem Gehirn direkt. Er wird daher auch bei starken Schmerzen oder Verspannungen im Nackenbereich nicht gestört. Sehstörungen beim HWS-Syndrom gehen eher auf eine Beeinträchtigung der Blutversorgung zurück, da die gesamte Blutzufuhr des Kopfes vom Herzen kommend nur über die Blutgefäße des Halses erfolgen kann. Indirekt kann prinzipiell auch der der Sehnerv gestört werden, da er wie alle anderen Teile des Sehapparates von einer ausreichenden Blutversorgung abhängig ist. Letztlich kann in der Regel nicht genau geklärt werden, wie es zu Sehstörungen bei einem HWS-Syndrom kommt bzw. welcher Teil der Augen betroffen ist.

Therapie

Bei einem HWS Syndrom mit Sehstörungen werden die Ursachen bekämpft. Da in der überwiegenden Zahl der Fälle muskuläre Verspannung der Nackenmuskulatur vorliegen, verschafft oftmals eine Wärmeanwendung der betroffenen Region, mittels Rotlichtbestrahlung oder Körnerkissen, dem Patienten Linderung.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Behandlung eines HWS-Syndroms

Bei neu aufgetrenen oder sich akut verschlechternden Nackenbeschwerden kann zudem ein entzündungshemmendes Schmerzmittel über einen Zeitraum von wenigen Tagen eingenommen werden, damit natürliche Bewegungen wieder möglich werden und die Verspannungen nachlassen. Im Zuge einer solchen Behandlung lassen dann auch meist dieSehstörungen nach, sofern diese durch das HWS-Syndrom bedingt sind.

Am besten geeignet sind gezielte Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Halswirbelsäule, die auch vorbeugend durchgeführt werden können. Beispielsweise kann man sich aufrecht hinsetzen, den Kopf vorsichtig zu einer Seite drehen und mehrmals langsam Nicken. Anschließenden wiederholt man die Bewegungen bei Drehung des Kopfes in die andere Richtung.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Krankengymnastik bei HWS-Syndrom

Eine weitere Übung zur Behandlung von Beschwerden, die durch ein HWS-Syndrom bedingt sind ,kann wie folgt durchgeführt werden: Man neigt den Kopf auf eine Seite und greift der Hand der gleichen Körperseite über den Kopf zur gegenüberliegenden Schläfe. Nun versucht man vorsichtig den Kopf noch etwas weiter zu neigen, bis man sanften Zug (keine Schmerzen!) verspürt und hält die Position für etwa 30 Sekunden. Täglich mehrmals durchgeführt können die Beschwerden durch solche Übungen oftmals gelindert werden. Für eine langfristige Therapie ist es jedoch wichtig, mögliche Auslöser des HWS-Syndroms und der damit einhergehenden Sehstörungen auszumachen und zu reduzieren. Neben regelmäßiger körperlicher Aktivität sollte Stress nach Möglichkeit reduziert und zu langes Sitzen gemieden werden.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Übungen bei einem HWS-Syndrom

Diagnose

Um bei einem HWS Syndrom mit Sehstörungen die Diagnose zu stellen, wird der Arzt im Gespräch mit dem Patienten zunächst gezielt einige Fragen stellen. Er wird wissen wollen, welche Beschwerden genau vorliegen, wie lange diese schon bestehen und ob es gegebenenfalls einen Auslöser gibt. Zudem wird in der Regel erfragt, ob der Patient weitere Erkrankungen hat und ob er Medikamente einnimmt.

Anschließend wird der Arzt den Patienten, je nach geäußerten Beschwerden, körperlich Untersuchen. Er wird vermutlich den Nackenbereich und die Beweglichkeit des Kopfes untersuchen. Zudem wird er aufgrund der Sehstörungen die Augen betrachten und gegebenenfalls hineinleuchten.

Je nach Befund der Untersuchung und den Ergebnissen des Gesprächs sind verschiedene Varianten möglich. Entweder kann bereits die Diagnose HWS-Syndrom mit Sehströungen gestellt werden oder es müssen weitere Untersuchungen eingeleitet werden, um möglichen anderen Diagnosen nachzugehen. Gegebenenfalls kann auch eine Überweisung zu einem Augenarzt angezeigt sein. Es ist auch möglich, dass die Sehstörungen gar nicht mit dem HWS Syndrom zusammenhängen, sondern eine andere Erkrankung vorliegt.

Dauer

Es lässt sich keine allgemeine Aussage über die Dauer von Sehstörungen bei einem HWS-Syndrom machen, da diese Gesundheitsstörung sehr vielgestaltig und von verschiedenen Faktoren abhängig ist.

Bei manchen Betroffenen treten die Sehstörungen nur für kurze Zeit auf und verschwinden innerhalb einiger Minuten oder weniger Stunden wieder. Bei anderen Menschen, die unter einem HWS-Syndrom leiden, kommt es immer wieder zu vorübergehenden Sehstörungen, die über Monate oder sogar Jahre hinweg in meist unregelmäßigen Abständen auftreten können.

Sollten Sehstörungen jedoch neu auftreten und bestehen bleiben, ist eine ärztliche Abklärung zu empfehlen, da auch eine andere und behandlungsbedürftige Erkrankung die Ursache sein kann.

Lesen Sie mehr  zu dem Thema: Dauer eines HWS-Syndroms

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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