Sport bei einer Kniearthrose

Einleitung

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde es eher abgelehnt oder es war zumindest umstritten, bei einer bestehenden KniearthroseSport zu treiben.
Nach der Diagnose einer Arthrosewurde den Patienten früher von Ärzten ein generelles Sportverbot erteilt.

Mittlerweile ist man allerdings der Ansicht, dass ein spezielles Sport- und Kräftigungsprogramm sich positiv auf die Schmerzen und den Verlauf einer Kniearthrose auswirken kann und deswegen für Betroffene sehr empfehlenswert ist.
Es gibt diverse Studien, die belegen, dass Bewegung als ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei Kniearthrosebei einer Arthrose anzusehen ist.

Natürlich gilt dies nicht für alle Sportarten und Übungen, weshalb ein individueller Plan am besten mit einem Arzt oder einem Physiotherapeuten ausgearbeitet werden sollte.

Lesen Sie mehr zum Thema: Sport bei Arthrose

Kniefreundliche vs. knieschädliche Sportarten

Diverse Sportarten, die als kniefreundlich gelten, können auch zu Hause ausgeübt werden.
Dazu zählen unter anderem Schwimmen, (Kraulschwimmen) oder Fahrradfahren.

Lesen Sie mehr hierzu unter: Aquafitness

Vermieden werden sollten Sportarten, bei denen die Gefahr besteht, dass Gelenke sehr einseitig belastet werden (zum Beispiel beim Squash oder Tennis), verdreht werden (Skifahren oder Fußball) oder die eine erhöhte Sturzgefahr mit sich bringen (wie das Reiten).
Vor dem Ausüben all dieser Sportarten ist es ratsam für Patienten mit Kniearthrose, vorher einen Physiotherapeuten aufzusuchen, um festzustellen, ob es sinnvoll ist, beim Sport Einlagen in den Schuhen zu tragen.

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Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Lumedis - Ihre Orthopäden
    Kaiserstraße 14
    60311 Frankfurt am Main

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Leider ist eine Terminvereinbarung aktuell nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich hoffe auf Ihr Verständnis!
Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Dr. Nicolas Gumpert

 

Sport als Therapie einer Kniearthrose

Es ist aus zwei unterschiedlichen Gründen wichtig, dass sich Patienten mit einer Kniearthrosesportlich betätigen.

  • Zum einen helfen bestimmte Übungen im Sport, um Schmerzen zu lindern, Muskulatur aufzubauen und somit das Gelenkzu entlasten und wieder mehr Sicherheit beim Gehen und Stehen zu gewinnen (siehe: Kräftigungsübungen bei Kniearthrose).
  • Zum anderen bewirkt eine langfristige Ruhigstellung des Kniegelenks, dass sich die Gelenkschmiere (eine Flüssigkeit, die sich innerhalb des Gelenks befindet) nicht mehr angemessen verteilen kann. Da sie dafür verantwortlich ist, den Knorpeldes Gelenks mit Nährstoffen zu versorgen, führt ihre Abwesenheit zu einer Minderversorgung und damit auch zu einer verlangsamten Heilung von Bereichen, die im Rahmen der Kniearthrose entzündet sind. Außerdem vermindert die Gelenkschmiere natürlich auch die Reibung zwischen den beteiligten Knochenund damit die Abnutzungsreaktion.

Kniebandage

Viele Betroffene greifen beim Sport auf eine Kniebandage zurück. Zahlreiche Hersteller bieten das volle Spektrum unterstützender und stabilisierender Bandagen an. Individuelle Entscheidungen für oder gegen eine Kniebandage sollten allerdings immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt bzw. Ärztin, sowie dem Physiotherapeuten bzw. Physiotherapeutin gestellt werden.

Grundsätzlich kann die Kniebandage einen positiven Effekt bei Kniearthrose haben und Patienten Sicherheit beim Sport verleihen. Dennoch kann sie keine „Wunder vollbringen“ und darf nicht zur Überlastung des Kniegelenkes führen. Gutsitzende Kniebandagen stabilisieren die muskuläre Führung des Kniegelenkes und entlasten den Gelenkspalt. Manche Modelle verhindern z.B. eine schmerzhafte Überstreckung des Knies, andere verhindern ein unwillkürliches Nachgeben des Knies beim Sport.

Bei der Auswahl der Kniebandage im Sanitätshaus sollte auf eine bequeme Passform geachtet werden. Im Idealfall unterstützt sie das Gelenk, ohne jedoch zu eng zu sitzen. Der Blutfluss muss in allen Bewegungen erhalten bleiben!

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter:Kniebandage und Sport mit einer Kniebandage

Sport als Prophylaxe

Es ist nicht nur so, dass sich fehlende sportliche Aktivität negativ auf den Verlauf einer bereits vorhandenen Kniearthrose auswirkt.
Wer regelmäßig Sport treibt, vermindert auch die Wahrscheinlichkeit, von Anfang an dieses Krankheitsbild zu entwickeln. Die primäre Arthrose (die im Gegensatz zur sekundären Arthrose ohne genau erkennbare Ursache entsteht) ist nicht selten Folge eines Ungleichgewichts zwischen der Belastung und der Belastbarkeit des Gelenks.
Dieses Missverhältnis kommt häufig daher, dass ein Patient an Übergewichtleidet: Es kommt dadurch zu einer erhöhten Beanspruchung des Gelenks und gleichzeitig fehlt häufig aufgrund von Bewegungsmangel die entsprechende Muskulatur, um dieser vermehrten Belastung angemessen entgegenzuwirken.

Lesen Sie mehr zum Thema: Joggen bei einer Kniearthrose

Weitere Informationen

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Eine Übersicht aller Themen aus dem Bereich der Orthopädie finden Sie unter: Orthopädie A-Z

Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 20.11.2011 - Letzte Änderung: 13.08.2021
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