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Milzschmerzen

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Splen, Lien

Milzriss, Immunabwehr, Thromboszyten, Blutplättchen

Englisch: spleen

Milzschmerzen

Die Milz kann bei einigen Erkrankungen mehr oder weniger schwer erkranken.
Auf folgende Erkrankungen/ Milzschmerzen gehen wir detaillierter ein:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
  • Milzriss
  • Milzstauung
  • Sichelzellenanämie
  • Thalassämie

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis beschreibt eine Entzündung des Körpers, die schubweise auftritt und vor allem die Gelenke der Hände und Füße angreift.
Charakteristisch sind geschwollene und besonders morgens steife Fingergrundgelenke (Metacarpophalangeal-Gelenke) und Zwischenfingergelenke (proximale Interphalangeal-Gelenke) auf beiden Seiten.
Die Krankheitsprozess der rheumatoiden Arthritis führt nach und nach zu einer Zerstörung der Knorpel- und Knochenstruktur und ist mit Medikamenten wie zum Beispiel Cortison und Methotrexat nur schwer aufzuhalten. Dennoch kann man die äußerlichen Krankheitszeichen wie Schmerzen behandeln.
Weitere Informationen zu diesen Thema finden Sie auch unter:

Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Der systemische Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung. Das heißt die Abwehr des Körpers, die normalerweise vor Eindringlingen schützen soll, greift aus noch unbekannten Gründen körpereigenes Gewebe an.
Es entstehen dabei viele Antikörper (kleine „Zangen“, die Eindringlinge erkennen und markieren), die verkleben und sich an unterschiedlichen Stellen im Körper ablagern und dort Schäden verursachen.
Typische Zeichen des SLE sind:

  • die Rötung der Gesichtshaut, die die Form eines Schmetterlings hat (Schmetterlingserythem)
  • flächige und fleckige Rötung der Haut (Lupus discoides)
  • Lichtempfindlichkeit
  • Gelenkentzündungen und Gelenkschmerzen.

Außerdem können die verklebten Antikörper auch in inneren Organen wie

Schäden verursachen. Man versucht den systemischen Lupus erythematodes (SLE) mit Cortison, Schmerzmitteln und Mitteln zu behandeln, die das Abwehrsystem unterdrücken (Immunsuppressiva, z.B. Methotrexat).

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Lupus erythematodes

Milzriss

Milzschmerzen durch einen Milzriss. Ein Milzriss entsteht, wenn eine große Kraft auf den Bauch einwirkt, wie es bei einem Unfall der Fall sein kann.
Außerdem können gebrochene Rippen mit ihren scharfen Enden die dünne Kapsel, die die Milz umgibt, durchbrechen, so dass es aufgrund der starken Durchblutung der Milz zu Blutungen in den Bauchraum kommt.
Es besteht die Gefahr, dass der Körper deshalb in einen Schock verfällt. Bei kleinen Verletzungen der Milz kann man mit einem bestimmten Gewebekleber die Verletzung beheben. Meistens muss aber die komplette Milz entfernt werden, weil dann die Blutstillung einfacher ist.

Milzstauung

Aufgrund zum Beispiel einer Lebererkrankung wie der Leberzirrhose ist im Blutkreislauf, der zwischen Darm und Leber geschaltet ist (portaler Kreislauf) und in den die Milz auch eingebunden ist, der Druck erhöht. Medizinisch bezeichnet man diesen Zustand als Pfordaderhochdruck. So kann es zu einem Blutstau in der Milz kommen, die dann vergrößert ist. Eine vergrößerte Milz baut mehr rote Blutkörperchen ab, sodass es zu einer Blutarmut (hämolytische Anämie) kommen kann.

Lesen Sie auch unser Thema: Geschwollene Milz

Sichelzellenanämie

Bei der Sichelzellenanämie ist aufgrund einer vererbbaren genetischen Besonderheit die Struktur des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) verändert. Dadurch können die roten Blutkörperchen nicht ihre gewohnte Form, vergleichbar mit der eines runden Schlauchboots, einnehmen und sehen eher sichelförmig aus.
Diese Sichelzellen sind nicht so flexibel wie die normalen roten Blutkörperchen und können deshalb kleine Gefäße verstopfen (wie zum Beispiel in der Milz), was die Blutzufuhr zu wichtigen Organen unterbrechen kann.
Man unterscheidet hinsichtlich der Schwere der Ausprägung, ob ein Mensch noch zur Hälfte normalen roten Blutfarbstoff bildet (heterozygot) oder ob ein Mensch nur noch veränderten Farbstoff bildet (homozygot). Wobei letzterer Fall deutlich schwerwiegender ist.

Thalassämie

Bei der Thalassämie kann auf unterschiedliche Weise die Bildung des roten Blutfarbstoffs gestört sein.
Wie die Sichelzellenanämie, ist auch die Thalassämie eine vererbbare Erkrankung. Der normale Blutfarbstoff bindet den Sauerstoff um ihn zu transportieren, wohingegen der veränderte Blutfarbstoff den Sauerstoff nicht so gut binden kann und es daher zu einer Minderversorgung der verschiedenen Gewebe kommen kann.
Es treten Zeichen der Blutarmut auf:

Man unterscheidet abhängig von der Menge des betroffenen Blutfarbstoffs eine „kleine“ Minor-Form, eine mittelschwere Intermedia-Form und eine schwere Major-Form. Als Therapie kommen Bluttransfusionen oder bei der Major-Form eine Knochenmarkstransplantation in Frage.

Weitere Informationen zum Thema Milzschmerzen

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Weitere Informationen zu anatomischen Themen finden Sie unter Anatomie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.09.2018
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