Nabelbruch

Synonyme im weiterem Sinne

  • Nabelhernie
  • äußere Hernie
  • Eingeweidebruch

Englisch: umbilical hernia

Medizinisch: Hernia umbilicalis

Definition und Zusammenfassung

Der Nabelbruch (medizinisch: die Nabelhernie) ist eine spezielle Form eines Eingeweidebruchs. Dieser ist definiert als der Austritt von Eingeweiden (in der Regel Fettgewebe und Dünndarm) aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke, die sich in einer der tragenden Bauchwandschichten befindet.
Damit man vom Vorliegen eines Eingeweidebruches (Nabelbruch) spricht, müssen mehrere Merkmale gegeben sein:

  1. eine Bruchpforte, also eine Schwachstelle in der Wand der Bauchhöhle
  2. ein Bruchsack, der durch die Bruchpforte austritt und das gleitende Bauchfell (Peritoneum) beinhaltet
  3. einen Bruchinhalt, der häufig einfach aus dem großen Netz oder Bruchwasser besteht, in Einzelfällen aber auch bewegliche Bauchorgane wie Teile des Dünndarms enthalten kann

Bei dem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung durch eine Bauchwandlücke, die sich im Bereich des Bauchnabels befindet.
Er tritt häufig direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf, da die Bauchwand in der Umgebung des Bauchnabels zu diesem Zeitpunkt häufig noch nicht vollständig ausgebildet ist. Aber auch bei Erwachsenen findet man nicht selten Nabelhernien, die hier meist durch erhöhte Belastungen der Bauchdecke entstehen und einen schwereren Verlauf nehmen als bei kleinen Kindern. Nabelbrüche mit einer relativ kleinen Bruchpforte bergen die Gefahr einer Einklemmung (Inkarzeration) von Bauchorganen, was dann erhebliche Beschwerden verursacht. Deshalb wird ein Nabelbruch bei einem Erwachsenen normalerweise operiert.
Dabei stehen viele verschiedene Techniken zur Verfügung, wobei sich die Auswahl der geeigneten Technik an der Größe des Nabelbruchs, der Aktivität des Patienten und dessen allgemeinen Gesundheitszustandes orientiert.

Epidemiologie / Vorkommen in der Bevölkerung

Etwa jede 20. Hernie, also ungefähr 5% aller Hernien, ist ein Nabelbruch. Betroffen sind vor allem Frauen und Säuglinge (3% der Säuglinge kommen mit einem Nabelbruch zur Welt, unter den Frühgeborenen sogar bis zu 75%!)

Die Wahrscheinlichkeit für eine Einklemmung beträgt ca. 30%, wobei hier 10 bis 15% der betroffenen Patienten versterben. Bei Kleinkindern heilt der Nabelbruch so gut wie immer spontan ohne jegliche Form der Therapie, bei Erwachsenen allerdings praktisch nie, weshalb folglich keine OP erfolgen sollte.
In ungefähr 3% der Fälle tritt nach der Operation ein erneuter Nabelbruch auf.

Ursachen

Ein Nabelbruch, oder auch Nabelhernie, bezeichnet den Durchbruch von Eingeweiden durch die Bauchwand im Bereich des Bauchnabels.

Das Gebiet um den Nabel herum stellt eine angeborene Schwachstelle in der Bauchwand dar, da sich hier eine Lücke zwischen den linken und den rechten geraden Bauchmuskeln befindet, die nur durch die Faszie der schrägen Bauchmuskeln gefüllt wird, die aus Bindegewebe besteht.

Bei Neugeborenen liegt die Ursache eines Nabelbruchs darin, dass die Bauchwand oft noch nicht komplett ausgebildet ist.

Im Erwachsenenalter können erhöhte Belastungen der Bauchdecke zur Entstehung eines Nabelbruchs führen.
Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Sport
  • schwere Gewichte heben
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft (Lesen Sie hierzu auch: Nabelbruch in der Schwangerschaft)
  • Krankheiten, die eine vermehrte Einlagerung von Wasser im Bauchraum bewirken oder eine Grippe, die mit schwerem Husten einhergeht

All diese Faktoren führen dazu, dass sich der Druck im Bauch so weit erhöht, dass die schwache Stelle um den Nabel herum diesem nicht mehr standhalten kann.
Deshalb wölbt sich dann das Bauchfell, häufig begleitet vom großen Netz (einem Fettspeicher im Bauchraum; medizinisch: Omentum majus) oder Teilen des Dünndarms, zwischen den geraden Bauchmuskeln vor.
Auch Menschen mit einer Bindegewebsschwäche haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens einen Nabelbruch zu erleiden.

Symptome

Die Symptome bei Patienten die einen Nabelbruch erleiden können recht unterschiedlich sein. In diesem Zusammenhang spielt vor allem die Ausprägung des Nabelbruchs eine entscheidende Rolle. In den meisten Fällen verursacht ein Nabelbruch weder bei Kindern noch beim Erwachsenen Probleme.

Dennoch können auch unterschiedlich starke Beschwerden auftreten. Eines der häufigsten Symptome des Nabelbruchs ist das Auftreten von abdominellen Schmerzen (Bauchschmerzen). Diese Bauchschmerzen zeigen sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Erkrankungsausmaß in unterschiedlicher Intensität. Die Lokalisation der Beschwerden beschränkt sich jedoch in den meisten Fällen direkt auf die Nabelregion. Neben den typischen Bauchschmerzen stellt eine individuell unterschiedlich ausgeprägte Geschwulst im Bereich des Bauchnabels eines der auffälligsten Symptome des Nabelbruchs dar. In vielen Fällen ist diese Geschwulst jedoch derart geringgradig ausgeprägt, dass sie von den betroffenen Patienten über einen langen Zeitraum nicht wahrgenommen wird. Bei diesen Patienten kommt es erst unter Einwirkung eines hohen Drucks auf den Bauchraum (z.B. beim Husten, Heben) zu einer deutlichen Ausstülpung der Darmschlingen und einer damit einhergehenden Vergrößerung der Geschwulst.

Klassische Situationen, in denen der Nabelbruch bei diesen Patienten als solcher erkannt werden kann, sind während des Hustens und des Stuhlgangs. Darüber hinaus kann eine sichtbare Geschwulst als dauerhaftes Symptom vorliegen oder sich während des Liegens zurückbilden. In solchen Fällen handelt es sich um einen reponiblen Nabelbruch, der häufig sogar ohne operativen Eingriff behandelt werden kann. Der sogenannte „irreponible“ Nabelbruch bildet sich im Gegensatz dazu während des Liegens nicht zurück und muss in der Regel zeitnah chirurgisch versorgt werden. Sowohl das Auftreten von Schmerzen, als auch die Entstehung einer sichtbaren Vorwölbung des Bauchnabels sind zwar klassische Symptome des Nabelbruchs, dennoch kann dieses Krankheitsbild auch vollkommen ohne subjektive Symptome ablaufen. Die betroffenen Patienten berichten in solchen Fällen lediglich von einem Ziehen in der Nabelregion, das bei körperlicher Anstrengung an Intensität gewinnt und in Ruhe fast gänzlich abebbt.

Kommt es durch die Bildung des Nabelbruchs zur Abklemmung (Inkarzeration) einzelner Darmabschnitte, verändern sich die vom Patienten wahrgenommenen Symptome innerhalb kürzester Zeit. Durch das Abklemmen der Darmschlingen kommt es zu einer Abnahme der Durchblutung die letztendlich dazu führt, dass das Gewebe abstirbt. Klinisch bedeutet dies, dass der Patient das Bild eines sogenannten „akuten Abdomens" bietet. Klassische Symptome des akuten Abdomens sind plötzlich einsetzende, heftigste Bauchschmerzen die je nach Ursache eine andere Lokalisation aufweisen. In Abhängigkeit vom Ausmaß der zugrunde liegenden Erkrankung können sich die Bauchschmerzen auf eine Region beschränken oder weitläufig ausstrahlen. Darüber hinaus zeigt sich der Bauchraum bei Vorliegen eines derart ausgeprägten Nabelbruches mit abgeklemmten Darmschlingen in der Regel als „bretthart“. Die betroffenen Patienten können zudem im Verlauf ausgeprägte allgemeine Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und/oder Erbrechen entwickeln. Wird bei den betroffenen Patienten nicht zeitnah eine geeignete operative Behandlung zur Rückverlagerung der betroffenen Darmabschnitte eingeleitet, kann es zu einem lebensgefährlichen Schockzustand kommen.

Treten im Anschluss an eine operative Korrektur Schmerzen im Bereich des Nabelbruchs auf, so ist dies meist als harmlos zu interpretieren. In den ersten Tagen nach dem chirurgischen Eingriff können leichte Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden. Bei starken Schmerzen kann der behandelnde Arzt auf Wunsch des Patienten stärkere Schmerzmittel (beispielsweise Novalgin) verschreiben.

Viele Patienten klagen auch Wochen nach der Nabelbruch-Operation noch über gelegentlich auftretende Schmerzen. Vor allem beim Heben schwerer Gegenstände, Husten oder Sport kommt es zu einer Druckerhöhung im Bauchraum. Auf diese Weise wird das durch die Operation ohnehin gereizte Gewebe strak beansprucht und Schmerzen ausgelöst. Die betroffenen Patienten sollten diese Schmerzphänomene als Hinweis darauf ansehen, dass eine zu hohe Belastung stattgefunden hat.

Ein Nabelbruch bedarf auch nach der chirurgischen Rückverlagerung einer langen Genesungszeit. Vor allem das Heben schwerer Lasten und übermäßige sportliche Aktivität sollten innerhalb dieses Zeitraums vermieden werden. Der Körper zeigt in der Regel deutlich an, welche Art der Belastung zu viel ist und ab welchem Zeitpunkt die volle Belastbarkeit wieder hergestellt ist.

Lesen Sie mehr zum Thema: Nabelbruch Symptome

Nabelbruch Operation

Es gibt ein offenes und ein laparoskopisches OP-Verfahren.

Bei Nabelbruch Operationen unterscheidet man grundsätzlich zwei Methoden: ein offenes Verfahren oder ein Laparoskopisches Verfahren.
Bei einer Laparoskopie handelt es sich um eine Bauchspiegelung mit speziellen röhrenförmigen Instrumenten, welche als Endoskope bezeichnet werden. Mit der Hilfe dieser Instrumente ist man dann dazu in der Lage in die Bauchhöhle zu schauen.
Wann man welche Methode verwendet hängt von der Art des Nabelbruches ab. Im Prinzip handelt es sich um einen bogenförmigen Schnitt, welcher der/die Chirurg/in vornimmt. Daraufhin wird der Bruchsack zurück in den Bauchraum verlagert. Daran anschließend richtet sich das weitere Vorgehen nach der Größe des Bruchsackes.

  • Offene Verfahren:

Bei Nabelbrüchen mit einem Durchmesser von 2 cm und Patienten ohne Risikofaktoren für einen erneuten Nabelbruch wählt man in der Regel das offene Verfahren mit einem direkten Nahtverschluss des Bruchloches. Das direkte Verfahren kann ambulant durchgeführt werden.

Sollte es sich um einen Nabelbruch mit größerem Bruchloch handeln, wählt man dagegen meist eine andere Technik, da die Wahrscheinlichkeit für einen wiederholten Nabelbruch dann bei bis zu 50% liegt.
In diesem Falle wählt man eine Methode mit einem Kunststoffnetz, welches aus Polypropylen besteht. Das Netz wird hierbei in einer bestimmten Technik eingebracht, die sich Sublay-Technik nennt. Dabei liegt das Netz zwischen der Bauchwand und dem Bauchfell. Hierbei sollte man außerdem auf eine Überlappung von wenigstens 5 cm der Bruchpforte achten, damit es zu keinem wiederholten Bruch kommt.
Das Netz wird daraufhin so klein es geht zugeschnitten. Prinzipiell muss die Operation in einer Vollnarkose und stationär erfolgen. Nach ca. vier Tagen kann der Patient aus der stationären Behandlung entlassen werden. Im Anschluss an die Operation ist zu beachten, dass gemäßigte Bewegung wie beispielsweise Spaziergänge schon zu Anfang wieder erfolgen können. Schwere körperliche Arbeiten dagegen sollten erst nach drei bis vier Wochen wieder aufgenommen werden.

  • Laparoskopische Verfahren:

Bei der Laparoskopie werden über kleine Eröffnungen des Gewebes Instrumente in den Bauchraum eingeführt. Das Laparoskopische Verfahren wird bei größeren Nabelbrüchen bevorzugt.
In einem ersten Schritt werden zunächst Verwachsungen der Bauchwand gelöst. Besonders vorsichtig muss man dabei sein, um den umliegenden Darm nicht zu verletzen.
Auch hier wird nun ein Netz eingelegt welches mit Nähten und Tackern befestigt wird. Das Netz weißt eine spezielle Beschichtung auf. Damit keine wiederholten Nabelbrüche stattfinden, muss man auch hier auf eine Überlappung von 5 cm der Ränder achten.
Bei der Operation benötigt man auch hier eine Vollnarkose mit stationärer Behandlung. Zur Nachbehandlung soll eine Bauchbinde getragen werden und ein stetiger Kostaufbau stattfinden. Die Bauchbinde beugt weitere Komplikationen wie Wundwasseransammlungen und Blutergüssen vor.
In der Regel erfolgt das Ende einer stationären Behandlung fünf Tage nach der Operation. Auch hier kann eine leichte Mobilisation sofort stattfinden und nach drei bis vier Wochen wieder körperlich schwere Arbeiten.
Operationskomplikationen:
Eine mögliche Komplikation durch die Kunststoffnetze ist die Bildung von Wundwasseransammlungen und Blutergüssen. Daneben kann es zu einer Entzündung der Operationswunde kommen.
Die gefürchtetste Komplikation ist ein erneuter Nabelbruch, der durch Überlappung des Kunststoffnetzes verhindert werden soll. Prinzipiell hat sich jedoch das Auftreten von erneuten Nabelbrüchen durch die Verwendung von Netzen im Gegensatz zu direkten Nähten deutlich reduziert.

Lesen Sie mehr zum Thema: Nabelbruch OP

Dauer der OP und Krankschreibung

Bei einem Nabelbruch (Nabelhernie) handelt es sich um eine Ausstülpung von Darmschlingen, die dann als Hauterhebung neben dem Nabel erkennbar sind. Sobald es zu Schmerzen in diesem Bereich kommt und sobald sich die Erhebung bläulich verfärbt, muss man sofort zum Arzt gehen da der Nabelbruch operiert werden sollte um das Absterben des Darminhalts zu vermeiden.

Bei kleineren Brüchen reicht eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) aus, bei größeren Brüchen muss eine Vollnarkose eingeleitet werden. Dementsprechend ist auch die Dauer der Operation sehr unterschiedlich.

Bei einem kleinen Nabelbruch kann der Patient nach der Operation meist noch am selben Tag die ambulante Klinik verlassen. Häufig dauert die Operation nicht länger als eine Stunde und so kann der Patient nach nur zwei Stunden bereits wieder nach Hause gehen insofern keine Komplikationen auftreten.

Bei einem größeren Bruch, der unter Vollnarkose operativ entfernt werden musst, sollte der Patient noch eine Nacht zur Überwachung im Krankenhaus bleiben da eine Vollnarkose immer gewisse Risiken birgt.

Im Falle von Komplikationen, die jedoch sehr selten sind, kann sich die Dauer nach einer Nabelbruch-Operation auch verlängern.

Nach 10-12 Tagen werden in beiden Operationsfällen dann die Fäden gezogen, wenn keine selbstauflösenden Fäden verwendet wurden.

Bei Patienten, die keinen körperlich belastenden Beruf haben, erhalten die Patienten eine Krankschreibung von circa 2 Wochen (je nach Beschwerden eventuell auch länger). Patienten mit schwerer körperlicher Arbeit (beispielsweise Arbeiten auf dem Bau) können auch länger krankgeschrieben werden.

Netz-Implantation bei einem Nabelbruch

Ein Nabelbruch wird in der Regel operativ versorgt. Das eingesetzte Netz schützt sehr gut für Rückfällen, also einem erneuten Nabelbruch.

Bei einem Nabelbruch kommt es zu einer Aussackung von Darminhalt. Dies kann nur passieren, wenn die Bauchdecke zu schwach ist um den Darminhalt zu halten. Bei wenig trainierten Bauchmuskeln und übergewichtigen (adipösen) Patienten oder auch bei schwangeren Frauen ist ein Nabelbruch (Narbelhernie) deshalb nicht selten.

Lesen Sie mehr zum Thema: Nabelbruch in der Schwangerschaft

In den meisten Fällen sollte ein Nabelbruch operiert werden. Dazu wird ein Schnitt entlang des Bauchnabels vorgenommen wodurch der Operateur eine offene Sicht auf die Nabelhernie erhält. Die Darmschlinge wird nun wieder an ihre alte Stelle gerückt. Anschließend wird meist ein Netz zwischen die Bauchmuskeln gespannt. Dieses Netz besteht meist aus Kunststoff, bevorzugt wird Polypropylen. Anschließend wird die Operationswunde wieder zugenäht.

Vorteil dieses Netzes ist, dass die Rückfallrate (Rezidiv) enorm gesenkt werden kann. Früher haben die meisten Patienten, die einen Nabelbruch erlitten haben innerhalb der nächsten Jahre erneut einen Nabelbruch. Durch das Netz ist die Wahrscheinlichkeit ein Rezidiv zu bekommen fast gegen Null gesenkt worden.

Operationskosten

Eine Nabelbruchoperation (Nabelhernienoperation) ist immer dann ein medizinischer Notfall, wenn der Nabelbruch anfängt zu schmerzen oder wenn es zu bläulichen Verfärbungen kommt. In diesem Fall droht das Absterben des eingeengten Darminhaltes, was dann bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand führen kann.

Die Kosten einer Nabelbruchoperation werden von den gesetzlichen Krankenkassen mittlerweile übernommen. Es kann jedoch sein dass bei einigen Krankenkassen zusätzliche Beiträge anfallen, vor allem dann, wenn es sich nicht um eine Notoperation handelt.

Die Kosten einer einfachen Operation belaufen sich auf 64,70 €. Eine ambulante Operation kostet je nach durchführendem Arzt um die 75€. Die Narkose beläuft sich auf circa 30€, bei einer ambulanten Narkose kommen zu den 30€ zusätzlich 5€ hinzu. Somit kommt man bei einer stationären Operation samt Narkose auf knappe 100€, bei einer ambulanten Operation mit ambulanter Narkose belaufen sich die Kosten der Nabelbruchoperation auf 110€.

Operation bei Kindern

Ein Nabelbruch (Narbelhernie) entsteht aufgrund von einer Schwachstelle der bindegewebigen Verbindung zwischen den Bauchmuskeln. Circa 3% aller Kinder bekommen im Laufe ihrer Kindheit einen Nabelbruch. Bei Frühchen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf knappe 75%.

Vor allem wenn das Kind schreit oder den Bauch stark zusammenpresst, kann man eine Vorwölbung im Bereich des Bauches erkennen. Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres bildet sich der Nabelbruch beim Kind sehr häufig zurück. Deshalb operiert man einen Nabelbruch bei Kindern nur äußerst selten.

Unsichere Eltern können bei ihrem Kind versuchen, den Darminhalt immer wieder leicht in den Bauch zurückzudrücken. Solange der Nabelbruch ohne Probleme wieder in den Bauch verschoben werden kann und solange das Kind dabei keine starken Schmerzen verspürt, gibt es keine Indikation zu einer Operation.

Hat das Kind jedoch starke Schmerzen, erbricht oder ihm ist übel, sollte man in die Notaufnahme fahren um den Nabelbruch zu operieren da es sonst zu einem Absterben des betroffenen Darmareals kommen kann.

Auch bei Kindern die nach Vollendung des dritten Lebensjahres immer noch einen Nabelbruch haben, sollte man über eine Operation nachdenken. Grundsätzlich läuft die Operation ähnlich ab wie bei den Erwachsenen auch. Die Bauchdecke wird eröffnet, die Darmschlinge wird an den richtigen Platz gebracht und der Operationsschnitt wird vernäht. Die Einbringung eines Netzes ist bei Kindern meist nicht nötig. Die Operation kann, wie bei Erwachsenen auch, ambulant erfolgen.

Schmerzen nach der Operation

Die Operation eines Nabelbruchs (Nabelhernie) wird meist ambulant durchgeführt unter lokaler Narkose. Durch die Narkose (eine Vollnarkose bei stationärer Aufnahme ist ebenfalls möglich) ist der Patient während der Operation schmerzfrei (Analgesie). Bereits nach 2 Stunden kann der Patient dann wieder die Klinik verlassen.

Dennoch kann es nach der Operation des Nabelbruchs zu Schmerzen kommen. Diese Schmerzen sind jedoch nicht unnormal und entstehen aufgrund der Verletzung oberflächlicher (peripherer) Nerven auf der Hautoberfläche und im Bereich des Fett- und Muskel-gewebes. Vor allem bei Anspannungen der Bauchmuskulatur kann es zu vermehrten Schmerzen kommen. Meist verschwinden die Schmerzen jedoch innerhalb von wenigen Tagen wieder.

Dennoch sollte man unnötige Bauchmuskelkontraktionen und vor allem das Heben von schweren Gegenständen vermeiden da die Schmerzen dann wieder intensiver werden.

Chronisch postoperative Schmerzen sind hingegen nicht zu erwarten.

Symptome bei Kindern

Der Nabelbruch ist ein relativ häufiges Krankheitsbild bei Kindern, es tritt mit bis zu 3% Wahrscheinlichkeit auf.

Das Austreten einzelner Darmabschnitte durch die Bauchwand in Form eines Nabelbruchs ist ein Phänomen, das bei Kindern sehr häufig beobachtet werden kann. Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Nabelbruchs liegt bei Kindern bei ca. 3 Prozent. Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500g erleiden sogar mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent innerhalb der ersten Lebensjahre einen Nabelbruch. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass sich ein Nabelbruch bei Kindern bis zum dritten Lebensjahr ohne medizinisches Eingreifen spontan zurückbilden kann. Der Nabelbruch bei Kindern äußert sich in den meisten Fällen durch die Entstehung einer sichtbaren Geschwulst während des Schreiens oder beim Stuhlgang. Im Gegensatz zum Erwachsenen spielen erworbene Schwachstellen innerhalb der Bauchwand bei der Entstehung des Nabelbruchs bei Kindern eine untergeordnete Rolle. Erworbene Formen des Nabelbruchs entstehen bei Kindern zwar auch durch ein Auseinanderweichen des Bindegewebes, sind jedoch eher selten. Bei der Entstehung eines Nabelbruchs beim Kind kommt es zumeist bereits während der Schwangerschaft zu einem mangelhaften Verschluss der ehemaligen Austrittsstelle der Bauchorgane (embryonale Entwicklung des Magen-Darm-Traktes). Durch diese angeborene Schwachstelle können anschließend durch einen Druckanstieg innerhalb des Bauchraumes Darmabschnitte austreten.

Bei Kindern besteht in den meisten Fällen bis zum Ende des dritten Lebensjahres keine Notwendigkeit den Nabelbruch medizinisch zu versorgen. Die Rate der spontanen Rückbildungen ist bis zu diesem Zeitpunkt sehr hoch. Bildet sich der Nabelbruch bei Kindern jedoch bis zum vollendeten dritten Lebensjahr nicht vollständig und dauerhaft zurück, muss eine chirurgische Behandlung in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus kann es auch beim Nabelbruch bei Kindern zum Einklemmen einzelner Darmabschnitte und einer damit einhergehenden Minderdurchblutung des Darmgewebes kommen. Eltern betroffener Kinder bemerken in solchen Fällen oftmals, dass sich der Bruchsack nicht länger zurück schieben lässt. Darüber hinaus entwickeln die betroffenen Kinder starke krampfartige Bauchschmerzen. Auch das Auftreten von ausgeprägter Übelkeit und/oder Erbrechen ist keine Seltenheit. Eltern betroffener Kinder sollten in diesem Zusammenhang beachten, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelt, der potenziell lebensbedrohlich ist. Aus diesem Grund muss unbedingt umgehend ein Kinderarzt aufgesucht werden. Bei Abklemmung einzelner Darmabschnitte durch das Vorliegen eines Nabelbruchs muss dringend eine operative Versorgung erfolgen.

Während der klassischen Nabelbruch-Operation wird der entstandene Bruchsack zurück in den Bauchraum verschoben und dessen Durchtrittsstelle anschließend mit Hilfe von Nähten zwischen Bindegewebe und Bauchmuskulatur verschlossen. Diese Form der Operation kann bei Kindern sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Die Entscheidung über die best geeigneteste Variante sollte vom behandelnden Arzt und den Eltern gemeinsam getroffen werden. Unabhängig von der gewählten Operationsmethode erholen sich die betroffenen Kinder in der Regel zügig von dem Eingriff. Ein Nabelbruch bei Kindern hat auch im Falle der Notwendigkeit einer operativen Versorgung eine sehr gute Prognose.

Nabelbruch beim Baby

Das Erleiden eines Nabelbruchs bei einem Baby, tritt bei jedem fünften Baby auf. Unter Frühgeborenen Kindern tritt der Nabelbruch sogar bei vier von fünf Babys auf. Glücklicherweise heilt der Nabelbruch bei Babys meist von selbst aus und hat einen sehr guten Verlauf.

Ein Nabelbruch beim Säugling entsteht in der Mehrzahl der beobachteten Fälle durch das Offenbleiben der embryonalen Nabelpforte. Dennoch kann auch beim Säugling eine ausgeprägte Schwäche der die Nabelpforte verschließenden Membran oder der muskulären Bauchplatte ursächlich sein. In den meisten Fällen kann der Nabelbruch beim Säugling als vollkommen harmlos angesehen werden. Ähnlich wie beim Kleinkind und Erwachsenen erkennt man das Vorliegen eines Nabelbruchs beim Säugling durch das auffällige Hervorstehen des Bauchnabels. Bei vielen der Säuglinge tritt der Bruchsack in Form einer halbkugelförmigen etwa kirschgroßen Wölbung aus dem Bauchnabel. Obwohl der Nabelbruch beim Säugling eher harmlos ist, sollte auf jeden Fall ein Kinderarzt aufgesucht und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Entscheidet der behandelnde Kinderarzt, dass keine medizinische Behandlung notwendig ist, sollte der Nabelbruch dennoch von den Eltern beobachtet werden. In den meisten Fällen neigt der Nabelbruch beim Säugling dazu sich innerhalb der ersten Lebensjahre spontan, ohne medizinisches Eingreifen vollständig zurückzubilden. Eine Behandlung ist zumeist dann nicht notwendig, wenn sich der Nabelbruch beim Säugling nur während des Schreiens und dem Stuhlgang zeigt und dieser problemlos manuell zurückverlagert werden kann. In den meisten Fällen, nämlich bildet sich der Nabelbruch spontan ohne Therapie wieder zurück. Dies kommt dadurch zustande, dass die Bauchmuskeln zunehmen und sich der Bruch so immer weiter verkleinert. Zeigt sich im Krankheitsverlauf jedoch eine stetige Größenzunahme des Nabelbruchs beim Säugling und/oder lässt sich der Bruchsack nicht per Hand zurück in die Bauchhöhle verlagern und es also zu einer Brucheinklemmung kommt, muss notfallmäßig eine operative Behandlung durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte ein Nabelbruch, der beim Säugling zu starken Schmerzen führt immer chirurgisch versorgt werden. Bei Säuglingen gehen Nabelbrüche nur selten mit ausgeprägten Beschwerden einher. Die Mehrzahl der Kinder wird durch das Vorliegen der Darmausstülpung überhaupt nicht beeinträchtigt.

Ursachen eines Nabelbruches bei Babys:
Bei den betroffenen Babys handelt es sich um einen vergrößerten Nabelring, durch welchen sich der Nabelbruch entwickeln kann. Dies kann schließlich zur Folge haben, dass sich Gewebe aus dem Bauchraum hervorwölbt. In der Regel kommt es in den ersten Tagen nach der Geburt dazu, dass die Nabelschnurreste abfallen und der Nabelring sich beginnt immer weiter zu verkleinern. Ein Nabelring ist also etwas Natürliches. Bei Babys mit Nabelbruch fehlte nur die darauffolgende adäquate Verkleinerung des Nabelrings.

Daneben gibt es noch andere Ursachen. Ein Nabelbruch kann auch durch eine Störung bei der Wundheilung des Nabels entstehen und auch bei einer zu starken Nutzung der Bauchpresse durch Schreien oder Husten der Babys.

Die Therapie richtet sich zum einen danach, ob Darmteile im Nabelbruchsack liegen oder nicht und ob sich der Nabelbruch im Laufe der Zeit wirklich zurückbildet. So sollte der Kinderarzt einen regelmäßigen Blick auf den Nabelbruch werfen. Dabei tastet der Kinderarzt den Nabelbruch ab und hört mit einem Stethoskop über den Nabelbruch. Mit dieser Methode kann er hören, ob sich auch Darmteile im Bruchsack befinden. Bei glucksenden, plätschernden Geräuschen wäre dies der Fall. Ein Eingreifen bei einem Nabelbruch, wäre bei einer immer noch verbleibenden Breite des Bruches von über 1 cm im zweiten Lebensalter notwendig. Außerdem wären sich im Bruchsack befindliche Darmteile ein Grund für einen Eingriff. Sollten sich Darmteile im Bruchsack befinden, die eingeklemmt sind, kommt es zu einer Minderversorgung dieser Darmteile, was ein Absterben dieser Darmteile zur Folge hat. Daher erfolgt darauf sofort eine operative Therapie.

Die operative Therapie ist ambulant und in Vollnarkose, jedoch kann das Kind in der Regel am gleichen Tag wieder nach Hause gehen und es handelt sich um eine kleine, meist komplikationslose Operation.
Während der Operation verschließt der Chirurg den Nabelbruch mit einer Naht. Desweiteren sollte man darauf achten, dass in den ersten Wochen die Operationswunde keinen zu starken körperlichen Belastungen ausgesetzt wird. Sonst besteht die Gefahr eines erneuten Nabelbruches.

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Nabelbruch in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist der Druck im Bauchraum erhöht.

In der Schwangerschaft entsteht der Nabelbruch meist durch einen gesteigerten Druck in der Bauchhöhle, wodurch die Bauchwand an empfindlichen Stellen wie eben dem Nabel reißen kann.
Dabei werden die Bauchmuskeln durch den Druck auseinander gedrückt. Der Nabelbruch in der Schwangerschaft äußert sich auch hier durch eine Vorwölbung des Nabels. Dabei ist grundsätzlich bei Schwangerschaft die Nabelvertiefung verstrichen, nur wenn es darüber hinaus noch eine Vorwölbung gibt, kann es sich um einen Nabelbruch handeln.

In den meisten Fällen kommt es durch den Nabelbruch in der Schwangerschaft zu keinen weiteren Beschwerden.
Nur wenn eine Einklemmung von Darmteilen durch den Bruchsack vorliegt sollte man auch bei einer Schwangerschaft operieren. Eine Einklemmung ist erkennbar durch Schmerzen der Schwangeren in diesem Bereich und einer Verfärbung der Stelle.

Die Schmerzen können sich ziehend und brennend darstellen, manchmal geht der Nabelbruch auch mit Erbrechen und Übelkeit einher. Die Verfärbung kommt durch die mangelnde Durchblutung der Darmteile durch die Einklemmung zustande. Es handelt sich hierbei in jedem Fall um einen Notfall.

Schwangere brauchen sich aber in der Regel keine Sorgen zu machen, eine Einklemmung des Nabelbruches in der Schwangerschaft ist eine Rarität. Im Verlauf der Schwangerschaft bleibt der Nabelbruch in den meisten Fällen symptomlos.
Während der Geburt entsteht durch den Nabelbruch ebenfalls keine Gefahr für Säugling oder Schwangere. Nach der Entbindung bildet sich der Nabelbruch dann oftmals von alleine wieder zurück. Es gibt daneben auch spezielle Gymnastik, die bei einer Rückbildung des Nabelbruches nützlich sein kann.
Sollte sich der Nabelbruch nicht von alleine wieder zurück bildet, erfolgt die übliche operative Therapie je nach Größe des Nabelbruches.

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Sport

Durch starke körperliche Belastung beim Anheben von Gewichten oder beim Sport kann der Druck im Bauchraum und die Anspannung der Muskulatur so stark ansteigen, dass Schmerzen entstehen.

Ein harmloser Nabelbruch, bei dem keine Einklemmung (Inkarzeration) der im Bruchsack befindlichen Organabschnitte vorliegt, kann durch Sport und übermäßige Belastung problematisch werden. Darüber hinaus erhöht Sport die Gefahr, dass sich eine solche Einklemmung entwickelt.
Dennoch sollte ein unter einem Nabelbruch leidender Patient nicht vollkommen Abstand vom Sport nehmen. Vor allem die Art und Intensität der körperlichen Belastung ist entscheidend.

Nach einer erfolgreich durchgeführten Nabelbruch-Operation sollte die körperliche Aktivität vorerst gering gehalten werden. Schweres Heben und Sport ist vor allem innerhalb der ersten Tage nach dem Eingriff streng untersagt.
Bei Nichtbeachten können verschiedene Komplikationen autreten:

Zudem kann das gesamte Operationsergebnis durch die Ausübung von Sport innerhalb der ersten Tagen nach Operation gefährdet sein. Betroffenen Patienten wird aus diesem Grund geraten solange auf übermäßige körperliche Anstrengung und vor allem Sport zu verzichten bis die Hautfäden entfernt werden können.
Dies ist im Regelfall nach ungefähr zehn bis zwölf Tagen der Fall.

Im Anschluss an das Entfernen der Hautfäden darf der Patient damit Beginnen leichten Sport zu treiben. Im Idealfall findet eine langsame Steigerung der Belastung statt, bis der betreffende Patient sein Normalniveau wiedererlangt hat.
Die Durchführung von Sport nach einer Nabelbruch-Operation sollte immer schmerzabhängig erfolgen.

Treten während oder im Anschluss an den Sport keine Schmerzen auf, so hat keine Überbelastung stattgefunden. Verspürt der Patient während der körperlichen Belastung Schmerzen (oder andere Symptome wie etwa Übelkeit), so muss der Sport umgehend abgebrochen werden. Bis ein Sportler nach Durchführung einer chirurgischen Korrektur des Nabelbruchs wieder voll belastungsfähig ist vergehen in der Regel einige Wochen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Nabelbruch finden Sie unter:

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 28.02.2017
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