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Entzündung im großen Zeh

Einleitung

Viele Menschen sind von Entzündungen an verschiedenen Stellen der Füße betroffen. Besonders oft ist die Entzündung am großen Zeh lokalisiert.

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu solch einer Entzündung führen können.
Oftmals sind es Nagelbettentzündungen (auch Onychie oder Paronychie genannt), die eine schmerzhafte Entzündung des großen Zehs verursachen.
Sehr häufig verursachen kleine Verletzungen der Haut solch eine Nagelbettentzündung. Durch die Verletzung wandern Keime in das Gewebe ein, zumeist das Bakterium Staphylokkokus aureus, die dann eine Entzündung des Nagelwalls nach sich ziehen.
Es kann aber auch zu einem tieferen Eindringen der Keime kommen, woraus dann ein Panaritium, eine eitrige Entzündung des Zehs, entsteht.

Diese Art der Entzündung wird meist mit einer Inzision behandelt.
Das bedeutet, dass man das betroffene Gewebe durch einen Schnitt entlastet und das entzündete Gewebe versorgt.
Da solch ein Panaritium am großen Zeh oft von einem eingewachsenen Zehennagel verursacht wird, muss hier meist auch ein Teil der Nagelwurzel entfernt werden.

Entzündungen des großen Zehs treten aber auch im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen wie der Gicht auf.
Hier bedarf es dann einer systemischen Therapie, da lokale Maßnahmen alleine nicht zu einem Verschwinden der Entzündung führen können.

Der Folgende Artikel möchte sich nun genauer mit den Ursachen, Symptomen sowie der Behandlung von Entzündungen im großen Zeh beschäftigen und dabei möglichst viele Fragen abdecken.


Ursachen einer Entzündung im großen Zeh

Die Ursachen für eine Entzündung im großen Zeh sind vielfältig.
Oft sind es Entzündungen des Nagelwalls oder Nagelbettes, die zu einer schmerzhaften Schwellung und Rötung des Zehs führen können.

Es kommen jedoch auch Erkrankungen des Stoffwechsels wie die Hyperurikämie, umgangssprachlich Gicht genannt, in Betracht.
Der nun folgende Abschnitt dient als Überblick über verschiedene mehr oder minder häufige Ursachen für Entzündungen des großen Zehs.

  • Onychie/ Paronychie/Panaritium:

Diese Begriffe werden meist synonym verwendet. Viel geläufiger ist jedoch der Begriff Nagelbettentzündung im alltäglichen Sprachgebrauch.
Es kann oft sehr schwierig sein, die Begriffe korrekt auseinander zu halten. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich bei allen um Entzündungen der Finger oder Zehen handelt.

Bei einer Onychie ist vor allem das Nagelbett entzündet.
Eine Paronychie bezeichnet eher eine Entzündung der Nagelfalz (synonym Nagelwall).
Bei einer Paronychie kann zusätzlich eine eitrige Einschmelzung in das Gewebe vorliegen.
Ein Panaritium hingegen ist eine lokalisierte, eitrig-einschmelzende Entzündung an Fingern oder Zehen.
Das Panaritium tritt an den Zehen seltener auf als an den Fingern.

Die Entzündungen ähneln sich sehr in ihrem klinischen Bild und unterscheiden sich letztendlich durch ihre Ausdehnung und die Schwere ihrer Symptome sowie teils durch ihre Lokalisation.

Meist entstehen sie durch leichte Verletzungen, beispielsweise feinste Risse an der Nagelhaut, durch die dann vor allem Hautkeime wie Staphylokokkus aureus, in das Gewebe eintreten und die Entzündung verursachen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Nagelbettentzündung am Zeh

Beim großen Zeh ist oftmals auch ein eingewachsener Zehnagel (Unguis incarnatus) die Ursache für eine solche Entzündung.
Auch eine mangelnde Fußhygiene oder eine Pilzinfektion der Füße können die Ursache sein.

Typischerweise führen diese Entzündungen zu einer Schwellung, Rötung und Überwärmung der großen Zehen, die mit einem charakteristischen pulsierenden Schmerz einhergeht.

Bei einer fortgeschrittenen Entzündung und einer systemischen Beteiligung sind auch Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit möglich.

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Entzündung und kann sowohl lokale oder systemische konservative Ansätze verfolgen aber auch chirurgische Maßnahmen erfordern.

Lesen Sie mehr zum Thema: Behandlung der Nagelbettentzündung

  • Akuter Gichtanfall:

Der akute Gichtanfall manifestiert sich zu über 60 % am Großzehengrundgelenk.Diese Entzündung äußert sich durch eine sehr plötzlich eintretende akute Schwellung und Rötung sowie sehr starke Schmerzen im Zeh. Manche Betroffene berichten von einem Gefühl „als sei der Zeh gebrochen“.
Die Untersuchung wird oftmals aufgrund der starken Schmerzen gar nicht toleriert.Solch ein Gichtanfall am Zeh (Podagra) hat typische Auslöser.Dazu gehören Alkoholexzesse, fleisch- und fischreiche Mahlzeiten oder Fasten.

Lesen Sie mehr zum Thema: Gichtanfall

  • Rheumatoide Arthritis:

Eine rheumatoide Arthritis kommt ebenfalls als Ursache einer Entzündung der Großzehe in Betracht. Meist sind jedoch die Fingergelenke betroffen.Typischerweise sind dann mehrere Gelenke betroffen. Es kann außerdem zu Begleitsymptomen wie nächtlichem Schwitzen, Muskelschmerzen und leicht erhöhten Temperaturen kommen. Die Erkrankung verläuft schubweise.

Lesen Sie mehr zum Thema: Rheumatoide Arthritis

Gicht

Bei einer Gicht handelt es sich um den Schub einer Erkrankung des Eiweißstoffwechsels, genau genommen des Purinstoffwechsels.
Die zu Grunde liegende Erkrankung nennt man Hyperurikämie. Durch zu hohe Harnsäurespiegel im Blut kommt es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen.
Es gibt verschiedene Formen und Ursachen der Hyperurikämie, jedoch liegt in 99% der Fälle eine genetische Disposition vor, bei welcher sich die Gicht dann durch eine Fehlernährung manifestiert.

Lesen Sie mehr zum Thema: Gicht

Es empfiehlt sich eine fleischarme Kost, sowie eine Reduktion des Alkoholkonsums.

Lesen Sie mehr zum Thema: Ernährung bei Gicht

Außerdem begünstigt Übergewicht eine Gicht, daher ist vor allem eine Normalisierung des Körpergewichts bei der chronischen Gicht wichtig.
Ein akuter Gichtanfall manifestiert sich in über 60% der Fälle als sogenannte Podagra. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Großzehengrundgelenks.
Auslöser sind zumeist eine sehr fleisch- und fischreiche Kost, Hülsenfrüchte oder Meeresfrüchte.
Auch ein Alkoholexszess oder Fasten können zu solch einer akuten Podagra führen.
Dabei imponiert ein plötzlicher, sehr starker Schmerz, sowie eine Schwellung und Rötung des Gelenks.

Die Untersuchung des Zehs wird dann meist als so schmerzhaft empfunden, dass sie nicht zugelassen wird. Es tritt gelegentlich auch Fieber auf.
Ein akuter Gichtanfall kann mehrere Stunden andauern und wird mit NSAR (z.B. Diclofenac) und Glukokortikoiden behandelt.
Als Reservemittel findet auch Colchicin Anwendung. Außerdem hilft es den Zeh hochzulegen und zu kühlen.

Symptome bei einer Entzündung im großen Zeh

Entzündungen der großen Zehen können je nach dem zugrundeliegenden Krankheitsbild unterschiedliche Symptome zeigen.
Unspezifische Entzündungssymptome sind jedoch den meisten Entzündungen der Großzehe gemeinsam.

Es zeigt sich eine Schwellung, Rötung und Überwärmung des Zehs. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Geschwollener Zeh

Die Schwellung kann auf das Nagelbett oder den Nagelfalz beschränkt sein oder den gesamten Zeh betreffen.
Letzteres ist oft bei einem akuten Gichtanfall der Fall. Die Schmerzen unterscheiden sich in ihrer Intensität, werden aber meist als stechend und pochend beschrieben.
Bei Berührung und Bewegung verschlimmern sie sich.
Bei sehr ausgeprägten Schmerzen kann die Beweglichkeit des Zehs eingeschränkt sein, sodass eine Schonhaltung eingenommen wird.

Außerdem unterscheiden sich die Symptome in ihrem Beginn.
Während Nagelbettentzündungen teilweise eher schleichend beginnen oder sich durch einen langsamen und progredienten (sich verschlimmernden) Verlauf auszeichnen können, beginnt ein Gichtanfall (Podagra) ganz plötzlich und äußert sich durch sehr starke Schmerzen.
Je nach Ausmaß der Entzündung können bei einem Panaritium oder einer Paronychie auch eitrige Stellen zu sehen sein.
Bei Aufplatzen der entzündeten Nagelhaut kann auch Eiter oder Blut austreten.
Systemische oder ausgedehnte tiefe eitrige Entzündungen können auch zu generalisierten Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Schüttelfrost führen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Eiter am Zeh​​​​​​​

Bei einer systemischen Infektion und einem großen Abszess im Zeh kann im schlimmsten Fall ohne eine rechtzeitige Therapie auch eine Blutvergiftung eintreten.

Eine rheumatische Entzündung der Großzehe ist eher seltener. Meist sind dann auch noch andere Gelenke, oft die Fingergrundgelenke beider Hände, mitbetroffen.
Es können dann neben den lokalen Entzündungssymptomen, wie Schmerz, Rötung und Schwellung, auch andere Symptome wie Nachtschweiß, leichtes Fieber und Muskelschmerz auftreten.

Entzündung am Ballen des großen Zehs

Der „Ballen“ des großen Zehs kann entzündet sein, wenn durch Verletzungen, wie beispielsweise Riss- oder Schürfwunden, Keime eintreten.
Diese können zu einer eitrigen Infektion des Gewebes führen, welche wiederum sehr schmerzhaft sein kann.
Im Rahmen von Gelenk- oder Nagelbettentzündungen kann der Ballen ebenfalls mitbetroffen sein.
Eine isolierte Entzündung des Ballens ist jedoch außer bei einer Wundinfektion eher unwahrscheinlich.

Im Rahmen einer tiefen Nagelbettentzündung ist jedoch eine eitrige Mitbeteiligung des Ballens wahrscheinlich.
Ein sogenannter Hallux rigidus behindert die Abrollbewegung des Zehs beim Laufen und führt somit zu Schmerzen im Ballen.
Genau genommen handelt es sich jedoch beim Hallux rigidus um keine entzündliche, sondern um eine degenerative Erkrankung des Großzehengrundgelenks.
Das bedeutet, dass es sich um einen Gelenkverschleiß handelt.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome des Hallux rigidus

Entzündungen im Gelenk des großen Zehs

Entzündungen des Großzehengrundgelenks beruhen zumeist auf einer primären Hyperurikämie und äußern sich dann in einem akuten Gichtanfall.
Diese Art der Entzündung kommt durch die Ablagerung von sogenannten Uratkristallen im Gelenk zustande.
Dabei handelt es sich um Harnsäurekristalle, die durch einen Überschuss der Harnsäure im Körper entstehen.

Ein akuter Gichtanfall äußert sich in über 60% der Fälle als Podagra (akute Manifestation im Großzehengrundgelenk) und geht mit stärksten Schmerzen, welche mehrere Stunden andauern können, einher.
Dieser schmerzhaften „Entzündungsattacke“ wird durch sehr purinreiche Mahlzeiten, wie Fleisch und Fisch, Alkoholkonsum oder Fasten ausgelöst.
Eine andere Ursache für Entzündungen in Gelenken des großen Zehs sind rheumatische Beschwerden.

Prinzipiell können alle Gelenke betroffen sein, besonders oft sind jedoch Hände und Füße bei einer rheumatoiden Arthritis in Mitleidenschaft gezogen.
Verantwortlich für die Entzündung sind Autoantikörper, welche bei einer rheumatoiden Arthritis vorhanden sind.
Die Schmerzen treten dann eher schubweise auf und bessern sich vor allem durch Schmerzmittel wie Diclofenac oder Glukokortikoide wie Prednisolon.
Eine rheumatoide Arthritis tritt nie isoliert an einem Gelenk auf, sodass höchstwahrscheinlich auch andere Gelenke am Fuß oder an anderen Körperstellen betroffen sind.

Andere Ursachen für Schmerzen in den Gelenken des großen Zehs sind Traumata, Frakturen oder auch Abnutzungserscheinungen wie Arthrose. Diese sind jedoch keine entzündlichen Erkrankungen.

Entzündungen am Nagel

Oftmals liegt die Ursache einer Entzündung im großen Zeh darin, dass der Nagel oder Bestandteile des Nagelbetts oder der Nagelhaut entzündet sind.

Diese Entzündungen können sich beispielsweise auf den Nagelwall beschränken, sie können aber auch in die Tiefe reichen und einen Abszess verursachen.
Sehr oft sind eingewachsene Zehennägel (Unguis icarnatus) die Ursache für immer wiederkehrende Entzündungen wie Panaritien oder eine Paronychie.
Diese können familiär gehäuft auftreten oder aber auch durch das Tragen von zu engem Schuhwerk oder eine falsche Nagelpflege verursacht werden.
Dadurch, dass der Nagel in das Nagelbett einwächst, resultieren schmerzhafte Entzündungen und kleine Wunden, durch die dann wiederum Keime in das Gewebe einwandern können.

Eine andere Ursache für Entzündungen am Nagel oder dem Nagelbett sind kleinste Wunden am Nagelwall (auch Nagelfalz genannt).
Durch diese kleinen Wunden treten vor allem Hautkeime wie Staphylokokkus aureus in das Gewebe ein und verursachen dort eine infektiöse Entzündung.
Je nachdem welcher Teil der Nagelhaut oder des tieferen Gewebes betroffen ist spricht man von einer Onychie, Paronychie oder einem Panaritium.

Bei kleinen, lokal begrenzten Entzündungen reicht meist eine lokale Therapie mit einer antiseptischen oder antibiotischen Salbe, sowie kühlende Verbände aus.
Tiefere Entzündungen werden mit einem Schnitt (Inzision) entlastet, sodass der Eiter abfließen (Drainage) kann.
Bei systemischen Symptomen wie Fieber oder einer drohenden Ausbreitung der Entzündung, werden zusätzlich Antibiotika verabreicht.

Therapie bei einer Entzündung im großen Zeh

Die Therapie einer Entzündung des großen Zehs richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache.
Häufig verschafft Kühlung und Hochlagerung des betroffenen Zehs eine erste Linderung für die Betroffenen.

Bei einer infektiösen Entzündung des Nagelbettes oder des tieferen Gewebes (Paronychie oder Panaritium) richtet sich die Therapie nach der Ausdehnung des Befundes.
Eine leichte und lokal eingeschränkte Entzündung kann mit einer antiseptischen Salbe oder mit Antibiotika behandelt werden.

Bei einem Pilzbefall werden antimykotische Salben aufgetragen.
Sollte jedoch eine ausgedehntere Entzündung, ein Abszess oder gar bereits systemische Symptome wie Fieber aufgetreten sein, wird das entzündete Areal aufgeschnitten (Inzision) und drainiert.
Das bedeutet, dass vorhandener Eiter entfernt wird. Außerdem werden Abstriche entnommen, um den Erreger zu bestimmen.

Sollte abgestorbenes Gewebe oder ein eingewachsener Zehennagel vorhanden sein, werden diese mitentfernt.
Der Zeh wird dann ruhiggestellt. Bei einer tiefen Infektion und systemischen Symptomen wie Fieber werden außerdem Antibiotika verabreicht.

Eine Entzündung aufgrund einer Gicht hingegen wird ganz anders therapiert. Hier resultiert dieser akute Schub (Podagra) durch Ablagerung von Harnsäurekristallen im Großzehengrundgelenk.
Es wird akut mit sogenannten NSAR (Nicht-steroidale-Anti-Rheumatika) behandelt.
Dabei handelt es sich um entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe wie Diclofenac und Indometacin.
Des Weiteren werden Glukokortikoide (Prednisolon) verabreicht.
Da beide Medikamente zusammen den Magen schädigen können, wird i.d.R. noch ein Magenschutz wie Omeprazol mit verabreicht.

Als Reservemittel dient Colchicin. Der Zeh wird außerdem gekühlt.

Damit solche Gichtanfälle nicht immer wieder auftreten, ist dann eine Langzeittherapie indiziert, die bei symptomfreien Patienten Diätmaßnahmen (fleischarme Kost, Reduktion des Körpergewichts, Reduktion des Alkoholkonsums, ausreichende Flüssigkeitszufuhr) umfasst.
Bei Patienten mit wiederkehrenden Gichtanfällen wird zusätzlich das Medikament Allopurinol verwendet.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie der Gicht

Die Therapie einer rheumatoiden Arthritis umfasst eine Reihe verschiedenster Maßnahmen.
Im akuten Schub werden ebenfalls schmerzlindernde Medikamente wie NSARs verabreicht.
Außerdem hilft eine Kühlung des Zehs.
In der Langzeittherapie gibt es eine Vielzahl von Medikamenten, die angewendet werden. Unter anderem sind dies Basistherapeutika wie Methotrexat oder Biologicals wie Infliximab.
Außerdem sind bei einer rheumatoiden Arthritis auch bewegunsgtherapeutische Ansätze wie Krankengymnastik und Physiotherapie sehr wichtig.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie der rheumatoiden Arthritis

Therapie eines entzündeten Zehs mit Salbe

Salben können bei einer akuten Entzündung meist eine Linderung der Beschwerden verschaffen. Manchmal können sie auch zu einer Ausheilung einer Entzündung führen.

Bei akuten Schmerzen, beispielsweise im Rahmen einer Gicht, kann eine kühlende Salbe die Schmerzen lindern.
Infektiöse Entzündungen werden gerne mit antiseptischen und antibiotischen Salben behandelt.
Die antiseptische Komponente säubert und desinfiziert die betroffene Stelle, wohingegen ein antibiotischer Wirkstoff zusätzlich die Bakterien bekämpft, welche die Entzündung verursachen.

Zu einer Ausheilung können solche Salben jedoch nur führen, wenn die Entzündung lokal begrenzt ist und sich nicht in die Tiefe ausgebreitet oder gar zu einer systemischen Erkrankung geführt hat.
Sie können dennoch begleitend zu einer chirurgischen oder systemischen Therapie angewendet werden.
Es gibt verschiedene antibiotische Wundsalben, von denen manche rezeptfrei sind.
Am besten lässt man sich von einem Arzt und einem Apotheker hinsichtlich der Dosierung und Anwendung beraten.

Zur lokalen Anwendung werden häufig Salben mit den Wirkstoffen Fusidinsäure oder Retapamulin angewendet.
Weiterhin wird gerne eine antiseptische Salbe mit dem Wirkstoff Povidon-Iod verwendet.
Beispiele hierfür sind Betaisodona- oder Braunovidon-Salbe.

Bei einem Pilzbefall des großen Zehs werden antimykotische Tinkturen oder Salben aufgetragen, die den Pilz bekämpfen.
Enthaltene Wirkstoffe sind beispielsweise Nystatin oder Naftifin. Es gibt außerdem auch Salben, die unterstützend zur Heilung und Linderung der Beschwerden eingesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise Salben mit dem Wirkstoff Ammoniumbituminosulfat (auch Ichtyol genannt), welche u.a. unter dem Handelsnamen „Schwarze Salbe Lichtenstein“ verkauft wird.

Eine andere rezeptfreie Salbe, welche gerne zur Linderung der Beschwerden genutzt wird, ist das Brand- und Wundgel Medice®.
Es wirkt ebenfalls kühlend und unterstützt die Heilung.

Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Salben, die in der Zusammensetzung den bereits genannten Salben sehr ähneln.

Weitere Informationen

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Eine Übersicht aller Themen aus dem Bereich Orthopädie finden Sie unter Orthopädie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.10.2018
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