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Ursachen einer Grippe

Synonyme

Influenza, echte Grippe, Virusgrippe

Ursachen der Gelenk- und Glieder-schmerzen

Bei einer echten Grippe (Influenza), die durch einen Virus der Familie der Orthomyxoviren ausgelöst wird, kommt es neben allgemeinem Unwohlsein und Atembeschwerden auch zu Gelenkschmerzen und Gliederschmerzen.

Die Ursache dieser Gelenk- und Glieder-schmerzen ist die Abwehrreaktion des Körpers gegen den eingedrungenen Virus.
Unser Immunsystem setzt sich im Allgemeinen aus 2 Anteilen zusammen.
Zum Einen gibt es das sogenannte angeborene Immunsystem, das unspezifisch gegen alle potenziell schädlichen Eindringlinge vorgeht und es gibt das erworbene Immunsystem, das dafür verantwortlich ist, dass Patienten, die beispielsweise einmal eine Masern-Infektion hatten, einen lebenslangen Schutz gegen Masern haben.

Bei einer Infektion mit dem Influenza-Virus kommt es zu einer Abwehrreaktion des angeborenen Immunsystems. Der Körper richtet sich aktiv gegen den Virus und versucht ihn als Schädling zu eliminieren. Durch diese Abwehrreaktion des Körpers kommt es zu einer gewissen Überreaktion des Körpers und die körpereigenen Abwehrzellen wie beispielsweise Makrophagen sorgen dann dafür, dass der Virus entfernt wird, gleichzeitig kommt es aber auch immer zu einer leichten Schädigung der körpereigenen Zellen.
Dies kann dann zu allgemeinen Gelenk-und Glieder-schmerzen führen.

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Psychische, psychosomatische Ursachen

Eine echte Grippe (Influenza) wird durch das Influenza-A oder das Influenza-B Virus ausgelöst und führt zu einem schnellen hohen Temperaturanstieg, zu Glieder-und Kopf-schmerzen und zu einer erschwerten Atmung (Dyspnoe).

Die Ursachen für eine Grippe ist die Infektion mit dem Grippe-Virus Influenza A (in seltenen Fällen auch Influenza B, noch seltener Influenza C).
Es kann jedoch auch sein, dass eine Grippe psychosomatische Ursachen hat. Allgemein führt Unwohlsein, beispielsweise durch Stress oder durch andere psychische Faktoren dazu, dass das Immunsystem nicht mehr so stark ist wie bei einem glücklichen, psychisch starken Menschen.

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Deshalb kann es sein, dass ein psychisch labiler Mensch leichter an einer Grippe erkrankt als ein zufriedener Mensch. Hinzu kommt, dass Menschen die unter starkem Stress stehen, ihren Körper dauerhaft in eine Extremsituation bringen. Dauerhaft gestresste Patienten haben eine deutlich erhöhte Konzentration von Stresshormonen, wie Adrenalin oder Cortisol in ihrem Blut.

Dieser Zustand kann der Körper jedoch nicht lange aufrechterhalten ohne sich selber zu schädigen.
Demnach muss der Körper irgendwann die erhöhte Hormonproduktion einstellen, was dann zu einem Leistungsabfall führt.
Bleibt der Stress jedoch erhalten, kann der Körper mit der Situation nicht mehr umgehen, das Immunsystem ist nun anfälliger für Erkrankungen wie beispielsweise den Grippe-Virus.

Deswegen kann auch eine psychosomatische Ursache Grund für eine Grippe sein während ein gesunder Lebensstil als Prophylaxe gegen einen Virenbefall dient.

Ursachen der Magen-Darm-Grippe

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut (Gastroenteritis), die durch Viren oder seltener auch Bakterien hervorgerufen wird.

Auch wenn der Name „Grippe“ an eine Infektion mit dem Influenza-A-Virus denken lässt, haben beide Erkrankungen nichts miteinander zu tun. Die Magen-Darm-Grippe hat als Ursache immer einen viralen oder bakteriellen Befall.

Bei Menschen ist der sogenannte Noro-Virus besonders häufig als Ursache der Magen-Darm-Grippe zu nennen.
Meist werden die Viren fäkal-oral übertragen, was vor allem auf eine mangelnde Hygiene zurückzuführen ist.

Fäkal-oral bedeutet, dass wenn der erste Patient auf Toilette war und nach dem Stuhlgang sich die Hände nicht gewaschen hat, seine Hände noch mit dem Virus kontaminiert sind. Sobald er dann einem zweiten Menschen die Hand schüttelt und dieser sich dann mit dem Finger kurz über die Lippen fährt, hat dieser zweite Mensch den Virus auf der Lippe und somit schnell im Mund (oral).
Somit kann als weitere Ursache für eine Magen-Darm-Grippe auch eine mangelnde Hygiene betrachtet werden.

Zusammenfassung

Die Influenzaviren gehören zur Gruppe der Orthomyxoviren und sind sogenannte RNA-Viren, weil ihre Erbinformation als RNA (=Ribonukleinsäure) vorliegt.

Eine Infektion mit Influenzaviren vom Typ A, B oder C führt zur Grippe.

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten oder Niesen infizierter Personen, wodurch Viren durch Einatmen auf die Schleimhäute von Mund, Nase, Rachen oder über die Luft in die Augen gelangen. Dabei reichen winzige Mengen der Viren um eine Grippe zu verursachen, da Grippeviren sehr ansteckend sind.

Aber auch Schmierinfektionen, z. B. durch Anfassen von Gegenständen die zuvor von Erkrankten berührt wurden und das nachfolgende Berühren von Mund, Nase oder Augen kann zu einer Grippeinfektion führen.

Grippeviren können unter günstigen Bedingungen noch einige Zeit ansteckend bleiben: Bei Zimmertemperatur bleiben sie in der Raumluft als sogenanntes Aerosol bis zu einer Stunde aktiv, auf glatten Oberflächen, die mit Nasensekret oder ausgeatmete Luft von Infizierten in Berührung gekommen sind sogar bis zu 48 Stunden.

Die Inkubationszeit (Zeit von Erstkontakt mit dem Virus bis zur Erkrankung) beträgt zwischen 18 bis 72 Stunden und ist abhängig von der eingeatmeten Virenmenge.

Die an Grippe erkrankten Personen scheiden mindestens für zwei Tage, manchmal sogar bis zu fünf Tage lang selbst Viren aus und können damit andere anstecken.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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