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Military Diet

Was ist die Military Diet?

Bei der Military Diet (Militär-Diät) handelt es sich um US-amerikanische Blitzdiät, die entwickelt wurde, um amerikanische Soldaten schnell fit zu machen.

Die harte Crashdiät verspricht einen Gewichtsverlust von bis zu 4,5 Kilo in einer Woche. Die Diät erlaubt nur wenige Lebensmittel und in den ersten drei Diättagen dürfen nur weniger als 1000 Kalorien mit der Nahrung aufgenommen werden.

Wie läuft diese Diät ab?

Die Military Diet soll eine Woche lang durchgeführt werden und besteht aus zwei Phasen. Die erste Phase macht die ersten drei Tage aus, in denen man einen sehr strengen Diätplan befolgt. In den ersten drei Tagen dürfen am Tag nur weniger als 1000 Kalorien verspeist werden. Die Lebensmittel wirken zunächst eher wahllos zusammengestellt als koordiniert.

Erster Tag

Am ersten Tag gibt es zum Frühstück eine halbe Grapefruit, eine Scheibe Toast mit zwei Teelöffel Erdnussbutter und eine Tasse Kaffee oder Tee. Zum Lunch gibt es eine Scheibe Toast mit einer halben Dose Thunfisch und eine Tasse Kaffee oder Tee. Das Mittagessen besteht am ersten Tag aus etwa 100 Gramm Fleisch, 200 Gramm grüne Bohnen, einer halben Banane, einem Apfel und circa 200 Gramm Vanille Eis.

Zweiter Tag

Der zweite Diättag beginnt mit einem Ei, einer Scheibe Toast und einer halben Banane zum Frühstück. Zum Mittagessen sind 200 Gramm Hüttenkäse, ein gekochtes Ei und 5 Salzcracker erlaubt. Das Abendessen umfasst zwei Hot Dogs ohne Brot, 200 Gramm Brokkoli, 100 Gramm Karotten, eine Halbe Banane und 100 Gramm Vanille Eis.

Dritter Tag

Tag drei der Military Diet beginnt mit 5 gesalzenen Crackern, einer Scheibe Cheddar und einem Apfel zum Frühstück. Das Mittagessen umfasst ein gekochtes Ei und eine Scheibe Toast. Das Abendessen besteht am dritten Diättag aus 200 Gramm Thunfisch, einer halben Banane und 200 Gramm Vanille Eis.

Weitere Tage

Neben dieser Zusammenstellung verschiedene Nahrungsmittel sollte man während der Military Diet so viel Wasser und ungesüßte Tees wie möglich trinken.

Die übrigen Tage der Diätwoche sind flexibel zu gestalten. Erlaubt sind Toast, Reiswaffeln, Ei, Banane, Apfel, Hüttenkäse, jede Art von Fleisch, Thunfisch, Brokkoli, grüne Bohnen, Karotten, Vanille Eis, Erdnussbutter und Grapefruit.

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Wie viel kann ich mit dieser Diätform abnehmen?

Die Military Diet verspricht einen Gewichtsverlust von 4,5 Kilogramm in einer Woche. Man muss sich streng an den Diätplan halten, um die Pfunde entsprechend purzeln zu lassen.

Dennoch sollte man sich klar darüber sein, dass keine 4,5 Kilo Fett schmelzen werden. Man verliert im Rahmen einer solchen Blitzdiät neben Fett vor allem Wasser und Muskelgewebe.

Wie hoch sind die Kosten einer Military Diet?

Grundsätzlich handelt es sich bei der Military Diet um eine günstige Diät. Man muss hierfür keine teuren Eiweißshakes oder Nahrungsergänzungsmittel kaufen.

Die erlaubten Nahrungsmittel Toast, Banane, Ei, Hüttenkäse etc. sind günstig zu kaufen und aufgrund der geringen Mengen an Speisen lebt man mit dieser Diät vermutlich günstiger als davor und danach.

Wie kann ich bei dieser Diät den Jo-Jo-Effekt vermeiden?

Auf Crashdiäten wie die Military Diet folgt häufig der unangenehme Jo-Jo-Effekt.

Um den Jojo-Effekt zu vermeiden, muss man die Ernährung nach der Diät langsam und gezielt umstellen. Das bedeutet, dass man nach und nach mehr Kalorien aufnimmt und weitere Lebensmittel auf den Speiseplan bringt.

Daneben hilft es effektiv, wenn man während und nach der Diät Sport treibt. Damit hat der Stoffwechsel eine bessere Möglichkeit sich anzupassen und neigt weniger zu dem gefürchteten Jojo-Effekt.

Möchten Sie nach einer Diät auch weiter fit bleiben? Lesen Sie dann mehr hierzu unter: Wie kann man den Stoffwechsel anregen?

Welche Nebenwirkungen der Diät gibt es?

Aufgrund der niedrigen Energiezufuhr schaltet der Stoffwechsel im Rahmen der Military Diet auf Sparflamme. Das bedeutet, dass man abnimmt. Jedoch baut man neben Fettgewebe auch Muskulatur ab und entwässert.

Während der Diät leiden viele Menschen unter Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche und Heißhungerattacken. Die geringe Kalorienzufuhr wirkt in vielen Fällen nicht sättigend und macht das Durchhalten schwer. Hinzu kommt, dass nach der Diät häufig ein Jo-Jo-Effekt folgt.

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Welche Risiken birgt diese Diät?

Aufgrund der einseitigen Ernährung birgt die Military Diät während der einwöchigen Ernährungsumstellung das Risiko von typischen Nebenwirkungen einer Crashdiät: Kopfschmerzen, Leistungsschwäche, Heißhungerattacken.

Ernährt man sich über einen längeren Zeitraum auf diese Weise, fehlen dem Körper lebenswichtige Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Bei einer längeren Diätdurchführung besteht eine ernste Gefahr Mangelerscheinungen wie Haarausfall, Trägheit und Blutarmut zu bekommen.

Kritik an der Diät

Die Military Diät ist eine radikale Crashdiät. Die Mahlzeiten werden über eine Woche auf wenige Lebensmittel beschränkt. Aufgrund des Kaloriendefizits durch die geringe Energiezufuhr schaltet der Körper seinen Stoffwechsel auf Sparflamme.

Das heißt, dass der Körper, sobald er wieder mehr Kalorien aufnimmt, dazu neigt, Fettreserven anzulegen, falls wieder „schlechte Zeiten“ kommen.

Ernährt man sich nach der einwöchigen Military Diet ungesund mit fettreichen, kalorienreichen Mahlzeiten, folgt meistens der Jo-Jo-Effekt. Während der Military Diet können Erscheinungen wie Kopfschmerzen und Leistungsschwäche auftreten und den Alltag behindern. Die Diät ist deshalb sehr schlecht mit einem Arbeitsrhythmus zu vereinbaren.

Über einen längeren Zeitraum würden die Betroffenen den Körper nicht mit allen nötigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgen können. Langfristig würde die Military Diät Mangelerscheinungen und Blutarmut hervorrufen.

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Medizinische Bewertung der Diät durch Dr-Gumpert.de

Eine Crashdiät wie die Military Diät führt zu einem schnellen Gewichtsverlust. Jedoch werden neben Fettgewebe Muskulatur abgebaut und Wasser ausgeschwemmt.

Die einseitige Nahrungszufuhr liefert dem Körper eine unausgeglichene Nährstoffmenge. Es werden nicht ausreichend Vitamine und Spurenelemente aufgenommen.

Die Military Diet ist eine ungesunde Crashdiät, die dem Körper in den ersten drei Tagen sogar weniger als 1000 Kalorien liefert. Der Körper schaltet aufgrund des Energiedefizits auf Sparflamme.

Ernährt man sich nach der Diät wieder „normal“ oder sehr ungesund, ist ein Jo-Jo-Effekt quasi vorprogrammiert. Der Körper neigt nach einer Blitzdiät dazu, Fettreserven einzulagern um sich auf erneute Hungerperioden vorzubereiten.

Zusammenfassend handelt es sich bei der Military Diet um eine radikale Crashdiät mit einer nahezu wahllos zusammengesetzten Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln, sodass der Jo-Jo-Effekt nach Diätende nahezu vorherbestimmt ist.

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Welche alternativen Diäten gibt es zur Military Diet?

Die Military Diet wird vor allem dann gemacht, wenn man in kürzester Zeit so viel Gewicht wie möglich abnehmen möchte. Crashdiäten führen zu einem rascheren Gewichtsverlust als gesündere Diäten.

Alternative Crashdiäten, die zu einer schnellen Gewichtsabnahme führen, sind Monodiäten mit Almased oder Yokebe. Ähnlich einseitig und radikal sind zum Beispiel die Ananas-Diät oder Kohlsuppendiät.

Solche Nulldiäten sind hart durchzuführen und rufen häufig einen Jo-Jo-Effekt hervor. Um abzunehmen und das Gewicht zu halten eignen sich Diäten, die länger durchgeführt werden können und berufstauglich sind.

Ein beliebtes Beispiel hierfür sind Low-Carb-Diäten. Die Logi-Methode, die Glyx-Diät und die Atkins-Diät sind unterschiedliche Low-Carb-Diätformen, die über mehrere Wochen oder Monate durchgeführt werden können. Ähnlich verhält es sich mit der Trennkost-Diät, bei der Nahrungsmittel nur in bestimmten Kombinationen verzehrt werden dürfen.

Solche Diäten sind vielseitiger als die Military Diet und deutlich gesünder. Um langfristig abzunehmen und das Wunschgewicht schließlich zu halten, sollte man sich regelmäßig körperlich betätigen. Sport kurbelt den Stoffwechsel effektiv an und bringt die Figur in Form.

Haben Sie mehr Interesse an anderen alternativen Diäten? Lesen Sie dann unseren nächsten Atrikel unterGlyx-Diät,  Atkins-Diät

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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