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Raucherkrankheiten

Synonyme

Tabakrauchen, Nikotinkonsum, Nikotinabusus

Englisch: tobacco smoking

Krankheiten durch Rauchen

Aktivrauchen

Tabakrauchen ist mit einer Vielzahl von Krankheiten assoziiert:

Rauchen stellt den Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs dar, in Deutschland ist bei 90% der Männer sowie bei 60% der Frauen Nikotinkonsum die Ursache für diese Krebsform.

Hier finden Sie Informationen zum Thema: Wie erkennt man Lungenkrebs?

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Durch die Wirkung des Rauchens auf die Gefäße entstehen Herzinfarkt, Schlaganfall oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, „Raucherbein“). Es kommt zu Gefäßverengungen in Verbindung mit Arterienverkalkung (Arteriosklerose), so dass die Gefäße verstopfen und genannte Erkrankungen hervorrufen.

Außerdem wirkt sich Rauchen auf das Atemwegssystem aus. Nikotinkonsumenten leiden häufig an akuten Infektionen der Atemwege und entwickeln mit der Zeit eine COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung), gekennzeichnet ist diese durch Husten mit Auswurf, Luftnot (Dyspnoe), Entzündung der Bronchien (Bronchitis) sowie Überblähung der Lunge (Emphysem).

Weiterhin leiden Rauchende gehäuft an chronischer Bronchitis, da durch den Tabakrauch die Flimmerhärchen als das natürliche Fremdkörperabtransportierende Abwehrsystem der Bronchien geschädigt werden. Schadstoffe lagern sich auf diese Weise ab und bieten einen Nährboden für Keimvermehrung (Bakterien, Viren), was zu Entzündungen führt. Aufgrund der Schädigung der Flimmerhärchen entsteht außerdem der sogenannte „Raucherhusten“, welcher ein Abwehrmechanismus der Lunge ist, um die schädlichen Partikel zu eliminieren.

Die Atemwegserkrankung Asthma wird ebenfalls durch Rauchen getriggert.

Die Krebsarten, welche durch das Rauchen entstehen, sind vielfältig. Betroffen sein können die Harnwege (Blasen-, Nierenkrebs), weibliche Geschlechtsorgane (Brust-, Gebärmutterhalskrebs), das gastrointestinale System (Darm-, Speiseröhren-, Leber-, Magen-, Bauchspeicheldrüsenkrebs) oder der Mundhöhenbereich (Rachen-, Kehlkopfkrebs). Auch Blutkrebs (Leukämie) zählt zu den tabakassoziierten Krebsformen.


Raucher leiden außerdem vermehrt an Osteoporose (Knochenschwund), da durch die Inhaltsstoffe des Tabakrauchs Vitamin D zur Bindung der freien Radikale verbraucht wird, welches unter anderem für den Knochenstoffwechsel verantwortlich ist. Zusätzlich binden einige Rauchbestandteile das für den Knochen wichtige Kalzium. Folge ist eine erhöhte Brüchigkeit der Knochen bei Rauchern.

Durch Rauchen hervorgerufene Veränderungen an den Augen betreffen erstens die Augenlinse, zweitens die Netzhaut. Der Tabakkonsum bewirkt Veränderungen an der Linse, es entwickelt sich ein „Grauer Star“ (Katarakt), eine Linsentrübung. An der Netzhaut kommt es zu krankhaften Veränderungen von Netzhautteilen (Makuladegeneration), welche zu Sehstörungen führen. Ursächlich für genannte Erkrankungen sind Veränderungen der Augengefäße mit nachfolgenden Durchblutungsstörungen (Sauerstoffmangel), fehlendem Abtransport schädigender Stoffwechselprodukte sowie Antransport giftiger Rauchbestandteile, in deren Folge Netzhautzellen absterben (Macula-Degeneration) oder eine Linsentrübung auftritt (Grauer Star).

Rauchende Männer leiden häufiger an Impotenz (Erektionsstörung) als Nichtraucher. Ursächlich dafür sind oben beschriebene Gefäßveränderungen, welche ebenfalls die Penisgefäße betreffen. Durch die Verengungen der Adern nimmt die Blutzufuhr der Schwellkörper ab und verhindert somit eine Erektion.

Schwangere Frauen, die rauchen, gefährden das ungeborene Kind. Durch den Tabakkonsum steigt die Gefahr für Frühgeburt und Wachstumsstörungen (Dystrophie). Außerdem ist eine erhöhte Kindssterblichkeit mit dem Rauchen assoziiert.

Passivrauchen

Regelmäßiges Passivrauchen führt wie Aktivrauchen zu einer Vielzahl von Erkrankungen:

  • Krebs: Lungenkrebs, Brustkrebs
  • Herzerkrankungen
  • Schlaganfall
  • Atemwege: Reizung der Schleimhäute, Atemwegserkrankungen, Asthma
  • Kinder: Asthma, Bronchitis, Mittelohrentzündung
  • Säuglinge: geringeres Geburtsgewicht, plötzlicher Kindstod (SIDS = sudden infant death syndrome)

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.04.2018
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