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Heilung der Rosazea

Einleitung

Die Rosazea oder Rosacea ("Kupferrose"), früher auch Acne rosacea genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung.

Erste Symptome, wie Rötungen der Nase in Stresssituationen, treten oft schon im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf, manifest wird die Erkrankung jedoch meist ab dem 50. Lebensjahr.

Typisch sind fleckige, mitunter schuppende Rötungen oder Schwellungen der Gesichtshaut, vor allem im Bereich der Nase.

Insbesondere bei Männern treten im Verlauf Wucherungen der Nase auf, was als Knollen-, Blumenkohl-, oder Pfundsnase (lat. Rhinophym) bezeichnet werden.

Ursachen

Der Ursprung der Rosazea ist bis heute weitgehend unbekannt.

Diskutiert wird derzeit eine Entstehung aufgrund mehrerer Faktoren, wie zum Beispiel eine Funktionsstörung der Gefäßversorgung des Gesichts, Entzündungen und Störungen des Immunsystems. Auch ist ein Zusammenhang zu Helicobacter pylori (einem Bakterium, welches Magengeschwüre verursachen kann) und Haarbalgmilben möglich.

Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.

Therapie

Wird die Rosazea frühzeitig erkannt und behandelt, kann häufig ein günstiger Verlauf erzielt und eine starke Veränderung der Haut vermieden werden. Eine vollständige Heilung ist bis heute nicht möglich.

Zu den drei Ebenen der Therapie gehören sowohl die medikamentöse Therapie, Entspannungsverfahren und soweit möglich das Vermeiden von Auslösefaktoren.

Medikamente

In leichten bis mittelschweren Stadien der Erkrankung ist oft eine äußerliche Behandlung ausreichend. Hierfür stehen Antibiotika-haltige Salben (beispielsweise mit Metronidazol) oder Salben mit Azelainsäure zur Verfügung. Antibiotika scheinen hierbei vor allem eine entzündungshemmende Wirkung zu haben.

Die orale Verabreichung von Antibiotika, also in Form von Tabletten, wird erst bei schweren Ausprägungen der Krankheit angewendet, da mit dieser stets Nebenwirkungen verbunden sind. So ist eine Veränderung des Gleichgewichts der Darmflora nicht unüblich, was mit Verdauungsstörungen einhergehen kann.

Isotretinoin stellt unterstützend zur Antibiotikatherapie eine weitere Option dar. Dieses natürliche Insektengift zeigt gute Wirkung gegen Haarbalgmilben, geht jedoch mit einigen Nebenwirkungen einher. Vor allem Reizungen der Haut, Schleim- und Bindehaut, ebenso wie Kopfschmerzen und Leberfunktionsstörungen treten häufig auf. Leichte Depressionen sind ebenfalls möglich.
Aufgrund seiner potentiell schädigenden Wirkung auf das ungeborene Kind, ist der Ausschluss einer Schwangerschaft vor der Anwendung zwingend notwendig.

Im Dezember 2013 erfolgte in der EU zudem die Zulassung von Brimonidin in Form eines Gels zur Anwendung bei Rosazea.

Weiterhin scheint die Eradikation von Helicobacter pylori durch eine typische Kombination von 3 Medikamenten zur Verbesserung der Rosazea zu führen.

Cortison-haltige Medikamente sind hingegen ungeeignet, da sie zu einer Verschlimmerung der Symptomatik führen.

Alternative Therapiemöglichkeiten

Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie werden eine Reihe von alternativen Therapien und entspannenden Tätigkeiten empfohlen.

Hierzu zählen ausreichend Schlaf, Spaziergänge in der Natur und subjektiv als entspannend empfundene Musik. Yoga, autogenes Training und Lymphdrainagen in Form von sanften Massagebewegungen an Stirn, Wange und Nase werden ebenfalls oft als hilfreich empfunden.

Einige Patienten berichten auch über die positiven Effekte durch die Auftragung von Heilerde als Gesichtsmaske, was mit einer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung begründet wird.

Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist von Bedeutung. Allgemeine Ernährungsempfehlungen wie die Reduzierung des Fleisch- und Zuckerkonsums, eine fettarme Ernährung, ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen und der reichliche Verzehr von Obst und Gemüse gelten auch hier.

Operative Behandlung

Eine dauerhafte Beseitigung der oberflächlich erweiterten Blutgefäße ist in einigen Fällen ebenfalls möglich. Hierbei werden diese durch eine Laserbehandlung verschlossen, woraufhin sie sich zurückbilden und nicht mehr sichtbar sind.

Das Rhinophym (Knollennase) kann durch die regelmäßige chirurgische Abtragung oder mittels eines CO2-Lasers therapiert werden.

Pflegetipps

Eine regelmäßige Reinigung der betroffenen Hautareale ist wichtig.

Diese sollte mit lauwarmem Wasser und nur unter Verwendung milder Reinigungsmittel durchgeführt werden. Das Abtrocknen des Gesichtes sollte vorsichtig erfolgen, beispielsweise durch sanftes Tupfen.

Ebenso wird von der Verwendung stark fettender oder parfümierter Pflegeprodukte abgeraten. Starke Sonneneinwirkung sollte vermieden werden. Ist dies nicht möglich, ist zumindest das Aufragen von Sonnenschutzmitteln mit Lichtschutzfaktor >20 obligatorisch. Das Auftragen leichter Make-Ups hat keinen negativen Effekt auf die Rosazea, wirkt sich aber sehr positiv auf die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen aus.

Auslösefakoren, die eine Rötung des Gesichts verursachen und sehr individuell sein können sollten ebenfalls gemieden werden.

Dazu zählen

  • Kaffee-, Tee- und Alkoholgenuss
  • stark gewürzte Speisen
  • ausgiebige Sonnenbäder.

Diese Faktoren können eine Verschlechterung der Symptomatik bewirken, und sollten gemieden oder zumindest reduziert werden.

Auslöser eines erstmaligen Auftretens können schließlich auch Stress und körperliche Anstrengung sein.

Da die Rosazea auch auf die Augen übergreifen kann und hier zu dauerhaften Schäden führen kann, wird eine regelmäßige Augenärztliche Kontrolle empfohlen.

Weiterführende Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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