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Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Einleitung

Zahnschmerzen während der Schwangerschaft werfen bei Schwangeren viele Fragen auf, über welche man sich vor dieser besonderen Situation wahrscheinlich noch keine Gedanken gemacht hat.

 

Um das Wohl des werdenden Kindes nicht zu gefährden, sollte man sich gut darüber informieren, was nun erlaubt ist und auf welche Mittel man doch lieber verzichten sollte.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Behandlung von Zahnschmerzen während der Schwangerschaft.

Können die Zahnschmerzen schädlich für das Baby sein?

Zahnschmerzen sind für die Mutter immer mit Stress verbunden und jeder Arzt rät allen Müttern, Stress in der Schwangerschaft so gut es geht zu meiden. Grund dafür ist, dass dauerhafter Schmerz dem Kind schaden kann und es stark negativ beeinflusst.

Da Zahnschmerzen häufig dauerhaft vorhanden sind, produzieren diese auch dauerhaften Stress und einen erhöhten Cortisolspiegel. Cortisol ist das Stresshormon, was wissenschaftlich bewiesen über einen längeren Zeitraum das Fruchtwasser der Mutter verändert, was einen negativen Einfluss auf die Kindesentwicklung hat. Dabei wird vermutet, dass der IQ von Kindern, die während der Schwangerschaft unter einem erhöhten Cortisolspiegel heranwuchsen, niedriger ist.

Weiterhin vermuten Forscher einen Zusammenhang zwischen psychischen und neuronalen Erkrankung bei den Kindern als Folge bei zunehmendem Stress der Schwangeren.

Daher gilt, bei der Erkenntnis der Schwangerschaft einen Checkup bei dem behandelnden Zahnarzt zu machen um alle Beschwerden zu beheben und behandlungsbedürftige Zähne vorab zu therapieren, damit gar nicht erst Zahnschmerzen entstehen können.

Begleiterscheinungen von Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Aufgrund der hormonellen Umstellung sind die Zähne durch die Begleiterscheinungen der Schwangerschaft beansprucht. Neben Zahnschmerzen errötet das Zahnfleisch, die Weichgewebe schwellen an und bei Nichtbehandeln können sich die Zähne lockern. Bei der täglichen Zahnpflege kann es durch die Veränderungen des Zahnfleisches zu vermehrten Zahnfleischblutungen kommen.

Auch das Schwangerschaftserbrechen, das viele Schwangere zwischen dem ersten und vierten Monat betrifft, beansprucht die Zähne zunehmend. Die Magensäure greift den Zahnschmelz an und kann bei zunehmender Belastung zu Erosion führen. Der Säureanteil löst dabei Teile des Schmelzes ab und der Zahn wird schlechter geschützt. Er kann überempfindlich bei thermischen Reizen wie kalten Nahrungsmitteln sein.

Weiterhin verändert sich durch die Hormonumstellung auch der Speichel, sodass die Pufferwirkung von Säuren abnimmt. Dadurch kann sich leichter Karies bilden und ausbreiten und Schmerzen können sich an den Zähnen steigern. Für Schwangere ist die Schmerzempfindung verändert, sodass Schmerzen heftiger empfunden werden und der Spiegel des Stresshormons Cortisols ansteigen, die einen Nachteiligen Effekt auf das Ungeborene haben können.

Was sollte bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft beachtet werden?

Schon bei der Diagnostik der Zahnschmerzen ergeben sich Besonderheiten. Bei der Röntgendiagnostik beträgt die Strahlenbelastung im Beckenbereich, bei korrekt durchgeführtem Strahlenschutz, nur 0,1 - 1 pGy. Dies entspricht zwar der normalen Hintergrundstrahlung, bei Schwangeren Patientinnen im 1. Trimenon sollte jedoch nur bei zwingender Indikation eine Röntgendiagnostik durchgeführt werden, um jegliche Folgen für den Embryo ausschließen zu können.
Die Schwangerschaft gliedert sich in drei Trimenone.

  • Das erste Trimenon gilt als "vulnerable Phase". Hier ist der Embryo am empfindlichsten, da zu dieser Zeit die Organe angelegt werden.
  • Der 2. Trimenon gilt als stabilste Phase und ist für zahnärztliche Behandlungen am besten geeignet.
  • Im 3. Trimenon ist eine mögliche Gefahr, das Auftreten von vorzeitigen Wehen, welches hier vor allem die Wahl des Betäubungsmittels beeinflusst.

Behandlung

Im Bezug auf die Medikamentenverordnung durch den Zahnarzt, sollte bei längerer Verordnungsdauer Rücksprache mit dem behandelnden Gynäkologen gehalten werden.

Während des 1. Trimenon sollte auf die Einnahme von Aspirin verzichtet werden, da es die Gefahr für Blutungen erhöht und beim Embryo zum vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus Botalli führen kann. Opioide können zu Atemverlangsamung und zur Abhängigkeit des Neugeborenen führen und sind somit während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Verhalten in der Stillzeit

 

Antibiotika können solange es die Therapie verlangt eingenommen werden. Hier gelten Antibiotika vom Typ wie z.B. Penicilin, Amoxicilin oder Cepahlospoein als sicher während der Schwangerschaft.

Zahnschmerzen in der Schwangerschaft sollten am besten mit Paracetamol behandelt werden, dies gilt in der Schwangerschaft als am verträglichsten.

Bei Unverträglichkeit steht Ibuprofen als Alternative zur Verfügung. Aspirin mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS 100) ist in der Schwangerschaft aufgrund der oben beschriebenen Nebenwirkungen kontraindiziert.

Lesen Sie mehr zum Thema: Medikamente während der Schwangerschaft

 

Während der Behandlung bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft sollte auch die Lagerung der Patientin beachtet werden. Bei fortgeschrittener Schwangerschaft sollte die Patientin möglichst in einer Linksseitenlagerung behandelt werden. Da dies meist auf zahnärztlichen Stühlen nicht möglich ist, sollte in leichter Rechtslage behandelt werden, um eine Blutstauung zu vermeiden.

Amalgamfüllungen sollten während der Schwangerschaft nicht entfernt werden, sofern es vermeidbar ist. Sofern nicht vermeidbar, sollte Amalgam unter Verwendung eines Kofferdams entfernt werden.

Zahnschmerzen in der Schwangerschaft werden sofern sie nicht vorhersehbar waren (z.B. länger bestehende Karies, Wurzelreste) oft durch eine Pulpitis/ Zahnmarkentzündung ausgelöst.
Die Therapie der Wahl ist hier eine Wurzelkanalbehandlung. Dies ist auch während einer Schwangerschaft durchführbar, sodass in den meisten Fällen eine Schmerzfreiheit erreicht werden kann. Es gilt jedoch, dass der/die Behandler/in die besondere Situation der Patientin berücksichtigen muss und somit bei lang andauernden Behandlungen Pausen einkalkulieren sollte.

Die Behandlung sollte möglichst schmerzlos und stressfrei für die Patientin sein um eine möglichst geringe Beeinflussung des Herz-Kreislaufsystems zu erreichen.
Alle größeren oder länger andauernden Behandlungen sollten sofern möglich in die Zeit nach der Schwangerschaft verschoben werden.

Paracetamol bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Die meisten Schmerzmittel dürfen sowohl während der Schwangerschaft, als auch in der anschließenden Stillzeit nicht eingenommen werden. Grund dafür ist eine mögliche Schädigung des kindlichen Organismus. Einige Schmerzmittel sind sogar dazu in der Lage einen wichtigen Umgehungsweg des embryonalen Blutkreislauf (Ductus botalli) vorzeitig zu verschließen. Auch die Hemmung der Wehentätigkeit ist eine typische Nebenwirkung vieler Schmerzmittel.

Bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft gilt bislang Paracetamol als Schmerzmittel der Wahl. Der Wirkstoff darf aus ärztlicher Sicht während der gesamten Schwangerschaft eingenommen werden. Die Anwendung von Paracetamol sei lediglich in den letzten Tagen vor dem errechneten Geburtstermin zu unterlassen. Außerdem sollte eine maximale Tagesdosis von 500 bis 1000mg während der Schwangerschaft nicht überschritten werden.

Darüber hinaus empfehlen Ärzte die Einnahme an nicht mehr als zehn Tagen pro Monat der Schwangerschaft. Auch wenn eine Beeinflussung des kindlichen Organismus während der Einnahme von Paracetamol wesentlich unwahrscheinlicher ist als bei anderen Schmerzmitteln, sollte jede Anwendung vorher mit einem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden.

Vollkommen unbedenklich ist die Einnahme von Paracetamol bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft nämlich nicht. Neusten Studien aus Skandinavien, England und Nordamerika zu Folge sei die Anwendung von Paracetamol auch bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft nicht zu unterschätzen.
Höhere Dosierungen des Wirkstoffs Paracetamol sollen Nebenwirkungen wie Bluthochdruck hervorrufen.

Des Weiteren ließen sich vermehrte Fälle von Leberschädigungen und Hodenfehllagen mit der Einnahme von Paracetamol in Verbindung bringen. Als Folge der Hodenfehllage könnte die spätere Zeugungsfähigkeit des Kindes eingeschränkt sein. Auch das Risiko der Entwicklung von Hodentumoren werde durch die Fehlbildung entscheidend beeinflusst. Patientinnen sollten aus diesem Grund auch bei akuten Zahnschmerzen während der Schwangerschaft im Umgang mit Paracetamol Vorsicht wallten lassen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Paracetamol in der Schwangerschaft

Ibuprofen gegen Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Ibuprofen ist in der Schwangerschaft äußerst umstritten, da es nur im ersten und zweiten Drittel (Trimenon) der Schwangerschaft eingenommen werden darf. Im dritten Trimenon darf Ibuprofen nicht eingenommen werden, da es den Ductus botalli des Ungeborenen vorzeitig verschließt. Dieser ist eine Gefäßverbindung von Lungenschlagader und Aorta des Ungeborenen, der sich erst nach der Geburt verschließt.

Vor allem ab der 30. Schwangerschaftswoche ist von Ibuprofen abzuraten, da es eine wehenhemmende Wirkung hat. Weiterhin kann die Einnahme von Ibuprofen ab dem dritten Trimenon auch zu Nierenschäden des Babys führen. Als Schmerzmedikament der Wahl in der Schwangerschaft gilt Paracetamol. Eine Einnahme jeglicher Schmerzmedikamente während der Schwangerschaft sollte allerdings mit dem behandelnden Gynäkologen abgesprochen werden.  

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Ibuprofen in der Schwangerschaft

Alternative Schmerzmittel für Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Arnika gehört wohl zu den bekanntesten alternativen Schmerzmitteln. Neben der Anwendung bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft eignet sich dieses alternative Schmerzmittel auch zur Linderung von Rücken- und Gelenkbeschwerden.

Darüber hinaus lassen sich auch Blutergüsse und Schwellungen durch die Einnahme des alternativen Schmerzmittels Arnika effektiv behandeln. Der klare Vorteil dieses homöopathischen Arzneimittels liegt demnach in seiner vielfältigen Anwendbarkeit. Arnika eignet sich in Form von kleinen Kügelchen zur inneren Anwendung, kann aber auch als Lösung äußerlich genutzt werden. Bei leichten Zahnschmerzen während der Schwangerschaft genügt es in vielen Fällen bereits die Mundhöhle mehrmals täglich mit einer Wasser-Arnika-Lösung auszuspülen.

Starke Zahnschmerzen während der Schwangerschaft können durch die orale Einnahme dieses alternativen Schmerzmittels gelindert werden. Arnika kann ohne Bedenken bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen eingesetzt werden. Auch die Anwendung während der Schwangerschaft ist vollkommen unbedenklich. Ein weiteres alternatives Schmerzmittel das bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft eingenommen werden kann ist Ingwer. Die Wirksamkeit des Ingwers liegt dabei vor allem in seinen entzündungshemmenden Eigenschaften.

Hausmittel gegen Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Gerade während der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Schmerzmitteln, unabhängig davon um welchen Wirkstoff es sich handelt, auf ein Minimum reduziert werden. Aus diesem Grund sollte die Nutzung von Hausmitteln bei akut auftretenden Zahnschmerzen während der Schwangerschaft ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Die beliebtesten Hausmittel zur Behandlung von Zahnschmerzen während der Schwangerschaft sind Zwiebeln, Salzlösungen, Gewürznelken und Kamille. Darüber hinaus erweisen sich alkoholische Lösungen, Teebaumöl und Kräuterdämpfe als besonders hilfreich bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft.

Die Wahl des am besten geeignetsten Hausmittels richtet sich dabei vor allem nach der Intensität und der Qualität der vorliegenden Zahnschmerzen. Auch die Ursache für die Entstehung der Beschwerden sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Währende sich entzündungsbedingte Zahnschmerzen beispielsweise durch das Aufbeißen auf Gewürznelken effektiv lindern lassen, nehmen die Beschwerden bei nervös bedingten Schmerzen in der Regel eher zu.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Hausmittel bei Zahnschmerzen

Homöopathie bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft

Homöopathie kann in der Schwangerschaft angewendet werden ohne Bedenken haben zu müssen, dass das Ungeborene geschädigt werden kann. Bei Zahnschmerzen haben sich die Globuli Chamoilla, Calcium carbonicum und Kreosotum in der Stärke D6 bis D12 bewährt. Dabei ist wichtig die spezifischen Beschwerden mit den optimalen Globuli zu behandeln. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Zahnarzt und Heilpraktiker kann dabei hilfreich sein, um die passende Medikation und Stärke zu erwählen.

Ist eine lokale Betäubung in der Schwangerschaft möglich?

Es ist durchaus möglich eine örtliche Betäubung während der Schwangerschaft zu erhalten, dafür muss allerdings darauf geachtet werden, dass nur bestimmte Lokalanästhetika verwendet werden dürfen, um das Ungeborene nicht zu schädigen. Dabei werden nur Lokalanästhetika benutzt, die eine hohe Proteinbindungsrate haben, was bedeutet, dass nur Spuren davon in den Blutkreislauf geraten und der größte Anteil an Proteine gebunden bleibt. Dadurch kann nur ein sehr geringer Teil überhaupt in den Blutkreislauf gelangen und das Ungeborene überhaupt erreichen.

Ein hoher Adrenalinzusatz sollte vermieden werden. Lokalanästhetika mit Noradrenalin, Octapressin oder Felypressin sind nicht angezeigt, da sie frühzeitige Wehen auslösen können und werden daher in Schwangerschaft nicht verwendet.

Zu den in der Schwangerschaft nutzbaren Lokalanästhetika zählen Articain und Bupivacain. Trotzdem gilt der erste Trimenon, das erste Drittel der Schwangerschaft, als anfälligste Phase für Mutter und Kind, in denen zurückhaltend mit Medikationen und zahnärztlichen Behandlungen vorgegangen werden soll. Der zweite Trimenon gilt als stabilste Phase der Schwangerschaft (ab dem 4ten Monat), in der am ehesten Eingriffe an den Zähnen stattfinden sollten.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Lokalanästhetika in der Schwangerschaft

Teebaumöl

Bislang gibt es keinerlei Studien und wissenschaftliche Evidenz, ob die Anwendung von Teebaumöl bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft für das Ungeborene komplett unbedenklich ist. Allerdings ist bei einer Behandlung in der Mundhöhle durch Gurgeln und Spülen nicht mit einer erhöhten Konzentration in der mütterlichen Blutbahn zu rechnen, da das verdünnte Öl dieses nur in Spuren erreicht. Vor Anwendung sollte allerdings eine Abklärung mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Können Zahnschmerzen ein Schwangerschaftsanzeichen sein?

Die Gewebe werden in der Schwangerschaft weicher, weshalb sich leichter Entzündungen in der Mundhöhle entstehen können, die als Schwangerschaftsanzeichen deuten kann. Bedingen diese Entzündungen Schmerzen an den Zähnen, so sind die Beschwerden eine Folge der Veränderungen in der Schwangerschaft. Da Zahnfleisch- oder Zahnbettentzündungen wie die so genannte Schwangerschaftsgingivitis sich für den Betroffenen häufig wie generalisierte Zahnschmerzen anfühlen, können diese Beschwerden als Schwangerschaftsanzeichen gedeutet werden.

Trotzdem sind Zahnschmerzen an einem bestimmten Zahn oder einer Gruppe nie ein Anzeichen für eine Schwangerschaft und auch nicht jede entzündliche Erkrankung in der Mundhöhle ein Grund zur Aufregung. Wenn man sich ganz sicher sein möchte, sollte der behandelnde Gynäkologe aufgesucht werden, um einen Schwangerschaftstest anfertigen zu lassen. Weiterhin sollte ebenfalls der Zahnarzt aufgesucht werden um die Beschwerden zu lindern und die Ursache der Schmerzen zu therapieren. Denn die alte Volksweisheit, dass pro Schwangerschaft ein Zahn verloren wird, muss definitiv nicht gelten.

Zusammenfassung

Bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten, da nicht jedes gängige Schmerzmittel oder Hausmittel eingenommen werden kann, um Schädigungen von Kind und Mutter zu vermeiden. Paracetamol ist in diesem Fall das Schmerzmittel der Wahl. Durch ausreichende klinische Erfahrungen und der weiten Verbreitung, ist es niedrig dosiert, nicht kombiniert mit anderen Medikamenten und in Absprache mit dem Arzt, bei Zahnschmerzen während der Schwangerschaft und während der Stillzeit einzunehmen.

Paracetamol ist placentagängig und die Fremdstoffe kann der Fetus nur bedingt abbauen, weshalb von einer Überdosierung oder längeren Einnahme abzuraten ist. Ibuprofen kann bis zur 28. Schwangerschaftswoche eingenommen werden. Aspirin sollte nicht eingenommen werden, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, da es dadurch zu einem Verschluss eines wichtigen Gefäßes kommen kann.

Diclofenac sollte auch nicht im letzten Schwangerschaftsdrittel eingenommen werden, da es,wie andere schmerzhemmende Wirkstoffe, die Wehen hemmen kann.

Celecoxib oder Etoricoxib sollten aufgrund mangelnder Erfahrungen nicht eingesetzt werden. Natürlich können auch die bekannten Hausmittel verwendet werden, die meist unterstützend zur Schmerzlinderung beitragen. Nelken oder das daraus gewonnen Öl jedoch nicht, da es vorzeitige Wehen auslösen kann.

In jedem Fall ist aber Rücksprache mit einem Arzt notwendig, um nachfolgende Schäden für das Ungeborene zu vermeiden.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.01.2019
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