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Chronische Erkältung

Was ist eine chronische Erkältung?

Eine gewöhnliche Erkältung kennt jeder. Im Normalfall heilt sie innerhalb weniger Tage wieder aus. Manchmal kann eine Erkältung allerdings auch über einen längeren Zeitraum andauern. Die Gefahr hierfür besteht vor allem dann, wenn eine Erkältung nicht richtig auskuriert wurde.

Bei einer chronischen Erkältung bestehen die typischen Symptome einer Erkältung entweder über einen Zeitraum von mehreren Wochen am Stück oder aber es kommt innerhalb kürzester Zeit nach einem Infekt zu immer wieder auftretenden Krankheitsepisoden.

Ursachen

Eine chronische Erkältung kann vor allem dann entstehen, wenn ein Infekt nicht vollständig auskuriert wurde. Ausreichende Schonung ist wichtig, damit der Körper die Krankheitserreger effektiv bekämpfen kann. Auch verschiedene Mittel wie Nasenduschen, Nasensprays oder Inhalationen können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. In der Regel heilt eine Erkältung allerdings auch von sich aus. Auf keinen Fall sollte man eine Erkältung verschleppen, also trotz Infekt keine Pause einlegen und sich schonen.

Neben nicht ausreichender Schonung gibt es eine Reihe an weiteren möglichen Ursachen für eine chronische Erkältung. Rauchen reizt die Atemwege. In Verbindung mit anderen Faktoren und Krankheitserregern kann so ein chronischer schleimiger Husten entstehen.

Eine Allergie kann Symptome einer Erkältung nachahmen und über einen längeren Zeitraum anhalten. Zudem kann es natürlich auch zu einer Kombination aus Allergie und Erkältung kommen, was die Heilung möglicherweise stört. Neben äußeren Faktoren spielt auch die Aktivität des Immunsystems eine Rolle für die Entstehung einer chronischen Erkältung. Schwächen des Immunsystems können viele Ursachen haben. Sie reichen von einem Vitaminmangel über chronischen Stress bis hin zu schweren Krankheiten wie AIDS.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite: Ursachen einer Erkältung sowie Verlauf einer Erkältung

Stress

Stress spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von chronischen Erkältungen. Zum einen verhindert Stress häufig, dass man sich die nötige Zeit nimmt, um einen Infekt vollständig auszukurieren. So kommt es leicht zu einem „Verschleppen“ der Erkältung. Durch die mangelnde Schonung kann der Körper eine Infektion möglicherweise nicht mehr ausreichend bekämpfen, sie wird chronisch. Stress, der über einen längeren Zeitraum anhält, hat einen Einfluss auf den Schlaf, das Hormonsystem und eine Reihe anderer Dinge wie Ernährung oder Aktivität. All diese Dinge beeinflussen das Immunsystem in seiner Effektivität. Außerdem hat Stress einen direkten Einfluss auf die Immunantwort.

Allergie

Nicht immer muss eine Infektion Ursache einer chronischen Erkältung sein. Auch eine Allergie  kann typische Erkältungssymptome wie eine verstopfte Nase oder tränende Augen verursachen. Der Körper erkennt eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt als gefährlich und reagiert entsprechend. Eine Allergie hält für gewöhnlich so lange an, wie der Körper diesen Stoffen ausgesetzt ist. Damit können Allergien sehr lange andauern und als chronische Infektion missverstanden werden. Die Diagnose einer Allergie kann im Normalfall über einen einfachen Hauttest beim Arzt gestellt werden. Auch Husten ist eher untypisch für eine Allergie.

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Symptome einer chronischen Erkältung

Die klassischen Erkältungssymptome kennt eigentlich jeder. Die Krankheitserreger dringen in den Körper ein und setzen sich fest. Kurz danach kommt es zu den ersten Symptomen, welche auch davon abhängen, wo sich die Erreger festgesetzt haben. Häufig beginnt eine Erkältung mit einem Kratzen im Hals, einem leichten Husten oder einer verstopften Nase. Später kommt es zu den restlichen Symptomen, wie Krankheitsgefühl, Halsschmerzen, Fieber oder stärkerem Husten.

Eine chronische Erkältung erkennt man vor allem an der Erkrankungsdauer. Sie kann über Wochen oder sogar Monate anhalten. Dabei können die Symptome deutlich schwächer sein als bei einer akuten Erkältung. Es kann auch zu einem „Verschleppen“ der Krankheitserreger kommen. Der Körper hat nicht die Zeit, um alle Krankheitserreger abzutöten, so dass die Erkältung immer wieder ausbrechen kann. Auch eine Serie von kurz aufeinanderfolgenden Erkältungen kann deshalb als chronische Erkältung angesehen werden.

Therapie

Eine chronische Erkältung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie schwerwiegende Erkrankungen wie eine Herzmuskelentzündung nach sich ziehen kann.

Für die Behandlung sind häufig einfache Maßnahmen ausreichend. Wichtig ist schon in der akuten Phase einer Erkältung auf ausreichend Schonung zu achten. Im Normalfall wird das Immunsystem mit den Krankheitserregern fertig. Eine ausreichende Trinkmenge kann unterstützend wirken. Auch wenn eine Erkältung bereits chronisch geworden ist, gilt es, den Körper zu schonen, damit dieser die Krankheitserreger effektiv bekämpfen kann. Außerdem hilft es, auf ausreichende Hygiene zu achten. So sollte man verwendete Taschentücher sofort in den Müll werfen und nicht mehrfach verwenden.

Wärme kann die Durchblutung der Schleimhäute verbessern und somit die Krankheitsabwehr verbessern. Vor allem kalte Füße sollte man vermeiden. Durch die Ernährung sollte man mit allen nötigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt sein, da sonst das Immunsystem geschwächt ist. Vor allem bei einer chronischen Erkältung wird ein Arztbesuch dringend empfohlen. Dies ist nicht nur für die Therapie einer chronischen Erkältung wichtig, sondern auch, um Ursachen für die Erkrankung festzustellen.

Lesen Sie auch: Therapie einer Erkältung sowie Inhalieren bei einer Erkältung

Homöopathie

Die Homöopathie ist in der Medizin aus verschiedenen Gründen stark umstritten. Hauptursache hierfür ist, dass bis heute kein eindeutiger Nachweis für ihre Wirksamkeit erfolgen konnte. Auch ihr Wirkmechanismus ist naturwissenschaftlich nicht zu erklären. Möchte man seine Behandlung durch homöopathische Mittel unterstützen, so stehen eine Reihe an Präparaten von verschiedenen Herstellern zu Verfügung. Da die enthaltenen Substanzen im Normalfall stark verdünnt sind, sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. Trotzdem ersetzt eine Selbstbehandlung mit homöopathischen Präparaten nicht den Arztbesuch und ausreichende Schonung.

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Dauer

Damit eine Erkältung als chronisch bezeichnet werden kann, muss sie bereits über mehrere Wochen anhalten. Wie lange die Erkrankung andauert, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine chronische Erkältung kann klare Gründe wie etwa eine Immunschwäche haben. So lange eine solche Ursache weiterbesteht, kann auch die chronische Erkältung anhalten. Vor allem, wenn eine chronische Erkältung nicht therapiert wird und ihre Ursachen nicht gefunden und bekämpft werden, kann die Krankheit über einen sehr langen Zeitraum hinziehen.

Mehr hierzu: Dauer einer Erkältung und Superinfektion

Prognose

Die Prognose einer chronischen Erkältung hängt auch von ihren Ursachen ab. Häufig handelt es sich hierbei um leicht verhinderbare Dinge wie übermäßigen Stress, Schlafmangel, mangelnde Hygiene oder ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie bestimmten Vitaminen und Spurenelementen. Lassen sich diese Ursachen finden und abstellen, so sollte auch eine chronische Erkältung folgenlos ausheilen.

Aber auch schwerwiegende Krankheiten wie AIDS oder Therapien, welche das Immunsystem unterdrücken, können Ursache für eine chronische Erkältung sein. In diesem Fall kann die Prognose deutlich schlechter sein. Eine genaue Diagnostik bei chronischer Erkältung ist deshalb wichtig.

Diagnose

Als Erkältung bezeichnet man allgemein eine Infektion der Atemwege, vor allem die Nasenschleimhaut und der Hals sind betroffen. Die Diagnose erfolgt in der Regel vor allem anhand der typischen Symptome. Bei einem normalen Verlauf klingen die Erkältungssymptome nach einer bis zwei Wochen ab. Die Diagnose einer chronischen Erkältung kann gestellt werden, wenn die Erkrankung über einen Zeitraum von mehreren Wochen bestehen bleibt. Auch möglich ist eine immer wieder auftretende Erkältung über einen längeren Zeitraum, welche ein Hinweis auf eine Immunschwäche sein kann.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 30.01.2019
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