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Akute Knieschmerzen

Einleitung

Das Kniegelenk ist insgesamt sehr anfällig für Verletzungen und Beschwerden. Aufgrund der hohen Gewichtsbelastung durch das Körpergewicht allein, sowie durch Beanspruchungen in vielen Sportarten, sind Knieprobleme und akute Knieschmerzen keine Seltenheit. Akute Schmerzen treten häufig plötzlich auf und werden meist durch eine Überbelastung oder einem Unfall ausgelöst. 
Hier finden Sie zunächst eine Übersicht über nicht unfallbedingte Ursachen aktuer Knieschmerzen. Unmittelbar durch Unfälle ausgelöste Ursachen finden Sie an entsprechender Stelle weiter unten im Text.  

Nicht unfallbedingte Ursachen

Zu den nicht unfallbedingten Ursachen akuter Knieschmerzen zählen unter anderem: 

  • Rheumatische Erkrankungen 
  • Aktivierte Arthrose 
  • Gichtanfall 
  • Psoriasisarthritis
  • Patellaspitzensyndrom
  • Plicasyndrom
  • Borreliose 

Im Folgenden finden Sie eine kurze informative Beschreibung zum jeweiligen Krankheitsbild. 

Ursachen aus dem rheumatischen Formenkreis

Unter der Bezeichnung „rheumatischer Formenkreis“ sind zahlreiche unterschiedliche Erkrankungen zusammengefasst, die Schmerzen und Einschränkungen im menschlichen Bewegungsapparat zur Folge haben. Rheumatische Erkrankungen können autoimmun-, verschleiß- oder stoffwechselbedingt sein oder zahlreiche andere Ursachen haben.

Entzündliche Erkrankungen, wie die Arthritis zählen genauso zu den rheumatischen Erkrankungen wie chronische Schäden bei einer Arthrose. Das Knie ist besonders häufig von Arthrosen, Gelenksentzündungen, Gicht, Sehnenentzündungen oder Bindegewebserkrankungen betroffen. So unterschiedlich wie die Erkrankungen sind, so vielseitig gestalten sich die Therapien. Während einige Erkrankungen mit physikalischer Therapie ausreichend behandelt werden können, müssen bei autoimmunbedingten Erkrankungen oft immununterdrückende Medikamente verordnet werden.

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Aktivierte Arthrose

Bei der Arthrose handelt es sich um eine chronische und irreversible Erkrankung eines Gelenks. Das Kniegelenk ist häufig von Arthrose betroffen. An der Entstehung der Arthrose sind vor allem Übergewicht, belastende Sportarten, Vorschädigungen durch Verletzungen, Operationen und das hohe Alter beteiligt. Der Gelenkknorpel kann sich durch jahrelange Belastungen abnutzen und schmaler werden. Er kann sich nicht wiederherstellen, weshalb die Arthrose therapeutisch nur aufgehalten werden kann.

In einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung erfahren die Gelenkflächen eine so hohe Belastung, dass es zu Entzündungszeichen mit Rötung, Schwellung, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen kommen kann. Dabei spricht man von einer aktivierten Arthrose. Typisch ist der sogenannte „Anlaufschmerz“ zu Beginn einer Bewegung. Nach kurzer Zeit kann der Schmerz sogar in Ruhe auftreten. Die aktivierte Arthrose wechselt sich häufig mit der ruhenden Arthrose ab, die durch ein Abklingen der Entzündung und einen Rückgang der Symptome gekennzeichnet ist.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Kniearthrose

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Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Lumedis - Ihre Orthopäden
    Kaiserstraße 14
    60311 Frankfurt am Main

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Leider ist eine Terminvereinbarung aktuell nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich hoffe auf Ihr Verständnis!
Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Dr. Nicolas Gumpert

 

Gichtanfall

Ein plötzlicher Gichtanfall kann eine häufige Ursache akuter und hochschmerzhafter Kniebeschwerden sein. Gichtanfälle sind in der Bevölkerung weit verbreitet und können in verschiedenen Gelenken zu Schmerzen führen. Dahinter steckt ein erhöhter Harnsäurespiegel, der aufgrund von Stoffwechselprozessen oder durch einseitige und falsche Ernährung auftreten kann.

Harnsäure kann im Blut bis zu einer gewissen Menge kompensiert und gelöst sein. Bei erhöhten Mengen hingegen bildet der Körper aus der überschüssigen Säure Harnsäurekristalle, die im Körper zirkulieren und sich in Gelenken absetzen können. In den meisten Fällen ist das Großzehengrundgelenk betroffen, aber auch das Knie ist keine seltene Lokalisation.

Neben einem intensiven akuten Schmerz, kann es zu Schwellungen, Knotenbildungen, Fieber, Übelkeit und Juckreiz kommen. Die Harnsäurewerte können in einem akuten Anfall medikamentös gesenkt werden, langfristig sollte jedoch die Ernährung auf purinarme Kost umgestellt werden.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Gichtanfall

Psoriarisarthritis

Die Psoriasis ist eine chronische Erkrankung der Haut. Sie wird auch als Schuppenflechte bezeichnet. Primär macht sich die Psoriasis durch entzündliche, rote, juckende Schuppungen der Haut bemerkbar. Eine Komplikation dieser Hauterkrankung kann jedoch eine Arthritis (Gelenkentzündung) sein. Diese sogenannte „Psoriasisarthritis“ fällt als schmerzhafte und fortschreitende Gelenkentzündung auf, die sämtliche kleine und große Gelenke des Körpers betreffen kann.

Neben dem Knie ist häufig auch die Wirbelsäule betroffen. Unbehandelt kann die Gelenksentzündung langwierige Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Versteifungen der Gelenke und damit eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität zur Folge haben. Als Ursache für akute Knieschmerzen ist die Psoriasisarthritis ein eher seltenes Krankheitsbild, diagnostisch sollte sie allerdings langfristig in Betracht gezogen werden.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Psoriarisarthritis

Patellaspitzensyndrom

Mit der Patella wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft nur die Kniescheibe gemeint, doch auch die Sehne des Quadrizeps-Muskels, die über die Kniescheibe zieht und an der Streckung im Knie beteiligt ist, heißt Patellasehne. Die Patellasehne setzt am oberen Bereich des Schienbeins an und damit nur knapp unterhalb des Knies. Bestimmte Bewegungen, Sportarten oder Überlastungen im Kniegelenk können zu einer chronischen Reizung der Sehne in ihrem Ansatz am Schienbein führen. Dadurch kann die Sehne entzündlich reagieren und zu Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Insbesondere Sportarten, die mit schnellen Beschleunigungen, Abbremsungen und Sprüngen zu tun haben, prädestinieren für ein Patellaspitzensyndrom. Die wichtigste Therapiemaßnahme besteht darin, das Kniegelenk zu schonen und langfristig stark beanspruchende Bewegungen zu reduzieren.

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Plicasyndrom

Bei der sogenannten „Plica“ handelt es sich um einen kleinen Teil der inneren Gelenkkapsel, die in der Embryonalentwicklung des Menschen entsteht und das Kniegelenk in zwei Bereiche teilt. Normalerweise bildet sich die Plica im Kindesalter zurück, oft können aber Teile zurückbleiben, die sich unterhalb der Knieschiebe mitten im Gelenk befinden. 

Oft verursachen diese Plicarückstände keine Beschwerden, bei besonders belastenden sportlichen Aktivitäten können allerdings Beschwerden auftreten. Die Plica kann sogar so stark am Knorpel reiben, dass es langfristig zu einem frühen Gelenkverschleiß kommt. Mit einer Schonung kann die aktuelle Entzündung zwar abklingen, langfristig hilft jedoch oft nur eine kurze Operation im Rahmen einer Gelenkspiegelung.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Plicasyndrom

Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die unbehandelt mit verschiedenen unterschiedlichen Krankheitsbildern einhergehen kann. Die dafür ursächlichen Borrelien werden vor allem durch Zeckenbisse übertragen. Anfänglich kommt es zu einer sehr typischen sogenannten „Wanderröte“ um den Einstich. Dabei bildet sich ein roter Kreis um den Stich, der langsam nach außen wandert und größer wird.

Typische Erkrankungen, die durch eine Borreliose ausgelöst werden können, sind Hautknoten, eine Herzmuskelentzündung, ein Befall der Hirnhäute und Hirnnerven, Hauterkrankungen, sowie Gelenksentzündungen. Bei der sogenannten „Lyme-Arthritis“, die frühestens nach einigen Wochen bis Monaten auftritt, können mehrere Gelenke oder nur ein Gelenk von der Entzündung befallen sein. Das Knie ist dabei sehr häufig betroffen. Es kommt zu einer Entzündung der Gelenksflüssigkeit und einer Schwellung des Kniegelenks. Die akuten Schmerzen können variieren und schwanken.

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Unfallbedingte Ursachen

Zu den Ursachen akuter Knieschmerzen, die unmittelbar durch Unfälle ausgelöst werden, zählen unter anderem: 

  • Gelenkerguss
  • Hofftitis
  • Freier Gelenkkörper
  • Akute Bakerzyste
  • Hämatom im Knie
  • Kreuzbandriss
  • Meniskusriss
  • Seitenbandriss (Innen-/Außenband)
  • Knochenbruch
  • Kniescheibenluxation
  • Läuferknie

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Unternstehend folgt eine kurze informative Beschreibung zum jeweiligen Krankheitsbild. 

Gelenkerguss

Ein Erguss im Kniegelenk kann verschiedene Ursachen, Ausmaße und Symptome haben. Zunächst beschreibt das Wort „Erguss“ eine Flüssigkeitsansammlung, die aus Wasser, Eiter oder Blut gebildet werden kann. Dahinter stecken oft Ergüsse durch Entzündungen des Gelenks oder nach Reizungen durch freie Gelenkkörper, Bakerzysten oder das Plicasyndrom. Auch die Gicht kann nach der Ablagerung der Kristalle Flüssigkeitsansammlungen hervorrufen.

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Dem gegenüber stehen blutige Gelenkergüsse, die nach diversen Verletzungen des Knies auftreten. Therapeutisch muss an erster Stelle die Grunderkrankung behandelt werden, die zu dem Gelenkerguss führte. Große Ergüsse können zusätzlich mit einer Nadel punktiert werden. Damit können einerseits über die Untersuchung der Flüssigkeit die Diagnose gesichert werden, andererseits aber auch der Erguss entlastet und die Symptome reduziert werden. Kleinere Gelenkergüsse im Knie können sich selbst resorbieren, so dass eine Punktion nicht immer notwendig ist.

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Hoffitis

Der Name „Hoffitis“ verrät, dass es sich um eine entzündliche Veränderung des Hoffa-Fettkörpers im Knie handelt. Der Fettkörper liegt unterhalb der Kniescheibe und damit zwischen den 3 im Kniegelenk verbundenen Knochen. Nach kleineren Unfällen des Knies oder auch ohne erkennbare Ursache, kann der Fettkörper stark wachsen und anschwellen. Der Fettkörper verändert sich, wird entzündlich und derb und kann unangenehme Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk hervorrufen.

Freier Gelenkkörper

Ein freier Gelenkkörper wird auch als Gelenkmaus bezeichnet. Damit wird eine Struktur gemeint, die im Inneren des Kniegelenks liegt, frei beweglich ist und keine Funktion erfüllt. Dies können Teile des Knochens, Knorpels, der Gelenkkapsel aber auch andere Gewebeansammlungen sein. Ein freies Stück Gewebe im Gelenk muss keine Symptome verursachen, kann aber abhängig von seiner Lage und Größe extreme Beschwerden hervorrufen.

Einige Betroffene können bereits beim Sport und bei Alltagsaktivitäten starke Schmerzen im Knie verspüren, die durch Reizungen der Gelenkstrukturen zustande kommen. Bei zu starken Beschwerden kann der Gelenkkörper mithilfe einer Gelenkspiegelung entfernt werden.

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Akute Bakerzyste

Auch eine Bakerzyste kann ein zugrundeliegendes Krankheitsbild sein, das für akute Knieschmerzen verantwortlich ist. Bei einer Zyste handelt es sich um eine flüssigkeitsgefüllte Blase, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen des Körpers bilden kann. Häufig können Zysten über Jahre hinweg anwachsen und zunehmend Beschwerden hervorrufen.

Die Baker-Zyste liegt hinter dem Kniegelenk in der Kniekehle. Häufig gehen ihr kleinere Knieverletzungen oder Entzündungen voraus, die eine Bildung der Zyste erstmals verursachen. Insbesondere bei Beugungen des Knies kann es zu einem unangenehmen Druckgefühl in der Kniekehle, zu Schmerzen und einem Kribbeln im Unterschenkel kommen. Eine nachhaltige Therapie der Bakerzyste besteht in der Behebung des verursachenden Knieschadens.

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Hämatom im Knie

Ein Hämatom im Knie ist eine Sonderform des Gelenkergusses. Blutansammlungen entstehen immer als Folge der Verletzung kleinerer Blutgefäße im Inneren der Kniegelenkskapsel. In den meisten Fällen steckt eine Verletzung der inneren Gelenkstrukturen dahinter. Die häufigsten Verletzungen dieser Art sind Meniskusrisse, Seitenbandrisse, Kreuzbandrisse, Knochenbrüche am Knie und Verletzungen der Kniescheibe.

Bei der Behandlung muss zunächst die zugrundeliegende Verletzung behandelt werden. Größere Ergüsse müssen hingegen oft zusätzlich punktiert werden. Auch eine Gelenkspiegelung kann bei einem Bluterguss des Knies durchgeführt werden. Nachfolgende Eingriffe und Operationen am Knie können jedoch ihrerseits Hämatome hervorrufen. Das Hämatom selbst kann bereits zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen des Gelenks führen.

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Kreuzbandriss

Das menschliche Knie hat 2 Kreuzbänder, die sich zwischen den Gelenkflächen des Knies aufspannen und unter starker Spannung stehen. Sie sind maßgeblich an der Stabilität des Knies beteiligt und hemmen die Streckung und Rotation des Knies, sowie die Verschieblichkeit des Oberschenkels zum Unterschenkel.

Zu Kreuzbandrissen kommt es vor allem bei Sportunfällen ohne Fremdeinwirkung. Häufig ist die schnelle Rotation des Unterschenkels eine typische Krafteinwirkung, die zum Riss eines Kreuzbandes führt. Der akute Knieschmerz nach einem Kreuzbandriss kommt hauptsächlich durch den Bluterguss und die Spannung der Gelenkkapsel zustande. Das Hauptsymptom des Kreuzbandrisses selbst ist oft nur die Instabilität im Knie.

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Meniskusriss

Bei den Menisken handelt es sich um Knorpelscheiben, die im Gelenk für Stabilität sorgen, Bewegungen abfedern und die unebenen Gelenkflächen ausgleichen. Auch die Menisken eines Knies können, ähnlich wie die Kreuzbänder, bei Sportunfällen oder schnellen, abrupten Bewegungen reißen. Um den Riss vollständig diagnostizieren zu können, muss oft eine Gelenkspiegelung oder ein MRT durchgeführt werden.

Ähnlich wie beim Kreuzbandriss entsteht der Schmerz hauptsächlich durch das Hämatom im Knie und die damit steigende Spannung im Gelenk. Auch die Beweglichkeit wird dadurch deutlich eingeschränkt. Bei der Therapie muss der Nutzen einer Operation genau abgewogen werden. Meniskusnähte sind zwar möglich aber nicht immer sinnvoll oder notwendig.

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Seitenbandriss

Die sogenannten „Kollateralbänder“ befinden sich innen und außen an jedem Kniegelenk und sorgen für die seitliche Stabilität des Knies. Zu einem Riss kommt es durch starke seitliche Gewalteinwirkungen nach innen oder außen. Auch in der nachfolgenden Untersuchung lässt sich daraufhin bei einem gerissenen Außenband das Knie nach außen aufklappen. Der anschließende Schmerz ist moderat und tritt vor allem bei Belastungen auf. Im Regelfall muss ein Seitenbandriss nur für einige Wochen geschont werden. Eine vollständige Stabilität und Erholung ist frühestens nach etwa einem halben Jahr zu erwarten.

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Knochenbruch

Knochenbrüche am Knie sind vergleichsweise selten. Zu einem Knochenbruch kommt es häufig erst durch direkte, äußere Gewalteinwirkung, seltener hingegen auch durch Bandrisse, die Knochenabsplitterungen hervorrufen. Die häufigsten Unfallhergänge sind direkte Stürze auf das Knie oder Autounfälle. An einem Knochenbruch im Knie können der Oberschenkelknochen, die Kniescheibe und der Schienbeinkopf beteiligt sein.

Unmittelbar nach dem Unfall kommt es zu akuten Knieschmerzen und einer Schwellung des Knies durch Blutergüsse. Die unterschiedlichen Lokalisationen der Knochenbrüche gehen mit verschiedenen Symptomen und Behandlungsvarianten einher. Unverschobene Brüche können gegebenenfalls mit einem Gips und einer Entlastung versorgt werden. In den meisten Fällen muss es jedoch zu einer operativen Korrektur und dem Einbringen von Platten und Schrauben kommen, um die Knochenfragmente zu stabilisieren.

 

Kniescheibenluxation

Kniescheibenluxationen (Verrenkunge, Auskugelunge) können häufig auftreten und immer wiederkehren. Oft steckt ein einmaliger Unfall mit Verdrehen des Beines hinter der Luxation. Danach können die Bandstrukturen so verändert sein, dass es bereits durch leichte äußere Einflüsse zu Luxationen kommt. Eine Kniescheibenluxation kann akut sehr schmerzhaft sein und führt häufig zu einem vorübergehenden Gelenkerguss, der wiederum eine Schwellung und Schmerzen verursacht.

Die Kniescheibe kann nach der Luxation wieder reponiert werden. Langfristig sollte jedoch die Quadrizepsmuskulatur zur Vermeidung weiterer Luxationen gestärkt werden.

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Läuferknie

Das Läuferknie beschreibt eine schmerzhafte Sehnenreizung am äußeren Knie, die vor allem bei Läufern, Radfahrern und Sportlern mit sehr häufiger Beugung und Streckung des Knies auftritt. Dahinter steht die Sehne des sogenannten „Iliotibialbandes“, die eng am Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens direkt oberhalb des äußeren Knies vorbeiläuft.

Durch die häufigen Beugungen kann es an diesem Knochenvorsprung zu schmerzhaften Reizungen kommen, die nur durch permanente Schonung verhindert werden können. Langfristig müssen durch bestimmte Lockerungsübungen, Laufschuhe und weitere Maßnahmen die Bewegungsabläufe angepasst werden, um dem Iliotibialbandsyndrom vorzubeugen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.06.2019
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