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Schwellung - Was steckt dahinter?

Definition

Unter einer Schwellung versteht man eine durch unterschiedliche Ursache ausgelöste Gewebevorwölbung, die an unterschiedlichen Stellen am Körper auftreten kann. Oftmals ist eine Schwellung mit einer Rötung und auch einem Druckschmerz kombiniert.

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Ursachen einer Schwellung

Es gibt zahlreiche Ursachen einer Schwellung. Die wohl häufigste Ursache ist die Entzündung, die prinzipiell in allen Regionen des Körpers auftreten kann. Bei der Entzündung kommt es durch Einwanderung von Krankheitserreger zu einer Aktivierung des Immunsystems. Daraufhin werden Zellen des Blutes, die für die Immunantwort zuständig sind, aber auch andere Stoffe, sogenannte Mediatoren, in das Entzündungsgebiet gebracht. Um möglichst schnell viele Zellen des Immunsystems an den Einsatzort zu bringen, wird der Bluteinstrom in das Gebiet beschleunigt, es kommt zur Gefäßweitstellung. Entzündliche Flüssigkeit sammelt sich in dem Bereich an, in den die Krankheitserreger eingedrungen sind. Daraus resultiert, dass der Bereich anschwillt und sich auch rötet.Eine Schwellung kann auch durch eine nicht entzündliche Ödembildung ausgelöst werden.


Hier kommt es aus unterschiedlichen Ursachen zu einem Einstrom von Flüssigkeit. Die häufigste Ursache hierfür sind Stauungen im Bereich des Lymphgefäßsystems. Bei lange angewinkeltem Bein z.B. kann es vorkommen, dass die Lymphflüssigkeit nicht in gewohnter Weise abfließen kann und sich um das Blutgefäß ansammelt, was zu diesen Schwellungen führen kann. Einseitige Schwellungen im Bereich des Beins können auch immer Hinweis auf eine Thrombose sein und müssen abgeklärt werden.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Thrombose im Bein und Thrombose erkennen

Auch kann es durch eine allergische Reaktion zu einer Gewebsschwellung durch Flüssigkeit kommen.
Neben den entzündlichen und nicht entzündlichen Ödemen, bei denen vermehrte Flüssigkeit zu einer Anschwellung des Körperbereiches führt, kann es auch noch zu einer Schwellung aufgrund einer Gewebevermehrung kommen. Im Falle einer Tumorbildung z.B. vermehrt sich krankhaftes Gewebe so stark, dass es zu einer Anschwellung in diesem Bereich kommt. Nicht immer ist aber ein Tumor Schuld daran, dass sich Gewebe unter der Haut vermehrt. Bei Infektionen z.B. kann es auch zu einer Anschwellung von Lymphknoten kommen, die an den klassischen Körperstellen, wie Achseln oder Hals vergrößert zu tasten sind und dadurch eine Schwellung hervorrufen.

In einigen Fällen kann es auch zu einer Ödembildung durch verminderte Ausscheidung kommen. So ist bei Patienten, dessen Nieren nicht richtig arbeiten, oftmals auch ein nierenbedingtes Ödem an einer Körperstelle zu sehen. Der Grund liegt in einer reduzierten Eiweißgewinnung durch die Nieren. Dies führt dazu, dass weniger Eiweiß in der Blutbahn ist und die Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in die Peripherie gezogen wird, was zu einer Anschwellung des Geweben führen kann.
Lesen Sie hierzu auch: Ursachen von Ödemen

Weitere Symptome einer Schwellung

Eine Schwellung kann zum einen isoliert auftreten, dies wäre z.B. der Fall bei einer Ödemschwellung, die nicht entzündlich bedingt ist. Eine Schwellung kann aber auch einige begleitende Symptome aufweisen. Ganz häufig sind der Schmerz und die Rötung Begleiter der Schwellung. Der Grund liegt darin, dass Entzündungszellen in einen bestimmten Körperbereich vom Immunsystem eingeschwemmt werden, um dort eingedrungene Krankheitserreger zu eliminieren. Um dies schnellst möglich zu gewährleisten und das Blut schnell an den Bestimmungsort zu bringen, werden die Blutgefäße in diesem Bereich weit gestellt. Es strömt mehr Blut in das Gebiet und gibt dem ohnehin schon geschwollenen Areal eine rötliche Färbung. 

Je nachdem wo die Schwellung am Körper auftritt, kann sie auch zu Beschwerden bei der Bewegung führen. So kann z.B. eine Augenlidschwellung den Blickwinkel einengen.
Bei Schwellungen, die durch eine allergische Reaktion aufgetreten sind, kommt es durch andere immunologische Zellen, die in das Gebiet eingeschwemmt wurden, oftmals auch zu einem Juckreiz. Dieser Juckreiz wird durch den körpereigenen Stoff Histamin ausgelöst. Im Falle einer allergische Reaktion wird dieser Stoff um ein Vielfaches ausgeschwemmt, was zu einem starken Juckreiz führen kann. Neben dem Juckreiz kann es auch zu einem Hautausschlag durch die Allergie kommen. Bei starken allergischen Reaktionen, sogenannten anaphylaktischen Reaktionen, kommt es auch zu lebensgefährlichen Allgemeinsymptomen, die eine Schwellung begleiten können. Zu nennen wäre ein schneller Pulsschlag, hoher Blutdruck, Schwitzen, Unruhe und Luftnot.

Wie erkenne ich eine Schwellung?

Die Schwellung an sich ist eine Blickdiagnose. Der Untersucher wird aber neben der Begutachtung die auffällige Stelle auch immer abtasten, um die Konsistenz die Schwellung zu beurteilen. Es ist für die Ursachenklärung entscheidend ob die Schwellung fest, derb, weich, schmerzhaft oder verschieblich ist und ob nach einem Druck eine Dellen zurückbleibt.
Für die Ursachenerforschung ist es auch immer wichtig an welcher Lokalisation sich die  Schwellung befindet. Leichte Schwellungen an den Knöcheln oder Fesseln, die vor allem auch an warmen Tagen auftreten, müssen ohne Beschwerden auch nicht weiter behandelt werden. Hingegen müssen einseitige Schwellungen der Beine schon im Hinblick einer möglichen Thrombosebildung durch eine Ultraschalluntersuchung (Doppleruntersuchung) abgeklärt werden.
Ödeme im Gesicht sollten im Hinblick auf einen Eiweißmangel durch das Blut untersucht werden. Derbe Verhärtungen im Bereich der Achseln oder der Leiste weisen auf eine Lymphknotenschwellung hin, die bei einer Infektion normal sein können und innerhalb weniger Tage verschwinden. Es sollte aber, falls die Schwellungen weiter vorhanden bleiben, ein Ultraschall in diesem Bereich durchgeführt werden, um die Ursache der langanhaltenden Lymphknotenschwellung zu klären.

Alle anderen suspekten Schwellungen am Körper können prinzipiell auch gut durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden. Flüssigkeit stellt sich im Ultraschallbild dunkel dar, wohingegen ein Wechselspiel von hellen und dunklen Bereichen eher für eine Gewebevermehrung spricht. Jede Diagnostik muss natürlich von einer ausführlichen Krankenbefragung unterstützt werden. So sollte der Patienten gefragt werden ob es Allergien gibt, seit wann die Schwellungen besteht und ob er solche Beschwerden schon einmal hatte.

Schwellung im Gesicht

Eine Schwellung im Gesicht tritt zum Teil physiologisch auf d.h. sie hat keinen Krankheitswert. Z.B tritt diese bei vielen Menschen nach dem Aufstehen auf und ist ein Ausdruck des in der Nacht herunterregulierten Blutdrucks, der nach dem Aufstehen wieder ansteigt. Die Schwellung sollte innerhalb der ersten 2 Stunden nach dem Aufstehen verschwinden. Ungewöhnliche neue Gesichtsschwellungen, ob am Tag oder nach dem Aufstehen, sollten ärztlich abgeklärt werden. Dahinter könnte ein Eiweißmangel stecken, der gegebenenfalls auch durch einen Nierenschaden ausgelöst werden kann.

Es könnte auch eine allergische Reaktion des Körpers auf verschiedene Stoffe, wie Duschgel, Waschmittel, Pollen etc. hinter der Schwellung stecken. Eine Herzschwäche würden zunächst eine Schwellungen im Bereich des Beines oder beider Beine bewirken, es kann aber auch in diesem Zusammenhang zu einer Gesichtsschwellung kommen. Es sollte also bei der Diagnostik einer Schwellung des Gesichtes immer die Niere, das Herz, die Eiweiße und das Blutbild überprüft werden. Bei der Ursachensuche sollte auch immer erfragt werden, ob der Patient Begleitsymptome wie Juckreiz oder ähnliches hat, was die Gesichtsschwellung womöglich durch eine allergische Reaktion erklären würde.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unterSchwellung im Gesicht

Schwellung am Auge

Hinter einer Schwellung der Augen steckt oft eine allergische Reaktion. Saisonal bedingt kann es z.B. durch Pollenflug zu einer erhöhten Histaminausschüttung kommen, was dazu führt, dass sich die Gefäße in bestimmten Bereichen weit stellen und durch den Einstrom von Flüssigkeit den Bereich anschwellen lassen. Meistens ist eine Augenlidschwellung, die allergisch bedingt ist, auch mit Juckreiz der Bindehäute und Tränen der Augen sowie Naselaufen verbunden.

Zu Augenlidschwellungen kann es auch durch Bindehautentzündungen kommen. Klassischerweise wären hier die Bindehäute gerötet und es käme zu einer geschwollenen Bindehaut. Die Augen wären im Falle einer Bindehautentzündung auch morgens eitrig verklebt. Wenn der Betroffene ein Fremdkörpergefühl im Auge verspürt und eine Augenlidschwellung vorhanden ist, so könnte auch ein Fremdkörper (Sägespäne, Staubpartikel) in das Auge und evtl. auch unter das Augenlid gelangt sein und dieses entzündet haben. Eine augenärztliche Abklärung sollte bei einem einseitig oder beidseitig geschwollenen Augenlid zügig durchgeführt werden, um die entsprechende Ursache abzuklären.
Es kann auch immer vorkommen, dass durch die Schwellung des Augenlids das gewohnte Gesichtsfeld in seinem Umfang eingeschränkt wird. Gibt der Patient auch zudem Sehstörungen an, sollte sehr schnell ein Augenarzt aufgesucht werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung der Augen

Schwellung am Augenlid

Meistens sind Schwellungen am Augenlid allergiebedingt. Pollenflug und andere saisonal auftretenden Allergen können zu einer allergischen Ödembildung im Augenlid führen und dieses anschwellen lassen. Oftmals wird dadurch das Sichtfeld des Patienten stark eingeschränkt. Eine weitere Ursache für eine Augenlidschwellung ist auch ein Gersten- oder Hagelkorn, das im Bereich der Augenlider auftreten kann und oft schmerzhaft ist.
Schwellungen am Augenlid können auch gut symptomatisch behandelt werden. Dies gelingt oftmals mit einer Kühlung durch eine feuchte mit kaltem Wasser gedrängten Kompresse oder mit dem Betupfen von Kamillentee. Natürlich sollte parallel die Ursache für die Schwellung des Augenlides herausgefunden und entsprechende behandelt werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unterAugenlidschwellung

Schwellung hinter dem Ohr

Schwellungen, die hinter dem Ohr auftreten, können durch einen Lymphknoten ausgelöst worden sein. Hierbei tastet man eine kleine, runde Verhärtung und Schwellung hinter dem Ohr. Diese kann druckschmerzhaft oder schmerzfrei sein. Wichtig wäre zu überprüfen ob auch Lymphknoten in einem anderen Körperbereich geschwollen oder druckschmerzhaft sind und ob eine Infektion (z.B. Erkältung etc.) vorliegt. Eine infektbedingte Lymphknotenschwellung ist ungefährlich und wird abklingen, wenn die Infektion abgeheilt ist. Lymphknoten im Bereich des Ohres können auch einige Wochen nach einem Infekt noch tastbar vergrößert sein.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Lymphknotenschwellung hinter dem Ohr - Wie gefährlich ist das?

Stark schmerzhafte Schwellungen hinter einem Ohr können auch Hinweis auf eine Entzündung der Mastoidzellen sein, die sich in dem knöchernen Warzenfortsatz hinter dem Ohr befinden. Die auch als Mastoiditis bezeichnete Erkrankung ist nicht ungefährlich und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Oftmals tritt eine Mastoiditis nach einer Mittelohrentzündung auf. Charakteristischerweise ist die Schwellung hinter dem Ohr stark druckschmerzhaft und das Ohr neigt dazu gegenüber dem anderen Ohr etwas nach außen abzustehen. Ganz häufig haben die Betroffenen auch starke Ohrenschmerzen und Begleitsymptome, wie Fieber und Allgemeinzustandsverschlechterung.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung hintder dem Ohr - Was sind die Ursachen?

Schwellung im Mund

Eine Schwellung im Mundbereich ist meistens durch eine Erkrankung der Schleimhäute bedingt. In aller Regel sind dies entzündliche Veränderungen, die unterschiedliche Ursachen haben können. Aphten (kleine Schleimhautulzerationen) können genauso eine Schwellung im Bereich des Mundes verursachen wie auch eine Schleimhautreizung durch zu heißes Essen oder Trinken. Allergische Reaktionen auf bestimmte Stoffe können die Mundschleimhaut ebenfalls anschwellen lassen. Mundschwellungen, die dazu führen, dass der Atemtrakt eingeengt wird und so Atemnot verursacht, kommen verhältnismäßig selten vor.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung im Mund

Schwellung am Gaumen

Schwellungen im Bereich des Gaumens werden ganz häufig durch den Verzehr von zu heißen Lebensmittel oder Flüssigkeiten ausgelöst. Der geschwollene Gaumen entsteht dann durch eine Reizung der Schleimhaut, die den Gaumen überspannt..
Auch Allergien können zu einer Schwellung des Gaumens führen. Operative Eingriffe, wie z.B. Zahnoperationen führen fast regelmäßig zu Schwellungen im Bereich des Gaumens. In den meisten Fällen sind diese Schwellungen so gering, dass der Patient diese kaum merkt und der Gaumen schwillt sehr schnell wieder ab.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung am Gaumen

Schwellung am Hals

Schwellungen am Hals kommen bei infektbedingten Erkrankungen, wie z.B. einer Mandelentzündung vor. Neben unangenehmen Schluckbeschwerden ist der Hals auch oftmals von außen druckschmerzhaft. Hinzu kommen auch durch den Infekt bedingt Lymphknotenschwellungen, die den Hals ebenfalls anschwellen lassen können. Meistens sind die durch einen Infekt verursachten Halsschwellungen auch druckschmerzhaft.
Lesen Sie hierzu: Lymphknotenschwellung am Hals - Wie gefährlich ist das?

Schwellungen im Bereich des Hals, die nicht druckschmerzhaft sind, könnten auch immer von der Schilddrüse hervorgerufen werden. Die früher noch sehr häufig aufgetretene Kropfbildung ist zwar heute aufgrund der guten Iodversorgung sehr selten geworden, allerdings können Knotenbildungen im Bereich der Schilddrüse und auch manchmal Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüse zu einer Schwellung der Schilddrüse und des Halses führen. Die Schwellung ist dann meistens vorne und etwas seitlich zu tasten. Schluckt der Patient bewegt sich die Schwellung typischerweise nach oben und nach unten. Dies ist oft ein Hinweis für eine schilddrüsenbedingte Schwellung. Beweisend ist die Ultraschalluntersuchung, in der man die Schilddrüse vermessen kann und so eine Schwellung sehen kann.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung am Hals

Schwellungen am Knie

Eine Knieschwellung ist meistens entzündlich bedingt. Meistens ist es so, dass durch eine ständige Reizung im Kniegelenk entzündliche Flüssigkeit in den Gelenkspalt einströmt und das Knie dadurch anschwellen lässt. Der Untersucher wird den Test der tanzenden Kniescheibe durchführen, die Aufschluss darüber gibt, ob sich Flüssigkeit unter der Kniescheibe befindet. Hierbei drückt er beim liegenden Patienten die Kniescheibe von kopfwärts und von fußwärts zusammen und prüft, ob sich die Kniescheibe abhebt.
Knieschwellungen kommen entweder bei arthrotisch veränderten Knien vor, oder aber bei traumatisch bedingten Verletzungen innerhalb des Kniegelenks. 

Wichtig ist es die Ursache herauszufinden, weshalb das Knie angeschwollen ist. Hierbei helfen Röntgen- oder MRT-Untersuchungen des Knies. Bei starkem Kniegelenkserguss muss auch eine Kniegelenkspunktion in Erwägung gezogen werden.

Das Knie sollte bei traumatisch bedingter Schwellung eher ruhig gehalten und geschont werden. Ein Kniestrumpf oder immer wieder durchgeführte kühlende Auflagen können dazu beitragen das Knie abschwellen zu lassen. Ist die Knieschwellung durch eine Arthrose im Knie bedingt, kann auch eine gleichmäßige Bewegung wie Radfahren eine Linderung bringen. Knieschwellungen können auch durch einen zu hohen Harnsäurewert im Blut verursacht werden. Hierbei lagern sich Harnstoffkristalle in alle möglichen Gelenke und evtl. auch im Kniegelenk an und lassen dieses anschwellen. Man spricht auch vom Gichtanfall. Neben der Schwellung ist das Knie meistens auch gerötet und schmerzhaft. Die Behandlung besteht neben harnsäuresenkenden medikamentösen Maßnahmen auch in der Kühlung durch Umschläge und einer medikamentösen Entzündungshemmung mit Ibuprofen, Diclofenac oder Kortison über mehrere Tage.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Gelenkschwellung im Knie

Schwellung nach einer OP

Schwellungen, die nach einer Operation auftreten, kommen sehr häufig vor. Grund hierfür sind Entzündungsreaktionen, mit denen der Körper auf den bei der OP entstandenen Gewebeschaden reagiert. Je nach Operation wird für einige Tage eine Drainage in das Operationsgebiet eingelegt, damit entzündliche Flüssigkeit abfließen kann. Neben der Schwellung kann es auch nach einer Operation zu einer Rötung des Bereiches kommen. Auch dies sind Zeichen einer normalen Reaktion des Körpers auf das Trauma der Operation.
Wichtig ist eine zügige Abheilung der OP Wunde und ein Abschwellen. Bleibt diese Abschwellung aus und kommt es zu keinem Rückgang der Rötung, muss von einer Infektion ausgegangen werden, die während oder nach der Operation entstanden ist. Hier sollte dann antibiotisch behandelt werden.
Bei plötzlich auftretenden Schwellungen nach der Operation kann auch immer eine Einblutung, die durch ein aufgerissenes Blutgefäß entstanden ist, schuld sein. Manchmal zeichnet sich die Schwellung dann bläulich schimmernd ab. Hier kann eine Ultraschalluntersuchung die genaue Ursache klären. Schwellungen, die durch größere Einblutungen nach der Operation entstanden sind, sollten operativ ausgeräumt werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schwellung nach einer OP - Tipps zur Behandlung

Wie therapiere ich eine Schwellung?

Die Therapie von Schwellungen setzt im Allgemeinen voraus, dass man weiß aus welchem Grund eine Schwellung aufgetreten ist. Man sollte also immer erst einmal die Ursache, die zur Schwellung geführt hat, behandeln. Allgemeinmaßnahmen sind in jedem Fall parallel dazu indiziert. Zu diesen Allgemeinmaßnahmen zählt die konsequente Kühlung mit Eis, die mehrmals täglich durchgeführt werden sollte und entzündungshemmende Maßnahmen. Hier sollten Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt werden, um die Entzündung schnell abschwellen zu lassen.
Bei allergisch bedingten Ursachen kommen antiallergische Medikamente wie Cetirizin, Fenistil® oder Kortison als Tablette oder bei starken Schwellungen auch als Infusion zum Einsatz. Bei tumorbedingten Schwellungen muss die Grunderkrankung behandelt werden. Ebenso bei thrombosebedingten Schwellungen. Bei Lymphabflussstörungen, die zu Schwellungen führen können, sollten Lymphdrainagen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 29.08.2018
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