Ursachen der Verdauungsprobleme

Ursachen Verdauungsprobleme

Ekzem

Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von allergischen Ekzemen können durch Überempfindlichkeit gegenüber u.a. Zusatzstoffe in der Nahrung verursacht werden und Verdauungsprobleme auslösen. Ein recht großer Teil der Menschen mit allergischen Symptomen hat Probleme damit lebenswichtige (essentielle) Fettsäuren - n3 und n6 - aufzunehmen und umzuwandeln.

Verstopfung

Wenn der Stuhl sich zu lange im Darm aufhält, ändert sich die Bakterienflora. Es entsteht eine Gärung und giftige Gasarten entwickeln sich und dringen ins Blut, und auf diese Weise wird der Körper vergiftet. Eine chronische Verstopfung mit Vergiftungs-symptom ist ein Stuhlgang, der nur ein Mal die Woche auftritt, Appetitlosigkeit, schlechter Atem, Kopfschmerzen, Irritabilität, Magen- und Muskelschmerzen, Erbrechen und evtl. Schwindelgefühle. Kaffee enthält u.a. einige starke Enzymgifte, die die B-Vitamine blockieren, die dazu beitragen den Darm in einer natürlichen Bewegung zu halten. Manchmal wird auch darauf hingewiesen, dass die wassertreibende Wirkung des Kaffees dazu führt, dass dem Darm nach dem Kaffeetrinken das Wasser entzogen wird, so dass eine Verstopfung leichter entstehen kann.

Nahrungsmittelintoleranz

Weizen, Milchprodukte, Nachtschattengemüse (Aubergine, Kartoffel, Paprikaschote, Tomate und Tabak), Soja und Eier sind jene Nahrungsmittel, die die meisten Verdauungsproblemebei Überempfindlichkeit verursachen.

  • Föllings Krankheit (PKU)/Phenylketonuri:
    Man wird mit der Krankheit geboren, und sie ist sehr selten. Sie wird entweder aufgrund von Enzymversagen oder aufgrund eines Mangels des Enzyms Phenylalanine Hydroxylase, dass die Aminosäure Phenylalaninzu Tyropsin umwandelt, verursacht. Eine ernährungstherapeutische Behandlung während des Wachstums - und eine Reduzierung der Phenylalanineinnahme - rettet viele Kinder vor mentaler und physischer Krankheit und frühem Tod.
  • Glutenintoleranz (Zöliakie): Eine erbliche Stoffwechselstörung, bei der die Schleimhaut des Dünndarms durch das Protein Gliadin, dass ein Teil des Proteinkomplexes Gluten ist, irritiert wird. Bei Menschen die Glutenintolerant sind, wird die Schleimhaut verändert, wenn sie mit Gliadin in Kontakt kommt, die Darmfaser werden flach und die Darmwände glatt, so dass die Auswüchse (Darmvilli), die normalerweise an der Darmschleimhaut existieren, verschwinden. Dies reduziert oder zerstört die Fähigkeit des Darms die Nährstoffe der Nahrung aufzunehmen und somit Verdauungsprobleme verursacht. Zöliakie kann u.a. Nahrungsmittelallergien, Vitamin- und Mineralmangel, Infektionen, Osteoporose, Leberkrankheiten sowie ein geschwächtes Immunsystem verursachen. Perforierungen im Darm können außerdem zu einer Multiallergie führen.

Sodbrennen

Sodbrennen ist ein recht verbreitetes Leiden, das durch zurücklaufende(n) Magensäure und -saft, aufgrund eines schlecht funktionierenden Schließmuskels zwischen der Speiseröhre und dem Magen verursacht wird und Verdauungsprobleme auslöst. Einige Male ist dies mit einem Speiserohrbruch kombiniert, was Ausbäuchungen der Speiseröhre sind.

Irritationen

Eine akute Irritation im Ventrikel (Gastroenteritis acuta) und im Dickdarm(Enterocolitis acuta) verursachen Symptome wie Übelkeit, Durchfall,Magenschmerzen, erhöhte Temperatur und Erbrechen.

Nahrungsmittelvergiftung/Magenvergiftung

Bakterien im Essen können leichtere bis schwerere Magenzustände verursachen - und sogar zum Tode führen. Dies können Campylobacter, Colibakterier, Listeria, Wurstvergiftung und Salmonellen sein. Viele Menschen werden, wenn ihr Darm nicht richtig funktioniert, weil sie sowieso schon an einer weniger oder mehr ausgeprägten Verstopfung leiden, infolge einer Magenvergiftung richtig krank. Wenn der Darm träge ist oder sogar gar nicht funktioniert, und es somit nicht zum Erbrechen kommt, so dass die Giftstoffe im Körper bleiben, kann dies ernsthafte Konsequenzen und Verdauungsprobleme haben.

Nahrungsmittelvergiftung – Lektine

Lektine als Ursache der Verdauungsprobleme sind eine spezielle Gruppe Proteine, die zum größten Teil der Nahrung und auf der Oberfläche einiger unserer Zellen existieren. Einige sind nützlich für uns, während andere mehr oder weniger giftig sind, je nach Art und Verarbeitung. Unser Immunsystem schützt uns gegen einen Teil der schädlichen Lektine. Ein Teil der Lektine jedoch, die wir einnehmen, werden in der Blutbahn aufgenommen, wo sie reagieren, indem sie die roten und die weißen Blutkörperchen zerstören.
Die Lektine führen zu einem Verklumpen der Zellen des Bluts , was zu Fettdepots, Immunreaktionen, Nahrungsmittelintoleranzen, Krebs, Gewebeschäden und andere sehr ernsthafte Krankheiten führen kann. Man kann z.b. eine Lektin-Vergiftung bekommen, wenn man rohe oder nicht ausreichend gekochte Bohnen isst. Die Bohnenlektine werden jedoch beim Einlegen oder beim Kochen zerstört. Auch die Lektine der Tomaten sind dafür bekannt, dass sie aggressiv sind, und sie werden durch Wärmebehandlung noch verstärkt.

Malabsorption

Eine reduzierte Aufnahme von einen oder mehrere Bestandteile des Essens, was bei Darmerkrankungen häufig geschieht. Dies kann eine spezifische Malabsorption von nur einem einzelnen Stoff des Essens, beispiels-weise ein Vitamin, sein oder eine sogenannte diffuse Malabsorption, wo mehrere Nährstoffe, Proteine, Salze oder Vitamine vom Darm nicht aufgenommen werden. Eine digestive Malabsorption wird dadurch verursacht, dass das Essen nicht ausreichend abgebaut wird, so dass es von den Schleimhautzellen des Darms nicht aufgenommen werden kann, weil Verdauungssekrete wie Galle oder Bauchspeichel fehlen.
Eine Malabsorption kann auch von einem Defekt in den Schleimhautzellen des Dünndarms verursacht werden, weil diese nicht imstande sind die Nährstoffe aufzusaugen. Die Symptome sind Diarrhöe, Müdigkeit und verschiedene Vitaminmangel-Symptome. Einige Farb- und Zusatzstoffe sowie Konservierungsstoffe irritieren den Darm, der sich mit der Hilfe von Schleim schützt. Wenn der Darm weiterhin dazu gezwungen wird Schleim zu produzieren, und wenn dann dieser Schleim mit Mehl, Käse, Zuckerstoffe u.ä. vermischt wird, kann ein zäher Belag auf den Darmwänden entstehen, der die Form eines Rohres im Darm erlangt. Das kann damit enden, dass das Essen sich letztlich nur noch in diesem Darmrohr bewegt, und keinen Kontakt mehr mit den Darmwänden bekommt.
Somit wird das Essen gar nicht mehr verdaut, und dem Körper werden keine Nährstoffe aus dem essen zugeführt. Die Symptome sind Diarrhöe, Magenschmerzen und Gewichtsverlust. Besonders betroffen sind Personen mit ernsthaften und chronischen Krankheiten, Bettlägerige, Operationspatienten, ältere Menschen und Personen, die während einer längeren Zeit Diarrhöe hatten oder sich erbrechen mussten. Beispiele sind starke Diarrhöe, bei welcher der Körper große Mengen an Salze und Wasser verliert, Fettdiarrhöe, die bei vielen Darmkrankheiten auftritt, Nahrungsmittelallergien, Glutenintoleranz, bei der eine Fettdiarrhöe auftritt, Irritation im Magen (Gastroenteritis acuta), Laktosemalabsorption, ein Mangel an dem Enzym Laktase, das Laktose spalten soll, Perniziöse Anämie, bei der dem Körper das Vitamin B12 fehlt, wo zu wenig Dünndarm existiert (Dünndarmresektion) nach Darmoperationen und tropische Krankheiten, bei denen eine Fettdiarrhöe auftritt.

Mangelerkrankungen

Menschen mit Alkoholproblemen, Personen, die von Junk Food leben oder einer zu einseitigen Ernährung sowie Personen, die häufig fasten haben ein erhöhtes Risiko dafür, dass sie einen Mangel an wichtige Nährstoffe entwickeln.

Bei schwangeren oder stillenden Frauen können Mängel an wichtige Nährstoffe, wie beispielsweise Vitamine und Mineralien, entstehen, da sie ein gesteigerten Bedarf für diese während der Schwangerschaft und während der Stillperiode haben.

Mehr zu diesem Thema unter: Vitamine in der Schwangerschaft

Magenkatarrh (Gastritis)

Kann durch eine Infektion oder durch Ätzungen mit Alkohol, Azetylsäure-haltiger Medizin oder einer anderen lokalirritierenden Medizin entstehen. Die Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im obersten Teil des Bauches, jedoch kann man auch nahezu symptomfrei sein. Chronischer Magenkatarrh erhöht das Risiko auf Magenkrebs.

Magengeschwür (Ulcus ventriculi)

Geschwüre im Magen oder im Zwölffingerdarm werden aufgrund einer reduzierten Widerstandsfähigkeit gegen Magensäure und gegen das Verdauungsenzym Pepsin in der Schleimhaut, und/oder einer Infektion mit der Bakterie Helicobacter pylori verursacht. Normalerweise kann die Magensäure den Schleimbelag nicht durchdringen, jedoch kann der Schleimbelag von Gallensäure, Azetylsalicylsäure, Alkohol und milden organischen Säuren abgebaut werden, was es der Säure ermöglicht, in die Schleimhaut einzudringen und sie zu schädigen. Wenn die Zellen geschädigt werden, wird mehr Histamin freigesetzt, was wiederum die Säurebildung fördert und somit die Schleimhaut noch mehr schädigt. Dies kann zu Wunden und zu Blutungen von den beschädigten Blutkörperchen führen. Ein schlechter Kreislauf in den Wänden der Magenschleimhaut kann auch zu Schäden beitragen.

Migräne (Hemikranie)

Darmträgheit, Verstopfung und Verdauungsprobleme können Ursachen für Migräne sein. Außerdem können Nahrungsmittelallergien und ein zu niedriger Blutzucker Migräne auslösen. Auch verschiedene Nahrungsmittel können das Leiden provozieren: Alkohol (Rotwein), Zitrusfrüchte, Schokolade, Hefe, Kaffee, aufgrund des Tyramingehalts des Kaffees, sowie Käse.

Nesselfieber (Urticaria)

inige Formen von Nesselfieber werden aufgrund von Ungleichgewichten im Darm und Überempfindlichkeit gegenüber einige Nahrungsmittel, z.B. Schalentiere und Früchte, sowie gegenüber Muschel oder Schimmelpilze verursacht.

Übergewicht

Wenn man als Übergewichtiger Schwierigkeiten hat abzunehmen, sollte man auf nicht erkannte Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen aufmerksam sein. Körper-fett, dass von freie Radikale angegriffen wird, verranzt. Regelmäßige Diäten erhöhen das Risiko für Nierensteine, und Übergewichterhöht das Risiko für Gallensteine, Diabetes und andere ernsthafte Krankheiten.

Parasiten

Sind mikroskopisch kleine Schmarotzer, die in und auf anderen Organismen leben und sich von ihnen ernähren. Die Parasiten die im inneren leben (Endoparasiten) sind Amöben, Flagellate, Würmer und Protozone. Parasiteninfektionen führen zu viele verschiedene Symptome und Folgeerkrankungen, je nachdem um welchen Parasiten es sich handelt. Generelle Symptome sind Diarrhöe, Kopfschmerzen, Magenschmerzen und Fieber.

Perforierter Darm

Bezeichnet das Durchsieben der Darmwände. Pilze, die ungehemmt im Darm wachsen, können letztlich mit ihrem Netz aus Wurzeln den Darm perforieren, wobei nicht abgebaute Proteinstoffe u.ä. in die Blutbahn dringen und das Immunsystem überlasten. Auf diese Weise kann eine schlechte Verdauung immunologische Leiden verursachen.

Psychische – oder mentale Probleme

Depression, Ungleichgewicht, eine mangelnde Konzentrationsfähigkeit u.ä. kann in einigen Fällen durch Allergien, falscher Ernährung und Vergiftung verursacht sein, deren Ursache ein Ungleichgewicht im Magen-Darm oder eine Nahrungsmittelvergiftung ist.

Essstörungen

Verschieden Formen von Essstörungen können sich auch zu Ungleichgewichten im Magen-Darm entwickeln, sowie zu Magengeschwüren, Darmkatarrh und ernsthafteren Zuständen, wenn dem Patienten nicht geholfen wird.

Pilze

Man kann sich mit vielen verschiedenen Pilzen infizieren. Schimmelpilze sind im natürlichen Milieu überall zugegen, und alle Menschen haben verschiedene Pilze in ihrem Darmsystem. Wenn die Darmflora im Gleichgewicht ist, und viele nützliche Bifidobakterien zugegen sind, dann haben Pilze es schwer die Wände des Darms zu durchlöchern. Die wichtigsten Pilzfamilien sind: Aspergillus (und giftiges Aflatoksin), Candida, Fusarium und Penicillum, die alle dafür bekannt sind, Allergien zu verursachen oder zu verschlimmern, Krebs zu verursachen und das Immunsystem zu schwächen. Die Stoffwechselprodukte von gesundheitsschädlichen Pilzen heißen Mykotoxine. Sie können äußerst giftig sein. Vom Magen-Darmkanal werden sie im Blut aufgenommen und zirkulieren so zu allen Zellen. Sie sind in vielen Krankheitsprozessen involviert.

Dickdarmkatarrh (Kollitis)

st eine Irritation der Schleimhaut des Dickdarms, die u.a. Diarrhöe, Verstopfung, Magenschmerzen, Aufgeblähtheit und Luft im Darm verursachen kann. Die Irritation wird aufgrund falscher Ernährung, Mangel an Fiber, Nahrungsmittelintoleranz und verschiedenen Infektionen verursacht.

Untergewicht

Viele ältere und jüngere Menschen leiden unter einer Fehlernährung oder direkter Unterernährung. Dies resultiert darin, dass sie zu dünn, müde oder sogar erschöpft werden. Psychische Probleme und Stress können außerdem den Appetit reduzieren.

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  • Ursachen der Verdauungsprobleme

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 13.07.2011 - Letzte Änderung: 11.08.2021
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