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Vitamin B12 Mangel

Einleitung

Vitamin B12 ist ein für den Körper sehr wichtiges und lebensnotwendiges Vitamin. Es wird bei weit über 100 verschiedenen Vorgängen im Körper benötigt und ist daher unerlässlich für die Funktion des Körpers. Da Vitamin B12 vor allem in tierischen Produkten enthalten ist, ist ein Vitamin B12 Mangel ein Thema, das Vegetarier und Veganer maßgeblich betrifft. Aber auch verschiedene Erkrankungen des Verdauungstraktes, bei der das Vitamin nicht mehr ausreichend aus dem Nahrungsbrei ausgenommen werden kann, spielen eine entscheidende Rolle. Zwar wird Vitamin B12 (auch "Cobalamin" genannt) in der gesunden Leber circa 2-3 Jahre gespeichert, und die tägliche Dosis von circa 2 Mikrogramm (also 2 Millionstel Gramm) für eben diesen Zeitraum problemlos ausgeglichen. Jedoch können verschiedene Erkrankungen zu einer Reihe von Symptomen führen, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll.

Symptome

Ein Vitamin B12 Mangel bringt eine große Reihe von Symptomen mit sich, die sich grob in drei Kategorien unterteilen lassen: Internistische Symptome, Neurologische Symptome und Psychiatrische Symptome.

Internistische Symptome

Internistischen Symptome sind Symptome, die die inneren Organe des Körpers betreffen. Da Vitamin B12 zur Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird, kommt es im Verlauf zu einer sogenannten Vitamin-b12-Mangelanämie, also Vitamin-B12- bedingten Blutarmut. Der Mangel an roten Blutkörperchen führt dazu, dass die verbleibenden Blutkörperchen mit zu viel Hämoglobin „vollgestopft“ werden und anschwellen. Sie sind dadurch weniger beweglich und können die feine, durchlässige Wandschicht der Gefäße weniger leicht passieren. Das Anschwellen der Erythrozyten nennt man medizinisch makrozytäre Anämie. Diese tritt ähnlich wie beim Eisenmangel durch Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und Antriebsschwäche in Erscheinung – alle leider recht unspezifische Symptome, weswegen die Erkrankung oft lange Zeit nicht erkannt wird.

Da neben der Blutbildung auch die DNA- und Zellbildung schlechter funktioniert, treten auch vermehrt Immunologische Symptome in der Vordergrund, wie beispielsweise vermehrtes Auftreten gewöhnlicher Erkrankungen wie einer Erkältung bzw. gehäufte Infektanfälligkeit.

Weitere Symptome können Bluthochdruck, Allergien, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, eingerissene Mundwinkel (sogenannte Rhagaden) und vermehrtes Auftreten von Aphten und Entzündungen an der Mundschleimhaut sein (siehe: Rote Flecken auf der Zunge). Letztere sind durch die verminderte Zellbildungsrate zu erklären, die mit einem B12-Mangel einhergeht: Mundschleimhaut und Haut sind stark proliferierende, also stets im Umbau befindliche Organe – ein Zellmangel macht sich hier besonders schnell bemerkbar.

In fortgeschrittenen, schweren Stadien reicht die Symptomatik des B12-Mangels über Herzinfarkt, Hirninfarkt, Muskelzittern, Sehstörungen, Inkontinenz, Schwindel und Gangunsicherheit bis hin zur Ohnmacht.

Neurologische Symptome

Neben den internistischen Symptomen kommt es zu einer Reihe neurologischer Symptome. Das liegt daran, dass Vitamin-B12 für den Aufbau der sogenannten Myelinscheide der Nerven benötigt wird. Die Myelinscheide ist quasi die Ummantelung der Nerven, ähnlich wie die Gummischicht, die Stromkabel isoliert. Ohne diese Isolierschicht können Signale schlechter bis gar nicht mehr weitergegeben werden.

Neurologische Symptome treten oft schon vor den körperlichen auf: So kann es zu Missempfindungen mit Störung des Virbationsempfinden kommen, die sich in einer Beeinträchtigung der Tiefensensibilität (symptomatisch durch „prickeln“ der Gliedmaßen) fortsetzt und in fortgeschrittenen Stadien in einer Lähmung enden kann, da auch die Muskulatur von Nerven versorgt wird. Ferner ist das Risiko an Alzheimer-Demenz und anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu erkranken erhöht.

Psychiatrische Symptome

Psychiatrische Symptome bilden einen fließenden Übergang zu den neurologischen und äußern sich in Form von Halluzinationen, Psychosen und Verwirrtheit. Auch Panikattacken und Angstzustände können auftreten.

Da der Vitamin-B12-Mangel eine sehr elementare Ebene der Körperfunktion beeinflusst, sind die möglichen Auswirkungen und Ausprägungen sehr verschieden. Je tiefer die Störung liegt, desto mannigfaltiger sind die Symptome. So ist es auch beim B12-Mangel, was eine schnelle Diagnose und Behandlung oft erschwert. Oft gibt erst die Kombination mehrerer Symptome den entscheidenden Hinweis in die richtige Richtung.

Ursache

Aufnahmestörung

Aufnahmestörungen liegen vor, wenn das Vitamin B12 nicht mehr ausreichend aus dem Verdauungstrakt resorbiert werden kann. Das kann beispielsweise daran liegen, dass Teile des Magen-Darm-Traktes operativ entfernt wurden, wie zum Beispiel nach einer Magenentfernung, oder einer Illeum-Entfernung.

Ferner kann eine chronische Gastritis, also eine chronische Entzündung des Magens, eine Aufnahme des Vitamins verhindern. Im Magen befinden sich die sogenannten Parietalzellen (Belegzellen), die den Intrinsic Factor produzieren. Dieser ist notwendig, um das Vitamin-B12 im Darm aufzunehmen. Bei einer Gastritis ist die Bildung dieses Glykoproteins ebenfalls gestört.

Auch Medikamente können bei dauerhafter Einnahme einen B12-Mangel verursachen: Ein bekanntes Beispiel sind die Protonenpumpeninhibitoren, die meist zusammen mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen eingenommen werden. Ein Vertreter der Protonenpumpeninhibitoren (kurz PPI) ist Pantoprazol. Es verringert die Produktion von der Salzsäure im Magen und schützt somit die Magenschleimhaut. Bei dauerhafter Einnahme verursacht es jedoch einen B12-Mangel. Weitere Medikamente, die die Aufnahme beeinträchtigen, sind das Antidiabetikum Metformin und die ebenfalls zur Hemmung der Magensäuresekretion eingesetzten H2-Rezeptor-Antagonisten (unter anderem: Ranitidin). Diese Ursachen können einer Absorptionsstörung zugrunde liegen.

Aufnahmemangel

Ein Aufnahmemangel ist besonders bei Veganern und Vegetariern typisch: Da Vitamin B12 fast ausschließlich durch tierische Nahrung aufgenommen wird, ist bei Menschen, die auf Fleischprodukte verzichten, auf Dauer ein Mangel zu erwarten. So ist beispielsweise in 100 Gramm Kalbsleber das 20-fache der täglich benötigten Menge an Vitamin B12 enthalten, in Obst, Gemüse und Nüssen hingegen gar keins. Daher sollte während einer Schwangerschaft auf eine vegane Ernährung verzichtet werden um Schäden durch einen möglichen Vitamin- und Nährstoffmangel beim ungeborenen Kind zu vermeiden.

Da Vitamin B12 von Mikroorganismen in der Darmwand gebildet wird, kann eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darmes ebenfalls zu einer verminderten Aufnahme führen. In diese Kategorie fällt auch der übermäßige Alkoholkonsum bzw. Alkoholismus, bei dem sukzessive die Darm- und Magenschleimhaut zerstört werden. Aber auch Fischbandwurmbefall und Zöliakie führen auf Dauer zu einem Aufnahmedefizit.

Alkohol

Sehr häufig kommt es zu einem Vitamin-B12-Mangel aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum. Der Grund ist der, dass durch Alkohol oft eine Magenschleimhautentzündung, meistens chronisch, verursacht wird. Dadurch wird die Bildung des für die Vitamin-B12-Aufnahme notwendigen Intrinsic Factors beeinträchtigt und als Folge kann das Vitamin nicht ausreichend aus den Lebensmitteln aufgenommen werden.

Bei starken Alkoholikern kommt außerdem eine Mangelernährung hinzu. So werden nur einseitige und vitaminarme Produkte oft zu sich genommen. Bei einem langen und chronischen Mangel an Vitamin B12 kann es zu neurologischen Auffälligkeiten kommen. Bei starken Alkoholikern sind diese Auffälligkeiten dann besonders stark ausgeprägt. Bei Patienten, die an einer Alkoholkrankheit leiden, wird auch immer Vitamin B12 (meistens durch eine Injektion) verabreicht, um diese neurologischen Auffälligkeiten auszugleichen.

Lesen Sie mehr unter: Folgen von Alkohol.

Folgen

Bei langem oder oder schwerem Vitamin-B12-Mangel kommt es zunächst zu leichten und später auch zu schwereren Auffälligkeiten.

Zunächst macht sich ein leichter Vitamin B 12 Mangel nicht bemerkbar. Je stärker er wird und je stärker er ausgeprägt ist, desto mehr Beschwerden kommen hinzu. Zu nennen wären zunächst Rhagaden der Mundwinkel (kleine Einrisse) sowie eine entzündliche Schwellung der Zunge (Glossitis).

Bei einem Vitamin-B12-Mangel kommt es auch immer zu einer Blutarmut. Insofern sind bei einem starken Mangel alle Symptome einer Blutarmut vorhanden. Diese wären Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Schwäche sowie erhöhte Infektanfälligkeit.

Bei schwerem und langfristigem Mangel können auch neurologische Beschwerden hinzukommen. Grund ist, dass das Vitamin B12 auch an der Nervenreizweitergabe beteiligt ist. Schwere Mängel können Gang-, und Standunsicherheiten, Zittern und muskuläre Krämpfe auslösen. Vitamin B12 wird auch eine Beteiligung an der Gedächtnisleistung zugeschrieben. Ein langer oder schwerer Mangel an Vitamin B12 könnte sich auch durch eine Störung des Gedächtnisses bemerkbar machen.

Anämie

Eine häufige Folge eines Vitamin B12 Mangels ist eine auch als Anämie bezeichnete Blutarmut.

Für die Blutbildung und für die Sauerstoffbeladung der roten Blutkörperchen ist eine bestimmte Konzentration von Vitamin B12 notwendig und sollte nicht über längere Zeit unterschritten werden. Kommt es infolge einer Vitamin B12 Unterversorgung zu einer verminderten Beladung der roten Blutkörperchen mit Sauerstoff, entstehen erste Symptome.

Die Betroffenen merken meistens eine Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Die Schlafzeiten werden ausgedehnt, die Wachzeiten können mitunter nur noch wenige Stunden am Tag aufrechterhalten werden. Vitamin-B12-Mangel führt auch zu Konzentrationsstörungen, die sich dann meistens zeitgleich bemerkbar machen. Neben den angegebenen Symptomen kommt es auch aufgrund des Sauerstoffmangels zu einer Blässe der Haut, außerdem auch zu abgeblassten Bindehautbereichen.

Die Patienten mit einer schweren Vitamin-B12-Mangel-Anämie treten meistens auch durch eine gedrückte Stimmung in Erscheinung und sprechen langsam. Eine umgehende Behandlung sollte eingeleitet werden. Nach Ausgleich des Vitamin-B12-Mangels kommt es langsam zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens. Die Gabe von Vitamin B12 sollte unter regelmäßigen Laborkontrollen einige Monate durchgeführt werden.

Diagnose

Neben den klinischen Symptomen, die leider relativ unspezifisch sind und auch auf eine Vielzahl anderer Erkrankungen hinweisen können, misst man meist einfach den Vitamin-B12-Spiegel im Blut.

Ein Mangel sollte aber auch anhand dieser 2 Parameter noch nicht diagnostiziert werden: Ein erhöhtes Volumen der roten Blutkörperchen (Laborparameter MCV für Mean Corpuscular Volume) und eine erniedrigte Erythrozytenzahl, sowie ein erhöhter Homocystein- und Methylmalonsäurespiegel sind in Ergänzung dazu richtungsweisend.

Therapie

Jeder Vitamin-B12-Mangel sollte schnellstmöglich behoben werden, um dem Auftreten von Symptomen zuvor zu kommen und eine weitere Verschlechterung des Vitamin-B12-Mangels zu verhindern.

Nach erfolgter Diagnosestellung ist die Therapie relativ einfach und unkompliziert. Es stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Behebung des Vitamin-B12-Mangels zur Verfügung. Vor jeder Behandlung ist zunächst wichtig herauszufinden, was die Ursache des Vitamin-B12-Mangels ist und vor allem wie schwer der Mangel ist.

Therapie bei Aufnahmemangel

Handelt es sich um einen leichteren Vitamin-B12-Mangel aufgrund einer Mangelernährung, ist es notwendig, die Ernährung umzustellen. Vitamin-B12-reiche Lebensmittel sind unter anderem: Vollmilch, Fische, Innereien und rotes Fleisch. Verschiedene Käsesorten haben auch einen, wenn auch etwas niedrigeren Vitamin-B12-Gehalt.

Vitamin B12 kann entweder oral (mit dem Mund aufgenommen) oder intramuskulär (gespritzt) substituiert werden. In aller Regel reichen, je nach Schwere des Vitamin-B12-Mangels, einmonatige Spritzen in den Oberarmmuskel für einige Monate.

Ist der Intrinsic factor ausreichend ausgebildet und reicht nur die mit den Lebensmittel aufgenommene Vitamin-B12-Menge nicht für die Sättigung, kann ein Behandlungsversuch mit Vitamin-B12-Tabletten unternommen werden. Auch diese Einnahme ist über mehrere Monate durchzuführen. Dazu gibt es auch im Internet frei verfügbare Ergänzungspräparate mit Vitamin B12, die in regelmäßigen Abständen eingenommen werden. Zu beachten ist jedoch, dass eine Vitamin-B12-Substitution (z.B. mit Vitasprint) stets in Kombination mit Folsäureaufnahme (Vitamin B9) erfolgen sollte. Die Vitamin-B12-Substitution ist vor allem für Veganer oder Vegetarier sinnvoll, die das Vitamin nicht mit der Nahrung aufnehmen.

Sie sollten jedoch keine eigenmächtige Vitamin B12 Substitution starten, sondern stets Ihren Hausarzt konsultieren und verordnete B12 Präparate nur nach Anweisung einnehmen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Vitamin B12 Präparate.

Therapie bei Resoptionsstörungen

Bei der Umstellung der Ernährung ist es ebenfalls wichtig zu beachten, dass keine Resorptionsstörung vorliegt. Denn wenn die Vitamin-B12-Resorption durch einen Mangel des Intrinsic factors beeinträchtigt ist, können vitaminreiche Lebensmittel den Vitaminmangel nicht ausgleichen. In diesem Fall muss das Vitamin als Injektion zu sich genommen werden. Da man den Intrinsic Factor nicht künstlich hinzugeben kann, muss man den Magen-Darm-Trakt, in dem normalerweise die Vitamin-B12-Aufnahme erfolgt, umgehen.

Bei der Substitutionstherapie reicht die Dosis, die man bei einem Aufnahmemangel geben würde, nicht aus. Bei einer Resorptionsstörung erfolgt dann einfach eine Dosiserhöhung um das Tausendfache des täglichen Bedarfs, von 2-3 Mikrogramm auf 2-3 Milligramm. In der Regel kann bei einer so starken Verfügbarkeit immer noch genügend Vitamin B12 im Körper aufgenommen werden, so dass der Mangel erfolgreich therapiert wird. Außerdem erspart man dem Patienten dauerhafte Injektionen in den Muskel. Eine Überdosierung ist übrigens kaum möglich, da der Körper die entsprechenden Mengen einfach durch die Niere filtert, und mit dem Urin ausscheidet.

Prophylaxe

Eine Prophylaxe ist bei Menschen mit durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten eigentlich nicht notwendig, da die Leber genügend Vitamin B12 für 2-3 Jahre speichert. Bei einem Mangel kann sie also Stück für Stück die benötigte Tagesdosis freisetzen, so dass auch jahrelange vegane oder vegetarische Ernährung noch ohne Symptome bleiben. Der „Ottonormalverbraucher“, der mehrmals im Monat Fleisch konsumiert, muss also keine Prophylaxe betreiben, es sei denn es liegt eine Absorptionsstörung (siehe oben) vor.

Da Vitamin B12 neben Vitamin B6 und Folsäure die Homocysteinkonzentration Blut senkt, wurde lange Zeit zu einer forcierten Substitution eben dieser Vitamine geraten. Homocystein gilt in erhöhter Konzentration als Risikofaktor für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Wirksamkeit dieser Therapie wurde jedoch in mehreren Studien in Frage gestellt, und ist auch heute noch nicht restlos geklärt.

Bei Patienten, die Vitamin B12 nur mangelhaft aufnehmen können, ist eine dauerhafte Substitution zur Prophylaxe indiziert. Diese kann entweder oral oder aber auch intramuskulär erfolgen, falls eine tägliche Substitution nicht erwünscht ist. Dabei wird einfach eine erhöhte Dosis in den Muskel injiziert und in der Leber für längere Zeit gespeichert.

Prognose

Mit einer immer stärkeren Abwendung vor allem der jüngeren Generation vom Konsum tierischer Produkte und einer zunehmend vegetarischen Ernährungsweise rückt neben dem Eisenmangel auch der Vitamin-B12-Mangel verstärkt in den Fokus. Problematisch ist hierbei, dass die ersten Symptome erst Jahre später eintreten und daher nicht unmittelbar mit der veränderten Ernährungsweise in Verbindung gebracht werden. Für Vegetarier und Veganer ist es daher besonders wichtig, sich über etwaige Auswirkungen ihres Verzichtes zu informieren, um frühzeitig gegensteuern zu können.

Vitamin-B12-Mangel bei Kindern

Vitamin-B12-Mangel bei Kinder ist in den meisten Fällen durch eine verminderte Aufnahme über die Ernährung begründet.

Der Intrinsic Factor ist in den meisten Fällen komplett ausgebildet. Ausnahmen bilden Kinder, bei denen es zu einer verminderten oder komplett fehlenden Ausbildung des Intrinsic Factors gekommen ist. Hier kann eine erblich bedingte Ursache Schuld sein.

Man sagt, dass Kinder, die sich komplett vegan ernähren, eine ausreichende Vitamin-B12-Quelle fehlt. Da der überwiegende Anteil von Vitamin B12 aus tierischen Quellen (rotes Fleisch und Fisch und Käse) stammen, fehlen diese Vitaminlieferanten bei den Kindern und müssen unbedingt in künstlicher Weise zugeführt werden. Bei vegetarisch ernährten Kindern ist das Risiko nicht so hoch, da tierische Produkte zu sich genommen werden (Käse und Milch).

Einen Vitamin-B12-Mangel auszugleichen ist bei Kinder besonders wichtig, da nachhaltige und nicht mehr wiedergutzumachenden Entwicklungsschäden daraus resultieren können. Neben der bekannten unter einem Vitamin-B12-Mangel entstehenden Müdigkeit, können auch zum Teil schwere neurologische Auffälligkeiten auftreten. Bei schwerem Vitamin-B12-Mangel in der Kindheit können auch geistige Retardierung entstehen. Ein umgehender Ausgleich eines Vitamin-B12-Mangels ist also anzustreben. Eine vegane Ernährung im Kindesalter sollte unterbleiben.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Eine Übersicht aller Themen der Inneren Medizin finden Sie unter: Innere Medizin A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.01.2019
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