Symptome von Stress

Synonyme

Stressoren, Distress, Eurstress

Englisch: stress

Lesen Sie auch:

Symptome

Symptome von Stress

Die zunächst ablaufende Symptome als Alarmreaktion des Stress zeichnet sich durch die gesteigerte körperliche Aktivierung aus. Nach wenigen Tagen kommt es zu stressbedingten Veränderungen des Organismus. Diese äußert sich in einem vermehrtem Wachstum der Nebennierenrinde und einer reduzierten Immunabwehr.
Besteht der stressauslösende Faktor weiterhin, geht die Alarmreaktion in die Anpassungsphase über, die durch eine erhöhte Toleranz gegenüber dem Stressor charakterisiert ist (Widerstandsphase). Diese erworbene Anpassung ist jedoch zeitlich begrenzt und geht, bei Fortbestehen des Stressors, in die Symptome der Erschöpfungsphase über, in der der Organismus nachhaltige und zum Teil nicht reversible Schädigungen erfährt. Somit werden, wenn dem Körper keine Entwarnung gegeben wird, indem die als belastend erlebte Situation geändert oder verlassen wird, die Stresshormone nicht abgebaut und die Symptome der körperlichen Anspannung bleiben erhalten. So befindet sich der Körper dann in einem chronischen Anspannungs- und Aktivierungszustand.

Stresssymptome äußern sich in Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen und Atembeschwerden. Auch Schmerzen wie etwa Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen können entstehen. Im Magen- Darmtrakt verursacht der Stress Symptome wie Durchfall, Verstopfung, Magendruck, Reizmagen, Reizdarm und Sodbrennen. Es kann zu Appetitlosigkeit oder Heißhunger kommen. Beim Schlafen können Schlafstörungen wie Ein- und Ausschlafstörungen oder Durchschlafstörungen entstehen.

Daneben können unkontrollierbare Symptome wie Zuckungen und Muskelkrämpfe auftreten. Auch kann der Stress Allergien und Hautirritationen verursachen. Die Betroffenen klagen häufig über Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, Vergesslichkeit, Wortfindungsprobleme und leichte Irritierbarkeit.
Auch werden häufig Nägelkauen, Zähneknirschen und Schluckbeschwerden beobachtet. Es treten Ruhe- und Rastlosigkeit und Nervosität auf. Daneben zeigen sich auch chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, sexuelle Probleme und Erektionsprobleme.
Psychische Symptome zeigen sich häufig darin, geistig nicht mehr abschalten zu können, sich fremdbestimmt zu fühlen, sich hilflos zu fühlen, sich überfordert und sich in der Falle zu fühlen, oder wie in einem Hamsterrad gefangen zu sein.

Die Patienten sind gereizt und zeigen zuweilen aggressives Verhalten. Sie sind häufig unzufrieden und lustlos, teilweise antriebslos. Die Betroffenen sind ängstlich, sie befürchten häufig, den beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein und entlassen zu werden. Sie haben häufig Ärger und Wut über sich selbst und über die nachlassende psychische und seelische Belastbarkeit. Sie sind oft deprimiert, da sie an sich und ihren Fähigkeiten zweifeln und sie nicht wissen, wie sie eine Besserung der Beschwerden erreichen können.

Chronischer Stress führt zu folgenden Symptomen, wie Insulinresistenz und damit Diabetes, eine Verschlimmerung bis hin zur Verdopplung der Schübe bei Multipler Sklerose, erhöhtes Risiko für Prostata-Krebs, erhöhtes Brustkrebsrisiko, erhöhtes Risiko für Alzheimer und eine erhöhte Sterblichkeit an kardiovaskulären (Herz und Gefäßsystem) Krankheiten.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012