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Symptome einer Lungenentzündung

Was sind die typischen Beschwerden einer Lungenentzündung?

Bei den Symptomen einer Lungenentzündung unterscheidet man die, die durch eine typische Pneumonie ausgelöst wurden und welche, die durch eine sogenannte atypische Pneumonie ausgelöst wurden.

Typische Pneumonien:
Auffallend bei den sogenannten typischen Pneumonien ist der plötzliche Beginn der Krankheitssymptome mit Schüttelfrost und hohem Fieber. Des Weiteren kommt es zu einem schweren Krankheitsgefühl und schlechtem Allgemeinzustand.

Auch klagen die Patienten mit einer typischen Pneumonie über schleimigen Auswurf (produktiver Husten). Dieser wird oft als rostig-gelb beschrieben. Atemnot kommt in vielen Fällen ebenfalls zu den Symptomen hinzu.
Manchmal ist die Lungenentzündung auch noch von einer Herpesinfektion begleitet (Herpes labialis an der Lippe).
Durch das häufige Husten klagen viele Patienten auch über Lungenschmerzen oder Brustschmerzen.
Beim Abhören der Lunge zeigen sich sogenannte feuchte Rasselgeräusche, im Röntgen zeigen sich an der betroffenen Stelle helle Stellen (Verschattungen), die für ein Lungeninfiltrat sprechen können.

Lesen Sie mehr zum Thema: Röntgen des Brustkorbs (Röntgen Thorax)

Im Labor sind die Entzündungswerte, wie der CRP-Wert oder die Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht. Auch das Procalcitonin ist bei bakteriellen Infektionen hoch.

Nach etwa einer Woche kommt es zum Fieberabfall. Hierbei kommt es zur vermehrten Herzkreislaufbelastung.

Die Symptome einer Lungenentzündung beschränken sich nicht immer nur auf die Lunge, sondern können durch Bakterienausbreitung in die Blutbahn weitere schwerwiegende Symptome verursachen. Lesen Sie dazu auch: Folgen einer Lungenentzündung

Atypische Pneumonie:
Der Krankheitsbeginn der atypischen Pneumonie ist langsam und schleichend. Die Körpertemperatur ist meistens nur leicht erhöht, es kommt meistens nicht zum Schüttelfrost. Begleitend wird die atypische Pneumonie nicht durch schleimigen Auswurf sondern durch trockenen Reizhusten mit wenig Auswurf. Das Allgemeinbefinden kann ebenfalls stark beeinträchtigt sein.
Des Weiteren kommt es auch in vielen Fällen zu Atemnot und Leistungsabfall. Beim Abhören der Lunge fallen in vielen Fällen keine feuchte Rasselgeräusche auf, was die Diagnose sehr trügerisch gestaltet.
In der Röntgenaufnahme können Verschattungen zu sehen sein, müssen aber nicht.
Im Labor sind oft die Entzündungswerte (CRP) ebenfalls erhöht, während die Leukozyten sich aber oft im Normbereich befinden. Das Procalcitonin ist in vielen Fällen nicht erhöht.
Ein klassischen Entfiebern nach einer Woche fällt aufgrund der niedrigen Höhe des Fiebers bei atypischen Pneumonien meistens nicht so sehr auf.
Trotz der zum Teil langsamen und manchmal milderen symptomatischen Verlaufsform der atypischen Pneumonie darf diese Art der Lungenentzündung nicht unterschätzt werden, da es auch hier schnell und überraschend zu einem septischen Krankheitsbild (Blutvergiftung) kommen kann, das ein lebensgefährlichen Zustand für den Patienten bedeuten kann.

Die Symptome einer Lungenentzündung beschränken sich nicht immer nur auf die Lunge, sondern können durch Bakterienausbreitung in die Blutbahn weitere schwerwiegende Symptome verursachen.

Lesen Sie dazu auch: 

Lungenentzündung ohne Fieber

Eine erhöhte Temperatur oder Fieber gehört zu den charakteristischen Symptomen einer Lungenentzündung.

Dennoch können entzündliche Prozesse im Bereich der Lunge auch ohne Fieber auftreten. In solchen Fällen spricht man von einer „kalten Lungenentzündung“. Da bei der kalten Lungenentzündung eines der wichtigsten Symptome fehlt, wird bei den betroffenen Patienten oftmals initial ein grippaler Infekt diagnostiziert. Die kalte Lungenentzündung selbst wird auf Grund der ähnlichen Symptome in vielen Fällen erst sehr spät als solche erkannt.
Eine Lungenentzündung, die kein Fieber verursacht, äußert sich in der Regel durch:

Die Intensität dieser Symptome hängt vor allem vom Alter des Patienten und der Ausprägung der entzündlichen Prozesse ab. Die Lungenentzündung ohne Fieber, ist ebenso wie die klassische Lungenentzündung, ansteckend. (Mehr zum Thema: Lungenentzündung Ansteckungsgefahr)
In den meisten Fällen können bei einem Patienten, der bei einer Lungenentzündung kein Fieber aufweist, virale Erreger (sogenannte Pneumokokken) nachgewiesen werden. Diese, für die Lungenentzündung ohne Fieber, typischen viralen Erreger, werden per Tröpfcheninfektion auf andere Menschen übertragen. Neben den Pneumokokken kommen aber auch bakterielle Erreger als Ursache für die Entstehung einer Lungenentzündung ohne Fieber in Betracht.

Im direkten Vergleich zwischen Kindern und Erwachsenen lässt sich beobachten, dass die Lungenentzündung ohne Fieber wesentlich häufiger bei Kleinkindern und Kindern auftritt. Zudem besteht für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Immunlage ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Lungenentzündung, die kein Fieber hervorruft. Sollten bakterielle Erreger für das Auftreten einer Lungenentzündung ohne Fieber verantwortlich sein, so erfolgt die Behandlung in der Regel über die Gabe eines Antibiotikums. Virale Lungenentzündungen, die kein Fieber hervorrufen, müssen hingegen rein symptomatisch therapiert werden. Betroffene Patienten sollten stets darauf achten, ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Darüber hinaus sollen leichte körperliche Bewegung und spezielle Atemübungen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Lesen sie unter Lungenentzündung ohne Fieber mehr zu diesem Thema.

Kleinkind vs. Erwachsener

Das Auftreten einer Lungenentzündung stellt sowohl beim Kleinkind, als auch beim Erwachsenen keine Seltenheit dar. Dennoch zeigt sich diese Erkrankung in Abhängigkeit vom Alter des Betroffenen durch leicht variable Symptome.

Auch das typische Erregerspektrum stellt sich beim Kleinkind und beim Erwachsenen etwas anders dar. Aus diesem Grund spielt das Alter des Patienten bei der Wahl der am besten geeigneten Behandlungsmaßnahmen eine entscheidende Rolle. Leidet ein Erwachsener an einer Lungenentzündung, ruft diese typischerweise grippeähnliche Symptome hervor.
Ein Erwachsener, der an einer Lungenentzündung erkrankt, entwickelt häufig Symptome wie Gliederschmerzen, Schmerzen in der Brust und im Rücken, eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber, Husten und Luftnot. Beim Kleinkind hingegen sind Symptome wie Trinkunlust oder Weigerung der Nahrungsaufnahme, Husten (mit grünlichem oder gelblichen Auswurf), ein aufgeblähter Bauch, Bauchschmerzen, eine schnelle und flache Atmung und hohes Fieber für eine Lungenentzündung typisch.

Sowohl beim Kleinkind, als auch beim Erwachsenen wird die klassische Lungenentzündung in der Regel durch bakterielle Erreger hervorgerufen. Erkrankt ein Kleinkind an einer Lungenentzündung, so müssen zudem virale Erreger, beispielsweise das Respiratory-Syncytial-Virus (RS-Virus), das Adenovirus und das Influenzavirus (Grippevirus) als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.

Darüber hinaus kann eine Lungenentzündung, die ausgeprägte Symptome hervorruft, bei Frühgeborenen und immungeschwächten Erwachsenen durch Pilze verursacht sein. Bei Neu- und Frühgeborenen, die entsprechende Symptome aufweisen, sollten zudem atypische Erreger, beispielsweise Chlamydien oder Pneumocystis carinii, ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen zur Lungenentzündung beim Kind finden Sie unter:

Schmerzen als Symptom einer Lungenentzündung

Schmerzen sind typische Symptome einer Lungenentzündung.

Je nach Ausprägung der entzündlichen Prozesse können die Schmerzen bei einer Lungenentzündung unterschiedliche Intensität annehmen. Betroffene Patienten klagen vor allem über Schmerzen im Bereich des Brustkorbes, die bis in den Rücken ausstrahlen können. Sind Kleinkinder oder Kinder von einer Lungenentzündung betroffen, so sind auch Schmerzen im Oberbauch typische Symptome.
Bei einer vergleichsweise milden Lungenentzündung treten die Schmerzen in der Regel nur unter Belastung auf. Vor allem die Dehnung des Lungengewebes beim Einatmen geht mit stechenden Schmerzen einher. Typische Symptome bei einer ausgeprägten Lungenentzündung sind hingegen Schmerzen, die sowohl atemabhängig, als auch unabhängig von der Atmung auftreten können.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schmerzen bei einer Lungenentzündung

Die Lungenentzündung und Rückenschmerzen

Die Symptome einer Lungenentzündung umfassen in der Regel deutliche Abgeschlagenheit, Atembeschwerden, Husten mit gelblich oder grünlichem Auswurf, eine Erhöhung der Körpertemperatur (oder Fieber) und Schmerzen im Bereich des Brustkorbes. In Abhängigkeit von der Ausprägung und der exakten Lokalisation der entzündlichen Prozesse, können bei einer Lungenentzündung jedoch auch Rückenschmerzen auftreten.

Die Rückenschmerzen werden von den betroffenen Patienten in der Regel als brennend oder stechend beschrieben. Für das Auftreten von Rückenschmerzen im Zuge einer Lungenentzündung kann es mehrere Erklärungen geben. Zum Einen können die Rückenschmerzen auf eine dem Rücken zugewandte Lokalisation der entzündlichen Prozesse hinweisen, zum Anderen kann eine ausgeprägte Lungenentzündung zu Schmerzen im Bereich der Brust führen, die bis in den Rücken ausstrahlen. Beschreibt ein Patient, der an einer Lungenentzündung leidet, hingegen Rückenschmerzen, die an einen Muskelkater erinnern, so deutet dieses Symptom häufig darauf hin, dass der Betroffene beim Atmen eine Schonhaltung einnimmt und die Rückenmuskulatur vermehrt aktiviert.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.02.2019
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