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Lymphknotenschwellung beim Kind

Definition

Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems.

Eine Schwellung deutet bei Kindern und auch bei Erwachsenen häufig auf eine aktuell ablaufende Infektion hin und ist in vielen Fällen nicht behandlungsbedürftig.

In selteneren Fällen kann sie jedoch ein Hinweis auf eine schwerwiegendere, behandlungsbedürftige Erkrankung sein, sodass ein Arzt hinzugezogen werden muss.

Typische Lymphknotenstationen liegen im Bereich des Halses und der Achseln und im Bereich der Leiste.

Ursachen von Lymphknotenschwellung beim Kind

Die häufigste Ursache für eine Lymphknotenschwellung ist bei Kindern – aber auch bei Erwachsenen – eine Infektion.

Es gibt viele verschiedene Arten von Infektionen, die leicht oder schwerer verlaufen können. Häufig treten geschwollene Lymphknoten zum Beispiel auf, wenn durch eine kleine Verletzung Bakterien in den Körper gelangt sind. Dies kann bereits bei einem Kratzer geschehen wir er beim Spielen entstehen kann. Die Lymphknotenschwellung tritt dann meist in der Nähe des Gebietes auf, in dem der Kratzer liegt. Befindet sich dieser am Arm so kann es beispielsweise zu einer Schwellung von einem oder mehreren Lymphknoten im Bereich der Achsel kommen.

Lymphknoten, die im Rahmen einer Infektion angeschwollen sind, lassen sich in der Regel gut gegen das umgebende Gewebe verschieben, sind eher weich und druckschmerzhaft.

Auch bei schwerwiegenderen Infektionen wie einer Masern- oder Rötelerkrankung kommt es häufig zum Anschwellen von Lymphknoten.

Bei diesen beiden Erkrankungen sind am häufigsten die Lymphknoten im Bereich von Hals und Nacken betroffen, die Schwellung tritt meist beidseitig auf. Mit der Schwellung gehen dann Symptome an der Haut einher, typischerweise rötlicher Ausschlag.

Eine häufig im Jugendalter auftretende Erkrankung ist das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose). Hierbei handelt es sich um eine Virusinfektion mit dem Ebstein-Barr-Virus. Sie zeigt sich oftmals durch Symptome die einem grippalen Infekt ähneln, hinzu kommen Lymphknotenschwellungen, die am ganzen Körper, also unter den Armen, in der Leiste und am Hals auftreten können Die Erkrankung wird in der Regel nur symptomatisch behandelt, das heißt, dass die Beschwerden behandelt werden, jedoch eine generelle Therapie nicht notwendig ist, die Heilung kommt von selbst.

Es können noch zahlreiche andere Infektionen eine Lymphknotenschwellung bei Kindern auslösen, unter anderem die sogenannte Katzenkratzkrankheit, welche durch eine Infektion mit Bartonella henselae entsteht. Auslöser sind Kratzverletzungen durch Katzen. Symptome sind meist vor allem Lymphknotenschwellung am Hals und unter den Armen. Eine Therapie muss nicht immer erfolgen, die Krankheit verläuft in der Regel ohne größere Komplikationen.

Auch das sogenannte Kawasaki-Syndrom kann mit einer Lymphknotenschwellung einhergehen. Begleitend tritt meist hohes Fieber auf, die Erkrankung muss medikamentös behandelt werden. Neben Infektionen können jedoch auch bösartige Erkrankungen, also Krebserkrankungen zu einer Lymphknotenschwellung im Kindesalter führen. Hierzu zählt beispielsweise die Gruppe der Leukämien (weißer Blutkrebs) und Lymphome.

Eine Lymphknotenschwellung, die eher zunimmt und über einen längeren Zeitraum besteht, sowie harte, mit dem umgebenden Gewebe verbackene, schmerzlose Lymphknotenschwellungen können ein Hinweis auf das Vorliegen einer Krebserkrankung sein.

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Diagnose einer Lymphknotenschwellung beim Kind

Oftmals ist ein Arztbesuch aufgrund einer Lymphknotenschwellung des Kindes nicht notwendig.

Wenn die Schwellung nach einigen Tagen von selbst zurückgeht und das Kind sonst keine Symptome aufweist, handelt es sich in der Regel um eine harmlose Infektion. Treten Begleitsymptome wie Ausschlag oder Fieber auf, verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Kindes oder nimmt die Lymphknotenschwellung zu und ist hart und derb so sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

Dieser wird unter anderem danach fragen wie lange die Schwellung schon besteht, ob es Infektionen im Umfeld gab und ob Begleitsymptome bestehen. Dann erfolgt die körperliche Untersuchung, bei der der Arzt sowohl die Lymphknoten beurteilt als auch den restlichen Körper.

Eventuell kann eine Ultraschalluntersuchung des Bauches zum Einsatz kommen. Auch eine Blutentnahme kann notwendig werden. Hier zeigen sich beispielsweise Entzündungszeichen. Auch eine Leukämie kann im Blutbild häufig erkannt werden. In eher seltenen Fällen ist es notwendig, den oder die vergrößerten Lymphknoten zu entfernen, um sie untersuchen zu lassen.

Begleitende Symptome bei einer Lymphknotenschwellung beim Kind

Welche Symptome bei Kindern begleitend zu einer Lymphknotenschwellung auftreten, hängt stark von der auslösenden Ursache ab.

Liegt eine leichte Infektion vor,  so bestehen häufig keine weiteren Symptome. Handelt es sich um eine Infektionserkrankung wie Röteln oder Masern, kommt es begleitend zu einem Ausschlag, der meist an einer Stelle beginnt und sich dann über den Körper ausbreitet und nach einigen Tagen wieder verschwindet.

Auch Fieber kann hier mit auftreten, der Allgemeinzustand des Kindes kann reduziert sein. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber kommt es neben den Lymphknotenschwellungen oftmals zu Grippe-ähnlichen Symptomen, Abgeschlagenheit, vermehrter Müdigkeit und eventuell auch einer Vergrößerung von Leber und/oder Milz.

Diese bemerkt das Kind jedoch meist nicht, sie kann bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches auffallen. Beim Kawasaki-Syndrom kommt es zu einer Schwellung der Halslymphknoten begleitet von meist hohem Fieber, Rötung der Handflächen und Fußsohlen und eventuell einem Hautausschlag. Die Zunge ist meist stark gerötet und glänzt, die Lippen sind rot, trocken und rissig.

Ist eine Leukämie Ursache für die Lymphknotenschwellung so kann das Kind dadurch auffallen, dass es müde und antriebslos wirkt, schnell blaue Flecken bekommt und häufig an Infekten der oberen Atemwege leidet. Die Lymphknoten sind meist derbe geschwollen, kaum verschieblich und nicht schmerzhaft.

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Schmerzen

Das Vorkommen von schmerzhaften Lymphknoten während einer viralen oder bakteriellen Entzündung beim Kind ist häufig Teil der Immunantwort des Körpers und nicht gefährlich.

Hat ein Kind starke Schmerzen, so können die Eltern Paracetamol oder Nurofen-Saft zur Stillung der Schmerzen und Entzündungshemmung geben.
Die Dosis muss an das Gewicht des Kindes angepasst werden.

Im Rahmen der Heilung des Infektes sollte auch die schmerzhafte Schwellung der Lymphknoten zurückgehen.
Bei einem bakteriellen Infekt wird der Arzt je nach klinischem Befund gegebenenfalls Antibiotika verschreiben.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Da es bei Kindern vor allem in der Kindergartenzeit vermehrt zu unbedenklichen Infekten mit Beteiligung der Lymphknoten kommt, sollte ein kurzzeitiges Anschwellen dieser an sich kein Symptom sein, weswegen ein Arzt aufgesucht wird.

Ist ein Infekt jedoch außergewöhnlich stark und der Allgemeinzustand des Kindes schlecht, so ist ein Besuch beim Kinderarzt angebracht.

Außerdem muss bei langsam und stetig wachsenden, nicht schmerzhaften Lymphknoten ein Krebsleiden ausgeschlossen werden.
Ein Anhaltspunkt für ein malignes Geschehen ist, wenn der Lymphknoten sich nicht verschieben lässt.

Lymphknotenschwellung beim Kind mit Fieber

Eine Lymphknotenschwellung im Kindesalter, die mit Fieber einhergeht, wird meist durch eine Infektion ausgelöst. Das kann eine lokale Infektion sein, zum Beispiel bei einer Entzündung eines Lymphknotens oder eine systemische Infektion die den ganzen Körper betrifft. Beispiele hierfür sind Erkrankungen wie Masern, Röteln oder das Kawasaki-Syndrom.

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Therapie und Behandlung von Lymphknotenschwellung beim Kind

Die Behandlung einer Lymphknotenschwellung hängt maßgeblich von den Symptomen und der auslösenden Ursache ab.

Ist das Kind bis auf die Schwellung nicht beeinträchtigt, so müssen in der Regel keine therapeutischen Maßnahmen erfolgen.

Kommt es begleitend zu Fieber, so können zum Beispiel Wadenwickel die Beschwerden etwas lindern. Hierzu werden Handtücher oder Waschlappen in lauwarmes Wasser getaucht und dann feucht um die Unterschenkel gewickelt. Hierdurch soll das Fieber etwas gesenkt werden.

Besteht Fieber, sollte jedoch auch der behandelnde Kinderarzt aufgesucht werden. Dieser kann fiebersenkende Medikamente verordnen, zum Beispiel Paracetamol in Tabletten- oder Zäpfchenform. Der Arzt entscheidet dann, ob weitere therapeutische Maßnahmen notwendig sind.

Bei Infektionserkrankung wie Masern, Röteln oder dem Pfeifferschen Drüsenfieber helfen bei Vorhandensein von Fieber fiebersenkende Mittel sowie körperliche Ruhe und eine ausreichend Flüssigkeitszufuhr.

Ansonsten gilt: Die Lymphknotenschwellung sollte beobachtet werden. Nimmt sie zu oder handelt es sich um harte, unverschiebliche und schmerzlose Lymphknotenschwellung, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ist die Ursache für die Lymphknotenschwellung eine Leukämie, so muss ein Facharzt für Krebserkrankungen im Kindesalter (Kinderonkologe) aufgesucht werden, dieser entscheidet dann über die weitere Therapie.

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Dauer der Lymphknotenschwellung beim Kind

Die Dauer einer Lymphknotenschwellung hängt stark von der auslösenden Ursache ab. Bei einer Schwellung im Rahmen einer Infektion klingt diese nach Beendigung der Infektion wieder ab.

Bis sie vollständig verschwunden ist, kann es mehrere Wochen dauern. Bei einer Lymphknotenschwellung, die im Rahmen einer kleinen Bagatellverletzung (Kratzer) aufgetreten ist, kann die Schwellung schon nach 1-2 Tagen wieder deutlich rückläufig sein.

Lymphknotenschwellung im Rahmen einer Leukämie oder eines Lymphoms bestehen meist über einen längeren Zeitraum hinweg, die Dauer ist dann auch maßgeblich von der Therapie abhängig.

Lymphknotenschwellung in der Achsel

In der Achsel und unter dem Brustmuskel liegend befinden sich zahlreiche Lymphknoten, die zum axillären Filtersystem der Lymphe im menschlichen Körper gehören.

Kommt es zu pathologischen Vorgängen in diesen Regionen, schwellen die Lymphnoten reaktiv in der Achsel an.
Das ist zum Beispiel der Fall bei


Außerdem ursächlich für Lymphnotenschwellungen in der Achsel können

Lymphknotenschwellung am Hals

Die Lymphknoten am Hals sind eine der drei Hauptlymphknotenansammlungen.

Sie können beispielsweise bei Infekten wie einer Bronchitis, Mandelentzündung oder auch bei einer einfachen Erkältung anschwellen.

Man kann sie im Bereich des seitlichen Halses, des Nackens, unterhalb des Unterkiefers und oberhalb des Schlüsselbeins tasten. Auch bei Infektionen wie Masern oder Röteln kommt es zu einem Anschwelle der Halslymphknoten. Die Schwellung im Rahmen einer Infektion geht in der Regel nach Abklingen dieser rasch wieder zurück.

Doch auch bei einer Krebserkrankung wie der Leukämie (weißer Blutkrebs) kann es zu einem Anschwellen der Halslymphknoten kommen, die Schwellung ist dann oft chronisch, besteht also über einen längeren Zeitraum.

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Lymphknotenschwellung am Nacken

Wie auch die Lymphknoten am seitlichen Hals können die Lymphknoten im Nacken bei Infekten der Atemwege oder Infektionserkrankungen wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber oder einer Röteln-Infektion angeschwollen sein. Auch bei einer Krebserkrankung kann es zu einem Anschwellen der Lymphknoten im Nackenbereich kommen.

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Einseitige Lymphkotenschwellung

Eine einseitige Lymphknotenschwellung tritt oftmals bei einer lokalen Infektion auf.

Eine lokale Infektion liegt beispielsweise dann vor, wenn das Kind sich verletzt (ein Kratzer reicht schon). Dann können Bakterien durch diese Verletzung über die Haut in den Körper eindringen. Sie werden dann in der nächsten Lymphknotenstation sozusagen kontrolliert und die Lymphknoten versuchen, sie zu bekämpfen. Dies führt zu einem Anschwellen der betroffenen Lymphknoten.

Liegt hingegen eine systemische Infektion vor also eine Infektion die den ganzen Körper betrifft, so sind die Lymphknoten oftmals beidseitig angeschwollen. Beispiele für solche Infektionen sind Infekt der Atemwege, Erkältungen, Grippe, Masern, Röteln und das Pfeiffersche Drüsenfieber.

Generalisierte Lymphknotenschwellung beim Kind

Eine generalisierte Lymphknotenschwellung meint ein Anschwellen von Lymphknoten aller Lymphknotenstationen, also insbesondere im Bereich beider Leisten, beider Achseln und auf beiden Seiten des Halses.

Eine solche generalisierte Schwellung kann verschiedene Ursachen haben, sie kommt eher selten vor. Eine mögliche Ursache ist beispielsweise das Vorliegen einer HIV-Erkrankung. Doch auch beim eher harmlosen Pfeifferschen Drüsenfieber kann eine generalisierte Lymphknotenschwellung vorkommen.

Lymphknotenschwellung in der Leiste

Bei Kindern sind Lymphknotenschwellungen im Bereich des Halses am häufigsten. Doch auch in der Leiste kann es zu einem Anschwellen von Lymphknoten kommen. Ursache kann hier beispielsweise eine kleine Verletzung sein. Nach Abklingen dieser zeigt sich die Schwellung in der Regel rückläufig. Besteht die Schwellung über eine längere Zeit fort oder nimmt sie zu, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Lymphknotenschwellung nach einem Insektenstich

Nach einem Insektenstich kann es als reaktive Immunantwort des Körpers zu Lymphknotenschwellungen kommen.

Ist jemand allergisch gegen eine bestimmte Form von Insektenstichen, kann es zu einer allergischen Reaktion mit Rötung und Schwellung an der Einstichstelle kommen.
Dies führt dazu, dass die Gefäße der Kapillaren durchlässiger werden und mehr Flüssigkeit ins Gewebe gelangt.
Das bringt allerdings meist einen Lymphstau mit sich, was wiederum die Lymphknoten reagieren und anschwellen lässt.

In einigen Fällen gelangen auch Krankheitserreger durch einen Stich in die Blutbahn, was ebenso eine Reaktion nach sich zieht.

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Lymphknotenschwellung nach einer Erkältung

Die häufigste Form der Lymphknotenschwellung tritt nach harmlosen bakteriellen oder viralen Erkältungskrankheiten auf.

Im Rahmen der Infektion werden die Erreger zu den nächstgelegenen Lymphknotenstationen transportiert, die einen essentiellen Bestandteil der Immunabwehr gegen die Erkrankung darstellen. Unter Umständen schwellen die Lymphknoten als Reaktionen auf den Erregerkontakt an und verursachen Schmerzen. Bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege sind vor allem Halslymphknoten betroffen. Selten können auch Lymphknoten am Nacken, hinter den Ohren, um das Schlüsselbein oder in der Achsel angeschwollen sein. Nach der Erkältung bildet sich die Schwellung zurück.

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Lymphknotenschwellung nach einer Impfung

Impfungen sind eine Errungenschaft der modernen Medizin, die es geschafft haben, dass deutlich weniger Kinder an Infektionskrankheiten erkranken, sterben oder davon Schaden tragen.
Trotz strenger Zulassungsbedingungen, kann es in seltenen Fällen zu Impfreaktionen oder Komplikationen kommen.

Je nach Impfstoff werden Teile des Erregers in den Organismus des Kindes gegeben, um das Immunsystem des Kindes zu aktivieren und zu schulen.
Eine Immunantwort des Körpers ist also erwünscht und Teil der Immunisierung bei Impfungen.

  • So kann sich bei einer lokalen Reaktion eine Rötung der Einstichstelle mit Schwellung der regionalen Lymphknoten entwickeln.
    Dies wird in rund 1 von 100 Fällen berichtet und bedarf keiner weiteren Therapie.
     
  • Außerdem kann es 1-4 Wochen nach einer Impfung zu einer Impfkrankheit kommen.
    Das bedeutet, dass die Krankheit, die durch die Erreger in der Impfung ausgelöst werden, in abgeschwächter Form durchgemacht wird.

    Hier werden leichte Grippesymptome, erhöhte Temperatur, Hautausschläge und auch Schwellungen von Lymphknoten beobachtet.

All dies zeigt die funktionierende Antwort des Körpers auf eindringende Erreger.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel: Schmerzen nach einer Impfung - Das sollten Sie beachten

Lymphknotenschwellung als Hinweis auf einen Tumor

Die Lymphknotenschwellung kann auch bei einem Kind in seltenen Fällen ein Hinweis auf einen Tumor sein.
Entzündungen als Ursache für Schwellungen der Lymphknoten sind zwar viel häufiger, aber maligne Geschehen müssen als Differentialdiagnose immer mitbedacht werden.

  • Bei einer schmerzlosen, stetig zunehmenden Vergrößerung von Lymphknoten kann möglicherweise ein Tumor vorliegen.
     
  • Schlechte Verschieblichkeit des Lymphknotens gegenüber seines umliegenden Gewebes kann außerdem ein Hinweis auf Malignität sein.
     
  • Zusätzlich ist erwähnenswert, dass bei tumorösen Geschehen die Knoten eher steinhart oder gummiartig tastbar sind.

Unspezifische Symptome, die auf eine Krebserkrankung hinweisen sind zudem:

  • Gewichtsabnahme,
  • erhöhte Infektanfälligkeit,
  • Knochenschmerzen,
  • starkes nächtliches Schwitzen,
  • Zunahme von blauen Flecken und
  • eine generelle Abnahme des Allgemeinbefindens.

All diese Beschreibungen für einen Tumor treffen allerdings auch auf den Zustand bei einer Tuberkuloseinfektion zu.

Eine der Krebserkrankungen beim Kind, die in 60% der Fälle mit einer Lymphknotenschwellung einhergeht, ist die akute Leukämie.
Um hier weitere diagnostische Schritte durchzuführen, wird der behandelnde Arzt zuerst eine Blutabnahme mit Blutausstrich veranlassen.
Eine Knochenmarkspunktion ist dann jedoch unerlässlich, um eine definitive Diagnose stellen zu können.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 21.03.2019
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