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Schmerzen nach einer Impfung

Einleitung

Schmerzen nach Impfung treten sehr häufig auf. Meist schmerzt lediglich der Bereich um die Einstichstelle. Dort kann es ebenfalls zu einer Rötung und Schwellung kommen. Diese Anzeichen deuten auf die Auseinandersetzung des körpereigenen Immunsystems mit dem Impfstoff hin. Diese lokalen Reaktionen stellen im Regelfall keinen Grund zur Sorge dar und verschwinden innerhalb weniger Tage nach der Impfung von selbst wieder.

Ursachen

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Impfstoffen – die Lebend- und die Totimpfstoffe. Bei den Lebendimpfstoffen (zum Beispiel Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff) werden lebende Krankheitserreger in abgeschwächter Form in den Körper injiziert. Bei den Totimpfstoffen (zum Beispiel Grippeimpfung, Tollwut-Impfung) werden die Krankheitserreger zuvor komplett abgetötet und lediglich immunaktive Fragmente der Erreger in den Körper injiziert. Bei den Totimpfstoffen kann auch das Gift bestimmter Erreger in abgewandelter Form appliziert werden. Man spricht dann von einem Toxoidimpfstoff. Beispiele sind die Tetanus- und Diphtherie-Impfungen. Alle Impfstoffe haben jedoch gemeinsam, dass sie das Immunsystem aktivieren und zu einer Antikörperproduktion führen sollen. Dadurch soll der Patient bei einer möglichen echten Infektion bereits gerüstet sein und die Krankheit dadurch abwehren können.

Wird nun ein Impfstoff in den Arm gespritzt, so setzt sich der Körper bereits an dieser Stelle mit den eingebrachten Partikeln auseinander. Die Impfstelle kann anschwellen, sich röten und schmerzen. Diese Reaktion ist demnach durchaus erwünscht und zeigt nur an, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert. Ernsthafte und gefährliche Reaktionen auf Impfungen sind hingegen sehr selten. In manchen Impfstoffen sind zudem Zusätze enthalten, die die Immunreaktion des Körpers verstärken und noch mehr Immunzellen an den Ort der Einstichstelle locken sollen. Diese Zusätze werden als Adjuvanzien bezeichnet. Sie können jedoch eine Reizung des Gewebes verursachen und dadurch ebenfalls Schmerzen hervorrufen. Bei Lebendimpfstoffen treten oftmals weniger Schmerzen auf als bei Totimpfstoffen, da in Lebendimpfstoffen weniger oder keine Adjuvanzien beigemischt sind. Diese würden den Lebendimpfstoff ansonsten in seiner Wirksamkeit beeinträchtigen.

Begleitende Symptome

Schmerzen nach einer Impfung sind meist mit einem Muskelkater in dem beimpften Muskel zu vergleichen. Da heutzutage die meisten Impfungen in den Oberarm erfolgen, ist im Regelfall der Musculus deltoideus betroffen. Bewegungen mit dem Arm können über mehrere Tage schmerzhaft sein, insbesondere wenn der Arm seitlich angehoben werden soll. Zusätzlich kann eine Rötung und/oder Schwellung der Einstichstelle auftreten.

Manche Menschen reagieren auf Impfungen zudem mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder sogar Fieber. Auch Gliederschmerzen und Kopfschmerzen sind mögliche Symptome. Dies deutet auf die ablaufende Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff hin. In der Regel sind diese Symptome harmlos und legen sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Nicht jeder Mensch reagiert in dieser Art und Weise auf eine Impfung. Auch wenn jegliche Symptome ausbleiben, kann von einer Wirksamkeit der Impfung ausgegangen werden. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich sensibel auf die eingebrachten Stoffe. Ernsthafte Impfreaktionen sind sehr selten. Schwillt der beimpfte Arm stark an oder tritt im Anschluss an eine Impfung hohes Fieber und/oder Atemnot auf, so sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Schmerzen und Fieber nach Impfung

Gerade bei Kindern treten Schmerzen nach einer Impfung häufig in Kombination mit Fieber auf. Das Fieber zeigt die (erwünschte) Reaktion des Immunsystems auf die Impfung an und klingt für gewöhnlich nach einem oder wenigen Tagen wieder ab. Im Fall von Fieber und Schmerzen nach einer Impfung können dem Kind fiebersenkende Medikamente verabreicht werden.

Ist das Fieber ungewöhnlich hoch oder hält es sehr lange an, sollte jedoch erneut ein Arzt aufgesucht werden und von der vorangegangenen Impfung berichtet werden. In seltenen Fällen ist es möglich, dass durch das Fieber ein Fieberkrampf ausgelöst wird. Gerade Eltern von bereits einmal betroffenen Kindern sollten im Falle von Fieber nach einer Impfung frühzeitig mit der Fiebersenkung beginnen.

Unter Umständen ist es möglich, bereits prophylaktisch ein fiebersenkendes Medikament zu geben. Das muss aber mit dem behandelnden Kinderarzt besprochen werden.

Auch bei Erwachsenen kann es nach einer Impfung zu Fieber in Kombination mit Schmerzen kommen. Schmerzen können in Form von lokalem Schmerz an der Einstichstelle, aber auch als generalisierte Glieder- oder Muskelschmerzen wahrgenommen werden. In beiden Fällen ist es wichtig sich in der ersten Zeit nach der Impfung körperlich zu schonen. Auch Erwachsene können bei Fieber und Schmerzen fiebersenkende Medikamente einnehmen.

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Schmerzen und Rötung nach Impfung

Eine gerötete und häufig auch geschwollene Einstichstelle gehört zu den häufigsten lokalen Impfreaktionen. Häufig geht diese Rötung auch mit Schmerzen, ähnlich dem Schmerz bei Muskelkater, einher. Diese Reaktion auf eine Impfung ist harmlos und zeigt die erwünschte Reaktion des Immunsystems auf die verabreichte Impfdosis an. Meist verschwinden die Schmerzen und die Rötung schon nach einem bis drei Tagen wieder vollständig. Eine vorübergehende Kühlung kann zudem Abhilfe schaffen.

Diagnostik

Diagnostisch ist es sehr einfach, Schmerzen nach einer Impfung festzustellen. Die Beschwerden und ihr zeitliches Auftreten im Anschluss an eine Impfung sind sehr typisch und in der Regel harmlos. Bei Inspektion der Einstichstelle können sich eine Rötung und Schwellung zeigen. Eine weiterführende Diagnostik ist im Normalfall nicht erforderlich.

Therapie

Schmerzen nach einer Impfung bedürfen in der Regel keiner Therapie. Der Arm sollte vorübergehend möglichst wenig belastet werden. Die Kühlung der Einstichstelle kann die Schmerzen lindern. Bei stärkeren Beschwerden kann auch ein Schmerzmittel eingenommen werden. Sollte es sich um eine ausgeprägte Impfreaktion mit starker Schwellung, Ausschlag am ganzen Körper, Schwellungen im Gesichtsbereich und/oder Atemnot handeln, so sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Dieser entscheidet dann, was weiterführend getan werden muss.

Homöopathie

In der Homöopathie werden verschiedene Mittel empfohlen, die zur Behandlung von Impfreaktionen eingesetzt werden können, beispielsweise Thuja. Da es sich jedoch in der Regel um harmlose Impfreaktionen handelt, wenn überhaupt eine Impfreaktion auftritt, bedürfen diese in der Regel keinerlei Therapie. Die prophylaktische Gabe von homöopathischen Mitteln vor einer Impfung ist daher fragwürdig. Will man stärkere Impfreaktionen im Anschluss an eine Impfung homöopathisch behandeln, so können je nach Beschwerdebild unterschiedliche Präparate zur Anwendung kommen, beispielsweise Silicea, Belladonna, Aconitum, Mercur oder Sulfur. Die Therapie sollte jedoch von einem erfahrenen Homöopathen eingestellt werden. Von einer Selbstmedikation ist abzusehen.

Kälte oder Wärme bei Schmerzen nach der Impfung

Besonders wenn Schmerzen in Kombination mit einer Schwellung und Rötung rund um die Einstichstelle einhergehen, ist es ratsam die Stelle zu kühlen. Eine Kühlung kann zur Linderung der Schmerzen führen und die Schwellung zurückgehen lassen. Jedoch sollte zum Kühlen, gerade bei Kindern, lediglich ein Kühlpad aus dem Kühlschrank und nicht aus dem Eisfach verwendet werden. Dieses sollte dann auch maximal zehn Minuten am Stück auf der betroffenen Stelle liegen, um diese nicht zu unterkühlen.

Prognose

Die Prognose von Schmerzen nach Impfungen ist sehr gut. In der Regel legen sich die Beschwerden innerhalb von drei Tagen nach der Impfung von selbst wieder. Kühlende Maßnahmen und die vorübergehende Ruhigstellung des Arms können dabei helfen.

Wie lange dauern Schmerzen nach der Imfpung an?

Schmerzen nach einer Impfung bestehen in der Regel nur über wenige Tage. Bei den meisten Menschen legen sie sich nach spätestens drei Tagen. In wenigen Fällen können sich die Schmerzen auch über längere Zeit hinziehen, jedoch sollte nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung der Beschwerden erkennbar sein.

Wann darf man bei Schmerzen nach der Impfung wieder Sport machen?

Leichte Schmerzen rund um die Einstichstelle und im betroffenen Muskel zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen nach einer Impfung.
Generell gilt, dass am Tag der Impfung schwere körperliche Aktivitäten möglichst vermieden werden sollten. Gerade wenn Schmerzen aufgetreten sind, sollte der Betroffene warten, bis diese abgeklungen sind.

Dies ist meist bereits nach einem oder wenigen Tagen der Fall. Dann können auch sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden. Sofern es nach einigen Tagen jedoch nicht zu einem Abklingen der Schmerzen kommt oder sich diese sogar verschlimmern ist ein erneuter Arztbesuch notwendig.

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Prophylaxe/Vermeiden

Schmerzen nach einer Impfung lassen sich nicht immer vermeiden, da die Beschwerden durch die Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff sowie durch dem Impfstoff beigesetzte Zusätze ausgelöst werden. Um die Schmerzen jedoch so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, den Arm während der Impfung locker hängen zu lassen und nicht anzuspannen. Die Impfung an sich wird dann weniger schmerzhaft sein.
Im Anschluss sollte der Arm möglichst wenig bewegt werden.

Sport oder sonstige anstrengende Aktivitäten sollten am Tag der Impfung vermieden werden, sodass der Körper genügend Zeit und Ruhe hat, sich mit dem Impfstoff auseinander zu setzen.

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Zudem kann man nach der Impfung einen Eisbeutel auf die Impfstelle legen. Dies kann Schmerzen lindern und wirkt zudem abschwellend. Dabei sollte man darauf achten, dass der Arm nicht zu stark heruntergekühlt wird. Ansonsten kann es zu Erfrierungen kommen.

Schmerzen nach einer Impfung beim Baby/Säugling

Babys werden bis zum 18. Lebensmonat nicht in den Oberarm, sondern in einen Oberschenkelmuskel (Musculus vastus lateralis) geimpft. Die Oberarmmuskulatur ist in diesem Lebensalter noch nicht genügend ausgeprägt. Ins Gesäß wird heutzutage nicht mehr geimpft, da dort die Resorption des Impfstoffes zu unsicher und die Wirksamkeit der Impfung damit nicht gesichert genug ist. Babys weinen in der Regel, wenn sie geimpft werden, da sie mit dem Stich nicht rechnen. Zudem entwickeln sie die gleichen Impfreaktionen wie erwachsene Menschen, das heißt die Einstichstelle kann ihnen über ein paar Tage Schmerzen bereiten. Solche Impfreaktionen bestehen bei schätzungsweise 10% der geimpften Säuglinge. Die Schmerzen sollten jedoch nach wenigen Tagen nachlassen. Wenn sich die Einstichstelle verändert, stark anschwillt oder das Baby Ausschlag oder Atemnot entwickelt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Schmerzen nach Impfung beim Kind

Schmerzen nach einer Impfung treten bei Kindern meist über der Injektionsstelle auf. Häufig kommt es dann zeitgleich zu einer Rötung und Schwellung in diesem Bereich. Die Schmerzen treten nach zwei bis drei Tagen auf und verschwinden ebenso schnell von allein. Solche Schmerzen sind nicht als Impfkomplikation, sondern vielmehr als natürliche Impfreaktion zu werten. Dem kindlichen Immunsystem wird ein Impfstoff präsentiert und fängt an dagegen zu arbeiten, um geeignete Abwehrstoffe zum Schutz zu produzieren. Dies kann dann eben zu einer Lokalreaktion an der Einspritzstelle führen.

In einigen Fällen tritt neben der Lokalreaktion eine Allgemeinreaktion des Körpers gegen den Impfstoff auf. Die Kinder können dann über Kopf- und Gliederschmerzen klagen. Hinzu kommen meist ein allgemeines Unwohlsein, sowie ein leichter Temperaturanstieg. Da vor allem Kleinkinder Schmerzen noch nicht richtig lokalisieren können, klagen Kinder meist über Bauchschmerzen. Dies kann auch nach einer Impfung vorkommen. Schwellen als Immunreaktion die Lymphknoten im Bauch an, kann dies ebenfalls Bauchschmerzen verursachen. Die Schmerzen die im Zuge einer Impfung auftreten sind allesamt als unbedenklich einzustufen und verschwinden nach kurzer Zeit von ganz allein. Wichtig ist es die Schmerzen bei einer Impfung für Kinder so gering wie möglich zu halten. Entsprechend viele Strategien wurden von Kinderärzten entwickelt den Stress für das Kind beim Impfen so gering wie möglich zu halten.

Weitere Informatinen finden Sie auf unserer Hauptseite: Impfung

Schmerzen im Bereich des Armes/der Schulter

Ab dem 18. Lebensmonat werden Kinder so wie auch Erwachsene in der Regel in den Oberarm geimpft. Der beimpfte Muskel (Musculus deltoideus) kann im Anschluss an die Impfung für einige Tage Schmerzen bereiten. Dies liegt sowohl an der Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff als auch an dem Impfstoff möglicherweise beigesetzten Adjuvanzien, die die Immunreaktion verstärken sollen, jedoch gleichzeitig eine reizende Wirkung auf das Gewebe haben. Für ein paar Tage kann es daher schmerzhaft sein, Bewegungen mit dem Arm auszuführen. Besonders das Anheben des Armes oder Druck auf die Einstichstelle werden als schmerzhaft empfunden. Der Arm sollte daher in dieser Zeit möglichst wenig belastet werden. Die Einstichstelle kann gekühlt werden, um die Schmerzen zu lindern.

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Schmerzen im Oberarm nach der Impfung

Innerhalb der ersten Tage nach einer Impfung können eine Rötung, Schwellung oder Schmerzen an  der Impfstelle auftreten. Da bei einer Impfung meist in den Oberarm gespritzt wird, treten die Schmerzen dann an dieser Stelle auf. Die Schmerzen kommen zum einen durch die Injektion an sich, zum anderen durch die Lokalreaktion des Immunsystems, zustande. In dieser Lokalreaktion reagiert das Immunsystem auf den ihm präsentierten Impfstoff mit einer spezifischen Abwehrbildung. Durch die Schwellung und Rötung können eben auch Schmerzen im Oberarm nach der Impfung auftreten. Diese verschwinden nach einigen Tagen jedoch von selbst. Der Arm kann in dieser Zeit vor starker körperlicher Anstrengung geschont werden. In manchen Fällen schafft auch eine einfache Kühlung schon Abhilfe. Sind die Schmerzen sehr stark, kann ebenso auf schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol zurückgegriffen werden.

Schmerzen nach verschiedenen Impfungen

Schmerzen nach einer Tetanus-Impfung

Die Tetanusimpfung verursacht häufiger Schmerzen als andere Impfungen. Geimpfte Personen klagen häufig über Schmerzen im beimpften Arm, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die lokalen Reaktionen nach einer Tetanus-Impfung sind auf das dem Impfstoff zugesetzte aluminiumhaltige Adjuvans zurückzuführen. Adjuvanzien sind Stoffe, die den Impfstoffen beigemischt werden, um die Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff zu verstärken. Diese Stoffe führen jedoch auch zu einer lokalen Reizung des Gewebes, was die Schmerzen im Anschluss an die Impfung erklärt. In Lebendimpfstoffen sind diese Zusätze nicht enthalten, da sie die Wirksamkeit des Lebendimpfstoffes beeinträchtigen würden. Da es sich bei der Tetanusimpfung jedoch um einen Totimpfstoff handelt und die Adjuvanzien als Wirkverstärker beigesetzt sind, wird diese Impfung oft als schmerzhafter erlebt als andere Impfungen. Dennoch halten die Schmerzen nach einer Tetanusimpfung in der Regel ebenfalls nicht länger als wenige Tage an und bessern sich von selbst wieder.

Schmerzen nach einer Grippeimpfung

Die Grippeimpfung gehört, wie viele andere Impfungen auch, zu den gut verträglichen Impfungen. Schwere Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Nichtsdestotrotz ist auch bei der Impfung gegen Grippe eine lokale Reaktion an der Einstichstelle nicht auszuschließen. Neben Rötung und Schwellung können hier auch Schmerzen auftreten.

Desweiteren sind generalisierte Reaktionen des Körpers auf die Impfung möglich. Dazu zählen ein Gefühl der Abgeschlagenheit, Müdigkeit und auch Muskel- bzw. Gliederschmerzen wie bei einem aufkommendem Infekt. Gegen die lokalen Schmerzen im Rahmen der Grippeimpfung kann eine Kühlung der betroffenen Stelle helfen. Treten Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen auf so empfiehlt sich eine körperliche Schonung bis diese abgeklungen sind.

Schmerzen nach Pneumokokkenimpfung

Schmerzen nach einer Pneumokokkenimpfung gehören zu den häufigeren Impfreaktionen. Sie treten besonders direkt um die Einstichstelle auf, verbunden mit einer Rötung und Schwellung der Stelle. Diese vorübergehende Reaktion verschwindet für gewöhnlich nach einem bis drei Tagen wieder vollständig.

Seltener treten generalisierte Schmerzen der Muskeln auf; dann häufig in Kombination mit anderen Symptomen wie Fieber, Magen-Darm-Beschwerden oder Schläfrigkeit. Auch diese Symptome halten normalerweise nur wenige Tage an.

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Schmerzen nach Typhusimpfung

Die Impfung gegen Typhus ist in zwei verschiedenen Formen möglich. Neben der Injektion in einen Muskel ist auch eine Schluckimpfung möglich. Bei der Injektion zählen Schmerzen rund um die Einstichstelle zu den häufigsten Nebenwirkungen. Diese klingen nach einem oder wenigen Tagen jedoch wieder vollständig ab.

Im Falle der Schluckimpfung treten häufiger Allgemeinsymptome auf als bei der Injektion. Es kann zu Schmerzen im Magen-Darm-Bereich kommen, verbunden mit Durchfall oder Übelkeit. Zudem können beide Typen der Impfung generalisierte Gliederschmerzen auslösen. Auch diese Symptome verschwinden für gewöhnlich nach wenigen Tagen wieder.

Schmerzen nach Meningokokkenimpfung

Wie bei annähernd jeder Impfung können auch nach der Meningokokkenimpfung lokale Schmerzen, Rötung und Schwellung auftreten.
Diese harmlose Impfreaktion vergeht nach kurzer Zeit wieder. Auch kann es zu generalisierten Symptomen kommen. Dabei kann es unter anderem zu Kopfschmerzen kommen. Sehr selten wird eine vorübergehende Nackensteife beschrieben.

In diesem Fall sollte unbedingt erneut ein Arzt aufgesucht werden und von der vorangegangenen Impfung berichtet werden. Auch Schmerzen im Magen-Darm-Trakt können auftreten; häufig in Kombination mit Übelkeit oder Durchfall. Schmerzen können auch im Bereich der Arme und Beine vorkommen. Dann wird sowohl von Gelenk- als auch von Muskel- oder Gliederschmerzen, wie bei einem aufkommenden Infekt, berichtet.

Lesen Sie auch weiter unter: Impfung gegen Meningokokken

Schmerzen nach Impfung gegen FSME (Zeckenimpfung)

Wie bei jeder Impfung kann auch bei der FSME-Impfung gegen Frühsommer-Menigno-Enzephalitis zu einer Irritation an der Einstichstelle der Impfung kommen. Die häufigsten Beschwerden sind dann ein unangenehmes Spannungsgefühl bei auftretender Schwellung und Missempfindungen von Kribbeln bis hin zu Schmerzen. Die Schmerzen verschwinden genauso schnell wie sie gekommen sind innerhalb weniger Tage und bieten keinen Anlass zur Sorge. In Risikogebieten sollte deshalb trotzdem nicht auf eine FSME-Impfung verzichtet werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Impfung gegen FSME

Schmerzen nach Impfung gegen Lungenentzündung

Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen die nach einer Impfung gegen eine Lungenentzündung (die sogenannte Pneumokokken-Impfung) auftreten, gehört wie bei fast allen Impfungen die lokalen Reaktionen an der Einstichstelle. Am Injektionsort können dementsprechend auch Schmerzen auftreten. Ebenso können im Rahmen von Magen-Darmbeschwerden wie Durchfall und Erbrechen Bauchschmerzen auftreten. Nach einer Impfung gegen eine Lungenentzündung fühlen sich manche Menschen auch schlapp und klagen über Kopf- und Gliederschmerzen. All diese Formen von Schmerzen sind als unspezifische Reaktion des Körpers auf den Impfstoff zu werten. Ein spezifischer Zusammenhang zwischen Schmerzen oder mehr Schmerzen als nach anderen Impfungen und einer Impfung gegen Lungenentzündung besteht nicht. Da eine Lungenentzündung eine schwerwiegende Erkrankung ist, sollten diese möglichen und flüchtigen Schmerzen einer Pneumokokken-Impfung in Kauf genommen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Impfung gegen eine Lungenentzündung

Schmerzen nach Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, der sogenannten HPV-Impfung gegen bestimmte Humane Papillomaviren, kann es wie bei anderen Impfungen zu einer Lokalreaktion des Immunsystems an der Injektionsstelle der Spritze kommen. Dies verursacht neben Rötung und Schwellung ggf. auch Schmerzen in diesem Bereich. Bisher wurden jedoch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gefunden werden. Alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren sollten daher gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission eine HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs erhalten.

Weitere Informationen finden Sie hier: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Schmerzen nach Impfung gegen Hepatitis

Wie bei allen Impfungen können auch bei den Impfungen gegen Hepatitis A oder B Schmerzen oder Missempfindungen über der Impfstelle auftreten. Von schwerwiegenden Komplikationen ist jedoch nicht auszugehen. Da es sich bei der Hepatitis B um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt, sollte trotz eventueller Schmerzen nach der Impfung (die nur kurze Zeit anhalten) ein Impfschutz sichergestellt werden. Bei gefährdeten Personen entsprechend auch für Hepatitis A.

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Schmerzen nach Impfung gegen Rotaviren

Da Rotaviren eine der häufigsten Durchfallerreger im Kindesalter sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission die Schluckimpfung bereits im Säuglingsalter. Da die Impfung gegen Rotaviren also oral aufgenommen wird, kommt es auch zu keinen Schmerzen durch die Injektion einer Spritze. Die Schluckimpfung ist sehr gut verträglich. In einigen Fällen kommt es jedoch zu Bauchschmerzen durch Durchfall oder Erbrechen. Das Ausmaß steht jedoch in keinem Verhältnis zu einer richtigen Rotaviren-Infektion. Es bestimmt außerdem ein leicht erhöhtes Risiko für eine Einstülpung des Darms (Darminvagination), die starke Bauchschmerzen verursacht. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit steigenden Lebensmonaten zu und sollte daher schon früh ab der 6. Lebenswoche verabreicht werden. Bei Kindern die von vornherein zu Darmeinstülpungen neigen, sollte jedoch von einer Schluckimpfung gegen Rotaviren Abstand genommen werden. Die Schluckimpfung ist insgesamt betrachtet jedoch unbedenklich.

Weitere Informationen finden Sie hier: Impfung gegen das Rotavirus

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema Schmerzen nach einer Impfung finden Sie unter:

Hier finden Sie weitere allgemeine Informationen:

Alle Artikel, die wir im Bereich Kinderheilkunde bereits veröffentlicht haben, finden Sie unter: Kinderheilkunde A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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