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Ekzem im Ohr

Einleitung - Was ist ein Ekzem am Ohr?

Bei einem Ohrenekzem handelt es sich um eine Hautentzündung der Ohrmuscheln. Ekzeme manifestieren sich durch rötliche Flecken, die meist mit einem starken Juckreiz verbunden sind. Ekzeme stellen den größten Prozentsatz der Hauterkrankungen dar. Sie machen 30 bis 40% aus. Bei dem Begriff handelt es sich um einen Sammelbegriff für entzündliche, meist juckende, nicht ansteckende Hauterkrankungen. Betrifft das Ekzem nicht nur die Ohrmuschel, sondern auch den äußeren Gehörgang spricht man von einer Otitis externa diffusa. Symptomatisch betrachtet verläuft eine Ekzem am Ohr sehr ähnlich zu einer Außenohrentzündung (Otitis externa).

Symptome bei einem Ekzem im Ohr

Typische Veränderungen, die mit einem Ekzem im Ohr auftreten, sind eine Rötung der Ohrmuschel, sowie weitere Hautveränderungen der Ohren. Häufig handelt sich bei diesen um eine Bläschenbildung. Oft kommt es zu einem starken Juckreiz, der von den Patienten am unangenehmsten wahrgenommen wird. Bei manchen Patienten treten gleichzeitig auch Schmerzen am Ohr und ein Brennen auf. Teilweise kann es auch zu einer Manifestation mit Fieber kommen. Sollte dies der Fall sein, sollte zur Behandlung auf jeden Fall ein Arzt hinzu gezogen werden. Je nach Verlauf ist die Haut feucht und nässend oder trocken und schuppig. Bei der nässenden Form kommt es oft zu einer schmerzhaften Schwellung des äußeren Gehörganges mit begleitendem schmierigen Sekretionsfluss. Häufig geht ein Ekzem auch mit einer gesteigerten Produktionstätigkeit der Talgdrüsen einher. Man spricht dann von einem seborrhoischen Ekzem (siehe auch seborrhoisches Säuglingsekzem), welches nässend oder trocken sein kann.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schmerzen Ohrmuschel

Verlauf eines Ekzems

Man teilt Ekzeme nach ihrem Verlauf in akute und chronische Ekzeme ein. Akute Ekzeme sind gekennzeichnet durch einen starken Juckreiz, einhergehend mit einer Rötung und Bläschenbildung. Die Ekzeme nässen oft und verkrusten dann leicht. Chronische Ekzeme sind hingegen eher trocken und die Haut ist schuppig und verhornt. Auch das chronische Ekzem geht mit einem Juckreiz einher. Durch den chronischen Verlauf verdickt sich die Haut, wird rissig und rau.

Teilweise kann die Entzündung auf den Gehörgang oder vom Gehörgang auf die Ohrmuschel übergreifen.

Abbildung Ekzem im Ohr

Ohrekzem (allergisch-entzündlich
bedingte Hautirritation)

  1. Rötliche Flecken
  2. Bläschenbildung
  3. Schuppig und verhornt
  4. Ekzem im äußeren Gehörgang -
    Otitis externa diffusa
  5. Knorpel
  6. Ohrmuschel -
    Auricula
  7. Ohrläppchen -
    Lobulus auriculae
  8. Äußerer Gehörgang -
    Meatus acusticus externus
  9. Schmieriger Sekretionsfluss
  10. Schwellung des 
    äußeren Gehörgangs

    Ursachen:
    A - Kontaktallergien
    Metallische Substanzen, 
    Nahrungsmittel -
    Nikelallergie (Ohrringe, Halskette) -
    exogene Ekzeme
    B - Arten von Kosmetika -
    Hautcremes, Puder, Lotionen
    Neurodermitis
    (Erkrankung der Haut)
    C - Genetische Veranlagung -
    das atopische Ekzem
    (Neurodermitis) -
    endogenes Ekzem
    D - Wundrose (Erysipel)
    Alternative Behandlung:
    E - Antibiotika,
    Cortisonpräparate

    F - Naturheilmittel -
    Heilpflanzen (Aloe vera,
    Arnika, Birke usw.,
    ätherische Öle (Jasmin,
    Kamille, Lavendel),
    Schüssler Salze (8+12)

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

Ursachen für ein Ekzem im Ohr

Man differenziert zwischen exogenen Ekzemen, die durch äußere Einflüsse entstanden sind, sogenannte Kontaktekzeme, und endogenen Ekzemen, die durch innere, vom Körper stammende Einfüsse entstanden sind. Bei den Kontaktekzemen unterscheidet man nochmal zwischen allergischen, die beispielsweise durch bestimmte Nahrungsmittel oder Metalle entstehen und nicht allergischen Kontaktekzemen, die durch Chemikalien wie hautaggressivem Putzmittelmittel oder Kosmetika entstehen. Am Häufigsten sind Allergien gegen Ohrschmuck, Kosmetika, Seifen oder Shampoos für ein Ekzem am Ohr verantwortlich. Handelt es sich um ein endogenes Ekzem, liegt bei diesen Patienten eine genetische Veranlagung dafür vor. Zehn Prozent der Bevölkerung besitzen diese genetische Veranlagung. Die häufigste Art des endogenen Ekzems ist das atopische Ekzem, besser bekannt unter Neurodermitis. Ist ein Elternteil an Neurodermitits erkrankt, erkranken die Kinder mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% ebenfalls. Sind beide Elternteile betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit für das Kind zu erkranken bei 60%.

Anhand der Ursachen kann man entnehmen, dass ein Ekzem der Ohrmuschel nicht infektiös ist, sprich nicht durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen wird. Da die Haut bei einem Ekzem durch die Entzündung geschädigt wird und im Rahmen dessen oft rissig wird, können trotz der nicht-infektiösen Genese, leicht Bakterien oder andere Erreger in die geschädigten Hautbereiche eindringen. In manchen Fällen können sie sogar bis zum Knorpel vordringen und zu Komplikationen führen (siehe Komplikationen).

Komplikationen

Kommt es zu einer Besiedelung des entzündeten Bereichs mit Bakterien, kann es zu einer Perichondritis führen. Bei den verursachenden Bakterien handelt es sich meist um Staphylokokken. Bei einer Perichondritis greift die Entzündung auf den Knorpel über, sodass knorpelfreie Areale, wie das Ohrläppchen nicht betroffen sind. Wird diese Infektion nicht behandelt, wird der Knorpel zerstört und es kommt zu einer dauerhaften Verformung der Ohrmuschel. Neben einer Perichondritis kann es als Komplikation des Ohrekzems auch zu einer Wundrose (fachsprachlich Erysipel) kommen. Eine Wundrose wird in der Regel durch Streptokokken (Bakterien) ausgelöst. Die Bakterien greifen auf die Unterhaut der Ohrmuschel und ihre Umgebung über. Da in diesem Fall nicht wie bei der Perichondritis der Knorpel betroffen ist, kann die Entzündung auch auf Ohrläppchen und angrenzenden Gesichtsbereich übergehen.

Diagnostik

Ein Ekzem kann in der Regel durch eine Blickdiagnose vom Arzt festgestellt werden. Ist der äußere Gehörgang mit betroffen führt der zu untersuchende Arzt noch eine Ohrenspiegelung (Otoskopie) durch. Häufig ist das Trommelfell durch eine Schwellung des Gehörgans und Verlegung durch Abfallprodukte im Rahmen einer Ohrenspiegelung nicht einsehbar. Besteht der Verdacht auf ein Kontaktekzem im Zusammenhang mit einer allergischen Reaktion, kann zusätzlich eine dermatologische Allergiediagnostik eingesetzt werden. Kommt es zu einer bakteriellen Komplikation, wird in der Regel ein Abstrich genommen, um den Erreger nachzuweisen, sodass mit einem erregerspezifischen Antibiotikum therapiert werden kann.Diagnostik

Ekzem am Ohrläppchen

Besonders Ohrringträger sollten bei einem Ekzem am Ohrläppchen an eine allergische Reaktion denken. Vor allem werden allergische Reaktionen auf Schmuck, der aus Nickel besteht, hervorgerufen. Zum Teil können auch Cremes oder Shampoos allergische Reaktionen hervorrufen, wobei die Reaktion dann meist das gesamte Ohr betrifft. Die wichtigste Maßnahme ist, das Allergen – also beispielsweise den Ohrring – zu entfernen. Da durch die Allergie, das Ohrläppchen stark anschwellen kann, sollte es gekühlt werden.

Des Weiteren besteht die Behandlung der allergischen Reaktion aus Cortisoncremes oder Antihistaminika. Auch bei einer Neurodermitis kann ein Ekzem am Ohrläppchen auftreten. Hierbei befindet sich der Ausschlag allerdings häufig an der Unterkante des Ohrläppchens. Hier kommt es bei Neurodermitis häufig auch zu eingerissener Haut. Diese Hautrisse können besonders schmerzhaft sein. Auch die Neurodermitis wird bei einer akuten Entzündung häufig mit Cortisoncremes behandelt. Ob Neurodermitis oder allergische Reaktion, das Ekzem am Ohrläppchen ist neben einer Rötung meist auch von starkem Juckreiz begleitet.  

Informieren Sie sich hier zum Them: Entzündetes Ohrläppchen und Eingerissenes Ohrläppchen

Ekzem in der Ohrmuschel

Ein Ekzem in der Ohrmuschel übergehend in den äußeren Gehörgang wird auch als Otitis externa bezeichnet. Diese Entzündung tritt aufgrund einer Infektion mit verschiedenen Bakterien oder Pilzen oder aufgrund einer allergischen Reaktion auf.

Eine allergische Reaktion kann zum Beispiel durch Seifen, Shampoos, Haarspray oder auch Hörgeräte ausgelöst werden. Zumeist beginnt das Ekzem mit einem Juckreiz und kann, soweit der äußere Gehörgang beteiligt ist, von Ohrenschmerzen, beispielsweise beim Kauen, begleitet sein.

Tritt das Ekzem im Rahmen einer allergischen Reaktion oder einer Neurodermitis auf, kommt es meist zu einer geröteten, trockenen und schuppigen Haut in der Ohrmuschel und im Gehörgang. Wird das Ekzem durch eine bakterielle Infektion ausgelöst, sollten Ohrentropfen, die Antibiotika enthalten, Anwendung finden.

Bei Pilzinfektionen werden antimykotische (gegen Pilze wirkende) Ohrentropfen gegeben. Allergische Reaktionen oder Neurodermitis werden mit Cortisoncremes oder Antihistaminika behandelt.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Entzündung der Ohrmuschel

Juckreiz am Ohr

Ein Ekzem wird häufig durch starken Juckreiz begleitet. Der Hautausschlag am Ohr und der daraus resultierende Juckreiz kann bei Neurodermitis, seborrhoischem Ekzem, Gürtelrose am Ohr, bakteriellen Infektionen oder besonders häufig durch eine Kontaktallergie auftreten. Der Juckreiz wird durch die Entzündung in der Haut ausgelöst. Teilweise ist der dieser so stark, dass die Haut blutig gekratzt wird. Dies verhindert bzw. verlangsamt die Ausheilung und kann es erleichtern, dass Keime in die Wunden eintreten. Daher ist es wichtig, den Juckreiz zu behandeln.

Schmerzen am Ohr

Schmerzen treten bei einem Ekzem selten auf. Vor allem aufgekratzte Hautstellen können allerdings Schmerzen hervorrufen, besonders bei Berührung oder wenn man auf dem betroffenen Ohr liegt. Durch allergische Reaktionen hervorgerufene Schwellungen, zum Beispiel des Ohrläppchens, können ebenfalls starke Schmerzen bei Berührung auslösen. Bei einer Gürtelrose am Ohr (Zoster oticus) können starke Schmerzen sowohl im Ohr als auch an der Ohrmuschel auftreten.

Therapie bei einem Ekzem im Ohr

Ist ein Ohr von einem Ekzem betroffen, sollte es im Sinne einer Basispflege besonders gepflegt werden. Dies dient vor allem der Vorbeugung von sekundären Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren, die sich in die vorgeschädigte Haut besser einnisten können. Im Rahmen dessen sollten auf Produkte verzichtet werden, die die Haut zusätzlich austrocknen, wie zum Beispiel alkalische Seifen, alkoholische Lotionen, Bäder über 35°C und intensive Sonnenbäder.

Ist die Ursache des Ekzems eine allergische Reaktion im Sinne eines Kontaktekzems, sollte das Allergen sofort eliminiert werden. Zur ursächlichen Behandlung des Ekzems eigenen sich wirkstofffreie Salben oder auch Ölbäder.

Handelt es sich um ein offenes, nässendes Ekzem werden feuchte oder fettfeuchte Verbände verwendet, die einer Austrocknung vorbeugen und zusätzlich einen kühlenden Effekt mit sich bringen. Für einen fettfeuchten Verband, wird auf die betreffende Stelle am Ohr eine fettende Salbe aufgetragen. Darüber wird ein feuchter Verband gelegt, welcher nochmals mit einem trockenen Verband verbunden wird. Der Verband sollte über drei bis fünf Stunden dort verbleiben.

Natürlich finden auch Präparate mit Wirkstoffen ihre Anwendung, wie zum Beispiel Harnstoffpräparate. Harnstoff hat einen förderlichen Effekt auf die Hornhautschicht und lindert den Juckreiz. Zusätzlich besitzt es noch leichte antibakterielle Eigenschaften. Schlagen die basistherapeutischen Maßnahmen nicht an, kann auf Cortisonpräparate zurück gegriffen werden. Man verwendet in der Regel 0,5 prozentige Hydrocortisoncreme. Kortison wird vor allem aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung eingesetzt. Oft wird eine Cortisontherapie im Rahmen einer Intervalltherapie angewendet - dies wird im Wechsel mit der Basispflege durchgeführt. Kommt es im Zusammenhang mit dem Ekzem zu einer zusätzlichen bakteriellen Besiedelung, werden meist Antibiotika eingesetzt. Eine Perichondritis wird mit einer Zweifachtherapie behandelt, bestehend aus einem dem Erreger angepassten Antibiotikum und einem Kortikoid. Bei einer Wundrose spritzt der behandelnde Arzt ein hochdosiertes Antibiotikum gegen Streptokokken. Auch kortisonhaltige Salben und antibitokahaltige Salben können in Form von Verbänden zum Einsatz kommen. Oft finden auch pflanzliche Heilmittel ihre Anwendung.

Homöopathie und Naturheilmittel

Für die Behandlung eines Ekzems können viele Naturheilmittel angewendet werden. Zur Anwendung kommen Heilpflanzen wie Aloe vera, Arnika, Birke, Brennessel, Johanniskraut, Kamille, Klette, Nachtkerze, Ringelblume und Schafgarbe. Auch ätherische Öle werden verwendet. Zu diesen zählen unter anderem: Jasmin, Kamille, Lavendel, Melisse, Teebaum und Thymian. Ätherische Öle können in Form einer Duftlampe, durch Einreibungen, Salben oder Dampfbäder angewendet werden. Vermieden werden sollten sie bei Säuglingen und Kleinkindern. Zusätzlich haben sich einige Hausmittel in der Behandlung des Ekzems bewährt, wie Honig, Propolis, Apfelessig und Zink-Salbe oder auch Zinktabletten. Auch Schüssler-Salze können verwendet werden. Bei einem Ekzem kann man die Schüssler Salze Nummer 8 (Natrium Chloratum), Nummer 12 (Calcium Sulfuricum) und Nummer 20 (Kalium aluminium sulfuricum) einsetzen. Schüssler-Salze werden drei bis sechsmal täglich mit jeweils ein bis zwei Tabletten eingesetzt.

Hausmittel

Es existieren viele verschiedene Hausmittel, die bei Ekzemen eingesetzt werden. Da nicht jedes Hausmittel bei jedem Betroffenen die gleiche Wirkung zeigt, muss einzeln getestet werden, welches Hausmittel individuell Wirkung zeigt. Gegen Ekzeme können Mittel angewendet werden, die entzündungshemmend und juckreizlindernd wirken. Aloe Vera spendet Feuchtigkeit und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Auch Quark oder Joghurt wirken entzündungshemmend und lindern durch ihren kühlenden Effekt den Juckreiz. Da Joghurt und Quark, nachdem sie eingetrocknet sind, wieder abgewaschen werden müssen, sollten diese nur zur äußeren Anwendung am Ohr aufgetragen werden.

Auch ein schwarzer Tee kann abgekocht und abgekühlt als Beutel auf das betroffene Ekzem gelegt werden, was die Heilung beschleunigt. Verdünnter Apfelessig kann gegen die Symptome des Ohrekzems helfen. Dafür sollte der Essig mit Wasser verdünnt werden (Verhältnis Wasser zu Essig 9:1). Das Gemisch sollte mehrmals täglich auf das Ohr aufgetragen werden. Nachtkerzenöl und Ringelblumensalbe können ebenfalls die Symptome des Ekzems lindern. Sollte Fieber auftreten, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Quarkwickel

Ekzem beim Baby

Verbreitet bei Babys ist das seborrhoische Säuglingsekzem, auch Knopfgneis genannt. Häufig kommt es innerhalb des ersten Lebensmonaten zu einem seborrhoischen Säuglingsekzem, welches dann aber nach einigen Wochen meist von selbst wieder verschwindet. Teilweise kann es aber auch über mehrere Monate bestehen bleiben. Ein seborrhoisches Säuglingsekzem juckt nicht und wird entsprechend auch nicht als unangenehm für das Kind wahrgenommen. Insgesamt handelt es sich um einen harmlosen Ausschlag, der in der Regel nicht nässend ist. Eine vermutete Theorie für die Entstehung eines solchen Ekzems sind Hormone, mit denen das Baby während der Schwangerschaft in Berührung gekommen ist. Diese Hormone regen die Talgdrüsen an, ein Sekret zu produzieren, welches dann zur Krustenbildung führt. Ein paar Monate nach der Geburt lässt die Wirkung dieser Hormone wieder nach und der Ausschlag verschwindet wieder von alleine. Eine andre Theorie ist, das Babys von Eltern mit Allergien, häufiger zur Entwicklung eines seborrhoischen Ekzems neigen, als Kinder von Nicht-Allergiker-Eltern.

Verwechselt wird ein seborrhoisches Ekzem häufig mit dem sogenannten Milchschorf. Dabei handelt es sich um die umgangssprachliche Bezeichnung eines atopischen Ekzems, besser bekannt als Neurodermitis im Säuglingsalter. Es kommt zu einer Hautveränderung, welche Ähnlichkeit zu im Topf verbrannter und verkrusteter Milch besitzt, deshalb der Name Milchschorf. Es kommt zu einer juckenden Rötung der Haut, einhergehend mit einer Bläschenbildung und im späteren Verlauf zu einer Krustenbildung. Diese Hautveränderungen können sich auf den Körper ausbreiten und über Monate bis circa zwei Jahre hinweg bestehen. Es ist allerdings auch ein Übergang in die chronisch-entzündliche Variante des atopischen Ekzems möglich. Der vorhandene Juckreiz ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum seborrhoischen Säuglingsekzem.Therapeutisch kommen vor allem Salben und pflanzliche Präparate bei Kleinkindern zum Einsatz. Vor allem cortisonhaltige Salben sollten bei Babys erstmal vermieden werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Ekzem beim Baby

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 18.03.2019
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