Inhalation

Einleitung

Das Wort Inhalation hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet so viel wie „einhauchen“. Bei der Inhalation werden Tröpchen eingeatmet und so in die oberen und teilweise bis in die weiter unten liegenden Atemwege transportiert. Inhalationen sind beispielsweise bei Erkältungskrankheiten weit verbreitet. Sie dienen hierbei der Schleimlösung und steigern das Wohlbefinden

Bei der typischen Inhalation von Dampf werden relativ große Tröpfchen inhaliert. Aufgrund der Größe gelangen diese nur in den Bereich von Mund und Rachen bis hin zu den Stimmlippen. Diese Art der Inhalation dient also vor allem der Befeuchtung der trockenen Schleimhäute.

Es existieren auch richtige Inhalationsgeräte, welche beispielsweise in der Apotheke zu erwerben sind. Hierzu zählen Düsen- oder Ultraschallvernebler, die auf einer Inhalation mit Nebel basieren. Diese haben den Vorteil, dass die Tröpfchen zerstäubt und damit verkleinert werden, sie gelangen also tiefer in die Atemwege als bei einer reinen Dampfinhalation. Dies kann beispielsweise bei einer Bronchitis von Nutzen sein. Düsen- oder Ultraschallvernebler produzieren in der Regel keinen warmen Dampf sondern Nebel, der nicht erwärmt ist. Das kann zum Beispiel für Kinder von Vorteil sein. Bei der Therapie von Atemwegserkrankungen wie dem Asthma bronchiale oder der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) kommen Sprays zum Einsatz, die inhaliert werden. Die Sprays sind in der Regel in Form von sogenannten Dosieraerosolen erhältlich und oftmals noch mit einem Spacer versehen. Das sorgt dafür, dass die zu inhalierenden Tröpfchen stark zerkleinert werden. Hierdurch ist es den Tröpfchen möglich, deutlich weiter in die Atemwege zu gelangen, als reiner Dampf. Sie gelangen durch die Luftröhre bis in die Bronchien. Das ist wichtig, da sie vor allem dort angreifen müssen, um die Symptomatik bei Asthma oder COPD zu lindern. Auch Düsen- oder Ultraschallvernebler können bei diesen Atemwegserkrankungen zum Einsatz kommen. Dazu können dem Nebel geeignete Medikamente zugesetzt werden, welche dann inhaliert werden. Insgesamt ist die Inhalation also für verschiedene Erkrankungen einsetzbar, angefangen bei der einfachen Erkältung, bis hin zu chronischen Lungenerkrankungen wie der COPD oder dem Asthma


Inhalation beim Baby

Gerade bei (Klein)kindern ist eine normale Inhalation von Dampf oftmals nicht das Mittel der Wahl. Es besteht die Gefahr der Verletzung durch das heiße Wasser und den warmen Dampf im Sinne von Verbrühungen oder Reizung der Schleimhäute. Außerdem ist es den meisten Kindern unangenehm, warmen Dampf zu inhalieren. Als Alternative kommen hier beispielsweise Ultraschall- oder Düsenevernebler zum Einsatz, welche Nebel produzieren, der nicht erwärmt ist. Das erleichtert das Inhalieren für Kinder oftmals. Diese Geräte kommen vor allem für Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen, wie einem Asthma bronchiale, in Frage.

Bei Kindern, die häufig an Erkältungen und / oder Husten leiden, können Dampfinhalatoren zum Einsatz kommen. Diese produzieren warmen Dampf, der jedoch durch Aufsätze für Kinder vor Auslaufen geschützt ist. Bei Kindern sollte bei der Inhalation zumeist auf den Zusatz von ätherischen Ölen verzichtet werden. Besser ist die Zugabe einer niedrigprozentigen Kochsalzlösung welche in der Apotheke erhältlich ist. Aber auch ganz ohne Zusatz ist die Inhalation wirksam.

Inhalation mit NaCl

Häufig wird bei der einfachen Dampfinhalation Speisesalz hinzugegeben. Das kann man machen, die Wirkung ist jedoch marginal da das im Wasser gelöste Salz kaum in den Dampf gelangt und somit keine Wirkung entfaltet. Bei Inhalationsgeräten mit Vernebler gelangt ein deutlich größerer Anteil des Salzes in den Dampf und somit auch in die Atemwege. Am sinnvollsten ist eine Zugabe von 0,9%iger Kochsalzlösung, zur Herstellung einer isotonischen KochsalzlösungDiese ist in der Apotheke erhältlich. Salzzugabe sorgt für eine Befeuchtung der gereizten Atemwege bei Erkältungen und Husten, sowie Schleimlösung.

Inhalation bei Erkältung, Husten und Bronchitis

Bei Erkältungen mit oder ohne Husten kommen Inhalationen gerne zum Einsatz. Insbesondere um die etwas ausgetrockneten Schleimhäute wieder ausreichend zu befeuchten und ein Abschwellen der Schleimhäute des Nasen- / Rachenraums zu erreichen. Hierfür reicht oftmals die Inhalation mit einem schlichten Dampfinhalator aus Plastik, welcher für wenig Geld in der Apotheke oder Drogerie zu erstehen ist. Auch die Methode der Inhalation mit einem Handtuch über dem Kopf ist ausreichend. Als Zusatzstoffe können ätherische Öle, Kamille oder Salben,sowie Kochsalz(lösung) hinzugegeben werden.

Bei einer Bronchitis ist es notwendig, dass die inhalierten Tröpfchen bis in die Bronchien gelangen. Dies ist bei der normalen Dampfinhalation nicht möglich. Man benötigt hier ein Inhalationsgerät mit einem Vernebler. Dieser sorgt für eine ausreichend Zerkleinerung der Tröpfchen, sodass sie weiter in die Atemwege vordringen können. Hierfür eignen sich beispielsweise Dampfinhalatoren, sowie Ultraschall- und Düsenvernebler. Die Inhalation kann schleimlösend wirken und den Hustenreiz mindern, dient aber nicht zuletzt auch der Steigerung des Wohlbefindens durch Inhalation der warmen, feuchten Luft.

Durchführung einer Inhalation

Eine Inhalation kann mit einfachen Mitteln erfolgen. Die älteste Variante ist wohl die mit einem Topf heißen Wassers und einem Handtuch über dem Kopf. Das Wasser sollte nicht kochen sondern etwa 60-80°C warm sein. Alternativ gibt es in Drogeriemärkten und Apotheken einfache Plastikinhalatoren für kleines Geld zu kaufen. Hier wird warmes Wasser unten eingefüllt und über die Öffnung eingeatmet.

Als Zusatzstoffe eignen sich ätherische Öle wie Thymian, Salbei oder Lavendel. Hierbei gibt man einige Tropfen (etwa 3-6) auf 1-2 Liter Wasser, je nach Anleitung. Auch Kamillen- oder Salbeitee kann hinzugegeben werden. Am besten 1-2 Esslöffel auf 2 Liter. Als einfachste Variante gilt die Inhalation mit Kochsalz. Hierbei können etwa 2 Esslöffel Salz auf 2 Liter gegeben werden. Inhaliert werden kann mehrmals täglich. Die jeweilige Dauer ist auch von den Zusatzstoffen abhängig. 10-15 Minuten bei Kochsalz und Tees, nur 5-8 Minuten bei Zugabe von ätherische Ölen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nikolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.05.2018
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