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Verschleimte Bronchien

Einleitung

Eine Schleimproduktion ist etwas ganz Natürliches. Der Schleim wird von der Schleimhaut der Bronchien, sowie auch der Nasenschleimhaut produziert. Über das sogenannte Flimmereptihel, kleinen beweglichen Härchen, wird der Schleim aus den Bronchien in den Rachen transportiert. Dieser wird dann runter geschluckt, sodass er in den Magen gelangt. Über den Schleim können Fremdstoffe, wie eingeatmete Staubpartikel, aus den Bronchien abtransportiert werden. Die Schleimbildung dient also einem Reinigungs- und Schutzmechanismus. Des Weiteren hält der Schleim die Schleimhaut feucht. Unter bestimmten Bedingungen kann die Schleimproduktion allerdings verstärkt vorhanden sein, sodass der gebildete Schleim von Betroffenen als unangenehm empfunden wird, weil sich permanent Schleim im Mund befindet. Dadurch können ein Husten und in schlimmen Fällen sogar eine Atemnot provoziert werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema Sie hier: Husten

Ursachen

Die wohl häufigste Ursache für verschleimte Bronchien ist eine Erkältung, wie zum Beispiel eine Bronchitis. Während einer Erkältung kommt es sowohl in der Nasenschleimhaut, als auch in der Bronchialschleimhaut meist zu einer gesteigerten Schleimproduktion. Dies soll bewirken, den Erreger der Erkältung über den Schleim aus den Atemwegen zu transportieren. Bei den Erregern handelt es sich in den meisten Fällen um Viren, teilweise sind aber auch Bakterien für die Krankheit verantwortlich. Die Verschleimung nach einer Infektion kann noch einige Tage über die Erkältung hinweg andauern, da die gereizte/entzündete Schleimhaut mehr Zeit zur Regeneration benötigt.

Besonders bei Rauchern kann es zur Entwicklung einer chronischen Bronchitis kommen, also einer dauerhaft vorhandenen Entzündung der Bronchien. Dabei stellt die chronische Bronchitis die Vorstufe zur umgangssprachlich bezeichneten Raucherlunge dar. Spricht man von der Raucherlunge, meint man das Krankheitsbild der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Definitionsgemäß handelt es sich um eine chronische Bronchitis, wenn Husten und Auswurf, also Schleim, über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten vorhanden sind und das in wenigstens zwei aufeinander folgenden Jahren. Dies ist bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung der Fall. Aber nicht nur Rauchen kann eine chronische Bronchitis auslösen. Manche Menschen sind an ihrem Arbeitsplatz verschiedenen Abgasen oder Stäuben ausgesetzt, die ebenfalls die Atemwege reizen und einen ähnlichen Effekt wie das Rauchen haben können.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unsere Seite zu: Virusbronchitis - Das sollten Sie wissen!

Auch eine Asthma-Erkrankung macht sich durch eine verstärkte Schleimproduktion in den Bronchien bemerkbar. Von den ablaufenden Prozessen kommt sie einer COPD-Erkrankung gleich. Allerdings ist die Ursache eine andere. Und eine Asthma-Erkrankung zieht keine so weitreichenden Folgen nach sich, wie die immer weiter fortschreitende COPD. Denn nach einem Asthmaanfall bilden sich die Zustände in den Bronchien wieder komplett zurück. Dennoch kommt es ebenfalls zu einer Verengung der Bronchien, einer Anschwellung der Schleimhaut und einer gesteigerten Schleimproduktion. Ein Asthma-Anfall wird häufig durch eine Allergie ausgelöst.

Auch psychosomatisch kann es zu einer vermehrten Schleimproduktion kommen. Bei einer psychosomatischen Erkrankung drückt sich eine psychische Belastung/Stress in einem körperlichen Beschwerdebild aus. Dies kann auch durch eine verstärkte Schleimproduktion geschehen. Betroffenen fällt es häufig schwer zu akzeptieren, dass es keine körperliche Ursache für ihre Beschwerden gibt und entsprechend auch keine adäquate Behandlung. Befindet sich die Psyche wieder im Lot, verschwinden die Beschwerden häufig wieder.

Verschleimte Bronchien durch Rauchen

Neben all den anderen schädlichen Effekten des Rauchens, wird die Lunge am meisten verletzt. Durch das Rauchen werden die Atemwege regelmäßig mit schädlichen Stoffen gereizt. Es kommt zu einer Schädigung des Reinigungssystems der Lunge. Das Flimmerepithel wird praktisch durch das Rauchen gelähmt. Somit beraubt man sich einem Teil seiner eigenen körperlichen Abwehr. Ebenfalls wird durch die Reizung im Prinzip der Zustand einer Erkältung nachgeahmt. Reaktiv kommt es zu einer Anschwellung der Schleimhäute, welche dann vermehrt einen zähen Schleim produzieren. Dadurch, dass der Schleim nicht richtig abtransportiert werden kann, kommt es zum typischen Raucherhusten. Der Husten dient dabei als Reflex, den Schleim aus den Bronchien zu transportieren. Er tritt vor allem morgens auf. Da man nachts in der Regel nicht raucht, kann das Flimmerepithel in der Nacht wieder seine Arbeit aufnehmen, weil der schädliche Effekt auf die Härchen nicht mehr direkt vorhanden ist. Um die letzten Schleim-Reste aus den Atemwegen zu transportieren, setzt dann nach dem Aufwachen ein starker Husten ein. Letztendlich nehmen die Beschwerden durch fortwährendes Rauchen immer mehr zu, sodass es ab einem gewissen Grad zu erst zur Entwicklung einer chronischen Bronchitis kommt. Im weiteren Verlauf kann es dann zu einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung führen, welche mit starken Beschwerden einher geht. Ab einem gewissen Zustand sind manche Patienten sogar auf eine Sauerstoffbeatmung angewiesen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Betroffenen ihren hohen Nikotin-Konsum uneingeschränkt nach Diagnose-Stellung fortsetzen.

Dadurch, dass das körpereigene Reinigungssystem der Atemwege nicht mehr einwandfrei funktioniert, können sich auch leichter Infektionen ausbilden. Normalerweise sollen über den Schleim Erreger wie Bakterien und Viren aus den Atemwegen transportiert werden. Bei einem chronischen Raucher sammelt sich allerdings vermehrt Schleim in den Bronchien an, der nicht mehr Richtung Rachen transportiert werden kann. Zusätzlich mögen viele Krankheitserreger eine feuchte und warme Umgebung, was durch den Schleim in den Bronchien gegeben ist. Folglich befinden sich bevorzugt Erreger im Schleim und führen zu einer Erkältung, die häufig langwieriger und stärker ausgeprägt ist, als bei einem Nichtraucher.

Hört man mit dem Rauchen auf, kann sich das Flimmerepithel wieder regenerieren. Bis sich das Epithel wieder erholt hat, kommt es nach dem Rauch-Stopp häufig zu einem verstärkten Hustenreiz, was vielen merkwürdig erscheint.

Symptome

Die Symptome, die mit verschleimten Bronchien einher gehen, lassen sich leicht ableiten. Der Körper versucht natürlich den verstärkten Schleim aus den Atemwegen zu bekommen, sodass es zum Husten kommt. Man spricht dann von einem produktiven Husten, da sich durch das Husten Schleim im Mund befindet. Handelt es sich als Ursache für den Schleim um einen Infekt, kann dieser unter Umständen einen unangenehmen Geschmack besitzen. Ist das Husten nicht effektiv kann es auch zu einer leichten Atemnot kommen. Dies ist eher bei Babys und kleinen Kindern der Fall. Da die vermehrte Schleimproduktion häufig im Rahmen eines Infektes auftritt, kommt es begleitend noch zu weiteren Krankheitssymptomen, wie Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Eine vorliegende COPD-Erkrankung zieht im fortgeschrittenen Stadium auch eine Luftnot mit sich, die wiederum zu einer eingeschränkten Belastbarkeit führt.

Es kann jedoch auch der Fall vorliegen, dass der Hustenreiz komplett ausbleibt. Warum es zu verschleimten Bronchien kommt, ohne dass ein gelegentliches Husten vorhanden ist, ist nicht erklärbar. Der Husten gehört zum automatischen Schutzreflex des Körpers. Möglicherweise fehlt der Husten, wenn der Schlag der Härchen ausreicht, um den den Schleim abzutransportieren. In diesem Fall können die Bronchien aber nicht übermäßig stark verschleimt sein.

Atemnot durch verschleimte Bronchien

Eine Atemnot tritt im Zusammenhang mit verschleimten Bronchien vor allem dann auf, wenn es sich um das Krankheitsbild der chronisch obstruktiven Lunkenerkrankung (COPD) handelt. Bei dieser kommt es zu einer Anschwellung der Bronchialschleimhaut. So wird mehr Schleim produziert und gleichzeitig kommt es zu einer Verengung der Bronchien, sodass weniger Luft durch die Atemwege gelangt. Bei der COPD unterscheidet man verschiedene Stadien. Mit jedem Stadium wird die Atemnot schlimmer. Anfangs tritt sie nur unter körperlicher sowie auch psychischer Belastung auf. Später hingegen kann die Atemnot auch unter Ruhe-Bedingungen auftreten. Noch später wird dann häufig eine Sauerstoffbeatmung nötig, sodass der Patient ein Sauerstoffgerät für zu Hause braucht. Anfangs wird das Gerät häufig nur nachts notwendig sein, während es zu einem späteren Zeitpunkt dann auch tagsüber benötigt wird.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome der COPD

Ein Asthmaanfall geht ebenfalls mit einer Atemnot einher, da sich die Bronchien während des Anfalles verengen und zusätzlich noch durch den Schleim beengt werden. Im Gegensatz zur COPD ist allerdings nach der Beendigung des Anfalles ein uneingeschränktes Atmen wieder möglich.

Auch ein Atemwegsinfekt, der mit einer starken Schleimproduktion einher geht, kann eine Atemnot auftreten. Dies ist vor allem bei kleinen Kindern der Fall, wenn sich das Sekret anstaut.

Blutiger Auswurf bei verschleimten Bronchien

Ein blutiger Husten bzw. blutiger Schleim kommt relativ selten vor. Teilweise kann blutiger Schleim bei einer sehr starken Bronchitis auftreten. Sie wird meist von einem schlimmen Husten begleitet, bei dem es aufgrund der Ruckartigkeit des Reflexes zu kleinen Schleimhautblutungen kommen kann. Dabei handelt es sich um etwas völlig Harmloses. Bei Rauchern hingegen kann blutiger Schleim auf Lungenkrebs hindeuten und sollte, wenn er regelmäßig auftritt, auf jeden Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Auch bei Patienten, die einen Blutverdünner, wie Marcumar einnehmen, kann es öfters zu einem leicht blutigen Husten kommen.

Diagnose

Stellt sich ein Patient bei seinem Arzt mit verschleimten Bronchien vor, beginnt dieser erst Mal mit einer Anamnese (Befragung). Wichtig ist es dabei zu wissen, wie lange die Symptome bestehen und ob sie noch von anderen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Fieber oder einem Krankheitsgefühlt begleitet werden. Treten noch andere Krankheitssymptome auf, ist eine Erkältung wahrscheinlich. Auch die Farbe des Schleimes ist interessant. Ist er gelb bis grün, handelt es sich eher um einen bakteriellen Infekt. Dies ist noch wahrscheinlicher, wenn der Infekt schon seit längerem besteht, nicht besser wird und auch von Fieber begleitet wird. In diesem Fall sollte mit einem Antibiotikum behandelt werden. Nach der Befragung schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Dabei ist besonders interessant, ob man mit dem Stethoskop krankhafte Geräusche über der Lunge hört. Verschleimte Bronchien gehen häufig mit einer Bronchitis einher. Bei dieser wäre dann über der Lunge ein pfeifendes Geräusch zu hören. Dies wäre auch bei einer COPD der Fall, da es auch bei dieser zu einer Verengung der Bronchien kommt.

Therapie

Besonders bei einem dickflüssigen Schleim in den Bronchien ist häufig eine Unterstützung zum Abtransport des Sekretes nötig. Eine einfache Maßnahme, den Körper beim Abtransport des Schleimes zu unterstützen, ist viel trinken. Pro Tag sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit getrunken werden. Dadurch wird der Schleim verdünnt und kann besser über das Flimmerepithel abtransportiert werden. Zusätzlich zum Trinken können vom Arzt Schleimlöser verordnet werden. Diese sind in der Regel auch frei in der Apotheke erhältlich. Schleimlöser sorgen ebenfalls für eine Verflüssigung des Schleims und erleichtern den Abtransport. Gerne werden hierfür pflanzliche Medikamente verwendet. Diese enthalten häufig Efeu, Anis, Primelwurzel oder Thymiankraut.

Wird der Schleim in den Bronchien durch Rauchen ausgelöst, ist die beste Behandlung, die Beendigung des Nikotinkonsums. Dies ist die einzige Maßnahme, um ein weiteres fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Mit Medikamenten kann man nur versuchen die Symptome zu lindern. Die Krankheit an sich wird dadurch aber nicht verbessert.
Lesen Sie mehr zum Thema: Mit dem Rauchen aufhören - aber wie?

Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung, wird zudem Lungen-Sport empfohlen. Dieser dient dazu einem Muskelabbau vorzubeugen und entgegen zu wirken. Kommt es nämlich zu einem Muskelabbau, wird die Atmung nochmal zusätzlich erschwert. Auch verschiedene Atemübungen werden in diesem Rahmen empfohlen.

Medikamente gegen verschleimte Bronchien

An Medikamenten gibt es, wie bereits unter dem Punkt Behandlung angesprochen, zum einen die Gruppe der Schleimlöser. Dabei bevorzugen die meisten Ärzte die Verwendung von pflanzlichen Präparaten. Nur noch selten verwendet wird Acetylcystein (z.B. ACC-akut®). Es birgt die Gefahr, dass der gelöste Schleim zu dünn wird und dann in den Bronchien verbleibt, weil er nicht mehr in den Rachen transportiert werden kann. Daher wird es nur noch eingesetzt, wenn es sich um sehr festen, penetranten Schleim handelt. Hustenstiller sollten auch nicht eingenommen werden, da diese unterbinden, dass der Schleim durch das Husten aus den Atemwegen transportiert wird. Um das Schlafen zu erleichtern, können Husten-Stiller teilweise vor dem zu Bett gehen eingenommen werden.
Lesen Sie mehr zum Thema: Medikamente gegen Husten und Hustenstiller

Des Weiteren können auch Medikamente verordnet werden, die die Bronchien erweitern und somit den Abtransport des Schleimes verbessern. Sie werden daher entsprechend in der Regel bei einer vorhandenen COPD oder Asthmaerkrankung eingesetzt. Man unterscheidet dabei kurz- und langwirksame Medikamente. Kurzwirksame Medikamente werden bei Bedarf eingesetzt, während langwirksame Bronchienerweiter als Dauermedikation zum Einsatz kommen. Neben diesen kommen auch Medikamente zum Einsatz, die eine Entzündung lindern. Zu ihnen zählt als bekanntestes Mittel das Cortison. Da durch die Reizung der Atemwege mit Erregern oder Schadstoffen eine Entzündung ausgelöst wird, kommt es zu einem Anschwellen der Schleimhaut. Lindert man die Entzündung schwillt auch die Schleimhaut wieder ab und weniger Schleim wird produziert. Entzündungshemmende Medikamente kommen eher in fortgeschrittenen Stadien der Asthma- oder COPD-Erkrankung zum Einsatz.

Inhalation bei verschleimten Bronchien

Inhalieren ist eine nützliche Methode, um den Schleim in den Bronchien zu lösen. Zum Inhalieren eignen sich verschiedene Stoffe. Kamille zum Beispiel, entweder in Form eines Tees oder als flüssiges Extrakt, wirkt entzündungslindernd. Alternativ können auch ätherische Öle wie Eukalyptus oder Latschenkiefer verwendet werden. Das Problem des Inhalierens bei verschleimten Bronchien ist, dass die Wirkung meist nicht hinab bis zu den Bronchien reicht. Eine Inhalation entfaltet ihren Effekt vor allem in den oberen Atemwegen, wie der Nase. Damit auch die Bronchien profitieren, werden kleine Tröpfchen benötigt, die die Schleimhäute der Bronchien anfeuchten können. Diese Tröpfchen können mittels Ultraschall- oder Düsenverneblern in die Bronchien gelangen. Zur Anwendung eignet sich dafür zum Beispiel schon eine einfache Kochsalzlösung, die in der Apotheke erhältlich ist. Die bereits angesprochenen ätherischen Öle sind zur normalen Inhalation geeignet, weniger aber für die Tröpfcheninhalation. Denn sie reizen die Atemwege und können dann eine Luftnot auslösen.

Verschelimte Bronchien beim Baby

Babys sind wegen ihres noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems anfälliger für Infekte. Besonders in den Wintermonaten kommt es bei ihnen häufig zu Atemwegsinfekten. Eine Bronchitis ist charakteristischerweise mit einer Schleimbildung der Bronchien assoziiert. Bei Babys und Kleinkindern ist diese aufgrund der starken Schleimbildung häufig mit einer Verengung der Atemwege verbunden. Der Sauerstoffgehalt des Blutes ist bei diesen Kindern leicht reduziert.

Auch durch das Rauchen von Menschen in der Umgebung, wie den Eltern, kann eine Bronchitis ausgelöst werden. Treten die Symptome immer wieder auf, kann die akute Bronchitis sogar in eine chronische Bronchitis übergehen. Passivrauchen für Kinder sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Husten beim Baby

Verschleimte Bronchien bei Heuschnupfen

Verschleimte Bronchien sind kein typisches Symptom eines Heuschnupfens. Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine saisonal auftretend Allergie gegen verschiedene Pollen und Gräser. Sie ist vor allem durch tränende und juckende Augen, sowie Niesen und einer laufenden Nase charakterisiert. Hier kommt es zu einer gesteigerten Sekret-Bildung, um den vermeintlichen Fremdstoff, das Allergen, aus dem Körper zu transportieren. Eine ähnliche Reaktion kann es auch mal in den Bronchien geben. Denn der Schleim, der von der Bronchial-Schleimhaut gebildet wird, dient ebenfalls zur Beseitigung schädlicher Stoffe. Die Symptome des Heuschnupfens sind bei Betroffenen unterschiedlich stark und mit unterschiedlichen Symptomen verbunden. Bei manchen kann es entsprechend auch zu einer vermehrten Schleimproduktion in den Bronchien und zu Husten kommen, auch wenn es kein typisches Symptom eines Heuschnupfens ist.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome von Heuschnupfen

Blutiger Auswurf bei verschleimten Bronchien

Ein blutiger Husten bzw. blutiger Schleim kommt relativ selten vor. Teilweise kann blutiger Schleim bei einer sehr starken Bronchitis auftreten. Sie wird meist von einem schlimmen Husten begleitet, bei dem es aufgrund der Ruckartigkeit des Reflexes zu kleinen Schleimhautblutungen kommen kann. Dabei handelt es sich um etwas völlig Harmloses. Bei Rauchern hingegen kann blutiger Schleim auf Lungenkrebs hindeuten und sollte, wenn er regelmäßig auftritt, auf jeden Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Auch bei Patienten, die einen Blutverdünner, wie Marcumar einnehmen, kann es öfters zu einem leicht blutigen Husten kommen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.04.2019
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