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Ursachen von Fieber

Synonyme im weiteren Sinne

Erkältung, Grippe, Husten, Schnupfen
med.: Hyperthermie
englisch: fever

Ursachen und Formen

Prinzipiell unterscheidet man verschiedene Formen von Fieber. Eine Temperatur unter 38,5 Grad Celsius würde man als eine Vorstufe des Fiebers und somit als subfebril bezeichnen. Von richtigem Fieber (febril) spricht man ab einer Temperatur von 38,5 Grad Celsius.

Der Entstehungsmechanismus von Fieber ist sehr komplex und soll hier nur vereinfacht dargestellt werden. In einer Region des Gehirns, dem sogenannten Hypothalamus befinden sich Nerven, die zu etwa 30% hitzeempfindlich sind; ein Teil ist temperaturunempfindlich und ein Teil ist kältempfindlich. Alle Nerven stehen in Kontakt zueinander und stellen so den Normwert der Körpertemperatur ein. Durch sogenannte Pyogene kann dieses Gleichgewicht durcheinandergebracht werden, wodurch eine Temperaturerhöhung resultiert.
Kommt es zu einem Temperaturanstieg, so feuern die hitzesensiblen Nerven schneller und es kommt zu einem weiteren Temperaturanstieg. Pyogene sind also fieberfördernde Substanzen oder Stoffe unterschiedlichster Art. Fremdkörper und von außen zugeführte Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Partikel) auf der einen und im Körper produzierte Stoffe (verschiedene Entzündungsmediatoren, die vom Körper im Falle einer Entzündung ausgeschüttet werden) auf der anderen Seite zählen zu diesen Pyogenen. Werden diese Stoffe ausgeschüttet, kommt es recht bald über verschiedene biochemischen Zwischenschritte zur Erhöhung der Körpertemperatur (Fieber). Am genausten kann man die Temperatur im Ohr oder rektal messen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Fieber messen


Ursache von subfebrilen Körpertemperaturen (geringes Fieber) können Infektionen, Nierenbeckenentzündungen (Pyelonephritis), Entzündungen der Herzinnenwand (Endokarditis lenta), Tuberkulose und Schilddrüsenüberfunktionen (Hyperthyreose) sein, aber auch bestimmte Medikamente können subfebrile Körpertemperaturen erzeugen. Des Weiteren wären als Ursachen noch bösartige Erkrankungen (Tumoren) des Magen-Darm- Traktes und Hodgkin sowie Non Hodgkin-Lymphome zu nennen. Auch Lungenembolien, die immer wiederkehren, Entzündungen der Gefäße und Kollagenosen können subfebrile Temperaturen erzeugen.

Febrile Temperaturen unterteilt man noch zusätzlich in kontinua, bei der es Tagesschwankungen bis 1 Grad Celsius gibt, remittierend (Tagesschwankungen zwischen 1 und 2 Grad Celsius), intermittierend (starke Tagesschwankungen von bis zu 2 Grad Celsius) und septisches Fieber, das durch einen schubförmigen Verlauf sowohl mit als auch ohne Schüttelfrost charakterisiert wird. Das klassische Bild einer Kontinua wird heute aufgrund von frühzeitiger Antibiotikagabe kaum noch gesehen. Prinzipiell kann man aber sagen, dass es hauptsächlich durch bakterielle Infekte ausgelöst wird. Ein Zweigipfeliger Verlauf, bei dem es vor allem zur Mittagszeit und am Abend zu einem starken Temperaturanstieg kommt wird vor allem bei Viruserkrankungen beobachtet. Wellenförmige Temperaturanstiege und Abfälle kann man vor allem bei Brucellosen und bei der Hodgkin-Krankheit feststellen.
Bei einer Fieberfreiheit von 1-2 Tagen muss immer auch der Verdacht auf eine Malaria gestellt werden. Handelt es sich um einen Tag völliger Fieberfreiheit spricht dies für eine Malaria tertiana, bei 2-tägiger Fieberfreiheit könnte eine Malaria quartana dahinterstecken.

Die gefürchtete Malaria tropica weist keinen typischen Fieberverlauf auf und ist meistens durch eine unregelmäßige Fieberausbreitung charakterisiert.

Auch andere Tropenkrankheiten können zu Fieber führen, dies sollte man berücksichtigen, wenn man sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Auch bei der tödlichen Erkrankung Ebola tritt hohes Fieber als Symptom auf. Lesen Sie mehr zum Thema unter Ebola.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.04.2018
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