Rückenschmerzen im mittleren Rücken

Einleitung

Als Schmerzen im mittleren Rücken bezeichnet man allgemein alle Schmerzen, die sich im Bereich der Flanken, also an den unteren Rippen auf der Rückseite befinden. Diese Schmerzen im mittleren Rücken belasten immer mehr Patienten und können unterschiedlichen Ursprungs sein.

Meist ist die Ursache schnell gefunden und mangelnde Bewegung und vergleichsweise langes am Schreibtisch-Sitzen sind verantwortlich zu machen für die Rückenschmerzen. Oder es liegt eine simple Zerrung zugrunde, die beispielsweise durch eine falsche Körperhaltung beim Sport entstehen kann. Dauerhafte Schmerzen im mittleren Rücken können aber auch aufgrund von einer Fehlstellung oder Degeneration der Wirbelsäule entstehen. Aber auch organische Ursachen können der Grund für Schmerzen im mittleren Rücken sein.


Ursachen

Schmerzen im mittleren Rücken sind zunächst ein sehr allgemeines Symptom und können deshalb auch sehr viele Ursachen haben. Am häufigsten liegt eine Deformation der Wirbelsäule oder eine zu schwache Rückenmuskulatur vor.

Zu den typischen Deformationen der Wirbelsäule gehört die Skoliose. Hierbei handelt es sich um eine mehr oder weniger S-förmig gebogene Wirbelsäule. Eine Skoliose kann von Kindesalter an vorhanden sein, dann hilft im schlimmsten Fall nur eine Operation, bei leichteren Fällen hingegen Physiotherapie. Eine Skoliose kann jedoch auch erworben sein, beispielsweise durch eine Fehlbelastung der Wirbelsäule. Trägt eine Frau ihre schwere Handtasche immer auf der gleichen Schulter, versuchen Muskulatur und Wirbelsäule der einseitigen Belastung entgegen zu wirken. Somit kann es zur Skoliose kommen.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Skoliose

Fehlbelastungen wirken sich in vielerlei Hinsicht auf den Rücken aus und können leicht zu Schmerzen im mittleren Rücken führen. Vor allem beim Sport belastet man oft unbewusst die Rückenmuskulatur mit, da es sich hierbei um Haltemuskulatur handelt, die ständig aktiv ist. Übertreibt man es mit dem Sport oder versucht man sich an neuen Übungen, kann es zu Zerrungen in der Rückenmuskulatur kommen, was zu Schmerzen im mittleren Rücken führen kann. Eine weitere Ursache kann die Verspannung eines bestimmten Muskels sein, des Musculus serratus posterior inferior. Es handelt sich hierbei um einen sekundär eingewanderten Muskel, der die Atmung unterstützt, vor allem die Ausatmung (Exspiration). Kommt es zu einer Verspannung dieses Muskels, ist nicht nur die Atmung erschwert, sondern es kommt auch zu Schmerzen im mittleren Rücken. Nicht zu vergessen als Ursache für Rückenschmerzen ist Übergewicht.
Die Wirbelsäule ist sehr schmal und muss den kompletten Körper aufrecht halten. Dauerhaftes Übergewicht belastet die Wirbelsäule und kann bei gleichzeitiger Fehlbelastung leichter Bandscheibenvorfälle der BWS verursachen, die wiederum zu Nervenschmerzen im Rücken führen. Da die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule nicht fest miteinander verbunden sind, sondern nur über die gallertartige Bandscheibe (Discus intervertebralis) zusammengehalten werden, ist auch eine Fehlstellung eines einzelnen Wirbels möglich. Kommt es beispielsweise durch eine ruckartige Bewegung zu einer Fehlstellung des Wirbels, kann dieser Wirbel seinen dazugehörigen Nerv, den Spinalnerv, einklemmen. Dies führt dann, sofern ein Brustwirbel schuld ist, zu Schmerzen im mittleren Rücken.

Bei älteren Patienten ist häufig eine Wirbelsäulenabnutzung (Arthrose) schuld an den Schmerzen im mittleren Rücken. Der Wirbel nutzt sich im Alter immer weiter ab und es kann somit zu Einklemmungen des Nervs kommen. Vor allem im Anfangsstadium ist dies besonders schmerzhaft. Auffällig ist, dass besonders beim Aufstehen Schmerzen entstehen. Es können jedoch auch organische Ursachen zu Schmerzen im mittleren Rücken führen. Eine Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Diese macht sich meist sehr spät bemerkbar, dann jedoch mit akut starken Schmerzen im Bauchbereich und eben auch im mittleren Rücken.

Auch andere Organe, wie beispielsweise die Niere, können sich durch Schmerzen im mittleren Rücken bemerkbar machen. Beispielsweise können Nierensteine oder auch eine Nierenbeckenentzündung mit Rückenproblemen einhergehen, meist kommen in solchen Fällen jedoch auch Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen im Unterleib hinzu. Auch bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) kann es zu Schmerzen im mittleren Rücken kommen, jedoch muss man hier ebenfalls die Begleitsymptome wie Husten und Fieber beachten. Es kann jedoch auch sein, dass die Schmerzen im mittleren Rücken durch einen Tumor hervorgerufen werden. Bei Tumoren unterscheidet man gutartige (benignen) und bösartige (malignen) Tumore. Handelt es sich um einen gutartigen Tumor, also um einen Tumor, der nicht auf umliegende Gewebe übergreift, kann man diesen durch eine Operation entfernen. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, so ist der Tumor im Rücken meist ein Tochtergeschwulst und nicht der primäre Herd. Dementsprechend können Schmerzen im mittleren Rücken in seltenen Fällen auch auf Brust- oder Lungen-krebs hinweisen.

Abbildung Schmerzen im mittlereren Rücken

Abbildung Rückenschmerzen mittlerer Rücken: Rückenansicht und Ursachen (A-D)

Rückenschmerzen mittlerer Rücken

  1. Brustwirbel -
    Vertebra thoracica
  2. Linke Lunge -
    Pulmo sinister
  3. Linke Niere -
    Ren sinister
  4. Spinalnerv -
    Nervus spinalis
  5. Rippenkörper -
    Corpus costae
  6. Rechte Lunge -
    Pulmo dexter
  7. Bauchspeicheldrüse -
    Pancreas
  8. Rechte Niere - Ren dexter
  9. Hinterer unterer Sägemuskel -
    Musculus serratus posterior inferior
  10. Lendenwirbel - Vertebra lumbalis
    Ursachen:
    A - Lungenentzündung (Pneumonie)
    B - Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
    C - Wirbelsäulenabnutzung (Arthrose)
    D - Nierensteine oder Nierenbeckenentzündung

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Diagnose

Bei Schmerzen im mittleren Rücken wird meist zunächst eine Anamnese, also ein Arzt-Patienten-Gespräch, durchgeführt um festzustellen, ob der Patient sich vielleicht einfach übernommen hat oder ob die Schmerzen anderen Ursprungs sind. Durch die Palpation, also das Abtasten, kann der Arzt feststellen ob eine Verkrampfung des Muskels oder eine Fehlstellung der Wirbelsäule vorliegt. Weitere diagnostische Verfahren sind beispielsweise eine Röntgenaufnahme oder bei Verdacht auf eine organische Ursache eine Blutentnahme.

Symptome

Wichtig ist es, neben den Schmerzen im mittleren Rücken auch alle weiteren Symptome wahrzunehmen. Hat man ausschließlich Schmerzen im mittleren Rücken, deutet dies sehr wahrscheinlich auf eine Muskelverkrampfung oder auf eine Wirbelsäulendeformation oder einen Wirbelsäulenabnutzung hin. Treten jedoch Begleitsymptome wie Fieber auf, kann man von einer Entzündung ausgehen. Hat man außerdem einen Knoten in der Brust ertastet, könnte es sein, dass die Schmerzen im mittleren Rücken durch eine Tochtergeschwulst entstehen, deren Hauptherd ein Brusttumor ist. Da Schmerzen im mittleren Rücken sehr allgemein sind und vieles bedeuten können, ist es deshalb wichtig die Begleitsymptome zu beachten und dem Arzt mitzuteilen.

Rechtsseitige Schmerzen im mittleren Rücken

Rückenschmerzen sind ein kompliziertes Thema, zu dem bis heute noch viele Fragen unbeantwortet sind. Dies erschwert eine Behandlung der Schmerzen häufig. Ein Großteil der Beschwerden ist nichtsdestotrotz schlichtweg auf alltägliche einseitige Fehlhaltungen des Rückens zurückzuführen. Dies gilt für den rechtseitigen mittleren Rücken ebenso wie für andere Rückenpartien.
Vor allem Übergewicht und das mangelnde Training der Rückenmuskulatur können oft als Ursache der Rückenschmerzen ausgemacht werden. Daneben spielen im höheren Alter aber auch degenerative, also altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule eine große Rolle. Ebenso sollten Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle, spinale Stenosen oder Gleitwirbel sollten bei der Ergründung der Schmerzen bedacht werden.

All diese Erkrankungen können prinzipiell auf jeder Höhe der Wirbelsäule auftreten, sodass sie auch im Falle des rechten mittleren Rückens für Beschwerden verantwortlich sein können. Auf der anderen Seite können allerdings auch internistische Erkrankungen, wie die Lungenfellentzündung (Pleuritis) oder psychosomatische Schwierigkeiten für entsprechende Beschwerden verantwortlich sein.

Linksseitige Schmerzen im mittleren Rücken

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Das trifft selbst dann zu, wenn ihre Lokalisation gut benennbar ist - beispielsweise auf der linken Seite des mittleren Rückens. Auch hier sind in einem Großteil der Fälle einseitige Fehlbelastungen der Wirbelsäule durch eine schlechte Haltung im Alltag, Übergewicht und ein mangelhafter Trainingszustand der Rückenmuskulatur die häufigsten Auslöser von Schmerzen.
Davon abgesehen sind auch degenerative Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder spinale Stenosen als Ursache linksseitiger Rückenschmerzen denkbar. Zusätzlich sollte nicht vergessen werden, dass auch internistische Erkrankungen Rückenschmerzen verursachen können. Im Falle des linken mittleren Rückens ist beispielsweise eine Rippenfellentzündung (Pleuritis) denkbar, welche atemabhängig zu Schmerzen führen kann.

Speziell links auf Höhe des Oberbauches können außerdem Schmerzen in den Rücken ausstrahlen, welche auf einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder einem Zwölffingerdarm-Geschwür beruhen. Insgesamt gesehen sind internistische Erkrankungen jedoch eher selten schuld an Rückenschmerzen.
Im Gegensatz dazu ist ein nicht zu vernachlässigender Teil der Rückenschmerzen auf psychosomatische Hintergründe zurückzuführen. So lässt sich für bis zu 40% aller Rückenschmerzen keine organische Ursache finden, sodass zumindest ein gewisser Prozentsatz dieses Anteils psychosomatischen Ursprungs ist.

Lesen Sie mehr dazu auf unserer Seite Rückenschmerzen und Psyche.

Beidseitige Schmerzen im mittleren Rücken

Wie auch bei einseitigen, rechts oder links lokalisierten, Schmerzen der mittleren Rückenpartie gilt bei beidseitigen Beschwerden die Regel, dass diese vor allem auf alltagsbedingte Ursachen zurückzuführen sind. Hierunter fallen vor allem Übergewicht, Fehlhaltungen im Alltag und eine schwache Rückenmuskulatur. Die hiermit im Zusammenhang stehenden Rückenschmerzen werden häufig als „unspezifisch“ bezeichnet, da die exakte Ergründung ihrer genauen Ursache kaum möglich ist.
Daneben sind in weit geringerem Ausmaß aber auch orthopädische Erkrankungen als Auslöser für Rückenschmerzen zu nennen. Zu diesen gehören vor allem Bandscheibenvorfälle, aber auch Wirbelbrüche, spinale Stenosen und Wirbelgleiten. Auch Blockaden der Wirbelgelenke oder Einklemmungen von Nerven können zu beidseitigen Schmerzen im Bereich des mittleren Rückens führen.

Jedoch können auch internistische Erkrankungen zu Rückenbeschwerden führen. Hierzu gehören bei Schmerzen beidseitig der Brustwirbelsäule vor allem Lungenfellentzündungen (Pleuritiden) und in seltenen Fällen die Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).Häufig unterschätzt sind zudem die körperlichen Auswirkungen psychischen Stresses. So geht man davon aus, dass Rückenschmerzen zu einem beträchtlichen Anteil auch auf psychosomatische Hintergründe zurückzuführen sind.

Seitliche Schmerzen im mittleren Rücken

Die Ursache seitlicher Schmerzen des mittleren Rückens ist zumeist im muskulo-skelettalen Bereich zu suchen. Das bedeutet letztendlich, dass sie auf Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Rückenmuskulatur beruhen.
Im Normalfall stehen alle Anteile des Rückens in einem Gleichgewicht, welches eine einwandfreie Funktion ermöglicht. Durch Mechanismen wie Fehlhaltungen im Alltag, eine untrainierte Rückenmuskulatur oder Übergewicht, kann dieses Zusammenspiel auf dem Gleichgewicht geraten, sodass sogenannte „unspezifische“ Rückenschmerzen die Folge sind.

Davon abgesehen können (deutlich seltener) auch orthopädische Erkrankungen wie etwa ein Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten oder spinale Stenosen Schmerzen seitlich des mittleren Rückens nach sich ziehen. Zudem können prinzipiell auch einige internistische Erkrankungen, sowie psychosomatische Hintergründe Rückenschmerzen verursachen.

Nächtliche Schmerzen im mittleren Rücken

In vielen Fällen ist die Ursache nächtlicher Rückenschmerzen schlichtweg eine ungeeignete Matratze, wobei sowohl zu harte als auch zu weiche Matratzen zu Schmerzen führen können. Die mangelnde Unterstützung der individuellen Wirbelsäulenform kann hier zu Verspannungen der Muskulatur führen.
Daneben können sich jedoch auch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule über Nacht bemerkbar machen. Unter anderem ist dies für die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke charakteristisch. Ebenso macht sich die sogenannte Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew), eine rheumatische Erkrankung, in ihrer Frühphase vor allem durch Rückenschmerzen bemerkbar, welche nachts besonders stark sind.

Eine orthopädische Abklärung von nächtlichen Rückenschmerzen ist aus diesen Gründen durchaus sinnvoll. Vor allem dann, wenn die Beschwerden schon seit längerem bestehen, sollten Sie nicht zögern, einen Termin bei Ihrem Orthopäden auszumachen.

Mittlere Rückenschmerzen mit Atembeschwerden

Eine Rippenfellentzündung (Pleuritis) zeichnet sich durch starke atemabhängige Schmerzen im Bereich des Brustkorbs und Rückens aus. Zusätzlich leidet der betroffene Patient unter einem starken Krankheitsgefühl und Fieber. Ein Symptomkomplex aus Atembeschwerden und Schmerzen im mittleren Rücken kann daher durchaus auf eine Pleuritis zurückzuführen sein.
Auf der anderen Seite können jedoch auch einfache Blockaden der Wirbel- oder Rippengelenke zu atemabhängigen Schmerzen im mittleren Rücken führen. Diese können typischerweise durch das Drücken auf das entsprechende Gelenk provoziert und verstärkt werden. Derartige Gelenkblockaden stellen für sich genommen jedoch ein harmloses Krankheitsbild dar und können häufig von einem erfahrenen Orthopäden gelöst werden.

Therapie - Was kann man tun?

Die Therapie bei Schmerzen im mittleren Rücken richtet sich selbstverständlich nach der Ursache. Handelt es sich um eine Muskelverspannung, kann man durch professionelle Massagen oder Rückenübungen die Muskulatur wieder auflockern. Eine Skoliose bedarf häufig gar keiner Therapie, solange sie nicht dauerhaft zu Schmerzen führt.
Ist die Skoliose jedoch sehr stark vorhanden, kann man zunächst versuchen mit Physiotherapie die Rückenmuskulatur zu stärken und somit der Skoliose entgegenzuwirken. Bei Kindern wartet man häufig ab und hofft, dass sich die Skoliose verwächst indem man die Kinder ein passendes Korsett tragen lässt, das die Wirbelsäule aufrichtet. Kommt es jedoch zu deutlichen Einschränkungen und Schmerzen, kann mithilfe einer Operation geholfen werden. Hierbei werden Titanstäbe an die Wirbelkörper angebracht um die Wirbelsäule zu zwingen, sich aufzurichten.
Bei einem Bandscheibenvorfall der BWS verschwinden die Schmerzen meist nach einiger Zeit von alleine da die Wirbelsäule sich an die neue Situation anpasst. Man kann natürlich viel tun, damit dieser zustand schneller einsetzt.
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Bleiben die Schmerzen vorhanden, kann man zunächst mit Schmerzmitteln und Physiotherapie versuchen, die Schmerzen im mittleren Rücken zu therapieren.
Im Zweifelsfall sollte jedoch auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Liegt den Schmerzen im mittleren Rücken eine organische Ursache zugrunde, muss diese primär behandelt werden um somit die Rückenschmerzen zu vermeiden.
Bandscheibenvorfall - was tun?

Übungen bei Schmerzen im mittleren Rücken

Um die Muskulatur des mittleren Rückens effektiv zu trainieren, sind vor allem Geduld und Regelmäßigkeit wichtig. Idealerweise sollten Sie dem Training ihres Rückens täglich mindestens eine viertel Stunde widmen. Nur so kann eine dauerhafte Besserung der Beschwerden erreicht werden. Geeignete Übungen existieren dafür genug.
Sehr beliebt ist beispielsweise der sogenannte „Rumpfheber“. Hierbei legen Sie sich auf den Bauch, strecken die Arme von sich und heben in einer langsamen Bewegung den Oberkörper an, während Beine und Gesäß angespannt sind. Halten Sie diese Stellung für 10 bis 15 Sekunden und legen den Oberkörper anschließend ab. Ebenfalls gut zum kräftigen des mittleren Rückens geeignet ist außerdem die „Brücke“, bei welcher Sie auf dem Rücken liegend mit aufgestellten Beinen das Becken anheben, bis Rumpf und Beine eine gerade Linie bilden.
Neben derartigen Übungen sollten Sie jedoch auch regelmäßig Entspannungsübungen durchführen, welche den Rücken entlasten. Davon abgesehen sollten Sie auch im Alltag auf eine gesunde Haltung und ausreichend Bewegung achten. Die besten Kräftigungsübungen reichen letztendlich doch nicht aus, wenn der Rücken im Alltag fehlbelastet wird.

Lesen Sie mehr dazu auf unserer Seite Rückentraining- Tipps für einen starken, gesunden Rücken.

Prophylaxe

Eine Prophylaxe für Schmerzen im mittleren Rücken ist ein guter Muskelaufbau. Eine gut trainierte Rücken- und Bauchmuskulatur kann die Wirbelsäule stark entlasten. Sehr wichtig ist es, die Bauchmuskulatur nicht zu vergessen da diese einen Gegenpol zu der Rückenmuskulatur darstellt und dem Menschen beim aufrechten Stehen behilflich ist. Dadurch kann eine guttrainierte Bauchmuskulatur indirekt die Wirbelsäule entlasten und beugt somit Schmerzen im mittleren Rücken vor. Um Bandscheibenvorfälle zu vermeiden, hilft es, den Rücken nicht durch starkes Heben im Job oder beim Training zu überlasten.

Prognose

Schmerzen im mittleren Rücken verschwinden häufig von alleine wieder (beispielsweise nach einem Bandscheibenvorfall). Durch gutes Training und gute Physiotherapie kann den meisten Menschen sehr gut geholfen werden. Nur in schwerwiegenden Fällen ist eine Operation (sei es bei Skoliose oder einem Bandscheibenvorfall) wirklich nötig. Ist die Ursache der Schmerzen im mittleren Rücken jedoch eine organische Ursache, sieht dies häufig anders aus. Nierensteine sind zwar gut zu behandeln, liegt der Grund für die Schmerzen jedoch in der Bauchspeicheldrüse, die sich entzündet hat, hat man eine schlechte Prognose da solch eine Entzündung meist zu spät erkannt wird und dann eine kurze Lebenserwartung (circa 6 Monate) hat.

Schmerzen im mittleren Rücken in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen sind während der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Tatsächlich sind bis zu dreiviertel aller Schwangeren von Beschwerden im Bereich des Rückens oder des Beckens betroffen. Woher diese Schmerzen kommen, ist leicht nachvollziehbar: Mit zunehmendem Gewicht des Kindes sind die Bänder, Muskeln und Gelenke des Rumpfes zunehmend größeren Belastungen ausgesetzt. Dies kann in der Folge zu schmerzhaften Verspannungen und Blockaden führen. Der mittlere und untere Rücken sind hiervon besonders stark betroffen.
Vor allem Frauen, welche schon vor der Schwangerschaft unter Rückenschmerzen litten, berichten besonders häufig von Rückenschmerzen während der Schwangerschaft. Typisch ist zudem, dass sich die Beschwerden zum Abend hin verstärken, da die Muskeln im Laufe des Tages zunehmend ermüden.

Um diesen Schmerzen Herr zu werden, ist es vor allem wichtig auf eine gesunde Körperhaltung zu achten. Das werdende Kind übt mit seinem Gewicht einen starken Zug auf die Lendenwirbelsäule aus, sodass viele Schwangere in eine Lordose-Haltung verfallen, in welcher sich die S-Form der Wirbelsäule verstärkt. Dem sollte durch das bewusste Aufrichten des Beckens soweit möglich entgegengearbeitet werden.
Daneben sind vor allem aber auch Entspannungsübungen und das sanfte Training der Rückenmuskulatur von großer Bedeutung. Auch Wärme in Form von Kirschkernkissen oder Wärmflaschen kann in vielen Fällen hilfreich sein.

Lesen Sie mehr dazu auf unserer Seite Rückenschmerzen in der Schwangerschaft.

Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 09.02.2017
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