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Schnarchen

Synonyme im weiteren Sinne

Medizinisch: Rhonchopathie

Bäume sägen

Englisch: snore

Definition

Eine geruhsame Nacht kann durch das laute Atemgeräusch wie Schnarchen für alle Beteiligten zur Qual werden. Die sägenden Geräusche entstehen in den oberen Luftwegen. Schwingende Bewegungen des Gaumens, des Zäpfchens oder des Zungengrundes oder des tiefer gelegenen Rachens erzeugen solche Laute.

Wie entsteht das Schnarchgeräusch?

Beim Schnarcher kommen mehrere Faktoren zusammen. Eine Behinderung der Nasenatmung z.B. durch

kann die Strömungsgeschwindigkeit der Einatemluft erheblich erhöhen. Dadurch wird kommt es zu einem Unterdruck im Rachenraum. Der Unterdruck und die im Schlaf entspannte Rachenmuskulatur führen zum Kollaps bzw. einem Zusammenfallen des Rachens.
Man kann sich diesen Vorgang bildlich wie bei einem aufgeblasenen Luftballon vorstellen, aus dem man an seiner Öffnung langsam die Luft entweichen lässt.
Manchmal schwingt auch nur das im Schlaf entspannte Gaumensegel mit dem Sog der Einatemluft.


Ursachen

Schnarchen generell wird durch eine Erschlaffung der Atemmuskulatur beim Schlafen hervorgerufen.

Es wird im Besonderen durch flatternde Bewegungen des Gaumensegels und des Zäpfchens verursacht.
Das Gaumensegel kann entweder kurz und straff sein oder bei manchen Menschen auch eine lange schlaffe Struktur haben. Normal ist das Schnarchen aber nicht, das heißt, es wird beim Schnarchenden dann verursacht, wenn die Atemwege verlegt sind.
In manchen Fällen verlegt auch die Zunge die Atemwege in dem sie nach hinten in den Rachenraum rutscht.

Bei einigen Menschen macht auch die Schlafposition viel aus ob sie schnarchen oder nicht. So gibt es einige, die am Rücken liegend schlafen, vor allem in dieser Position schnarchen.
Wenn das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt, reagiert der Körper von selbst in dem er die Position wechselt.

Es gibt auch noch zahlreiche andere Faktoren fürs Schnarchen. Zum Beispiel können die Rachenmandeln und die Gaumenmandeln zu groß sein und so die Atemwege verlegen.

Eine sehr gefährliche Ursache von Schnarchen kann auch die Schlafapnoe sein. Bei einer Schlafapnoe kommt es immer wieder zu Atemaussetzern. Die Sauerstoffversorgung ist vermindert und es kommt immer wieder zu Aufweckreaktionen, was den Patienten sehr schlecht schlafen lässt und der Betroffene immer weniger ausgeschlafen ist. Der obere Teil der Atemwege fällt in sich zusammen und verlegt diese. Die meisten Personen, die unter Schlafapnoe leiden schnarchen auch extrem.

Es kommt auch Übergewicht in Frage der Verursacher von Schnarchen zu sein, denn man findet zahlreiche Fettablagerungen im Hals und Rachenbereich, welche die Atemwege verlegen.

Außerdem ist es bei manchen Menschen auch erblich bedingt.

Auch Alkoholtrinken führt bei manchen Menschen zu den Symptomen des Schnarchens. Denn hier erschlafft das Gaumensegel ebenso wie bei manchen Schlafmitteln, besonders, wenn diese zu stark sind oder auch bei Beruhigungsmitteln und Muskelrelaxantien.

Auch Schnupfen oder Allergien zählen zu den möglichen Ursachen.

Außerdem kann eine schiefe Nasenscheidewand den Nasen- und Rachenraum so sehr verschließen, dass die Betroffenen auch hier anfangen können zu schnarchen.

Man darf auch die weichen und gutartigen Nasenpolypen nicht außer Acht lassen. Auch sie können Schnarchen verursachen. Sie wachsen nicht direkt aus der Nase, sondern aus den Nasennebenhöhlen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Ursachen vom Schnarchen

Symptome

Mehrere Faktoren müssen zusammentreffen, damit es zum Schnarchen kommt. Sehr entspannte Rachenmuskulatur neigt eher zum Kollabieren als noch leicht angespannte. Von daher kommt es oft in den Tiefschlafphasen zum Schnarchen in der das Gaumensegel sehr entspannt ist.
Aber v.a. Alkohol, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Antihistaminika und Psychopharmaka erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch das Gaumensegel und die Rachenmuskulatur im besonderen Maße entspannen und dadurch leichter kollabieren können.
Übergewicht (Adipositas) oder genetische Veranlagung können ebenfalls für eine Erschlaffung jener Muskeln sorgen, die am Schnarchen beteiligt sind. Auch die Anreicherung von Fett im Atemtrakt kann eine Verengung der Atemwege bewirken. Schlafen diese Menschen noch dazu auf dem Rücken, sinkt der Zungengrund und der Gaumen mit Gaumensegel und Zäpfchen nach hinten und flattert leichter zu den Turbulenzen der Einatmung.

In den meisten Fällen liegt beim Schnarchen aber eine behinderte Nasenatmung vor. Sie kann durch einen banalen Schnupfen, durch allergische Reaktionen der Nasenschleimhaut (Rhinitis allergica), durch Nasenscheidewandverkrümmungen (Septumdeviation), durch Polypen (Polyposis nasi) oder durch vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln (Tonsilitis, Adenoide) hervorgerufen werden.

Anatomische Mißverhältnisse der Kieferstellung (Okklusionsprobleme) oder eine vergrößerte Zunge können ebenfalls den Luftstrom behindern.

Ist Schnarchen eine Krankheit?

Generell ist Schnarchen keine Krankheit und hatte in der frühen Menschheitsgeschichte sogar den Nutzen, wilde Tiere auch während seines eigenen Schlafes in die Flucht zu treiben.
Doch unsere Partner lassen sich ungern vertreiben, dulden das „nächtliche Bäumesägen“ nur ungern und leiden oft selber am geräuschbedingten Schlafstörung. In schweren Fällen wacht jedoch selbst der Schnarcher von seinem Geräusch auf.
Hier sollte der Arzt kontrollieren, ob die Atemwege durch eine Erkrankung behindert sind und ggf. behandeln.
Gerade bei Kindern sind Nasenpolypen die häufigste Ursache für das Schnarchen und müssen chirurgisch entfernt werden.

Kann Schnarchen gefährlich sein?

Nicht nur die Beziehung ist durch jahrelanges Schnarchen belastet. In schweren Fällen kollabiert der Rachen so stark, dass der Schnarcher seine Atemzüge bis zu 30 Sekunden und länger aussetzt.
Solche Atemstillstände können fast 100 Mal in einer Nacht auftreten und führen zwangsläufig zu einem erheblichen Sauerstoffmangel (Schlafapnoe; obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom; OSAS).
Durch den Atemstillstand und den damit verbundenen Sauerstoffmangel wacht der Schnarcher mehrmals in der Nacht mit Herzrasen und nach Luft schnappend auf.
Tagsüber fühlt man sich abgeschlagen und müde, reagiert gereizt und nervös auf seine Umwelt und ist durch plötzliches Einschlafen während des Autofahrens sehr gefährdet.
In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden um weitere Gefährdungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt) zu vermeiden.

Therapie

Ein kurzer Überblick der „Schnarchapparate“:

  • Nasenpflaster (Breath Right®)
    Wird über beide Nasenflügel geklebt und soll die Naseneingänge weiter öffnen, wodurch die Nasenatmung erleichtert wird.
  • Nasenklammer (Schnarchclip® Sandox)
    Hält die Nasenlöcher offen und erleichtert die Einatmung über die Nase
  • Kiefer-Protrusionsschiene
    Hält den Unterkiefer beim Schlafen in einer Position, in der die Zunge nicht zurückfallen kann und dabei die Atemwege blockieren könnte.
  • Kinnbinde:
    Hält wie eine Kiefer-Protrusionsschiene den Unterkiefer beim Schlafen in einer Position, in der die Zunge nicht zurückfallen kann.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schnarchen Therapie

Erste Maßnahmen

Verschiedene Verhaltensregeln können das Schnarchen positiv beeinflussen. Zunächst sollte einige Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkoholkonsum verzichtet werden. Wenn möglich, sollten ebenfalls Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Antihistaminika und Psychopharmaka weggelassen werden. Wenn der Oberkörper in etwas erhöhter Position liegt, bleibt die Rachenmuskulatur straffer und kollabiert nicht plötzlich. Ebenso sollte der Schnarcher versuchen, die Rückenlage zu vermeiden. Ein in den Rückenteil des Schlafanzugs eingenähter Tennisball kann daran erinnern, auf der Seite oder den Bauch liegen zu müssen.

Apotheken bieten diverse Mittel an, die das Schnarchen positiv beeinflussen sollen (Nasenpflaster, Nasenklammern, Kiefer-Protrusionsschiene, Kinnbinden). Hier sollte man sich individuell vom Apotheker und seinem Arzt beraten lassen, da keine allgemeine Empfehlung ausgesprochen werden kann.

Therapieentscheidung

Vor allem im Internet findet man zahlreiche Mittel gegen das Schnarchen, da sehr viele Menschen unmittelbar davon betroffen sind.

Leider betrifft es ja auch die Angehörigen, vor allem die Partner, welche direkt im selben Zimmer mit schlafen. Am wichtigsten ist es die individuelle Ursache zu kennen, um genau diese zu Bekämpfen.
Es ist in vielen Krankenhäusern möglich auf der Pneumologiestation (Lungenstation) eine Nacht in einem Schlaflabor zu verbringen. Hier wird der Patient während er schläft genau beobachtet und überwacht. So kann man auch einer Schlafapnoe und Atemaussetzern auf die Spur kommen. Bei manchen Menschen ist dies denkbar einfach.

Hat man zum Beispiel Übergewicht, dann hilft es schon ungemein, wenn der Betroffene etwas abnimmt. Auch die Ursachen Schlafmittel, Muskelrelaxantien und Beruhigungsmittel kann man leicht als Ursachen minimieren oder ganz los werden, in dem man sie komplett weglässt oder sie noch einmal richtig dosiert. Für vergrößerte Rachen- und Gaumenmandeln kommt natürlich eine Operation in Frage.
Ebenso verhält es sich bei den Nasenpolypen.

Natürlich kann man auch eine schiefe Nasenscheidewand operieren, was bei einigen Patienten sicherlich das Schnarchen eindämmen würde.
Bei jenen, die in Rückenlage schnarchen, kann man empfehlen, dass sie sich möglichst auf die Seite legen oder immer wieder anstoßen im Schlaf, damit sie sich zur Seite drehen.

Ansonsten gibt es noch einige weitere Hilfsmittel wie die Aufbissschiene. Sie sieht aus wie ein Gebiss und wird in den Mund geschoben und festgeschraubt. Der Unterkiefer wird nach vorne geschoben und so der Rachenraum erweitert. Der Patient kann so wieder leichter atmen, ohne dass die Atemwege verlegt sind.
Man findet im Internet auch bestimmte Pflaster, die man auf die Nase oder in die Nase klebt und die dann das Schnarchen eindämmen sollen. Eine weitere Maßnahme gegen das Schnarchen ist der Atemschutz. Dies ist eine Atemmaske, die während der Nacht getragen wird und die durch den Atemwegsdruck, den man variabel oder konstant einstellen kann, verhindert, dass die Atemwege in sich zusammen fallen. So sind die Atemwege immer frei, damit man gut schlafen und atmen kann.

Dies hilft auch sehr gut, wenn man unter Schlafapnoe leidet. Dennoch gibt es auch hier ein Problem. Das Gerät ist nicht ganz leise. Und es ist etwas unangenehm, wenn man diesen Apparat am Gesicht tragen muss.

Chirurgische Therapie

Große Erfolge gegen das Schnarchen versprechen chirurgische Eingriffe. Allerdings handelt es sich in den meisten Fällen um irreversible Eingriffe, deren Ergebnisse ohne weiteres nicht mehr rückgängig zu machen sind. Einige Methoden werden vornehmlich in den USA praktiziert und sind im deutschen Medizinsystem noch umstritten. Dennoch findet man die ein oder andere Operationsmethode jetzt auch schon an deutschen HNO-Kliniken.

  • Straffung der Gaumen- und Rachenschleimhaut (Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik, UPPP)
    Hierbei handelt es sich um eine der ältesten operativen Maßnahmen, um das Schnarchen bzw. das Schlafapnoesyndrom (Schlafapnoe; obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom; OSAS) zu behandeln.
    Bei mehr als der Hälfte aller operierten Patienten bringt diese Methode eine Besserung. Dabei wird unter Vollnarkose die Gaumen- und Rachenmuskulatur gestrafft bzw. verengt, einem Kollabieren und einem dadurch entstehenden Schnarchgeräusch entgegengewirkt. Zusätzlich entfernt man das Zäpfchen, damit es mit den Turbulenzen bei der Einatmung nicht mehr mitschwingen kann. In der Regel werden auch die Gaumenmandeln (Tonsillen) entfernt (Tonsillektomie), weil diese beim Schnarcher meist vergrößert sind und zu einer unnötigen Einengung des Rachenraumes führen. Die Komplikationen nach einem solchen Eingriff sind relativ gering. Hin- und wieder kommt es zu Nachblutungen an der Stelle der entfernten Gaumenmandeln, die heute aber gut behandelt werden kann. Durch die Raffung (Verengung) des Rachens (Pharyngoplastik) kommt es in den ersten Tagen zu Schluckbeschwerden, die mit der Heilung der Operationswunden in der Regel wieder verschwinden. Da heute aber modernere Methoden zur Verfügung stehen, wird diese Radikal-Operation nur noch in wenigen Fällen durchgeführt.
  • Uvula-Palato-Plastik mit dem Laser (Laser-assistierte Uvula-Palato-Plastik, LAUP)
    Diese Methode ähnelt der konventionellen Technik wie bei der Straffung der Gaumen und Rachenschleimhaut (Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik, UPPP). Allerdings wird bei der Entfernung des Zäpfchen und der Straffung des Gaumens ein feiner Laserstrahl benutzt. Der Laser schneidet und verschließt gleichzeitig die Wundränder. Diese schonendere Technik kann in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden (USA). Dennoch wird hierzulande eine stationäre Phase empfohlen. In über 60 Prozent bessert sich der Zustand komplett oder die Patienten berichteten von einem erheblichen Nachlassen des Schnarchens.
  • Künstliches Vernarben und Verengen des Rachens (Radiofrequenztherapie)
    Wer große Angst vor operativen Eingriffen hat, kann sich für eine Therapie ohne Messer oder Laser entscheiden. Mit der Radiofrequenztherapie versucht man, den Rachen künstlich zum Schrumpfen, also zu einer Verengung, anzuregen. Mit einer kleinen Sonde, die kurz einen elektrischen Strom abgibt, wird an einigen Stellen des Rachens eine künstliche Narbe erzeugt, die den Rachen letztendlich verengt. Diese Methode ist noch sehr neu. Der Patient kann nach der Behandlung gleich nach Hause gehen und hat in der Regel keine Schmerzen. Die einzigen Nachteile bestehen darin, dass die Radiofrequenztherapie derzeit nicht von den Krankenkassen bezahlt wird und man bis zu vier Sitzungen brauch, um den vollen Effekt zu erreichen.
  • Künstliches Vernarben mit einer fremden Substanz (Injection Snoreplasty)
    Dieses Verfahren wird lediglich in den USA durchgeführt. Ähnlich wie bei der Radiofrequenztherapie versucht man, ohne Schnitte und Verletzungen den Rachen zu Straffen, damit er beim Einatmen nicht kollabieren und zum Schnarchen führen kann. Es gibt einige Flüssigkeiten (3% Natrium(Sodium)tetradecylsulfat (STS), Alkohol), auf die körperliches Gewebe mit einer Vernarbung und Schrumpfung reagiert, wenn man sie ins Gewebe spritzt. Diese körperliche Reaktion macht man sich bei dieser Methode zu nutze. Nach Hineinspritzen einer solchen Substanz tritt innerhalb einiger Wochen eine Versteifung des Gaumens durch Vernarbung auf. Bei ausbleibendem Therapieerfolg ist eine Wiederholung möglich.
  • Stifte in den flatternden Gaumen einsetzen
    Da das Schnarchgeräusch auch durch den „schlappen“ Gaumen nahe des Rachens (weicher Gaumen, Palatum molle) entsteht hat man sich überlegt, diesen einfach zu schienen. Es handelt sich dabei um ein recht neues minimal-invasives Verfahren. Zur Schienung des weichen Gaumens werden drei Implantate von zylindrischen Stiften aus Kunststoff verwendet. Durch diese Implantate wird der weiche Gaumen versteift und damit das Schnarchen reduziert bzw. beseitigt. Auch dieses Verfahren findet in örtlicher Betäubung statt und kann ambulant durchgeführt werden. Wenn man den HNO - Arzt darauf anspricht, was er von diesem Verfahren hält, wird es ihm wahrscheinlich schwer fallen, Ihnen weder eine Empfehlung auszusprechen noch davon abzuraten. Nicht viele Schnarcher haben sich für dieses Verfahren entschieden und so fällt es den Ärzten schwer, über langfristige und zufriedenstellende Ergebnisse eine Aussage zu treffen.
  • Hochklappen des schwingenden Zäpfchens (Uvula Flap)
    Um das Zäpfchen davon abzuhalten, mit den Turbulenzen der Atmung mitzuschwingen, wird es bei dieser Methode hochgeklappt und an den Gaumen genäht. Einige Patienten klagten nach diesem Eingriff allerdings über Schluck- und Sprechbeschwerden.
  • Verschiebung des weichen Gaumens zum harten Gaumen (Transpalatal advancement Pharyngoplasty, TAP)
    Diese Methode wird selten durchgeführt und hat zum Ziel, den Rachen zu straffen, um einem Kollabieren und damit verbundenem Schnarchgeräusch vorzubeugen.
    Hierbei wird die untere Kante des weichen Gaumens verengt und ein Teil des harten Gaumens, der aus Knochen besteht, entfernt. Anschließend wird der Kontakt des weichen Gaumens mit dem harten Gaumen durch eine Naht wiederhergestellt. Operiert wird in Vollnarkose. Der weiche Gaumen (Pallatum molle) ist das Dach unserer Mundhöhle, das wir mit unserer Zungenspitze gerade noch erreichen können. Der harte Gaumen (Pallatum durum) liegt zwischen dem weichen Gaumen und der vordere Zahnreihe. Unter der Schleimhaut befindet sich Knochen.
  • Verbesserung der Nasenatmung mit Korrektur der Nasenscheidewandverkrümmung und Nasenmuschel- verkleinerung (Nasenseptumplastik, Septumresektion).
    Falls die Ursache des Schnarchens in einer Verengung der Nasengänge zu finden ist, empfiehlt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) zu einer Korrektur der Nasenscheidewandverkrümmung und einer Nasenmuschelverkleinerung.
    Dabei werden die störenden, verkrümmten Anteile der Nasenscheidewand (Septumknorpel und Septumknochen) entfernt und in einer begradigten Position wieder eingesetzt. Gleichzeitig werden die Nasenmuscheln verkleinert.
    Je nach Schweregrad der Nasenscheidewandverkrümmung wird dies ambulant oder in einer mit ein paar Tagen stationärer Liegedauer durchgeführt. Muss der Hals-Nasen-Ohren-Arzt zusätzlich neben dem Knorpelgewebe auch Knochengewebe verlegen, ist i.d.R. eine stationäre Aufnahme erforderlich.
    Die Durchlässigkeit der Nasenatmung wird bei diesem Eingriff erheblich verbessert. Der Unterdruck wird in den Atemwegen geringer und ein Kollabieren des Rachens unwahrscheinlicher

Schnarchen während der Schwangerschaft

Schwangere schnarchen sehr oft.

Es sind fast 50 % aller werdenden Mütter, die so ab dem 5. Schwangerschaftsmonat mit dem Schnarchen beginnen.
Vor allem das zunehmende Körpergewicht spielt hierbei eine große Rolle. Viele werdende Mütter nehmen in der Schwangerschaft an Gewicht zu.

Lesen Sie mehr zum Thema: Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Das vermehrte Gewicht hat eine ähnliche Wirkung wie bei einem übergewichtigen Menschen. Im Halsbereich findet man vermehrt Ansammlungen von Fett, welches die Atemwege verlegt und weniger Luft passieren kann.
Außerdem nimmt das Kind im Bauch der Mutter, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, immer mehr Platz ein.
Es kann auch auf die Atemwege und die Lunge drücken, weswegen weniger Luft in den Körper gelangt. Außerdem sind oft die Schleimhäute in der Nase und im Rachenraum geschwollen, weil sie besonders gut durchblutet sind.
Dies wird zusätzlich zu einer Barriere für die Atemluft wird.

Eine Abhilfe kann hier sein, dass die betroffenen Frauen einfach höher schlafen. Das heißt, dass man sich noch ein zusätzliches Kissen unter den Kopf legt. Viele hören dann auf zu schnarchen, da so besser Luft in die Lungen gelangen kann.

Dennoch sollte man immer auf Nummer sicher gehen, wenn man in der Schwangerschaft schnarcht und sich selbst und seinen Körper gut beobachten. Das Schnarchen kann nämlich auch Ursache von Bluthochdruck in der Schwangerschaft sein und für Präklampsie. Hier hat die Frau auch einen zu hohen Blutdruck und scheidet aber mit dem Harn noch zusätzlich Eiweiß aus.

Schnarchen bei Kindern

Bei den meisten Kindern die Schnarchen findet man die Ursachen eher leicht.

Viele Kinder haben Nasenpolypen, die das Atmen in der Nacht deutlich erschweren. Auch andere Ursachen wie vergrößerte Mandeln im Gaumen- und Rachenbereich können die Ursachen sein. Aber auch bei Kindern kann die Schlafapnoe die Ursache für das Schnarchen sein. Auf alle Fälle ist es wichtig, dass die Eltern ihr Kind einem Arzt vorstellen, damit man heraus finden kann, woran die Kleinen leiden. Vor allem die Schlafapnoe kann sehr gefährlich sein, da die Kinder deutlich schlechter schlafen und sie im schlimmsten Fall Entwicklungsstörungen aufweisen.
Fehlender oder schlechter Schlaf wirkt sich dann auch auf die Schule oder andere Aktivitäten aus, bei denen Kinder sich weniger konzentrieren können, da sie müde sind. Leider wird das Thema Übergewicht bei Kindern immer aktueller. So kann auch dies eine mögliche Ursache sein. Es wurde auch berichtet, dass es Kinder gibt, die alleine durch das passive Mitrauchen bei den Eltern zu schnarchen beginnen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 29.08.2018
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