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Magen-Darm-Grippe

Einleitung

Eine Magen-Darm Grippe ist keine Grippeerkrankung durch Grippeviren im Darm, wie der Eindruck vielleicht erwecken könnte. Bei einer Magen-Darm-Grippe durch Viren oder Bakterien nisten sich die Erreger in die Darmschleimhaut ein und vermehren sich dort, bringen dann den gesamten Verdauungsvorgang durcheinander und aktivieren zudem noch das Immunsystem, was zur Entzündung der Darmschleimhaut führt.

Finden sich Bakterien nicht direkt vor Ort, so können auch deren Gifte (Toxine) oder Bestandteile ihrer Hülle die gleiche Wirkung auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes haben.

Auch die anderen Ursachen haben alle die Entzündung als Auslöser der Beschwerden einer Magen-Darm-Grippe gemeinsam.
In der medizinischen Fachsprache wird die Magen-Darm-Grippe auch als Gastroenteritis bezeichnet. Da in der Medizin Entzündungen grundsätzlich mit der Endung „-itis“ gekennzeichnet werden, ist schon anhand des Namens ersichtlich, dass sich bei einer Gastroenteritis Magen (=Gaster) und Darm (=Enterum) entzünden.

Durch die Entzündung können die Schleimhautzellen, die den Darm in seinem Inneren auskleiden, ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen und die Nahrungsbestandteile und aufgenommenen Flüssigkeiten verbleiben im Darm anstatt wie üblich in den Körper aufgenommen zu werden.

Diese Nahrungsreste binden zusätzliches Wasser im Darm und der Stuhl wird zunehmend dünnflüssiger - der typische Durchfall (Diarrhoe) entsteht.

Dauer einer Magen-Darm-Grippe

Die Dauer einer Magen-Darm-Grippe hängt davon ab, welcher Erreger die Erkrankung ausgelöst hat. Meist beginnen die Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen. Im Laufe der Erkrankung setzen zusätzlich Durchfall und Bauchschmerzen ein. Diese halten dann häufig am längsten an. Sind Viren, wie der Rota- oder der Norovirus, der Auslöser der Erkrankung, treten die Beschwerden meist sehr plötzlich mit einer raschen Verschlimmerung auf. Dafür halten sie aber durchschnittlich nur ca. 1 – 5 Tage an. Bakterien, die eine Magen-Darm-Grippe auslösen können, sind zum Beispiel Campylobacter, Salmonellen oder E. coli Bakterien. Sind sie der Auslöser der Erkrankung, liegt die Dauer der Symptome meist zwischen 1 – 2 Wochen. Jedoch können vor allem Salmonellen sich noch nach Abklingen der Beschwerden im Körper aufhalten und bis zu einigen Monaten auch der Erkrankung im Stuhlgang vorliegen.

Außerdem kann es dazu kommen, dass eine akute Magen-Darm-Grippe nicht vollständig ausheilt und es zu anhaltenden Symptomen wie Übelkeit oder Durchfall kommt. Ist dies der Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch eine Untersuchung des Patienten abklären, welche Ursache die dauerhaften Beschwerden haben. Dabei kann es sich zum Einen um eine Magenschleimhautentzündung handeln, die durch die Reizung des Magens nach einer Magen-Darm-Grippe entstanden ist. Zum Anderen sollte auch ausgeschlossen werden, ob Parasiten vorliegen, die auch langanhaltende Beschwerden verursachen können.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Dauer einer Magen-Darm-Grippe

Wie lange werde ich krank geschrieben?

Die Dauer der Krankschreibung hängt von der Schwere der Magen-Darm-Grippe ab und davon, ob der Arzt von Viren oder Bakterien als Ursache der Erkrankung ausgeht. Bei sehr plötzlichem Beginn der Beschwerden, ohne offensichtliche Ursache wie dem Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung, ist von einer Virusinfektion auszugehen. Dabei werden die Patienten meist die nächsten 3 Tage krankgeschrieben. Bei schleichendem Beginn oder nach dem Essen verdorbener Speisen kann der Patient eine Woche bis 10 Tage krankgeschrieben werden.

Wie ist der typische Verlauf einer Magen-Darm-Grippe?

Der Verlauf einer Magen-Darm-Grippe hängt davon ab, durch welche Erreger die Krankheit ausgelöst wurde. Sind Viren für die Infektion verantwortlich, beginnen die Symptome sehr plötzlich. Die ersten Beschwerden sind dabei eine sich rasch verschlimmernde Übelkeit, die häufig von Erbrechen gefolgt wird. Im weiteren Verlauf können sich Durchfälle und krampfartige Bauchschmerzen anschließen. Die Symptome verschwinden jedoch meist so schnell wie sie gekommen sind. Daher endet eine viral bedingte Magen-Darm-Grippe in der Regel nach 1- 5 Tagen.

Der Verlauf der Magen-Darm-Grippe, die nicht durch Viren, sondern durch Bakterien bedingt ist, ist im Gegensatz dazu etwas mehr in die Länge gezogen. Auch hier beginnen die Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt. Die Symptome schleichen sich langsam ein und verschlimmern sich allmählich. Häufig sind bei bakteriellen Infektionen die Durchfälle ausgeprägter. Das liegt daran, dass einige Bakterien Gifte produzieren, die zu einer verstärkten Salzausscheidung führen. Das Salz im Magen-Darm-Trakt bindet Wasser an sich, wodurch der Stuhl flüssiger wird. Außerdem tritt Fieber häufiger als Begleiterscheinung einer durch Bakterien ausgelöste Magen-Darm-Grippe auf. Ob eine Antibiotikatherapie zur Heilung der Erkrankung notwendig ist, sollte mit dem Hausarzt besprochen werden. Die bakterielle Infektion des Magen-Darm-Trakts dauert 1-2 Wochen an, wobei sich die Beschwerden im Verlauf allmählich bessern.

Wie lange ist die Inkubationszeit bei einer Magen-Darm-Grippe?

Die Inkubationszeit beschreibt die Zeit die zwischen der Ansteckung mit den Erregern und dem ersten Auftreten der Beschwerden liegt. Sie ist, wie auch die Dauer der Magen-Darm-Grippe, von der Art der Erreger abhängig. Sind Viren der Auslöser der Erkrankung, treten die Symptome kurze Zeit nach der Ansteckung auf. Die Inkubationszeit beim Rotavirus beträgt 1-3 Tage, beim Norovirus sind es nur 6 – 50 Stunden. Bei den Bakterien sind die Salmonellen diejenigen, die zum schnellsten Symptomeintritt führen. Sie werden häufig durch verdorbene Lebensmittel aufgenommen. Die ersten Symptome treten dann, in Abhängigkeit der Menge an Bakterien die aufgenommen wurde, wenige Stunden bis ein paar Tage danach auf.

Die meisten Bakterien besitzen jedoch eine längere Inkubationszeit. Die Inkubationszeit einer Campylobacterinfektion liegt bei 2 – 6 Tagen. Die verschiedenen E. coli Bakterien lösen die ersten Beschwerden zwischen 2 und 10 Tagen aus. Bei einer Reiseinfektion handelt es sich häufig um den Erreger ETEC. Er führt zu den bekannten Reisedurchfällen, die 1-4 Tage nach der Ansteckung erstmals auftreten.

Wie lange ist die Ansteckungsdauer?

Die Ansteckungsdauer hängt vom Erreger ab, der die Magen-Darm-Grippe ausgelöst hat. Viren haben dabei meist eine Ansteckungsdauer, die nur wenige Tage über die Beschwerden hinausgehen. Der Norovirus zum Beispiel ist eine Woche nach den Symptomen in der Regel nicht mehr ansteckend. Bei Bakterien kann die Ansteckungsdauer länger sein. Salmonellen können bis zu 10 Wochen nach der Magen-Darm-Grippe noch über den Stuhl ausgeschieden werden. Dabei ist es sehr wichtig zu wissen, dass besonders die Einnahme von Antibiotika zu einer längeren Ansteckungsdauer führt.

Symptome einer Magen-Darm-Grippe

Plötzliche Bauchschmerzen, Magenschmerzen und Bauchkrämpfe - dies sind die häufigsten Vorboten einer Magen-Darm-Grippe. Bald nach ihrem Auftreten kommt dann das Erbrechen gefolgt von Durchfall hinzu.
Diese Abfolge ergibt sich vor allem bei infektiösen Ursachen, das heißt Viren oder Bakterien, durch die Reihenfolge der Passage des Erregers im Darm. Die zuerst auftretende Appetitlosigkeit und das Erbrechen gehen vom Magen aus, während der Durchfall vom Rest des Darmes erst später beim Weitertransport des Keimes dort entlang entstehen.

Die oben genannten Symptome können die Betroffenen innerhalb weniger Stunden von kerngesunden Menschen zum im Bett liegenden, unter massiven Beschwerden leidenden Erkrankten machen. Greift die Entzündung auch über die innerste Schleimhautschicht hinaus auf tiefere Schichten der Darmwand über, so können die Durchfälle auch mit Blut im Stuhl einhergehen. Das größte Problem, das sich aus dem Durchfall ergibt, ist der Flüssigkeits- und Salzverlust des Körpers. Zu große Verluste können eine Kreislaufschwäche mit Schwindel und Mattigkeit nach sich ziehen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: An diesen Symptomen erkennen sie, dass sie an einer Magen-Darm-Grippe leiden

Erbrechen

Erbrechen ist ein sehr häufiges Symptom einer Magen-Darm-Grippe. Begleitet von Übelkeit, tritt Erbrechen meist zu Beginn der Erkrankung auf. Es kann als Reaktion des Körpers auf die Reizung des Magens durch Erreger angesehen werden. Diese Reaktion, dient zum Schutz vor der Erkrankung. Der Körper versucht die Erreger durch den Mund aus dem Körper zu bekommen, bevor sie weiteren Schaden anrichten können. Bei sehr starkem Erbrechen verliert der Körper viel Wasser und Magensäure. Da dies sehr gefährlich sein kann, sollte zunächst ausreichend Wasser getrunken und bei langanhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden.

Übelkeit

Übelkeit tritt meist als erstes Anzeichen einer Magen-Darm-Grippe auf und geht oft mit Erbrechen einher. Die Übelkeit entsteht dadurch, dass die Erreger die über den Mund aufgenommen werden im Magen ankommen und dort die Magenschleimhaut angreifen. Der Schaden kann auch nach der Erkrankung noch anhalten und es kann einige Tage dauern, bis sich die Magenschleimhaut vollständig regeneriert hat. Aus diesem Grund hält die Übelkeit oft am Ende der Erkrankung noch ein wenig an und ist besonders bei Belastungen des Magens, wie nach dem Essen, spürbar.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Bauchschmerzen und Übelkeit

Bauchschmerzen

Auch Bauchschmerzen sind ein Symptom, dass in vielen Fällen einer Magen-Darm-Grippe auftritt. Sie entstehen zum einen durch den Schaden, den die Erreger im Magen-Darm-Trakt anrichten. Zum Anderen können die Abwehrmechanismen des Körpers gegen die Erkrankung, wie zum Beispiel das Erbrechen des Mageninhaltes, die Schleimhaut weiter reizen und zu Bauchschmerzen führen. Außerdem können die Bauchschmerzen verstärkt beim Stuhlgang auftreten.

Blähungen

Blähungen entstehen generell dadurch, dass Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen, Nahrungsbestandteile für ihren eigenen Stoffwechsel verwerten. Dabei entstehen Gase, die sich wie Luft im Darm ausbreiten und den Bauch aufblähen. Bei einer Magen-Darm-Grippe liegen meist zusätzliche Bakterien im Darm vor, die dort nicht hingehören und daher die Beschwerden auslösen. Auch sie können Gase produzieren, die zu verstärkten Blähungen führen können.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Blähungen

Fieber

Um die Magen-Darm-Grippe abzuwehren aktiviert der Körper das Immunsystem. Dadurch werden verschiedene Mechanismen in Gang gesetzt, die zum Absterben der Erreger führen sollen. Zu diesen Mechanismen zählt auch die Erhöhung der Körpertemperatur, also das Fieber. Um den Temperaturanstieg zu erzielen, verstärkt der Körper zum Beispiel die Anspannung der Muskeln, oder stellt die Gefäße in Armen und Beinen eng, um hier weniger Wärme zu verlieren.

Gliederschmerzen

Auch Gliederschmerzen sind ein Anzeichen der Reaktion des Immunsystems auf die Erreger. Um die verschiedenen Abwehrmechanismen in Gang zu setzen, werden im ganzen Körper Botenstoffe freigesetzt. Diese aktivieren zum Beispiel weitere Zellen des Immunsystems die die Erreger abtöten sollen. Da diese Botenstoffe jedoch auch Signalwege aktivieren, die für die Schmerzleitung verantwortlich sind, entstehen unter anderem Gliederschmerzen. Außerdem benötigen die Abwehrreaktionen des Körpers sehr viel Energie, weshalb man sich allgemein schlapp und schwach fühlt.

Gibt es eine Magen-Darm-Grippe ohne Erbrechen?

Eine Magen-Darm-Grippe kann auch ohne Erbrechen auftreten. Besonders einige Bakterien wie manche E. Coli Bakterien löse vermehrt Probleme im Bereich des Darms aus. Deshalb kommt es bei diesen Infektionen häufiger zu Durchfällen als zum Erbrechen. Außerdem ist der Brechreiz jedes Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, weshalb eine leichte Magen-Darm-Grippe bei einigen Menschen mit, bei Anderen ohne Erbrechen auftritt.

Wann muss ich zum Arzt?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die Symptome lange anhalten und sehr stark ausgeprägt sind. Große Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen oder Durchfall müssen, besonders bei Kindern und älteren Menschen, ausgeglichen werden. Ist dies über die Nahrung nicht mehr möglich kann der Arzt eine Infusion verabreichen. Auch bei hohem Fieber muss ein Arzt aufgesucht werden. Zudem sollte man sich beim Arzt vorstellen, wenn man gerade im Ausland war. Besonders nach außereuropäischen Reisen ist dies wichtig, da durch den Arzt meldepflichtige Erkrankungen oder eine Infektion mit Parasiten ausgeschlossen werden sollte.

Ursachen einer Magen-Darm-Grippe

Die Ursachen einer Magen-Darm-Grippe können sehr verschieden sein und sind in den meisten Fällen auf Viren, Bakterien, Pilze, Giftstoffe oder andere einzellige Lebewesen (z.B. Protozoen) zurückzuführen.

Viren

Unter den Viren, die eine Magen-Darm-Grippe auslösen können, sind die Noroviren mit Abstand die gefürchtetste Gattung und der Verlauf einer Norovirus-Infektion ist oftmals schwerwiegender als eine durch andere Keime verursachte Magen-Darm-Grippe.

Im Gegensatz zu allen anderen Erregern einer Magen-Darm-Grippe ist das Norovirus in der Lage auch über Luft übertragen zu werden und somit besonders ansteckend.
Beim Erbrechen von Betroffen gelangen so kleinste Viruspartikel in die Luft, die dann von anderen eingeatmet werden können und so Zugang zum Magen-Darm-Trakt einer nächsten Person erhalten.
Eine Magen-Darm-Grippe, die durch Noroviren verursacht wird, ist zwingend an das Gesundheitsamt zu melden.

Im Hinterkopf zu behalten ist auch die Tatsache, dass Betroffene nach Abklingen der Beschwerden noch ansteckende Partikel ausscheiden oder an sich tragen können, ohne selbst noch erkrankt zu sein.

Diese Partikel sind noch aktiv und können immer noch andere Menschen infizieren, auch wenn sich der ehemals Betroffene schon wieder gesund fühlt.

Viren als Ursache einer Magen-Darm-Grippe sind vor allem im Winter vorherrschend, während im Sommer eher Bakterien als Ursache in Frage kommen. Bei Säuglingen und kleinen Kindern ist das Rotavirus der häufigste Erreger einer Magen-Darm-Grippe.

Beinahe jedes Kind wird im Laufe seines Lebens mindestens ein Mal Bekanntschaft mit ihm machen.
Seit kurzer Zeit ist eine Impfung gegen diesen Erreger möglich. Diese Impfung wird im Säuglingsalter ab der 6. Lebenswoche durchgeführt, muss zweimalig erfolgen und wird von der STIKO (Ständige Impfkommission) in Deutschland für alle Säuglinge empfohlen.

Bakterien

Bakterien sind vor allem in der warmen Jahreszeit verantwortlich für eine Magen-Darm-Grippe.

Bakterien gelangen wie Viren oftmals über sogenannte Schmierinfektion in den Körper des Betroffenen.
Schmierinfektion meint hierbei die Übertragung durch direkten Hautkontakt mit befallenen Menschen, wenn diese den Keim durch nicht ausreichend gereinigte Hände noch an sich tragen.

Durch Körperkontakt wird der Keim dann an andere Menschen weitergegeben.
An deren Händen kann der Keim weiter durch Mundkontakt in dessen Magen-Darm-Trakt gelangen.

Die bekanntesten und häufigsten bakteriellen Verursacher einer Magen-Darm-Grippe sind Clostridien, Yersinien oder die durch viele Lebensmittelskandale bekannt gewordenen Salmonellen. Salmonellen sind eine große Gruppe von Bakterien, von denen fast immer die Unterart Salmonella enterica für die Lebensmittelvergiftung verantwortlich ist.

Salmonellen werden nicht selten über tierische Produkte, vor allem Geflügel oder Eier, auf den Menschen übertragen.
Sie imponieren durch eine besonders lange Überlebenszeit außerhalb des menschlichen Körpers: Um sie zuverlässig abzutöten ist eine Kochzeit von mindestens 10 Minuten über 75°C notwendig.

Einfrieren kann den Bakterien nichts anhaben, ebenso sind sie in getrocknetem Kot noch nach 2,5 Jahren lebensfähig nachweisbar.
Lediglich übliches Desinfektionsmittel tötet sie innerhalb weniger Minuten zuverlässig ab und sollte deshalb bei Erkrankung großzügig verwendet werden. Eine Infektion mit Salmonellen ist wie die Infektion mit Noroviren an das Gesundheitsamt zu melden.Gifte

Gifte

Gift als Ursache einer Magen-Darm-Grippe ist meistens nicht absichtlich in den Körper aufgenommen worden.
Vielmehr werden die meisten Gifte als Bakterienbestandteile über die Nahrung aufgenommen und imponieren dann als Lebensmittelvergiftung.
Für diese Art der Magen-Darm-Grippe sind vor allem die Clostridien und Staphylokokken bekannt. Unter den nicht-bakteriellen Giften sind vor allem Quecksilber und Blei zu beachten, die in vielen Haushaltsgegenständen zu finden sind.

Einzeller

Einzeller wie Amöben spielen als Amöben-Ruhr oftmals bei Reiserückkehrern aus tropischen Ländern eine Rolle.
Nur wenige der Erreger kommen auch in Europa vor, was eine Amöben-Ruhr in Europa jedoch nicht vollständig ausschließt.

Besonders gefährlich ist die Magen-Darm-Grippe durch den Erreger Giardia lamblia, da dieser durch die Darmwand auch in andere Organe wandern kann, was nicht selten lebensbedrohliche Komplikationen nach sich ziehen kann.

Strahlen

Eine Strahlentherapie wird häufig in Kombination mit Chemotherapie und Operation zur Behandlung vieler Tumorleiden eingesetzt.

Bei der Bestrahlung, sowie bei allen anderen Arten der Krebsbekämpfung, werden jedoch nicht nur Tumorzellen, sondern alle sich schnell teilenden Zellen durch die Therapie in Mitleidenschaft gezogen. Bemerkbar macht sich dies am Haarausfall, brüchigen Fingernägeln oder der Entzündung der Schleimhäute.

Im Magen-Darm-Trakt führt diese Entzündung durch die enorm große Schleimhautfläche von mehreren hundert Quadratmetern zu den Symptomen einer Magen-Darm-Grippe.

Therapie einer Magen-Darm-Grippe

Eine Magen-Darm-Grippe endet meist von selbst innerhalb weniger Tage bis maximal 2 Wochen. Eine medikamentöse Therapie ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Da die meisten Fälle durch Viren bedingt sind ist auch ein Antibiotikum nur selten notwendig und sollte nur bei nachgewiesener bakterieller Ursache eingesetzt werden.

Bei Viren sind Antibiotika wirkungslos. Die wichtigsten Vertreter der angewendeten Antibiotika sind Metronidazol, Ciprofloxacin oder auch Trimetoprim in Kombination mit Sulfmethoxazol.
All diese Präparate eignen sich hervorragend für verschiedenste Keime im Darm, sodass eine genaue Bestimmung des Bakteriums nicht immer notwendig ist.

Wichtig ist in allen Fällen der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes durch den Durchfall sowie den Verlust wichtiger Salze im Körper.
Dieser Verlust kann zur Austrocknung des Körpers führen und in extremen Fällen lebensbedrohlich sein.

Ziemlich rasch von der Austrocknung bedroht sind vor allem Säuglinge oder ältere Menschen. Ein Krankenhausaufenthalt ist dann notwendig, um den Flüssigkeits- und Salzverlust durch direkte Flüssigkeitsgabe in das Gefäßsystem des Körpers, den sogenannten „Tropf“, auszugleichen.

Außerhalb des Krankenhauses gilt es den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken so gering wie möglich zu halten.
Hierfür eignen sich besonders Tee, vor allem Kräuterteesorten wie Schwarztee oder Kamillentee, da diese zusätzlich eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt zugeschrieben wird.

Auch Pfefferminz- und Ingwertee können den „grummelnden“, hochaktiven Magen beruhigen und die Übelkeit lindern.

Sehr gut geeignet ist auch Cola, das durch seinen hohen Zuckergehalt die Flüssigkeitsaufnahme in den Körper zusätzlich fördert.

Aus dem Bereich der Naturheilkunde hat sich auch Heilerde als Zusatz in den Getränken bewährt.

Für den gleichzeitigen Ersatz von verlorenen Salzen (Elektrolyte) gibt es auch spezielle in der Apotheke erhältliche Lösungen, die sogenannten Rehydratationslösungen, die den Verlust an Salzen exakt ausgleichen.

Diese Mischungen lassen sich jedoch auch leicht aus Rezepturen, die Im Internet zu finden sind, selbst herstellen.

Hält der Durchfall an oder soll er bei bestimmten Anlässen zwingend gestoppt werden so kann in Ausnahmefällen das Medikament Loperamid® oder Butylscopolamin (Buscopan®) zum Einsatz kommen, was den Durchfall durch Stilllegung der Darmbewegungen aufhalten kann.

Perenterol® ist als natürliche Alternative erhältlich und enthält einen Hefepilz, der die schädlichen Darmbakterien in ihrem Wachstum hemmt.

In Fällen schwerer Übelkeit ist nicht selten ein Mittel gegen Übelkeit wie Metoclopramid (=Paspertin ) äußerst hilfreich um die Erkrankung einigermaßen erträglich zu machen.

Da eine Nahrungsaufnahme in den meisten Fällen als unmöglich erscheint, ist Fasten in den ersten Tagen der Erkrankung meist kein großes Problem für die Betroffenen. Ist eine Nahrungsaufnahme möglich, so gilt es möglichst schonende Kost zu sich zu nehmen.

Zu Beginn eignen sich hervorragend leichte Kost wie Zwieback, klare Suppen, Bananen, geriebener Apfel, Haferschleimsuppe, Salzstangen oder auch Weißbrot.
Durch Salzstangen und klare Suppen kann zusätzlich der Salzverlust, hier vor allem der Verlust von Natrium, ausgeglichen werden.

Mit der Nahrungsaufnahme sollte so früh wie möglich wieder begonnen werden um die Darmbewegungen anzuregen.

Viele Ärzte empfehlen auch die Einnahme von sogenannten Probiotika. Diese bestehen aus Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen, und sollen dazu beitragen, die durch die Erreger geschädigte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Medikamente gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Welche Medikamente helfen bei einer Magen-Darm-Grippe?

Auch die Behandlung der Magen-Darm-Grippe ist vom Auslöser der Erkrankung abhängig. Gegen Viren gibt es keine Medikamente die bei der Magen-Darm-Grippe eingesetzt werden, daher können hier nur die Symptome behandelt werden. Bakterien können bei Nachweis der Bakterien mithilfe von Antibiotika abgetötet werden. Diese Medikamente sollten bei der Magen-Darm-Grippe aber nur in Ausnahmefällen bei lebensbedrohlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Der Grund dafür liegt zum Einen darin, dass eine Antibiotikaeinnahme die Bildung von Resistenzen fördert, das bedeutet die Medikamente verlieren mit jeder Gabe einen Teil ihrer Wirkung. Zum Anderen scheiden die Patienten die Antibiotika bekommen länger Krankheitserreger aus und erhöhen so die Ansteckungsgefahr.

Außerdem ist es bei einer Magen-Darm-Grippe sehr wichtig zu beachten, dass die meisten Beschwerden, Abwehrreaktionen des Körpers gegen die Krankheit darstellen. Erbrechen und besonders Durchfall sind dafür gedacht, die Erreger aus dem Körper hinaus zu transportieren und den Betroffenen dadurch schneller zu heilen. Deshalb sollten nur bei einer schweren Magen-Darm-Grippe, wie zum Beispiel bei Verdacht eines zu großen Flüssigkeit und Salz Verlustes, Medikamente gegen den Durchfall eingenommen werden. Dafür sind Opioide wie Loperamid geeignet.

Sind die Flüssigkeits- und Salzverluste nicht mehr durch die Nahrung zu kompensieren können sie mit Infusionen ausgeglichen werden. Gegen Erbrechen sind Antiemetkia wie Vomex® wirksam. Des Weiteren können zur Unterstützung der Regeneration der Darmschleimhaut Probiotika, also Bakterien die natürlicherweise im Darm leben, in Form von Tabletten oder Pulvern eingenommen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Medikamente gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige Hausmittel, die die Beschwerden bei einer Magen-Darm-Grippe Lindern können. Dabei sind als erstes Kräutertees wie Kamillentee zu nennen. Sie beruhigen den Magen-Darm-Trakt und lindern die ablaufenden Entzündungsprozesse. Dafür gibt es auch in der Apotheke spezielle Magen-Darm-Tees mit ausgewählten Kräutern. Auch frischen, geriebenen Äpfeln wird eine Wirkung gegen Bakterien nachgesagt. Es sollten allerdings nur wenige Äpfel gegessen werden, da die enthaltene Säure der Magen- und Darmschleimhaut schaden kann.

Demgegenüber sind probiotische Joghurts, bei der Regeneration der angegriffenen Schleimhaut, hilfreich. Sie enthalten natürlich im gesunden Darm vorkommende Bakterien, die für die richtige Besiedelung des Darms wichtig sind. Zudem sollen gegarte Auberginen zum Heilungsprozess beitragen. Des Weiteren können Ingwer und Süßholzwurzel gegen Übelkeit helfen. Der bekannte Tipp Cola und Salzstangen ist deshalb wirksam, weil Salze und Zucker zusammen aufgenommen werden. So kann man also auch durch das gleichzeitige Essen von Salzstangen und Traubenzucker verbessert Salz aufnehmen. Aufgrund vieler ungesunder Inhaltsstoffe, sollte jedoch der Konsum von Cola vermieden werden.

Homöopathie bei eienr Magen-Darm-Grippe

Die Homöopathie beruht darauf, Stoffe in einer sehr stark verdünnten Konzentration einzunehmen. Daher ist die Wirkung homöopathisher Mittel umstritten. Vielen Menschen helfen diese Mittel dennoch. So können bei der Magen-Darm-Grippe Stoffe wie Ipeauanha, die Brechwurzel oder Podophyllum, das Fußblatt eingesetzt werden. Bei einer schweren Magen-Darm-Grippe sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.

Was sollte ich bei einer Magen-Darm-Grippe essen?

Bei einer Magen-Darm-Grippe wird die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts geschädigt und benötigt etwas Zeit um sich wieder zu regenerieren. Daher sollten große schwere Mahlzeiten und hoher Fleischkonsum gemieden werden. Auf der anderen Seite sollte man die Nahrungsaufnahme auch nicht völlig einstellen, da die Schleimhaut ansonsten noch mehr Zeit benötigt um sich an normales Essen zu gewöhnen und die Durchfälle länger andauern. Aus diesem Grund sollte man damit beginnen, leichte und schonende Kost zu essen. Dafür eignen sich zum Beispiel Zwieback oder weiches Brot.

Außerdem verliert der Körper bei einer Magen-Darm-Grippe viele Salze und Flüssigkeit. Diese müssen mit der Nahrung ausgeglichen werden. Dazu sind salzhaltige, leichte Speisen wie Bouillons oder Nudelsuppen am Besten geeignet. Auch andere wichtige Stoffe wie zum Beispiel das Kalium gehen dem Körper bei Durchfällen verloren. Dieses kann durch Bananen, die gleichzeitig eine stopfende Wirkung haben, ausgeglichen werden. Außerdem muss auf das Trinken von reichlich Flüssigkeit geachtet werden. Hier sollte Kaffee gemieden werden, da er die Schleimhäute weiter reizen kann. Besser sind hingegen Wasser oder Kräutertees.

Welche Risiken bestehen bei einer Magen-Darm-Grippe in der Schwangerschaft?

Bei einer schweren Magen-Darm-Grippe in der Schwangerschaft bestehen einige Risiken für das Kind. Zunächst sollte klargestellt werden, ob es sich wirklich um eine Magen-Darm-Grippe oder über normale in der Schwangerschaft auftretende Verdauungsbeschwerden handelt. Besonders in den ersten Monaten ist Erbrechen ein häufig auftretendes Symptom in der Schwangerschaft. Auch Veränderungen im Stuhlgang treten oft bei einer Schwangerschaft auf. Halten Durchfälle oder Erbrechen jedoch lange an oder sind stark ausgeprägt sollte der Arzt aufgesucht werden. Hier besteht das Risiko, dass zu viel Flüssigkeit und zu viele Salze verloren gehen. Werden sie nicht mit der Nahrung ausgeglichen, kann die Mutter und auch das Kind dehydrieren. Außerdem können durch den Verlust von Mineralstoffen zum Beispiel Herzrhythmusstörungen entstehen, die gefährlich für Mutter und Kind sind. Zudem sind Mineralstoffe wichtig für die Entwicklung und das Wachstum des Kindes. Bei einem langanhaltenden Mangel können zum Beispiel Nerven-, Knochen- oder Muskelschäden entstehen. Zum Ausgleich der Verluste kann die Mutter eine Infusion bekommen oder sich bei sehr schweren Durchfällen Medikamente vom Arzt verschreiben lassen.

Wie ist der Ansteckungsweg bei einer Magen-Darm-Grippe?

Der häufigste Ansteckungsweg bei einer Magen-Darm-Grippe erfolgt über Bakterien aus dem Stuhlgang, die durch eine sogenannte Schmierinfektion wieder in den Mund aufgenommen werden. Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Person, die sich nach dem Stuhlgang ihre Hände nicht genügend gesäubert hat, die Nahrung einer anderen Person berührt und die Bakterien so darauf überträgt. Dabei sind Verunreinigungen der Hände mit dem bloßen Auge garnicht sichtbar und werden so schnell übersehen. Aus diesem Grund sollten bei Krankheitsfällen in der Familie oder in einem Haushalt immer besonders gründlich auf Hygiene geachtet werden. Es kann zum Beispiel zusätzlich zum Händewaschen ein Handdesinfektionsmittel verwendet werden. Auch beim Wickeln erkrankter Kinder muss besonders auf Sauberkeit geachtet werden.

Andere Arten von Bakterien, wie die Salmonellen, befinden sich in verunreinigten oder zu lange gelagerten Speisen. Sie werden beim Verzehr der Nahrung aufgenommen und können schon in kleinen Mengen zu Beschwerden führen. Außerdem können einige Viren, da sie viel kleiner sind als Bakterien, sich über Tröpfchen in der Luft verteilen. Diese können bei sehr starkem Erbrechen entstehen und Menschen, die damit in Kontakt kommen, anstecken.

Diagnose

Die Diagnose einer Magen-Darm-Grippe wird meist aufgrund der Symptome recht einfach gestellt.

Welcher Erreger der Entzündung zugrunde liegt spielt meist keine Rolle, da sie in den allermeisten Fällen alle innerhalb weniger Tage ausheilen.

Erst wenn der Durchfall und die Beschwerden anhalten, so wird man den speziellen Erreger aus einer Stuhlprobe herausfiltern und bestimmen, um dann doch eine spezielle Therapie einleiten zu können.

Erfahrene Ärzte und Pfelgekräfte können einen Teil der Erreger schon anhand der Farbe, Konsistenz und des Geruches des Stuhls identifizieren und fordern daher eine Stuhlprobe zur Anschauung an.
Außerdem kann der Stuhl im Labor auf Bakterien untersucht werden.

Das Ausmaß des Flüssigkeitsverlustes lässt sich anhand der Begutachtung der Schleimhäute in den Augen oder dem Mund sehr gut bestimmen.
Das Ausmaß des Salzverlustes kann man durch eine Standard-Blutuntersuchung abgeschätzt werden.

Woran erkenne ich, dass es das Norovirus ist?

Die Symptome des Norovirus treten sehr rasch nach der Ansteckung auf. Man erkennt ihn daran, dass plötzlich schwallartiges Erbrechen auftritt, dass von stark flüssigen Durchfällen begleitet wird. Diese Beschwerden werden von Übelkeit und Schmerzen beim Stuhlgang begleitet. Dazu kommen zwar allgemeine Abgeschlagenheit, Muskel- und Kopfschmerzen vor, jedoch tritt häufig kein hohes Fieber auf. Die Symptome halten für 1-2 Tage an und verschwinden dann ähnlich schnell, wie sie gekommen sind.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Norovirus

Woran erkenne ich, dass es das Rotavirus ist?

An einer Infektion mit dem Rotavirus sind Kinder und Säuglinge häufig erkrankt. Auch hier treten die Beschwerden sehr plötzlich auf. Dabei stehen wässrige Durchfälle, in denen auch Schleim enthalten sein kann, im Vordergrund. Dazu treten Erbrechen, Fieber und Bauschmerzen auf. Dabei ist zu beachten, dass durch den Durchfall und das Erbrechen viel Wasser verloren geht, das besonders bei Kindern durch vermehrtes Trinken ersetzt werden sollte. Außerdem kann man den Rotavirus daran erkennen, dass er zusätzlich mit Problemen der Atmung einhergeht. Die Symptome klingen in den meisten Fällen nach 2-6 Tagen ab.

Wie unterscheide ich eine Magen-Darm-Grippe von einer Lebensmittelvergiftung?

Der Unterschied einer Magen-Darm-Grippe und einer Lebensmittelvergiftung liegt darin, was der Auslöser der Beschwerden ist. Bei einer Magen-Darm-Grippe werden zum Beispiel über die Nahrung Bakterien aufgenommen, die den Magen-Darm-Trakt befallen und ihn krank machen. Sie vermehren sich und produzieren unter anderem Gifte, die Durchfälle fördern und die Schleimhaut angreifen. Im Gegensatz dazu werden bei einer Lebensmittelvergiftung nicht die Bakterien an sich aufgenommen. Die Lebensmittelvergiftung entsteht dadurch, dass mit Giften verunreinigte Nahrung aufgenommen wird. Diese Gifte können zum Beispiel von Bakterien produziert worden sein. So liegen im Magen-Darm-Trakt zwar schädliche Stoffe vor, die Beschwerden hervorrufen können, sie werden jedoch nicht erneut produziert. Werden sie vom Körper ausgeschieden bessern sich die Beschwerden in der Regel sehr schnell.

Prognose

Auch wenn Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen nicht zu den angenehmsten Empfindungen unseres Körpers gehören, so sind diese Symptome bei ausreichender Achtsamkeit auf den Flüssigkeits- und Salzhaushalt meist vorübergehend und enden auch ohne Medikamente innerhalb weniger Tage.

Bei ausgeprägter Kreislaufschwäche kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.
Die Sterblichkeitsrate ist in den westlichen Industrienationen durch die hervorragende und immer verfügbare medizinische Betreuung verschwindend gering.

In Entwicklungsländern ohne diese flächendeckende medizinische Betreuung endet eine Magen-Darm-Grippe durch den extremen Salz- und Flüssigkeitsverlust, der ohne medizinische Hilfe nicht ausgeglichen werden kann, oft tödlich.

Prophylaxe

Die leichten Übertragungswege machen die Vorbeugung sehr schwierig.

Es gilt unter anderem vor allem auf die eigene Körperhygiene zu achten. Regelmäßiges Händewaschen kann die Keimzahl auf den Händen schon enorm verringern, da die meisten Erreger außerhalb des Magen-Darm-Traktes nur sehr kurze Zeit überleben können.
Besonders wichtig ist das Händewaschen nach dem Toilettengang sowie vor der Zubereitung von Speisen in der Küche.

Um die Übertragung durch kontaminierte Lebensmittel, wie es beispielsweise bei Salmonellen oftmals der Fall ist, zu verhindern, sollten auch während des Kochens und nach der Fleischzubereitung die Hände gründlich gewaschen werden und Schneidebretter sorgfältig vor der Zubereitung weiterer Speisen gereinigt werden.

Um das Übertragungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollten sensible Patienten Orte wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen meiden, an denen viele Menschen aufeinander treffen und die Übertragungswahrscheinlichkeit sehr hoch ist.

Schon Erkrankte sollten zu Hause bleiben um nicht unnötig andere Menschen anzustecken.

Gegen eine Auswahl Erreger ist auch eine Schutzimpfung möglich.
In Deutschland gilt hier besonders die Impfung gegen Rotaviren als bedeutend, da nahezu jedes Kind in seinen ersten Lebensjahren mit Rotaviren in Kontakt kommen wird und eine Magen-Darm-Grippe durchmachen wird.
In Entwicklungsländern, in denen keine ausreichende medizinische Versorgung bei Erkrankung gewährleistet werden kann, sind außerdem Impfungen gegen Cholera und Typhus dringend empfohlen. Diese Impfungen sollten auch vor Reisen in diese Länder dringend durchgeführt werden.

Wie kann man einer Magen-Darm-Grippe vorbeugen?

Eine Magen-Darm-Grippe kann vor allem durch gute Hygienebedingungen vorgebeugt werden. Dazu zählt gründliches und regelmäßiges Händewaschen mit Seife. Dies ist Besonders nach dem Gang zur Toilette, vor dem Kochen oder Essen und nach dem Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmittel wichtig. Zusätzlich kann das Desinfizieren der Hände mit Hautdesinfektionsmitteln weiteren Schutz vor Ansteckung bieten. Auf Reisen sollte man darauf achten, dass Lebensmittel wie Obst und Gemüse nicht roh und ungeschält gegessen werden sollten. Auch Fleisch und Fisch müssen immer durchgegart sein, um das Risiko einer Infektion gering zu halten. Zudem darf in vielen Ländern kein Leitungswasser getrunken werden, da es oft verunreinigt ist und Erreger einer Magen-Darm-Grippe enthalten kann.

Des Weiteren ist es sehr wichtig auf Hygiene zu achten, wenn ein Mitglied der Familie oder des Haushalts erkrankt ist. Bei Erbrechen oder Durchfall muss dieses möglichst gründlich, mit Handschuhen und Einwegmaterial wie Papiertüchern gereinigt werden. Zudem sollte auf verstärkte Sauberkeit im Bad, der Toilette und an Türgriffen geachtet werden und auf das Essen und Trinken vom selben Geschirr verzichtet werden. Gegen wenige Auslöser der Magen-Darm-Grippe kann man sich mit einer Impfung schützen. Das gilt zum Beispiel für dem Rotavirus, gegen den vor allem Säuglinge geimpft werden sollten.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Impfung gegen das Rotavirus

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.10.2018
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