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Verletzung beim Golf

Synonyme im weiteren Sinne

Golf, Golfverletzung, Rückenschmerzen, Tennisarm, Golferarm, Golferellenbogen, Schulter, Lendenwirbelsäule.

Einleitung

Dieses Thema richtet sich an Personen, die durch einseitige Überlastung durch den Golfsport Erkrankungen im Bereich des Gelenk- und Halteapparates erlitten haben.

Neben den Personen, in die einer Erkrankung erlitten haben, soll dieses Thema Hilfestellung leisten, Überlastungsschäden zu vermeiden.
Der Golfsport kann bis ins hohe Alter ausgeführt werden, auch die prothetische Versorgung von Knie- und Hüftgelenk, schränkt die Fähigkeit Golf zu spielen nicht ein.
Durch eine immer größer werdende Beliebtheit des Golfsports, stellen Verletzungen und Erkrankungen durch das Golfspiel eine immer wichtigere Bedeutung in der Orthopädie.

Sportmedizinische Faktoren

Während einer Golfrunde von 18 Loch legt der Golfer eine Wegstrecke von circa 10 bis 12 km zurück. Der Kalorienverbrauch während eines fünfstündigen Turniers wird auf circa 1500 kcal geschätzt.
Die Energiegewinnung erfolgt besonders aus der wünschenswerten Fettverbrennung und weniger aus der Zuckerspaltung. Ein Trainingseffekt der sich günstig auf das Herzkreislaufsystem auswirkt, werden ab einer Energieverbrennung von mehr als 2000 kcal / Woche erreicht werden. Hierfür müssen also mindestens 27 Loch gespielt werden. In mehreren Studien konnte belegt werden, dass sich ein bestehender Bluthochdruck bessert, das Herzinfarktrisiko sinkt und die Blutfette (LDL - Cholesterin und Triglyceride) sinken, was im Wesentlichen auf Fettverbrennung zurückzuführen ist.
Unter Wettkampfbedingungen kann es auch bei Herz-Kreislauf-Gesunden zu einem stressbedingten Bluthochdruck kommen. Insbesondere Herzkranke und Patienten, die an einem Bluthochdruck leiden sind unter Turnierbedingungen gefährdet sich Schäden am Gefäßsystem zuzuziehen.
Aufgrund der hohen physischen und psychischen Beanspruchung unter Turnierbedingungen liegt die Pulsfrequenz im Mittel über 100 Schläge pro Minute.

Verletzungsmöglichkeiten beim Golfspiel

Durch die kurzfristig hohen Spitzenbelastungen während der Schlagbewegung kommt es kurzfristig zu starken Belastungen auf den Gelenk- und Bewegungsapparat.

Verletzungen können im Bereich der

vorkommen.

Akute Verletzungen beim Golf sind selten. Besonders Anfänger sind durch mangelnde Übung durch Fehlschläge in den Boden gefährdet. Hierdurch können Prellung und Verrenkungen entstehen.

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In seltenen Fällen kann es durch “Querschläger” Aufprall- verletzungen durch einen Golfball mit hoher Geschwindigkeit kommen.Glücklicherweise sind solche Verletzungen durch eine sehr disziplinierte Spielweise aller Spieler und Einhaltung der Golfregeln sehr selten. Direkte Aufprallverletzungen im Bereich des Schädels können tödlich enden.

Der größte Teil aller Verletzungen beim Golf entstehen in der Regel langsam, neigen jedoch daher auch zur Chronifizierung.
Das bedeutet, dass die Erkrankung sich auch unter Therapie nicht verbessern lässt, bzw. die Selbstheilungskräfte des Körpers überfordert und professionelle Unterstützung durch einen Orthopäden erfordert.

Statistisch ist die häufigste Verletzung des Golfers im Bereich der

Wirbelsäule

Durch in die Rotationbewegung beim Schlagen ist in die Wirbelsäule besonders unbelastet. Die meisten Beschwerden entwickeln sich im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS).
Golfspieler mit vorbestehenden Veränderungen der Lendenwirbelsäule wie Hohlkreuz, Rundrücken oder Skoliose, aber auch verschleißbedingten Veränderungen (Degeneration) haben eine besonders hohes Risiko Probleme mit der Wirbelsäule zu bekommen.

Im Gegenzug muss jedoch auch angemerkt werden, dass er durch das regelmäßige im Golfspielen, eine Stärkung der gesamten Wirbelsäulenmuskulatur festzustellen ist, wodurch sich teilweise vorbestehende Rückenschmerzen wieder verbessern.

Ursachen für Rückenschmerzen, die beim Golf auftreten sie können sein:

Ellenbogen

Von den Armen ist das Ellenbogengelenk am häufigsten von Verletzungen betroffen.
Besonders gefährdet sind dabei die Ansätze der Strecke- und Beugemuskulatur (Extensoren und Flexoren) des Unterarms. Diese großen Muskelgruppen setzen an den Gelenkrollen des Oberarmknochens (Epicondylus humeri) Ellenbogengelenk an.
Beim Zuschlagen müssen die Sehnenansätze große Belastungen aushalten. Durch große Belastung, fehlerhafte Technik, verkrampfte Griffhaltung oder an die Belastung noch nicht angepasstes Gewebe kann es zu einer Entzündung im Bereich des Sehnenansatzes kommen.

Die häufigste Erkrankung in diesem Bereich ist der Golferellenbogen, der medizinisch auch als Epicondylitis ulnaris humeri bezeichnet wird. Diese Erkrankung entsteht durch eine Überlastung der Unterarmbeugemuskulatur. Der Rechtshänder erleidet diese Überlastung typischerweise an den rechten Ellenbogen.
Neben einer Überlastung der Unterarmbeuger (Flexoren), kann das auch zu einer Überlastung der Unterarmstrecker (Extensoren) kommen. Diese Erkrankung wird medizinisch auch als Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) bezeichnet. Der Tennisarm, der auch beim Golfer vorkommen kann, betrifft beim Rechthänder das linke Ellenbogengelenk. Hier kommt einer verkrampfte, beziehungsweise fehlerhafte Griffposition beim putten verursachend in Frage.

Symptome des Golferellenbogens oder des Tennisarms sind vor allem Schmerzen im rechten, bzw. linken Arm.
Lesen Sie hierzu auch Schmerzen im rechten Arm und Schmerzen im linken Arm.

Mehr zum Gelenk Ellenbogen erfahren Sie unter "Ellenbogengelenk".

Schulter

Nach dem Ellenbogengelenk ist das Schultergelenk am häufigsten betroffen.
Schäden treten hier besonders häufig im Bereich der

  • Rotatorenmanschette (tiefe Schultermuskulatur)
  • der langen Bicepssehne und
  • dem Schultereckgelenk (Acromio-Clavicular-Gelenk)

auf.

Besteht anlagebedingt eine Enge zwischen dem Schulterdach (Arcomion) und dem Oberarmkopf (Humerus) kann es durch wiederholtes Üben zu Überlastungen im Bereich der Sehnen des Schulterdaches und dessen Schleimbeutels (Bursa subacromialis) kommen. Diese Erkrankung wird medizinisch auch als Impingement - Syndrom beziehungsweise Bursitis subacromialis bezeichnet.

Die Bizepsmuskel (Musculus bicipitalis humeri) ist der große beugeseitige Muskel des Oberarms. Lateinisch bi heißt zwei. Er besteht aus zwei Muskelbäuchen und hat dementsprechend in zwei Sehnen, eine kurze und eine lange Bizepssehne,
Besonders rissgefährdet ist die lange Bicepssehne. Bestehen schon Vorschädigungen oder altersbedingte Veränderungen kann sich die Sehne durch intensives Training entzünden oder sogar Reißen.
Einer Bicepssehnenverletzung zeigt sich durch schulternahe Schmerzen beim in kräftigen Beugen des Unterarms im Ellenbogengelenk.

Unters Schultereckgelenk gehört zum Schultergelenk, beziehungsweise zum Schultergürtel. Es wird vom Schulterdach (Akromion) und vom äußeren Ende des Schlüsselbeins (Clavicula). Probleme in diesen linken Bereich häufig bei hervor bestehenden verschleißbedingten Veränderungen in diesem Gelenk (Schultereckgelenksarthrose).
Besonders der Ausschwung des Golfschlages erzeugt einen Schmerz in diesen Gelenk.
Therapeutisch bekommen Spritzen in das Gelenk (Infiltration mit Betäubungsmittel und / oder Cortison), Krankengymnastik, physikalische Therapie und in Ausnahmefällen auch operative Therapiemaßnahmen in Betracht.

Handgelenk

Seltener als Verletzungen des Ellenbogengelenkes, beziehungsweise der Schulter, können auch auf Verletzungen im Bereich des Handgelenkes auftreten.
Auch hier stehen Sehnenüberlastungen, besonders die der Handgelenksstrecker (Musculus extensor carpi radialis et ulnaris) im Vordergrund.
Selten kann einer Arthrose des Handgelenkes, wie sie nach Handgelenksbrüchen vorkommt, beschwerdeverursachen sein.
In der Regel lassen sich in diese Probleme durch lokale Spritzen (Infiltration), Krankengymnastik und physikalische Therapie gut behandeln.

 

Hinweis

Bei unklaren Beschwerden möchten wir auf unsere Diagnostikum verweisen. Anhand Ihrer Beschwerden und Symptome können Sie durch unsere Diagnostikum zur Diagnose Ihrer Erkrankung kommen.

Qualitätssicherung durch: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 29.01.2019
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