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Ursachen von Hüftschmerzen

Einleitung

Hüftschmerzen sind ein weit verbreitetes Phänomen welches sowohl junge, als auch alte Menschen betreffen kann. Auch die Ursachen von Hüftschmerzen können vielfältig sein. Dennoch lässt sich im klinischen Alltag beobachten, dass verschiedene Ursachen der Hüftschmerzen häufig spezifischen Altersgruppen zugeordnet werden können.

Im Allgemeinen unterteilt man die Ursachen von Hüftschmerzen in angeborene und erworbene Erkrankungen. Des Weiteren lassen sich die erworbenen Ursachen von Hüftschmerzen in eine traumatische (durch einen Unfall ausgelöste) und eine atraumatische (nicht durch einen Unfall ausgelöste) Gruppe unterteilen. In diesem Zusammenhang können Hüftschmerzen durch Störungen des Muskel-Band-Apparates und durch Veränderungen der knöchernen Hüfte verursacht werden. Vor allem bei älteren Patienten finden sich häufig degenerative Ursachen für die Entstehung von Hüftschmerzen.

Auf Grund der Vielfalt an möglichen Erkrankungen, die sich durch Hüftschmerzen bemerkbar machen, sollten die Betroffene genau beobachten, wo die Beschwerden lokalisiert sind und in welchem Zusammenhang es zur Schmerzentstehung kommt. Generell gilt: Bei häufig auftretenden und/oder über einen längeren Zeitraum anhaltenden Hüftschmerzen sollte zeitnah ein Facharzt aufgesucht und die genaue Ursache abgeklärt werden.

Die häufigsten Ursachen, die zur Entstehung von Hüftschmerzen führen, lassen sich gerade im Anfangsstadium recht gut behandeln. Fortgeschrittene Prozesse hingegen bedürfen diese meist einer umfangreicheren Therapie und weisen eine deutlich schlechtere Prognose auf.


Ursachen für einseitige Hüftschmerzen

Einseitig auftretende Hüftschmerzen stehen in den meisten Fällen in einem Zusammenhang mit einer Fehlhaltung der Körperachse. Viele der betroffenen Patienten neigen dazu, beispielsweise während des Stehens, einen Großteil ihres Körpergewichts auf ein Bein zu verlagern.
Auf diese Weise entsteht eine Schieflage des gesamten Körpers, die über einen längeren Zeitraum zu einer verstärkten Zunahme der Muskulatur der Belastungsseite führt. Die betroffenen Patienten neigen schließlich dazu nicht bloß während des Stehens, sondern auch beim Sitzen oder Gehen eine Schieflage einzunehmen.
Gerade bei Frauen liegt die Ursache der Entstehung von Hüftschmerzen in vielen Fällen darin, dass sie kleine Kinder während des Tragens auf der Hüfte aufsetzen.

Des Weiteren können angeborene Fehlstellungen des Hüftgelenkes (beispielsweise ein Beckenschiefstand) Ursachen für die Entstehung von einseitigen Hüftschmerzen sein.
Sollten Sie einen Beckenschiefstand als Ursache für Ihre Beschwerden vermuten, können Sie mehr zu diesem Thema bei uns unter Beckenschiefstand erfahren.

Typische Ursachen für das Auftreten von einseitigen Hüftschmerzen im Kindesalter sind eine mangelnde Hüftgelenksreifung, Beeinträchtigungen der einzelnen Hüftgelenksanteile (beispielsweise bei Morbus Perthes) und traumatische Verletzungen der knöchernen Strukturen oder des Muskel-Band-Apparates.
Patienten, die unter einseitigen Hüftschmerzen leiden, sollten nach Möglichkeit beobachten, an welcher Stelle die Beschwerden auftreten, und ob diese in andere Körperregionen ausstrahlen.
Darüber hinaus spielt auch die Qualität der Hüftschmerzen (stechend, brennend, dumpf) bei der Suche nach den zugrunde liegenden Ursachen eine entscheidende Rolle.

Hüftschmerzen, deren Ursachen im Bereich des Muskel-Band-Apparates zu finden sind, haben in den meisten Fällen einen brennenden Charakter.
Zudem werden die Hüftschmerzen im Falle einer muskulären Ursache als sehr großflächig und quälend beschrieben.

Die Mehrzahl der Patienten gibt bei Hüftschmerzen, deren Ursachen nicht im Bereich des Hüftgelenkes selbst zu finden sind, eine Schmerzausstrahlung in die Beine, den Rücken oder das Gesäß an. Darüber hinaus sind Hüftschmerzen mit muskulären Ursachen in der Regel morgens, nach dem Aufstehen oder direkt im Anschluss an Belastungsphasen am stärksten.
Adäquate, leichte Bewegungseinheiten während des Tages hingegen führen bei muskulären Erkrankungen oder Pathologien im Bereich des Bindegewebes meist zur Besserung der Hüftschmerzen.

Die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) gehört neben den Pathologien des Muskel-Band-Apparates zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von Hüftschmerzen. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine verschleißbedingte, langsam fortschreitende, nicht-entzündliche Veränderung des Hüftgelenkes.
In der Regel betrifft diese Ursache für Hüftschmerzen vor allem alte und/oder übergewichtige Menschen.
Der häufigste Grund für das Auftreten einer solchen Verschleißerkrankung ist ein Missverhältnis zwischen der auf das Gelenk einwirkenden Belastung und der eigentlichen Belastungsfähigkeit der verschiedenen Gelenksanteile.

Weitere Ursachen für einseitige Hüftschmerzen sind:

  • entzündliche Veränderungen des Hüftgelenks (Coxitis)

  • infektiöse Entzündungen des Hüftgelenks („Hüftschnupfen“)
    Der Hüftschnupfen wird auch als Coxitis fugax oder transiente Synovitis bezeichnet und stellt eine abakterielle, das heißt keimfreie Entzündung des Hüftgelenkes dar.
    Der Hüftschnupfen ist die häufigste Affektion des Hüftgelenkes im Wachstumsalter. Typischerweise tritt diese Erkrankung zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr auf, wobei sowohl jüngere, als auch ältere Kinder erkranken können.
    Auch Erwachsene können an einem Hüftschnupfen erkranken, dies ist jedoch äußerst selten der Fall. Der Hüftschnupfen ist nicht ansteckend.

  • Erkrankungen des Skelettsystems

    Erkrankungen des Skelettsystems können ebenfalls das Hüftgelenk und/oder den Oberschenkelknochen befallen, und folgendermaßen zu Hüftschmerzen führen.
    Zu diesen Erkrankungen zählen die Osteoporose, die durch eine verminderte Dichte des Knochens gekennzeichnet ist, und die Osteomalazie, bei welcher es infolge eines Defizites an Vitamin D beim Erwachsenen zu einer schmerzhaften Knochenerweichung kommt.
    Auch eine lokale Verdickung und Verformung des Knochens durch einen gesteigerten Umbau des Knochens, bekannt als Morbus Paget, kann Hüftschmerzen verursachen.

  • Angeborene Hüftgelenksdysplasie (Entwicklungsstörung der Hüftgelenkspfanne)

  • Abgleiten der Wachstumsfuge bei einer Hüftkopfablösung (Epiphysiolysis capitis femoris)
  • Impingement der Hüfte
    Der Begriff des Impingements bedeutet so viel wie Einklemmung oder auch Anstoßen und beschreibt an der Hüfte das Anstoßen des Oberschenkelhalsknochens am vorderen Dach der Hüftpfanne.
    Dies wird bei Menschen mit Formabweichungen an Gelenkteilen der Hüfte durch bestimmte Bewegungen begünstigt. Zu nennen ist hier die Beugung und auch das nach innen führen des Oberschenkels. Betroffene beklagen sich über tief in der Leiste lokalisierte Schmerzen, die zu Beginn vor allem bei längerer Belastung auftreten. Vor allem Aktivitäten bei denen das oben beschriebene Bewegungsmuster überwiegt, wie beispielsweise das Treppensteigen oder das Radfahren, sorgen für diese Beschwerden.
    Lesen Sie mehr zum Thema: Hüftimpingement
  • Schnappende Hüfte (Coxa saltans)

    Eine sogenannte schnappende Hüfte kann ebenfalls zu Beschwerden im Bereich des Hüftgelenkes führen. Klassischerweise kommt es zu einem harmlosen, manchmal auch hörbaren Sehnenschnappen bei Beugung, Streckung und Kreiseln des Hüftgelenks.
    Eine schnappende Hüfte kann auch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) begünstigen.
    Lesen Sie mehr zum Thema: Schnappende Hüfte

  • Intraossäres Ganglion
    Bei einem intraossären (subchondralen) Ganglion handelt es sich um eine kleine, rundliche Zyste, die in einem dem Hüftgelenk nahen Knochen lokalisiert ist.
    Infrage kommt dabei entweder der Hüftkopf oder die Hüftpfanne, wo die kleine Zyste unterhalb des Gelenkknorpels zu finden ist.
    Bedingt die Zyste eine Reizung des nahe liegenden Hüftgelenkes, so kann es zu Beschwerden im Bereich der Hüfte kommen.
    Der Begriff des intraossären Ganglions bedeutet so viel wie gutartiges, im Knochen lokalisiertes Geschwulst, welches sich mit Hilfe einer Röntgenaufnahme detektieren lässt.
  • Meralgia paraesthetica (Bernhardt-Roth-Syndrom)

    Bei einer Meralgia paraesthetica verspüren die Betroffenen einen Nervenschmerz, eine sogenannte Neuralgie.
    Diese ist durch eine Entzündung des seitlichen Oberschenkel-Hautnervs (Nervus cutaneus femoris lateralis) bedingt.
    Ursache dafür ist zumeist eine Kompression des Nerven im Bereich des Leistenbandes oder auch ein mechanischer Druck von außen, beispielsweise durch Körperfett, hautenge Kleidung oder Sicherheitsgurte („Seat-Belt-Syndrom“).
    Die betroffenen Patientinnen und Patienten beschreiben brennende Schmerzen an der oberen Außenseite des Oberschenkels, welche von Missempfindungen, wie Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl der Haut begleitet werden können.
    Lesen Sie mehr zum Thema: Meralgia paraesthetica

  • Polymyalgia rheumatica

    Die Polymyalgia rheumatica ist eine Erkrankung, die zum Formenkreis der Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) gezählt wird. Sie zeigt sich mit akuten Schmerzen der Schulter- und Beckengürtelmuskulatur.
    Diese Erkrankung betrifft vor allem älteren Menschen, hauptsächlich nach dem 50. Lebensjahr, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind, als Männer.

  • Tumore

    Auch gutartige oder bösartige Tumore können in seltenen Fällen für Hüftschmerzen sorgen.
    Dabei handelt es sich um Tumore, die ihren Ursprung vom Knochen- oder Knorpelgewebe oder auch der Gelenkinnenhaut (Synovia) nehmen.
    Auch Knochenmetastasen (Absiedelungen von anderen Tumoren im Knochengewebe), können, wenn sie im Bereich der Hüfte auftreten, für Hüftschmerzen sorgen.
    Lesen Sie mehr zum Thema: Knochenkrebs

Ursachen beidseitiger Hüftschmerzen

Generell können sämtliche Erkrankungen, die zu einseitigen Hüftschmerzen führen, auch zeitgleich an beiden Körperhälften auftreten und somit Ursache beidseitiger Hüftschmerzen sein.

In den meisten Fällen beruhen die Ursachen von beidseitig auftretenden Hüftschmerzen auf einer deutlichen Fehlhaltung des Hüftgelenkes und der unteren Extremität. Vor allem Männer neigen häufig dazu, die Hüftgelenke in einer nach außen rotierten Position zu halten. Diese Außenrotation der Beine während des Stehens, Gehens und/oder Sitzens führt zu einer deutlichen Belastungszunahme einzelner Bestandteile des Hüftgelenkes. Im Laufe der Zeit entstehen belastungsbedingte degenerative Prozesse, die vor allem die knorpeligen Anteile des Hüftgelenkes betreffen und zu starken Hüftschmerzen führen können. Darüber hinaus zählt die Hohlkreuzhaltung des sogenannten „Startermuskels“ zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von beidseitigen Hüftschmerzen.

Hüftschmerzen nachts

Bestimmte Krankheitsbilder können Beschwerden besonders in Ruhe oder auch im Liegen verursachen und somit vor allem nachts für Hüftschmerzen sorgen.

Da nächtliche Hüftschmerzen den Schlaf stören und so für eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität verantwortlich sind, sollten sie einen Grund für eine ärztliche Konsultation darstellen.

Dieser kann dann mittels Befragung (Anamnese) des Patienten beziehungsweise der Patientin und einer körperlichen Untersuchung schon erste Hinweise auf die Ursache der Beschwerden bekommen. Je nach Einschätzung der Symptome empfiehlt er gegebenenfalls weitere Untersuchungen, wie beispielsweise Röntgenaufnahmen.

Die folgende Behandlung der nächtlichen Hüftschmerzen ist letztendlich abhängig vom verantwortlichen Krankheitsbild.
Ein häufiger Grund für Hüftschmerzen in der Nacht ist die Coxarthrose, also die Arthrose des Hüftgelenkes.

Die Hüftgelenksarthrose betrifft gewöhnlicherweise Menschen fortgeschrittenen Alters und ist bedingt durch den Verschleiß der Gelenkflächen (lesen Sie hierzu auch: Knorpelschaden).
Bei einer fortgeschrittenen Arthrose des Hüftgelenkes treten typischerweise auch Schmerzen beim Liegen, Sitzen oder auch nachts auf, wohingegen in Anfangsstadien der Erkrankung nur kurze Schmerzen am Anfang einer Bewegung dominieren.
Ein guter Hinweis für eine eventuell beginnende Hüftgelenksarthrose ist beispielsweise ein Anlaufschmerz am Morgen oder auch Beschwerden nach Belastung.

Auch eine Entzündung des Hüftgelenkes (Coxitis) bekannt ist, kann für Hüftschmerzen in Ruhe, also auch in der Nacht, verantwortlich sein.
Weitere Symptome, die auf eine Coxitis hindeuten sind Schwellung, Rötung, Überwärmung, Druckschmerzhaftigkeit, Schmerzen bei Belastung, eventuell Fieber und eine Bewegungseinschränkung des betroffenen Hüftgelenkes.

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können ebenfalls für Hüftschmerzen sorgen, die die nächtliche Ruhe beeinträchtigen. Zu nennen ist hier beispielsweise die Gruppe der Spondyloarthritiden, ein Zusammenschluss von verschiedenen chronisch-entzündlichen Krankheitsbildern, die durch bestimmte gemeinsame klinische und genetische Merkmale gekennzeichnet sind.
Für Erkrankungen aus der Gruppe der Spondyloarthritiden, wie beispielsweise dem Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis) sind Schmerzen und eine Steifigkeit in der zweiten Nachthälfte, die bis in den Morgen reichen, charakteristisch.

Darüber hinaus kann auch ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, der ab bestimmten Werten für schmerzhafte Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Gelenken sorgt, Gelenkbeschwerden bedingen, die auch die Hüftgelenke miteinbeziehen können. Man spricht dann von der Gicht. Auch die Gicht kann für Hüftschmerzen in der Nacht sorgen.

Im Übrigen kann auch eine Schleimbeutelentzündung am Hüftgelenk (Bursitis trochanterica) nächtliche Beschwerden auslösen.
Die Schmerzen werden in diesem Fall als ziehend oder stechend beschrieben, und sind über dem großen Rollhügel des Oberschenkelknochens lokalisiert.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schmerzen am Trochanter major.

Typischerweise treten Sie nach Belastung des Beines auf, bei längerem, bereits chronischem Verlauf können die Hüftschmerzen jedoch auch schon in Ruhe auftreten.
Darüber hinaus erscheint das Areal um den Schleimbeutel angeschwollen, gerötet und überwärmt und reagiert sehr empfindlich auf Bewegung oder auch Druck.

Nächtliche Hüftschmerzen können auch für eine Beteiligung von Nerven sprechen. Das heißt, dass die Schmerzen in der Nacht auch durch einen Bandscheibenvorfall der LWS oder eine Lumboischialgie (Synonym: Ischiassyndrom) bedingt sein können.
Daran sollte vor allem gedacht werden, wenn die Schmerzen ihren Ursprung in der Wirbelsäule oder im unteren Rücken nehmen und in die Hüfte, beziehungsweise die Oberschenkel ausstrahlen.

Lesen Sie mehr zum ThemaHüftschmerzen nachts - Was steckt dahinter?

Hüftschmerzen können auch in der Schwangerschaft auftreten, und durch viele verschiedene Ursachen bedingt sein. Schwangere nehmen dabei den Schmerz häufig besonders in der Nacht wahr.
Bei leichten Beschwerden kann ein Kissen zwischen oder auch unter den Beinen durch die Entlastung für Abhilfe sorgen.

Auch leichte Bewegung vor dem Zubettgehen oder eine Wärmflasche können den Schmerz lindern.
Eventuell kann auch die Hebamme hilfreiche Übungen zur Entlastung der Hüfte empfehlen.
Zeigen diese Methoden keine Wirkung, können auch Schmerzmittel wie Paracetamol eingenommen werden.
In solchen Fällen sollte zum Schutz des Ungeborenen (lesen Sie hierzu auch: Paracetamol in der Schwangerschaft) unbedingt vor der Einnahme ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt gesucht werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hüftschmerzen in der Schwangerschaft

Hüftschmerzen beim Liegen

Auch Hüftschmerzen beim Liegen können durch eine Vielzahl von Ursachen bedingt sein. Häufig werden die Schmerzen während physikalischer Ablenkung oder Bewegung schwächer empfunden, als wenn der Körper zur Ruhe kommt und man sich auf die Beschwerden konzentrieren kann, wie es beispielsweise im Liegen der Fall ist.
Im Folgenden sollen häufige Ursachen für diese Beschwerdesymptomatik erläutert werden.

Öfters sind Hüftschmerzen beim Liegen bei Menschen zu sehen, die beim Schlafen auf der Seite liegen.

Dadurch wirkt automatisch durch das Körpergewicht ein gewisser Druck auf die Hüfte ein, der für in der Nacht oder auch am Morgen Schmerzen im Bereich der Hüfte sorgen kann.
Besonders häufig ist dies zu beobachten, wenn sowohl die Schlafhaltung als auch die Matratze (zu hart oder auch zu weich) oder der Lattenrost als ungünstig zu erachten sind.

Auch grippale Infekte und damit im Zusammenhang stehende Gliederschmerzen können für Hüftschmerzen beim Liegen verantwortlich gemacht werden.

In vielen Fällen kann auch eine zu ausgeprägte Belastung des Hüftgelenkes oder der umgebenden Muskeln ursächlich für die Schmerzen der Hüfte im Liegen sein. Hier helfen ausgedehnte Trainingspausen gegen die Beschwerden. Entzündungen des Hüftgelenkes (Coxitis) oder auch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) können für ein solches Beschwerdebild ursächlich sein.

Vor allem bei Betroffenen fortgeschrittenen Alters sollte auch an eine Arthrose des Hüftgelenkes (Coxarthrose) in Betracht gezogen werden.
Hier kommt es bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf nicht nur zu einem Anlaufschmerz, sondern auch zu Schmerzen in Ruhe.

Auch Schwangere beklagen sich gehäuft über Hüftschmerzen, die nicht selten hauptsächlich in Ruhe wahrgenommen werden. Ursächlich kann beispielsweise eine Symphysenlockerung, also eine Lockerung des Beckengürtels sein, die zu erheblichen Schmerzen führen kann.

Lesen sie mehr zum Thema: Hüftschmerzen in der Schwangerschaft

Auch bei Kindern und Jugendlichen kann es zu Hüftschmerzen kommen, die sich ebenfalls beim Liegen manifestieren können.
Hier ist eine Konsultation eines Arztes besonders wichtig, da die Beschwerden nicht nur auf das Knochenwachstum in der Wachstumsphase, sondern auch auf ungleich lange Beine zurückgeführt werden können.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hüftschmerzen Kind

Für den Ausschluss einer ernsthaften Erkrankung und die Zusammenstellung einer passenden Therapie ist ein Besuch beim Orthopäden unabdingbar.
Mit Hilfe einer Patientenbefragung (Anamnese), einer körperlichen Untersuchung und der bildgebenden Diagnostik kann in den meisten Fällen eine Ursache für die Hüftschmerzen im Liegen gefunden werden. Kann hierbei kein Grund für die Beschwerden entdeckt werden, so kann die Änderung der eigenen Schlafposition, die Anschaffung einer anderen Matratze und/oder eines neuen Lattenrostes, die dem eigenen Körperbau angepasst sind, Abhilfe schaffen.

Darüber hinaus kann auch über die Anschaffung eines Seitenschläferkissens empfehlenswert sein. Diese trivialen Maßnahmen helfen in vielen Fällen bereits, die lästigen Hüftschmerzen beim Liegen zu beseitigen.

Bei muskulär bedingten Hüftschmerzen stellen zumeist Physiotherapie und/oder Massagen eine passende Therapieoption dar.
Dadurch kommt es zu einer Abnahme der muskulären Verspannung, die wiederum eine positive Auswirkung auf die Hüftschmerzen beim Liegen haben sollte.

Auch eine Änderung der Belastung, beziehungsweise des Trainings kann Abhilfe schaffen.
Bei akut auftretenden Hüftschmerzen ist es wichtig, für eine gewisse Zeit eine Trainingspause einzulegen.

Zwar kann die Einnahme von Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen auch die Hüftschmerzen beim Liegen bessern, jedoch ist dies immer nur eine Behandlung der Symptome und nicht der eigentlichen Ursache.
Daher sollte die Einnahme von Schmerzmitteln nur nach ärztlicher Beratung erfolgen.

Je nach Diagnose kommen noch weitere therapeutische Maßnahmen für Hüftschmerzen beim Liegen in Frage.

Für weitere Informationen lesen Sie auch unseren Hauptartikel: Hüftschmerzen beim Liegen

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.04.2018
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