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Voltaren resinat

Einleitung

Voltaren Resinat® ist ein Medikament aus der Produktpalette Voltaren der Pharmafirma Novartis.
Es enthält den Wirkstoff Diclofenac, der in die Gruppe der nicht-steroidalen Anti-Rheumatika (NSAR) gehört und durch die Hemmung eines Enzyms schmerzlindernd und antientzündlich wirkt.

Bei diesem speziellen Präparat handelt es sich um Hartkapseln, die in Packungsgrößen von 20, 50 oder 100 Kapseln erhältlich sind. Voltaren Resinat® ist sowohl apotheken- als auch rezeptpflichtig, darf also nur nach der Verschreibung durch einen Arzt eingenommen werden.
Abgesehen von dem aktiven Wirkstoff, der hier als das Salz Diclofenac-Natrium vorliegt, enthält Voltaren Resinat® die Hilfsstoffe Gelatine, medizinische Kohle und Magnesiumstearat und außerdem die Farbstoffe Eisen-III-hydroxid-oxid und Titandioxyd. In Voltaren Resinat® liegt der Wirkstoff Diclofenac - Natrium in einer Dosierung von 75 mg vor.

Dosierung

Prinzipiell ist Voltaren Resinat® was Häufigkeit und Dauer der Einnahme betrifft genau so zu verwenden, wie von dem Arzt vorgeschrieben. Prinzipiell gelten jedoch folgende Richtlinien:
Je nach Schweregrad der behandelten Erkrankung bzw. der Schmerzen sollte bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem Alter von 15 Jahren eine Tageshöchstdosis von 150 mg Diclofenac-Natrium nicht überschritten werden, weshalb man nicht mehr als zwei Tabletten Voltaren Resinat® pro Tag einnehmen sollte und diese am besten über den Tag verteilt.

Die Voltaren Resinat® Kapseln sollten zusammen mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut geschluckt werden. Um einen schnellen Wirkungseintritt zu erreichen, ist es sinnvoll, die Tabletten vor einer Mahlzeit einzunehmen. Wenn man jedoch unter einem empfindlichen Magen leidet, sollte man die Einnahme auf nüchternen Magen eher vermeiden und die Tabletten zum Essen schlucken.
Sollte eine langfristige Verwendung von Voltaren Resinat® geplant sein (so wie sie zum Beispiel bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen notwendig ist), ist es generell empfehlenswert, die Therapie nach spätestens zwei Wochen mit magensaftresistenten Medikamentenformen weiterzuführen, da diese in der Regel besser verträglich sind. Falls die Schmerzen bzw. die entzündlichen Zustände auch durch die regelrechte Einnahme von Voltaren Resinat® nicht besser werden, so sollte der Patient in jedem Fall davon absehen, die Dosis eigenmächtig zu erhöhen, sondern stattdessen einen Arzt benachrichtigen und mit diesem das weitere Vorgehen besprechen.

Anwendungsgebiete

Die vom Hersteller empfohlenen Anwendungsgebiete für Voltaren Resinat® umfassen eine Vielzahl von schmerzhaften und entzündlichen Zuständen, vor allem des Bewegungsapparates (zu welchem Skelett, Muskeln, Bänder und Sehnen gezählt werden).
Voltaren Resinat® wird empfohlen zur Behandlung von akuten oder chronischen Gelenkentzündungen (zum Beispiel rheumatoide Arthritis), vor allem wenn diese durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen oder die Grunderkrankung Gicht bedingt sind.

Auch entzündliche Erkrankungen von Muskeln, Bändern oder Sehnen können mit Voltaren Resinat® erfolgreich therapiert werden, hierunter fällt zum Beispiel auch die Behandlung des sogenannten Tennisarms. Bei Erkrankungen und Schmerzen der Wirbelsäule, egal ob sie abnutzungsbedingt sind (wie Arthrose) oder im Rahmen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung (wie Morbus Bechterew) auftreten, kann Voltaren Resinat® ebenfalls erfolgreich eingesetzt werden.

Auch bei leichten bis mittelstarken Schmerzen bei Entzündungen oder Schwellungen, die durch eine Operation oder eine Verletzung hervorgerufen wurde, ist dieses Medikament indiziert. Sogar bei Schmerzen bei der Regelblutung (Dysmenorrhoe), sofern diese nicht durch einen organischen Befund erklärt werden können, oder schmerzhaften Entzündungen der Eileiter kann eine Einnahme von Voltaren Resinat® (bei dem letzteren Zustand gegebenenfalls in der Kombination mit Antibiotika). Abhilfe schaffen. Auch die Schmerzen, die bei manchen Krebserkrankungen auftreten, besonders wenn diese mit entzündungsbedingten Einlagerungen von Wasser im Gewebe (Ödemen) einhergehen oder die Knochen betroffen, sprechen manchmal auf Voltaren Resinat® an.

Wirkung

Voltaren resinat®, beziehungsweise der Wirkstoff Diclofenac, hemmt, wie auch die anderen nicht-steroidalen Anti-Rheumatika (NSAR) ein Enzym namens Cyclooxygenase (COX). Daher werden diese Medikamente auch als COX-Hemmer bezeichnet.

Enzyme sind biochemische Katalysatoren, die die Fähigkeit besitzen, biochemische Reaktionen zu beschleunigen. Das Enzym, welches durch Voltaren resinat® in seiner Funktion gehemmt wird, existiert in mindestens zwei Formen im menschlichen Organismus. Man unterscheidet die sogenannte Cyclooxygenase 1 (COX-1) von der Cyclooxygenase 2 (COX-2).

Dabei ist die Cyclooxygenase 1 (COX-1) in Geweben und Zellen fortlaufend in gleicher Menge und Aktivität vorhanden, während die Cyclooxygenase 2 (COX-2) durch Botenstoffe entsteht, die bei einer Entzündung vorliegen (den sogenannten Entzündungsmediatoren).

Fachlich ausgedrückt sagt man demnach, dass die Cyclooxygenase 1 (COX-1) konstitutiv exprimiert wird und die Cyclooxygenase 2 (COX-2) induzierbar ist. In gewissen Geweben, wie beispielsweise im Gehirn, der Niere oder auch der Innenauskleidung von den Blutgefäßen (dem Gefäßendothel) ist jedoch auch die Cyclooxygenase 2 (COX-2) fortwährend vorhanden.

Nicht-steroidale Anti-Rheumatika (NSAR), zu denen auch Voltaren resinat® zählt, sorgen für eine vorübergehende Hemmung der Aktivität dieses Enzymes. Die Hemmung ist reversibel, das heiß sie ist umkehrbar und nach Verschwinden des Medikaments kann das Enzym wieder unbeeinträchtigt weiter arbeiten.

Im Gegensatz dazu sorgen irreversible Enzymhemmer dafür, dass das Enzym auch nach Verschwinden des Wirkstoffes nicht mehr fähig ist, eine biochemische Reaktion zu beschleunigen und erst wieder neu hergestellt werden muss, um die Funktion wieder ausführen zu können.

Unterschiedliche nicht-steroidale Anti-Rheumatika (NSAR) haben unterschiedliche Effekte auf die beiden Enzymformen. So gibt es Wirkstoffe, die spezifischer für die Cyclooxygenase 1 (COX-1) oder die Cyclooxygenase 2 (COX-2) sind oder aber auch die Fähigkeit aufweisen, beide Enzyme in ihrer Wirkung einzuschränken.

Voltaren resinat® mit dem Wirkstoff Diclofenac ist nicht selektiv in seiner Wirkung, das heißt durch Voltaren resinat® wird sowohl die Wirkung der Cyclooxygenase 1 (COX-1), als auch die der Cyclooxygenase 2 (COX-2) gehemmt. Dadurch kommt die fiebersenkende (antipyretische), schmerzstillende (analgetische) und entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkung zustande.

Die antientzündliche Wirkung lässt sich dadurch erklären, dass durch die Hemmung der Cyclooxygenasen die Herstellung von Botenstoffen eingeschränkt ist, die eine zentrale Rolle bei einer Entzündungsreaktion einnehmen. Zu diesen Botenstoffen zählen beispielsweise die Prostaglandine E2 und I2. Prostaglandine sind Gewebshormone die durch die oben genannten Cyclooxygenasen hergestellt werden und die diverse Wirkungen im menschlichen Organismus, wie zum Beispiel die Beteiligung an Entzündungsprozessen, haben.

Auch die schmerzstillende Wirkung verläuft über die Hemmung der Bildung der Prostaglandine. So sorgt das Prostaglandin E2 zwar nicht selbst für die Auslösung eines Schmerzes, doch es ist in der Lage, Nervenendigungen für schmerzauslösende Signale zu sensibilisieren. Vereinfacht gesagt, kommt es normalerweise durch Prostaglandine zu einer erleichterten Schmerzentstehung, die durch Präparate, wie Voltaren resinat® unterbunden wird.

Die fiebersenkende Wirkung lässt sich auch mit Hilfe des Prostaglandins E2 erklären, welches auch bei der Fieberreaktion eine zentrale Stellung einnimmt. Durch die Hemmung der Enzyme durch Voltaren resinat® wird so auch die Fieberreaktion gehemmt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Volatren resinat® durch eine Enzymhemmung die Bildung von Signalmolekülen verhindert wird, die für eine Entzündungsreaktion, eine Fieberreaktion und eine Schmerzreaktion verantwortlich sind, und so Entzündungszeichen, Fieber und Schmerzen zurück gehen.

Wirkdauer von Voltaren resinat

Die genaue Zeit bis zum Wirkeintritt von Voltaren resinat® und die exakte Wirkdauer hängen individuell von der einzelnen Person ab, die dieses Medikament einnimmt.
Die Verstoffwechselung des Wirkstoffs Diclofenac, der in Voltaren resinat® Verwendung findet , findet zu einem großen Teil über die Leber statt. Deshalb kann eine verschlechterte Leberfunktion (z.B. durch vermehrten Alkoholkonsum oder andere Lebererkrankungen verursacht) zu einer anderen Wirkdynamik führen.

Bei Voltaren resinat® handelt es sich um ein Medikament mit einer schnellwirksamen und einer langanhaltenden Komponente, ein sogenanntes Retardpräparat. In einigen Fällen kann die schmerzlindernde Wirkung bereits nach 20 Minuten eintreten, in den meisten Fällen schwankt der Wirkungseintritt aber zwischen 45 und 60 Minuten.
Die Wirkung von Voltaren resinat® kann in Einzelfällen bis zu 12 Stunden anhalten, bei vielen Anwendern lässt sie jedoch nach 8 bis 10 Stunden nach. Bei der vorgeschriebenen Einnahme von Voltaren resinat® von 1 Hartkapsel am Tag oder 1 Hartkapsel jeweils morgens und abends sollte sich keine Depotwirkung aufbauen. Das Medikament reichert sich also auch bei länger andauernder Anwendung nicht im Gewebe an.

Kontraindikationen

Kontraindikationen gegen die Verwendung von Voltaren dolo bestehen bei dem Vorliegen von einer Überempfindlichkeit gegen Diclofenac oder andere Bestandteile des Medikaments:

Unter bestimmten Bedingungen, wie zum Beispiel in den ersten Schwangerschaftsmonaten, während der Stillzeit, bei einer allgemeinen Neigung zu allergischen Reaktionen, bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen oder wenn eine gleichzeitige Einnahme von Medikamenten besteht, die ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie Diclofenac besitzen (also zum Beispiel andere NSAR wie Ibuprofen) oder den Wirkspiegel von Diclofenac im Blut beeinflussen (also zum Beispiel einige Antiepileptika wie Phenytoin), sollte die Einnahme von Voltaren Resinat® wenn überhaupt, dann nur unter Absprache und regelmäßiger Überwachung durch einen Arzt erfolgen.
Außerdem sollte während der gesamten Behandlungsdauer mit Voltaren Resinat® das Trinken von Alkohol unterlassen werden.

Nebenwirkungen

Wie bei jedem Medikament kann es auch bei der Einnahme von Voltaren Resinat® zu bestimmten Nebenwirkungen kommen.
Das durch Diclofenac gehemmte Enzym namens Cyclooxygenase ist unter anderem auch in der Magenschleimhaut lokalisiert. Dort sorgen die von diesem Enzym hergestellten Prostaglandine als Schutz vor der zerstörenden Kraft der Magensäure.
Da die Produktion dieser Prostaglandine allerdings durch Voltaren Resinat®/ Diclofenac herabgesetzt wird, kann das Gleichgewicht durcheinander gebracht werden und die Säure schädlich werden.

Deshalb führt Voltaren Resinat® (genauso wie alle anderen Cyclooxygenase-Hemmer) häufig zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich. Dazu zählen unter anderem:

Wenn man stärkere Schmerzen im Bereich des Oberbauchs oder Blut im Stuhl (welcher dann manchmal teerartig aussieht) bemerkt, sollte man die Voltaren Resinat® Kapseln absetzen und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Auch Störungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) wie Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erregungszustände können vorkommen.
Deshalb wird davon abgeraten, nach der Einnahme von Voltaren Resinat® aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen oder schwere Maschinen zu bedienen. Relativ häufig führt die Einnahme von Voltaren Resinat® auch zu Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers wie Jucken oder Ausschlag auf der Haut. Seltener kann Voltaren Resinat® auch andere Nebenwirkungen hervorrufen, zu denen unter anderem Haarausfall, Erkrankungen von Blutbildung und Blutgerinnung, Nieren- oder Leberschäden, psychotische Reaktionen oder Depressionen gehören.

Wechselwirkungen

  • Bisher sind keine Wechselwirkungen von Voltaren resinat® mit der Antibabypille beschrieben, das heißt es ist keine Wirkungsverstärkung oder Wirkungsabschwächung der Antibabypille durch Voltaren resinat® zu erwarten. Trotz dessen sollten Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker über andere Arzneimittel, auch nicht verschreibungspflichtige Präparate informieren.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Voltaren resinat® und Digoxin, einem Präparat, welches zur Steigerung der Herzkraft eingesetzt wird, kann zur Wirkungsverstärkung von Digoxin führen, da sich dessen Konzentration im Blut erhöht.
  • Auch die Wirkung von Phenytoin, einem Medikament zur Behandlung von Krampfanfällen und Lithium, welches beispielsweise bei Depressionen zum Einsatz kommt, kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Voltaren resinat® verstärkt werden. Somit muss der Lithium-Spiegel im Blut bei gemeinsamer Anwendung mit Voltaren resinat® kontrolliert werden. Auch die Kontrolle des Serum-Digoxin-Spiegels und des Serum-Phenytoin-Spiegels wird empfohlen.
  • Bei Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung verzögern (sogenannte Blutverdünner), wie beispielsweise Warfarin, kann es auch zu einer Verstärkung dieser Wirkung bei gemeinsamer Einnahme mit Voltaren resinat® kommen.
  • Bei Einnahme von entwässernden (Diuretika) und blutdrucksenkenden (Antihypertensiva) Medikamenten gemeinsam mit Voltaren resinat® kann die Wirkung dieser Medikamente abschwächt werden.
  • Ein erhöhtes Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei gemeinsamer Anwendung mit ACE-Hemmern, die bei Herzschwäche und Bluthochdruck eingesetzt werden ist bekannt.
  • Der gemeinsame Einsatz von Voltaren resinat® mit bestimmten Entwässerungsmitteln (kaliumsparende Diuretika) kann eine Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut auslösen.
  • Das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen ist bei zusätzlicher Einnahme von Präparaten, die ebenfalls der Gruppe der nicht-steroidalen Anti-Rheumatika (NSAR) angehören oder auch Glukokortikoiden erhöht.
  • Die gleichzeitige Verabreichung von Voltaren resinat® und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder bestimmten Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/SSRI) können ebenfalls das Risiko für Blutungen des Magen-Darm-Traktes erhöhen.
  • Wird Voltaren resinat® innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Verabreichung des Zytostatikums und Antirheumatikums Methotrexat eingenommen, so kann es zu einer Zunahme der unerwünschten Arzneimittelwirkungen von Methotrexat führen.
  • Bei Einnahme von Ciclosporin, einem Medikament, welches bevorzugt nach Transplantationen zur Verhinderung einer Transplantatabstoßung eingesetzt wird, wird bei gemeinsamer Anwendung mit Voltaren resinat® die nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin erhöht.
  • Unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Voltaren resinat® können bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid oder Sulfinpyrazon, die zur Behandlung von Gicht angewendet werden, verstärkt werden, da diese die Ausscheidung von Voltaren resinat® aus dem menschlichen Organismus verlangsamen und es sich demnach im Körper länger anreichert.
  • Teilweise kann bei Einnahme von blutzuckersenken Medikamenten und Voltaren resinat® der Blutzuckerspiegel beeinflusst werden, so dass dieser sicherheitshalber regelmäßig kontrolliert werden sollte.

Kopfschmerzen bei Voltaren resinat

Nicht-steroidale Anti-Rheumatika (NSAR), zu denen auch Voltaren resinat® zählt, können zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden.

Dabei können bei Jugendlichen und Erwachsenen ab einem Alter von 15 Jahren maximal 150 mg als Tageshöchstdosis eingenommen werden, wobei diese Tageshöchstdosis auf zwei Einzelgaben aufgeteilt wird.

Normalerweise ist die Einnahme von 75 Milligramm pro Tag ausreichend.

Paradoxerweise können bei hohen Dosierungen dieser Schmerzmittel auch Kopfschmerzen ausgelöst werden. Dieser Kopfschmerz ist als medikamenteninduzierter Kopfschmerz bekannt, und wird entweder durch die Einnahme selbst oder auch den Entzug von bestimmten Medikamenten, meistens Schmerzmitteln, ausgelöst.

Nach der International Headache Society (IHS)-Klassifikation stellt dieser Kopfschmerz eine Untergruppe der substanzinduzierten Kopfschmerzen dar. Die Voraussetzung für die Entstehung dieser Symptome ist das Vorliegen einer primären Kopfschmerzerkrankung, wie Spannungskopfschmerz oder Migräne, welche die Einnahme von Schmerzmitten nötig macht.

Ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz wird am häufigsten im mittleren Lebensalter beobachtet und betrifft das weibliche Geschlecht mit einem Verhältnis von 10 : 1 deutlich häufiger. Man geht davon aus, dass 5 bis 8% aller Patienten, die an Kopfschmerzen leiden, diesen medikamenteninduzierten Kopfschmerz entwickeln.

Entscheidend ist, dass medikamenteninduzierte Kopfschmerzen keinesfalls mit einer erhöhten Dosierung des Schmerzmittels therapiert werden dürfen. Die einzige Möglichkeit den medikamenteninduzierten Kopfschmerz langfristig erfolgreich zu therapieren, ist der Medikamentenentzug. Darüber hinaus können Kopfschmerzen auch als Symptom bei einer Überdosierung von Voltaren resinat® neben Schwindel, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und vielen weiteren Symptomen auftreten.

Voltaren resinat® und Alkohol

Schmerzmittel und Alkohol sollten grundsätzlich vermieden werden.

Gerade die längere und regelmäßige Einnahme von Voltaren resinat® kann vermehrt zu einer Verschlechterung der Leberfunktion führen. Der zusätzliche Genuss oder gar Missbrauch von Alkohol kann in diesem Zusammenhang eventuell zu verstärkten Nebenwirkungen oder der weiteren Verschlechterung der Leber führen.
Besonders sind hier der Magen-Darm-Trakt sowie das Zentrale Nervensystem betroffen. Im Magen-Darm-Trakt können bei gleichzeitiger Einnahme von Voltaren resinat® und Alkohol vermehrt Übelkeit und Erbrechen, sowie Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen auftreten.

Im Zentralen Nervensystem kann es vermehrt zu Schwindel, Kopfschmerzen, aber auch Müdigkeit und Schwindel, sowie Reizbarkeit und Appetitlosigkeit kommen. Weiterhin kann sich bei der gleichzeitigen Einnahme von Voltaren resinat® und Alkohol auch eine Nierenfunktionsstörung weiter verschlechtern.
Auch wird eine blutverdünnende Wirkung, sowie eine Erhöhung des Blutdrucks bei der Kombination von Alkohol mit Voltaren resinat® diskutiert. Am sichersten ist es daher, während der Einnahme von Voltaren resinat® konsequent auf den Genuss von Alkohol zu verzichten oder ihn wenigstens einzuschränken.

Lesen Sie mehr zum Thema: Voltaren und Alkohol - verträgt sich das?

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 19.12.2018
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