Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Nachtschweiß

Einleitung

Vermehrtes Schwitzen wird fachsprachlich als Hyperhidrose bezeichnet. Bei einem Nachtschweiß spricht man dann von einer nächtlichen Hyperhidrose. Bei manchen Menschen kommt es regelmäßig nachts zu einem starken Schwitzen. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Ein wichtiges Kriterium für die Einschätzung des Nachtschweißes, was häufig auch vom Arzt erfragt wird, ist, ob der Nachtschweiß so stark war, dass der Schlafanzug gewechselt werden musste oder das Bettuch durchnässt war.

Prinzipiell gilt, dass Schwitzen etwas natürliches ist und vom Körper genutzt wird, um überschüssige Wärme von innen nach außen abzugeben. Dies kommt besonders bei warmen Außentemperaturen, bei körperlicher Aktivität oder auch beim Fieber im Rahmen eines Infektes vor. Eine Schweißabgabe nachts von bis zu 500 mL gilt als normal. Nachts, vor allem in der ersten Nachthälfte, kommt es durchschnittlich zu einer Absenkung der Körpertemperatur um 1,5°C. Diese Wärme gibt der Körper nach außen ab. Dafür muss die Umwelt aber auch in der Lage sein, die Wärme aufzunehmen. Liegt man zum Beispiel unter einer dicken Decke, ist die Wärmeabgabe erschwert. Die Wärmeabgabe erfolgt dann durch ein vermehrtes Schwitzen. Meist handelt es sich bei Nachtschweiß, um eine harmlose Ursache, die leicht behoben werden kann. Besteht der Nachtschweiß allerdings über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem dann, wenn zusätzlich Fieber, ein ungewollter Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit oder unspezifische Schmerzen auftreten.



Was kann ich gegen Nachtschweiß tun?

Nachtschweiß ist ein Symptom, hinter dem sich zunächst einmal sehr viele verschiedene Ursachen verbergen können. Auch die Definition des Nachtschweißes ist nicht einheitlich, weshalb häufig Verwirrung darüber herrscht, was man denn nun als Nachtschweiß bezeichnen kann. Ärzte meinen zunächst mit Nachtschweiß im engeren Sinne ein sehr starkes nächtliches Schwitzen, das einen dazu veranlasst das Nachthemd oder sogar die Bettwäsche zu wechseln. Teils ist der Schweiß so ausgeprägt, dass die Wäsche sogar mehrmals nachts gewechselt wird.
Hinter solch einem Nachtschweiß verbirgt sich eine Erkrankung, beispielsweise aus dem rheumatischen Formenkreis oder eine Krebserkrankung, die von einem Arzt behandelt werden muss. Auch Infektionen können einen solchen Nachtschweiß verursachen. Leider kann man selbst jedoch nichts gegen diese Art von Nachtschweiß tun.

Viele Menschen fassen unter Nachtschweiß auch weniger starkes, nächtliches Schwitzen auf. Diese Art des „Nachtschweißes“ ist in der Regel nicht erkrankungsbedingt, sodass man selbst Einiges dagegen tun kann.

Zunächst sollte man darauf achten, das Schlafzimmer nichts zu sehr zu heizen. Eine Raumtemperatur um die 16 bis 19 °C ist zum Schlafen optimal. Es empfiehlt sich vor dem Schlafen mit komplett geöffneten Fenstern zu lüften, sodass sich das Zimmer zur Nacht abkühlen kann.
Weiterhin sollte man bei Bettwäsche und Nachthemd atmungsaktive, leichte Materialien auswählen. Baumwolle eignet sich in diesem Fall sehr gut, wohingegen man von Polyester oder Satin absehen sollte.
Vor dem Schlafengehen sollte man auf scharfes Essen, koffeinhaltige Getränke oder Alkohol verzichten, da diese das Schwitzen verstärken.

Empfehlenswert ist Salbei- oder Kamillentee am Abend. Weiterhin können kühle Umschläge an den Handgelenken dazu beitragen, dass man sich etwas abkühlt und weniger schwitzt.

Ursache

Eine einfache und auch die häufigste Erklärung für den Nachtschweiß, sind heiße Sommernächte, zu warmes Bettzeug oder eine zu hohe Außentemperatur, weil zum Beispiel die Heizung zu hoch gestellt ist. Aber auch zu kalte Räume sorgen für eine übermäßige Schweißproduktion. Auch ein stärkerer Alkoholkonsum und scharfes Essen können zum Schwitzen in der Nacht führen. Alkohol führt dazu, dass es durch die Schweißproduktion zu einer vermehrten Flüssigkeitsausscheidung kommt, wodurch dem Körper nicht nur Wasser sondern auch Mineralstoffe entzogen werden. Vor allem in der Nacht stimuliert der Alkohol den Stoffwechsel, wodurch es zu einer Wärmeproduktion kommt. Besonders bei einem Alkoholentzug tritt Schwitzen als Symptom auf. Ebenfalls vermehrter psychischer Stress oder Albträume, sowie nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe-Syndrom) können zu einem Schwitzen in der Nacht führen. Denn wenn die innere Unruhe nachts nicht aufhört, ist der Körper ständig unter Anspannung, wodurch es zu einer gesteigerten Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin kommt, was dann zu einer verstärkten Schweißproduktion führt. Nachts treten die eigenen Sorgen meist mehr in den Vordergrund, da die Ablenkungen, die tagsüber vorhanden sind, nicht mehr da sind. Tritt der Nachtschweiß immer noch auf, nachdem diese genannten Ursachen behoben wurden, sollte man einen Arzt aufsuchen, denn nicht immer wird der Nachtschweiß durch so harmlose Auslöser verursacht.

Besonders wenn der Nachtschweiß gleichzeitig mit Fieber und einem starken unfreiwilligen Gewichtsverlust in den letzten Monaten einher geht, sollte man den Arzt konsultieren. Bei dieser Trias, aus Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, spricht man von der sogenannten B-Symptomatik, die ein Anzeichen für eine bösartige Erkrankung sein kann. Neben diesen Ursachen sind auch häufig, besonders bei Frauen, hormonelle Schwankungen für den Nachtschweiß verantwortlich. Das Schwitzen kann zum Beispiel während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren vorkommen.

Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Auch Medikamente können zu einem verstärkten Schwitzen in der Nacht führen. Natürlich kommt es auch bei Infektionserkrankungen nachts häufig zum Schwitzen. Dies kann bei ganz harmlosen Viruserkrankungen, wie sie oft im Winter vorkommen, der Fall sein, aber auch bei gefährlicheren Infektionserkrankungen wie Tuberkulose, Malaria oder HIV. Bei einer Grippe tritt der Nachtschweiß dann häufig am zweiten oder dritten Tag der Infektion auf, wenn das Fieber wieder sinkt. Vor allem bei der Tuberkulose ist es relativ typisch, dass es neben charakteristischen Symptomen, wie Fieber, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit und Husten, zu einem Nachtschweiß in den frühen Morgenstunden kommt. Der Nachtschweiß tritt sowohl in der frühen Phase der Krankheit, wenn sich meist noch kaum Symptome manifestieren, sowie in einem Spätstadium auf.

Auch eine Entzündung der Herzinnenhaut, eine sogenannte Endokarditis, kann zu Nachtschweiß führen. Ebenfalls rheumatische Erkrankungen, wie die rheumatoide Arthritis, können einen Nachtschweiß provozieren. Meist treten bei rheumatischen Beschwerden erst der Nachtschweiß auf und später dann Gelenkbeschwerden.

Zudem kann eine fehlerhafte Funktion der Schilddrüse und zwar eine Schilddrüsenüberfunktion, den Stoffwechsel so weit anregen, dass es zu einer verstärkten Schweißproduktion in der Nacht kommt. Eine weitere Stoffwechselerkrankung, bei der es zu nächtlichen Schweißausbrüchen kommen kann, ist die Zuckererkrankung, Diabetes mellitus. Bei dieser stellt ein nächtlicher Schweißausbruch ein Zeichen für eine drohende Unterzuckerung dar. Traten bei einem Patienten bereits mehrere Unterzuckerungen auf, bleibt Nachtschweiß oder auch ein Schwindelgefühl und Muskelzittern als Warnzeichen aber mehr und mehr aus, sodass es zu lebensgefährlichen Situationen kommen kann. Dies kommt dadurch zustande, dass mit einem fortschreitenden Stadium der Erkrankung zunehmend Nerven geschädigt werden, die die Schweißproduktion dann nicht mehr vermitteln können.

Erkältung als Auslöser für Nachtschweiß

Erkältungen häufen sich vor allem in den Wintermonaten. Meist sind Viren die Auslöser einer Erkältung, welche im Schnitt 3 bis 4 Tage andauert. Im Rahmen dieses infektiösen Geschehens können je nach Erreger verschiedene Symptome auftreten.

Häufig sind Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen. Auch allgemeines Unwohlsein und Nachtschweiß können während einer Erkältung auftreten. Bei einer einfachen Erkältung ist jedoch Nachtschweiß in der Regel nicht so stark ausgeprägt wie bei schwerwiegenderen Infektionen.
Ein Beispiel für eine Infektion, die starken Nachtschweiß verursacht, ist die Tuberkulose. Eine einfache Erkältung verursacht nur in seltenen Fällen ausgeprägten Nachtschweiß. Vermehrtes nächtliches Schwitzen ist im Rahmen einer Erkältung auf erhöhte Körpertemperaturen oder sogar Fieber zurückzuführen.

Dieses leichte Schwitzen bezeichnet man jedoch nicht als Nachtschweiß im engeren Sinne.

Stress als Ursache für Nachtschweiß

Vermehrtes nächtliches Schwitzen wird von vielen Menschen als sehr belastend empfunden. Durchschlaf- oder Einschlafstörungen sind häufig die Folge. Weiterhin bereitet das nächtliche Schwitzen vielen Menschen Sorgen. Oft liest man, dass sich Krebserkrankungen hinter dem Nachtschweiß verbergen können. Diese sind jedoch auf die Gesamtbevölkerung betrachtet eher selten, sodass oft andere Ursachen hinter dem nächtlichen Schwitzen stecken. Eine dieser Ursachen ist Stress.

Negativer Stress kann viele verschiedene Symptome verursachen. Unter anderem zählt hierzu das nächtliche Schwitzen.
Diesem gehen meist abendliches Grübeln, Angespanntheit und Einschlafstörungen voraus. Begleitend können auch Kopfschmerzen, Herzrasen und Konzentrationsstörungen auftreten.

Das Erleben stressbedingter Symptome ist sehr subjektiv und bei jedem Menschen etwas anders. Daher kann man die Beschwerden, die Stress verursacht auch nicht verallgemeinern. Einige Menschen klagen beispielsweise begleitend über Verdauungsstörungen und andere Magen-Darm-Probleme, wie Durchfall.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Symptome von Stress, Wie kann man Stress abbauen?

Wechseljahre als Ursache für nächtliches Schwitzen

Vor dem Eintritt in die Menopause steigt die Produktion von weiblichen Geschlechtshormonen (Progesteron und Östrogen) kurzzeitig an. Kommt es dann zu einem Eintritt in die Menopause, sinkt der Östrogenspiegel plötzlich wieder ab. Dadurch steigt reaktiv die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin an. Diese beiden Hormone können dann zu einer gesteigerten Schweißproduktion sowie zu den allgemein mit den Wechseljahren verknüpften Hitzewallungen führen. Teilweise kann dieser Nachtschweiß sehr massiv ausfallen, sodass mehrmals pro Nacht die Wäsche durchgeschwitzt wird. Zu diesen typischen Erscheinungen kommt es allerdings nicht bei jeder Frau in den Wechseljahren. Manche sind auch überhaupt nicht beeinträchtigt. Nicht nur bei Frauen kommt es im Verlauf der Jahre zu Hormonschwankungen, auch bei Männern sinkt altersentsprechend der Testosteronspiegel ab, was auch bei Männern zu einem Nachtschweiß führen kann. Dies ist bei Männern aber deutlich seltener als bei Frauen der Fall.

Medikamente als Auslöser für Nachtschweiß

Einige Medikamente können der Auslöser für auftretenden Nachtschweiß sein. Dazu zählen Medikamente, die das vegetative Nervensystem, also Sympathikus und Parasympathikus, ansteuern, denn die Schweißproduktion wird über den Sympathikus vermittelt und über den Parasympathikus eher gehemmt. Teilweise tritt der Nachtschweiß nur in der Anfangsphase der Einahme auf, in anderen Fällen tritt er auf, wenn die Medikamente über einen zu langen Zeitraum oder in einer zu hohen Dosierung genommen werden. Wird der Nachtschweiß als belastend empfunden, sollte das Medikament nicht einfach abgesetzt werden, sondern erst eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Besonders Antidepressiva können einen Nachtschweiß verursachen. Zehn bis zwanzig Prozent der Patienten, die Antidepressiva einnehmen, bekommen diese Nebenwirkung zu spüren. Neben den Antidepressiva, können auch Medikamente zur Behandlung von psychischen Erkrankung wie Psychosen (atypische Neuroleptika), fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol, Medikamente zur Senkung des Blutzuckers und gegen Asthma, sowie Hormonpräparate einen Nachtschweiß verursachen. Oft wird dann vom Arzt ein gleichwertiges alternatives Medikament verschrieben oder die Dosierung angepasst. Neben zu hohen Dosierungen, führt auch der Entzug von bestimmten Medikamenten, sowie der Entzug von Alkohol und Drogen zu einem starken Nachtschweiß.

Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Nachtschweiß durch die Pille

Wie jedes andere Medikament auch, hat die Pille bedauerlicherweise Nebenwirkungen. Diese Nebenwirkungen können bei einigen Frauen auftreten, auch wenn die Pille im Allgemeinen als sehr gut verträglich gilt. Nachtschweiß gehört nicht zu den klassischen Nebenwirkungen der Pille.

Es ist daher naheliegend, dass der Nachtschweiß andere Ursachen als die Pille hat. Prinzipiell können individuelle Reaktionen und Unverträglichkeiten jedoch nicht ausgeschlossen werden. Beim Auftreten von Beschwerden wie Nachtschweiß, sollte man sich im besten Falle an den behandelnden Frauenarzt wenden, um die Ursache für den Nachtschweiß zu identifizieren.

Gegebenenfalls kann man das Präparat wechseln oder eine hormonfreie Verhütungsmethode vorziehen.

Nachtschweiß durch Alkohol

Alkoholkonsum kann unangenehme Folgen haben, eine davon ist der Nachtschweiß. Bereits geringe Mengen Alkohol am Abend können für vermehrtes Schwitzen in der Nacht sorgen und einem den Schlaf rauben. Ein ausgeprägter Alkoholismus kann sogar Tage nach dem Konsum zu Nachtschweiß führen.

Alkoholiker sollten nächtliches Schwitzen nicht allzu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Das nächtliche Schwitzen kann nicht nur durch den direkten Einfluss des Alkohols, sondern auch durch einen Alkoholentzug entstehen. Starke Alkoholiker können bereits innerhalb weniger Tage Entzugssymptome entwickeln. Für ein Alkoholentzugssyndrom sprechen weitere Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Krampfanfälle.

Da ein Alkoholentzug ohne ärztliche Überwachung lebensbedrohlich ist und man daran versterben kann, sollte man bei Auftreten solcher Symptome unmittelbar eine Klinik aufsuchen.

Ursache HIV

Bei einer HIV-Infektion handelt es sich um eine chronische Infektion, gegen die der Körper permanent ankämpfen muss. Dadurch kann die Körpertemperatur bei Erkrankten ständig erhöht sein, wodurch es auch nachts zu vermehrtem Schwitzen kommt. Bei HIV kommt es ähnlich wie bei Tumoren auch zu einer B-Symptomatik, bestehend aus: Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust. Wenige Wochen nach einer Ansteckung mit dem Virus kommt es zu einer sogenannten akuten HIV-Infektion, die einem grippalen Infekt ähnelt. In dieser Phase tritt auch häufig der erste Nachtschweiß auf, der von Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten begleitet wird. Anschließend folgt eine asymptomatische Phase.

Ursachen durch die Schilddrüse

Ist die Schilddrüse für den Nachtschweiß verantwortlich, handelt es sich meist um eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Die verstärkte Schweißproduktion tritt dabei am Tag sowie in der Nacht auf. Häufig führen Autoimmunerkrankungen, wie Morbus Basedow, zu einer Schilddrüsenüberfunktion, bei denen es zu einer gesteigerten Produktion von Schilddrüsenhormonen kommt. Durch die Hormone wird der Stoffwechsel stärker stimuliert. Neben des Nachtschweißes kommt es unter anderem zu einer gesteigerten innerlichen Unruhe, Stimmungsschwankungen, Gewichtsverlust, einer erhöhten Herzfrequenz, sowie dem genannten Nachtschweiß.

Ein Tumor / Krebs als Ursache für Nachtschweiß

Bei Krebserkrankungen kommt es, wie unter „Ursachen“ bereits beschrieben, häufig zu der sogenannten B-Symptomatik, die aus Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust besteht. Von einem Gewichtsverlust spricht man in dem Fall, wenn man innerhalb von sechs Monaten ungewollt mehr als zehn Kilogramm Gewicht verliert. Eine typische Tumorerkrankung, bei der es zur B-Symptomatik kommt, ist das Lymphom. Dabei handelt es sich um einen Tumor, der von den Lymphknoten ausgeht. Er manifestiert sich in der Anfangsphase häufig durch eine B-Symptomaitk, einen Leistungsabfall, sowie schmerzlos geschwollene Lymphknoten. Auch bei einer chronischen lymphatischen Leukämie, einer Blutkrebserkrankung, die vom lymphatischen System ausgeht, kann es zu Nachtschweiß im Rahmen der B-Symptomatik kommen. Nicht immer muss übrigens die komplette Trias der B-Symptomatik vorhanden sein. Neben den Lymphomen und Leukämien kommt es auch bei der Myelofibrose häufig zu einem auftretenden Nachtschweiß. Die Myelofibrose ähnelt den Leukämien, da es sich ebenfalls um eine Erkrankung des Knochenmarks, des blutbildenden Systems handelt. Der Nachtschweiß tritt bei der Myelofibrose erst auf, wenn die gestörte Bildung der Blutzellen erste Auswirkungen zeigt. Zusätzlich zum Nachtschweiß treten dann häufig Fieber und ein ungewollter Gewichtsverlust auf. Typisch ist neben der B-Symptomatik auch ein unspezifischer Schmerz/Druckschmerz im linken Oberbauch aufgrund einer vergrößerten Milz. Am häufigsten kommt die B-Symptomatik zwar bei einem Lymphom oder einer Leukämie vor, prinzipiell kann sie aber bei jedem Tumor auftreten.

Folgendes Thema könnte für Sie auch von Interesse sein: Magenschmerzen in der Nacht

Nachtschweiß aufgrund Herzprobleme

Tritt im Zusammenhang mit Nachtschweiß, ein Herzrasen und Atemprobleme auf, kann dies auf das Herz als Ursache hinweisen. Typisch dafür ist die Herzinnenhautentzündung, die Endokarditis. Bei einer Endokarditis kommt es typischerweise zu Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen in der Brust und Nachtschweiß. Ein auffälliges Zeichen für eine Herzinnenhautentzündung stellen auch Einblutungszeichen unter der Haut und den Nägeln dar. Besonders gefährdet eine Endokarditis zu kommen, sind Menschen mit vorgeschädigten oder künstlichen Herzklappen. Auch nach einer Zahnarztbehandlung besteht das erhöhte Risiko, dass sich Erreger ihren Weg zum Herzen bahnen und eine Endokarditis auslösen. Neben einer Herzinnenhautentzündung können aber auch Herzrhythmusstörungen oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu vermehrtem Schwitzen führen. Das Schwitzen tritt bei diesen Erkrankungen allerdings nicht charakteristischerweise nachts auf, sondern kann zu jeder Tages- und Nachtzeit vorkommen. Bei Herzrhyhtmusstörungen schlägt das Herz entweder zu schnell oder zu langsam oder unregelmäßig. Dies äußert sich häufig durch Schwindel, bis hin zur Ohnmacht und durch Schweißausbrüche. Bei einer Herzschwäche kommt es typischerweise zu einer Kurzatmigkeit, die auch schon bei leichten Belastungen auftritt, Herzklopfen und starkem Schwitzen.

Unter Umständen ist Nachtschweiß auch ein Anzeichen für Herzstolpern. Lesen Sie mehr darüber unter Herzstolpern nachts

Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Nachtschweiß vor und während der Periode

Der weibliche Zyklus ist gekennzeichnet durch verschiedene Hormone und deren An- sowie Abstiege. Jede Frau erlebt Ihre Periode etwas anders. Manche Frauen sind gänzlich beschwerdefrei, andere klagen über unterschiedliche Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen oder einem Spannungsgefühl der Brust. Auch nächtliches Schwitzen kann zu den Beschwerden gehören, die unmittelbar vor und während der Periode auftreten.

Ursächlich sind hormonelle Zyklusschwankungen, die diese Reaktion im weiblichen Körper hervorrufen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten gegen Nachtschweiß während der Periode vorzugehen. Ein möglicher Versuch ist das Ansetzen eines hormonellen Verhütungsmittels. Das mag zunächst paradox klingen, jedoch können so teilweise Beschwerden der Periode vermindert werden.

Eine andere Möglichkeit ist das Schlafen in einem kühlen Schlafzimmer, kalte Umschläge um die Waden und Salbeitee zum Abend.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schmerzen während der Menstruation

Nachtschweiß und Kopfschmerzen

Kopfschmerz ist ein recht unspezifisches Symptom, dass wohl bei jedem Menschen hin und wieder einmal auftritt. Es gibt einige Ursachen, die sich hinter Kopfschmerz und Nachtschweiß verbergen können.

Eine sehr einfache und dennoch häufige Ursache ist Stress und abendliches Grübeln.

Infektionen verschiedenster Art, beispielsweise eine Grippe, können ebenfalls zu Nachtschweiß und Kopfschmerzen führen.

Starker Nachtschweiß kann weiterhin ein Teil einer sogenannten B-Symptomatik sein, die bei Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen auftreten kann. Dazu gehören abgesehen vom Nachtschweiß ein ungewollter Gewichtsverlust und Fieber. Auch Kopfschmerzen können begleitend auftreten.

Eine weitere Ursache, die bei Kopfschmerzen und Nachtschweiß in Betracht kommt, ist die Schlafapnoe. Typisch sind bei dieser Erkrankung weiterhin Atemprobleme, Durchschlafstörungen und Tagesmüdigkeit.

Nachtschweiß mit Müdigkeit und Gelenkschmerzen

Die Symptomkombination aus Müdigkeit, Nachtschweiß und Gelenkschmerzen kann auf das Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung, hauptsächlich einer rheumatoiden Arthritis, hinweisen.

Typisch sind Schmerzen in den Fingergelenken, die nicht nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe vorhanden sind. Außerdem sind meistens die Gelenke beider Hände betroffen. Abgesehen von den Gelenken der Hände können auch andere Gelenke betroffen sein.
Typisch ist weiterhin eine Morgensteifigkeit der Hände, die über eine halbe Stunde dauert. Das bedeutet, dass die Hände quasi erst warm werden müssen, bis sie voll beweglich sind.

Der Nachtschweiß entsteht im Rahmen chronisch-entzündlicher Prozesse dieser Erkrankung. Er ist nicht zwingend notwendig, jedoch häufig anzutreffen.

Nachtschweiß nach einer OP

Verstärktes Schwitzen in der Nacht kann nach einer Operation auftreten und verschiedene Gründe haben. Zunächst einmal sollte man sich vor Augen führen, dass eine Operation nahezu immer eine Stressreaktion im Körper hervorruft.
Unruhiger Schlaf und starkes Schwitzen können auf Schmerzen nach der Operation zurückzuführen sein.

Weiterhin kann es nach der Operation als Komplikation zu einer Infektion der Wunde oder einer allgemeinen Infektion kommen. Auch im Rahmen einer Infektion kann Nachtschweiß nach einer Operation auftreten.

Besorgniserregend ist sehr starker Nachtschweiß, bei welchem die Bettwäsche und das Nachthemd gewechselt werden muss, in Kombination mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder sehr starken Schmerzen. Das können Anzeichen für Infektionen oder schwere Kreislaufreaktionen sein.

Lesen Sie hierzu auch: Nachwirkungen einer Narkose

Ist Nachtschweiß ein Schwangerschaftsanzeichen?

Es gibt nur wenige sichere und sehr viele unsichere Schwangerschaftsanzeichen. Obwohl Nachtschweiß nicht zu den klassischen Beschwerden, wie beispielsweise Übelkeit, gehört, die Frauen in der Schwangerschaft entwickeln, kommt er gelegentlich doch vor.

Vor allem im Verlauf der Schwangerschaft, sprich im 2. Trimenon, scheinen manche Frauen über nächtliche Schweißausbrüche zu klagen. Als Schwangerschaftsanzeichen kann man den Nachtschweiß jedoch nicht betrachten. Da der Nachtschweiß meist erst im Verlauf der Schwangerschaft auftritt, ist diese in der Regel schon längst bekannt.

Darüber hinaus ist Nachtschweiß ein sehr unspezifisches Symptom, dem die verschiedensten Ursachen zugrunde liegen können. In der Frühschwangerschaft tritt Nachtschweiß im Grunde nicht auf, sodass anhand dessen auch keine Schwangerschaft erahnt werden kann.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schwangerschaftssymptome, Schwangerschaftsanzeichen

Nachtschweiß in der Schwangerschaft - Was steckt dahinter?

Nachtschweiß kann in der Schwangerschaft aufgrund hormoneller Schwankungen auftreten.
Auch Schweißausbrüche am Tage oder Hitzewallungen können in der Schwangerschaft vorhanden sein. Eine ernsthafte Erkrankung verbirgt sich nur in den wenigsten Fällen hinter Nachtschweiß in der Schwangerschaft. In aller Regel ist das vermehrte Schwitzen auf die hormonell gesehen, sehr besondere Situation der Schwangerschaft zurückzuführen.

Auch der Zeitpunkt des Nachtschweißes in der Schwangerschaft unterscheidet sich stark. Manche Frauen klagen eher in der Frühschwangerschaft, andere in der Spätschwangerschaft über Beschwerden. Eine spezifische Ursache steckt im Allgemeinen nicht hinter Nachtschweiß in der Schwangerschaft.

Wochenbett und Nachtschweiß

Das Wochenbett ist eine sehr empfindliche Phase, die etwa 6 bis 8 Wochen andauert und sich unmittelbar an die Geburt anschließt. Frauen im Wochenbett erleben eine teils unangenehme Phase, in der sich der Körper wieder seinem Alltagszustand anpasst.

Nachtschweiß kann im Wochenbett aufgrund verschiedener Ursachen auftreten. Die häufigste Ursache ist die hormonelle Umstellung oder auch das hormonelle Durcheinander nach der Schwangerschaft. Viele Frauen sind dann sehr wärmeempfindlich und schwitzen vermehrt.

Eine andere mögliche Ursache ist eine Infektion. Begleitend treten in diesem Falle auch Symptome wie Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss auf.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Wochenbetterkrankungen, Wochenbettfieber

Nachtschweiß am Kopf

Schwitzen am Kopf wird von den Betroffenen als sehr unangenehm und schlafraubend beschrieben. Häufig kommt es dadurch zu verschwitzen Haaren, sowie in Folge zu einer juckenden Kopfhaut. Ein Schwitzen am Kopf wird durch verschieden Faktoren begünstigt. Vor allem durch den Konsum von scharfen und fettigen Speisen kurz vor dem Schlafen gehen, sowie ein starker Alkoholkonsum. Auch übergewichtige Menschen schwitzen oft stark am Kopf.
Neben der Manifestation von Schweiß am Kopf, ist der Kopf auch eine Ursache für eine gesteigerte nächtliche Schweißproduktion. Macht man sich zu viele Sorgen oder kann man nicht abschalten und ist einer höheren innerlichen Anspannung ausgesetzt, ist der Körper nachts mehr aktiv und es kommt zur Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch die Schweißproduktion angekurbelt wird.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schwitzen am Kopf

Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Nachtschweiß am Oberkörper

Am Oberkörper befinden sich viele Schweißdrüsen, weshalb auch hier der Schweiß regelrecht vom Körper tropfen kann. Das ist der Fall, wenn es richtige Schweißausbrüche oder Nachtschweiß gibt. Letzterer kann aufgrund der verschiedensten Ursachen auftreten und betrifft in aller Regel mehr als nur eine Körperregion. Typischerweise ist der Oberkörper so gut wie immer vom Nachtschweiß betroffen. Vor allem der V-förmige Bereich der Brust und die Schultern schwitzen besonders stark, sodass sich am Nachthemd dort typische Schweißflecken finden.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche äußern sich meist stärker am Körperstamm, sprich am Rücken und der Brust, als an den Extremitäten (Arme und Beine). Ursächlich können verschiedene Dinge, wie beispielsweise Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder sogar Krebserkrankungen sein.
Man sollte jedoch beachten, dass Nachtschweiß am Oberkörper im eigentlichen Sinne bedeutet, dass man sein Nachthemd nachts vor lauter Schweiß öfter als 1 Mal wechseln muss.

Gerade bei warmen Außentemperaturen ist es ganz normal, dass man nachts vermehrt an der Brust schwitzt. Das bezeichnet man aber noch nicht als Nachtschweiß.

Nachtschweiß an Brust und Nacken

Die Brust und der Nacken sind sehr wärmeempfindliche Körperregionen. Bei hohen Außentemperaturen, Nervosität oder Fieber schwitzt man besonders hier sehr stark. Schweißflecken und ein tropfender Nacken können da die Folge sein.

Auch Nachtschweiß kann sich in diesen Körperregionen zeigen. Gerade bei einer Grippe oder einem anderen fieberhaften Infekt ist vermehrtes nächtliches Schwitzen an Brust und Nacken sehr häufig vorhanden.

Auch starkes Übergewicht kann zu vermehrtem Schwitzen an Brust und Nacken führen, das für Betroffene oftmals sehr unangenehm ist. Bei sehr starkem Nachtschweiß und Begleitsymptomen wie Fieber, Gewichtsverlust und Unwohlsein müssen auch Ursachen wie Krebserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen in Betracht gezogen werden.

Nachtschweiß nur an den Beinen

Selten sind nur die Beine von Nachtschweiß betroffen. Nachtschweiß im engeren Sinne betrifft mehrere Körperregionen und ist im Grunde nie isoliert an den Beinen zu finden.

Eine einfache Ursache für vermehrtes, nächtliches Schwitzen an den Beinen ist eine zu hohe Temperatur im Schlafzimmer.
Wer zu stark heizt oder unter zu dicken Decken schläft, schwitzt sehr schnell in der Nacht. Davon können auch nur die Beine betroffen sein, da diese meist zugedeckt sind.

Ein eher seltenerer Grund für nächtliches Schwitzen an den Beinen ist das sogenannte Restless-legs-Syndrom. Es handelt sich dabei um eine häufige neurologische Erkrankung, die jedoch nicht immer mit nächtlichem Schwitzen einhergeht. Typisch ist ein verstärkter Bewegungsdrang der Beine, der vor allem in der Nacht und am Abend zunimmt. Häufig gehen Schlafstörungen mit dem Restless-legs-Syndrom einher.

Nachtschweiß beim Kind

Bei Kindern kommt es ähnlich wie bei Erwachsenen meist durch Infektionen zu einem Nachtschweiß. Da bei Kindern das Immunsystem noch nicht so stark ausgebildet ist wie bei Erwachsenen, kommt es bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen zu fieberhaften Infekten, die mit einem Nachtschweiß einher gehen können. Im Ernstfall handelt es sich bei einer solchen Infektion um eine tatsächliche Grippe, die Influenza. Psychische Probleme/Sorgen sind beim Kind zum Glück relativ selten der Auslöser für Nachtschweiß. Auch sollte man bei Kindern als Ursache für den Nachtschweiß nach den Schlafbedingungen gucken, ob das Kind nicht zu warm eingepackt ist oder die Heizung zu hoch gestellt wurde. Dies stellt bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen den häufigsten Grund für Nachtschweiß dar, da man bei Kindern meist nochmal fürsorglicher ist und sie vor dem Frieren schützen möchte, was manchmal dann ein bisschen zu viel ist. Aber auch ernste Ursachen können bei Kindern für den Nachtschweiß verantwortlich sein. So zum Beispiel die akute lymphatische Leukämie, die am häufigsten im Kindesalter vorkommt. Sie äußert sich anfangs häufig neben dem Nachtschweiß durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, also grippeähnlichen Symptomen. Ansonsten kommen prinzipiell bei Kindern mit wenigen Ausnahmen (z.B.Wechseljahre), die gleichen Ursachen für Nachtschweiß wie bei Erwachsenen in Frage.

Diagnose

Um auf die Ursache des verstärkten Nachtschweißes zu schließen, muss der behandelnde Arzt verschiedene Untersuchungen und ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch durchführen. Liegt als einziges Symptom der Nachtschweiß vor, fällt eine Diagnosestellung besonders schwer. Häufig zieht der Hausarzt dafür verschiedene Fachärzte zu Rate, wie zum Beispiel einen Internisten, Neurologen, Onkologen oder Endokrinologen. Bei der körperlichen Untersuchung ist es wichtig, den Blutdruck, sowie die Körpertemperatur zu messen. Daneben ist eine Abtastung aller Lymphknoten wichtig. Geschwollene Lymphknoten in Kombination mit Nachtschweiß weisen in den meisten Fällen auf eine Infektion hin, können aber auch für eine bösartige Erkrankung sprechen. Zusätzlich wird noch eine Laboruntersuchung durchgeführt. Dafür werden vor allem Entzündungsparameter, das Blutbild, Leber- und Nierenwerte, die Geschlechts- und Schilddrüsenhormone, sowie die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin bestimmt. Auch eine HIV-Serologie kann anhand der Blutuntersuchung durchgeführt werden. Teilweise schließt sich noch eine Röntgenuntersuchung an, durch die zum Beispiel die Verdachtsdiagnose einer Tuberkulose erhärtet werden kann. Auch eine Ultraschalldiagnostik gehört zur Abklärung häufig dazu.

Therapie

Die Therapie entspricht immer der zugrunde liegenden Ursache und lässt sich deswegen meist leider nicht verallgemeinernd beschreiben. Häufig legt sich der Nachtschweiß wieder, nachdem ein Infekt überstanden wurde. Es kommt aber auch vor, dass sich für das nächtliche Schwitzen vom Arzt keine Ursache finden lässt, in diesem Fall spricht der Arzt von einem sogenannten idiopathischen Nachtschweiß. Bei diesen Patienten sind die Schweißdrüsen ungeklärterweise überaktiv. In diesen Fällen kommt es bei den Patienten aber auch tagsüber zu einem vermehrten Schwitzen. Diesen Patienten wird meist empfohlen, deren Lebens- und Schlafgewohnheiten zu verändern. Zu diesen Maßnahmen zählen, dass man abends möglichst nur wenig bis gar keinen Alkohol trinken sollte. Neben Alkohol sollten auch koffeinhaltige Getränke vermieden werden. Des Weiteren sollten abends keine fettigen und scharfen Speisen mehr zu sich genommen werden. Die abendliche Mahlzeit sollte am besten zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen gehen statt gefunden haben. Auf Rauchen sollte ebenfalls verzichtet werden. Da Nachtschweiß häufig durch zu warme Außentemperaturen oder durch zu warme Schlafanzüge, Bettdecken provoziert wird, ist es hilfreich, keinen eng anliegenden Schlafanzug zu tragen, sondern einen leichten Schlafanzug. Ebenfalls die Zimmertemperatur sollte im Schlafzimmer angepasst werden. Die ideale Schlaftemperatur liegt circa bei 18°C. Liegt das Problem dabei, abends abzuschalten und man geht stressgeladen ins Bett, helfen vor dem zu Bett gehen Entspannungsübungen, lesen oder ruhige Musik.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Übermäßiges Schwitzen therapieren

Homöopathie gegen Nachtschweiß

Nachtschweiß ist ein Symptom, das auf viele mögliche Ursachen zurückgeführt werden kann. Daher ist es zunächst wichtig, die Ursache für den Nachtschweiß zu klären, bevor man versucht diesen zu behandeln.

Eine Behandlung gegen Nachtschweiß als solchen existiert ohnehin nicht, da er immer Ausdruck einer zugrundeliegenden Erkrankung ist.
Homöopathische Mittel können gegen Nachtschweiß nicht empfohlen werden, da sie weder nach Ursachen differenzieren noch wirksam sind. Auch seitens der Homöopathie gibt es keine einheitlichen Empfehlungen, sodass nur dringend davon abgeraten werden kann.

Einige der möglichen Ursachen für Nachtschweiß sind akut behandlungsbedürftig, beispielsweise Krebserkrankungen. Gerade in solchen Fällen wäre der Einsatz homöopathischer Mittel grob fahrlässig.

Test nächtliches Schwitzen

Warum Schwitzen Sie in der Nacht?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erfahren Sie Ihre Ursachen und beste Therapiemöglichkeit.
Hier geht´s direkt zum Test Ursache für nächtliches Schwitzen

Weitere Informationen zum Thema Nachtschweiß

Weitere Informationen zum Thema Nachtschweiß finden Sie unter:

Folgende Themen könnten für Sie von Interesse sein:

Eine Übersicht aller Themen der Anatomie finden Sie unter Anatomie A-Z.