Test Schmerzen in den Beinen

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Schmerzen im Bein

Einleitung

Jeder Mensch leidet im Laufe seines Lebens unter Schmerzen im Bein. Die Ursachen sind vielfältig und können knöchernen, muskulären, neurologischen, gefäß- oder gelenkbedingtem Ursprung sein.

LEsen Sie mehr zum Thema Schmerzen in den Beinen Ursachen

Grundsätzlich bilden Oberschenkelknochen (Femur), Wadenbein (Fibula) und Schienbein (Tibia) das Knochengerüst des Beins. Bei Betrachtung der Gelenke des Beines, sind das Hüftgelenk, Kniegelenk, sowie oberes Sprunggelenk zu nennen. Weiterhin finden wir eine Vielzahl an Muskeln, Bändern, Nerven und Gefäßen.

Kurz gesagt sind unsere Beine funktionell für das Gehen und Stehen zuständig. Jeder der schon einmal einen vorübergehenden Verlust dieser Fähigkeiten erlebt hat, z.B. bei einem Beinbruch, weiß um die großen Einschränkungen. Daher steht bei der Therapie von Beinschmerzen in fast allen Fällen ein langfristiger Funktionserhalt im Vordergrund.

Treten Beinschmerzen bei Kindern auf, handelt es sich oft um wachstumsbedingte Schmerzen. Es gibt jedoch auch viele weitere, schwerwiegende Ursachen, die abgeklärt werden sollten. Lesen Sie mehr zum Thema hier: Beinschmerzen bei Kindern.

Im folgenden Text finden Sie die wichtigsten Ursachen für Schmerzen im Bein, sortiert nach ihrem Vorkommen.


Allgemeine Ursachen

Muskelkater

Nach hoher bzw. ungewöhnlicher körperlicher Belastung, wie z.B. das erste Training einer neuen Sportart, treten häufig Schmerzen, Ziehen und Verhärtungen in der betroffenen Muskelpartie auf.
Der Volksmund spricht dann von Muskelkater! Betroffene verspüren den Schmerz oft erst nach einigen Stunden oder am Folgetag.

Lange wurde vermutet, dass eine Anhäufung von Laktat in den Muskeln der Auslöser für die Beschwerden sei. Laktat entsteht bei anaerober (ohne Sauerstoffverbrauch) Energiegewinnung innerhalb des Muskels.

Mittlerweile geht man jedoch davon aus, dass viele, winzige Muskelrisse (Mikrotraumen) für die Schmerzen nach hoher Belastung verantwortlich sind. Sie entstehen vor allem bei passiver Dehnung des Muskels. Als Folge resultieren zahlreiche, kleine Entzündungen und Ödeme (Schwellungen).

Wenn Sie geschilderte Symptome an sich beobachten, müssen Sie keinen Arzt aufsuchen! In der Regel verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit von alleine. Unterstützend können z.B. Wärmeanwendungen (Kompressen, heiße Duschen etc.) wirken. Die frühere Annahme, dass Massagen und leichte, sportliche Betätigungen lindernd wirken, gilt als überholt. Daher empfiehlt es sich, den Muskelkater einfach „auszusitzen“ und erst nach Abklingen der Schmerzen wieder mit dem Sport zu beginnen.

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Ursachen am Hüftgelenk

Schenkelhalsfraktur

Die Schenkelhalsfraktur beschreibt einen Bruch des oberen Anteils des Oberschenkelknochens, nämlich den namensgebenden Schenkelhals. Sie ist ein häufiger Knochenbruch älterer Menschen und entsteht durch einen Sturz auf die Hüfte oder das ausgestreckte Bein. Da mit zunehmendem Alter die Knochensubstanz porös und instabil wird, ist oft nur geringe Krafteinwirkung nötig.

Unmittelbar nach dem Sturz, empfinden Betroffene einen scharfen Schmerz im betroffenen Hüftgelenk. Weiterhin ist die Belastungsfähigkeit des Beins aufgehoben und es kann eine unnatürliche Fehlstellung beobachtet werden.

Maßgeblich für die Therapie sind die genaue Bruchlinie, sowie die Blutversorgung des verletzten Schenkelhalses. Dazu teilen Mediziner die Frakturen in unterschiedliche Stufen ein, wie z.B. Pauwels I-III oder Garden 1-4.

Letztendlich ist entscheidend, ob bei dem Bruch auch Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Denn bei eingeschränkter Blutversorgung kann der Heilungsverlauf stark verzögert sein. Im schlimmsten Fall, stirbt das Knochengewebe ab (Nekrose) und verursacht so schwerste Komplikationen.

Unkomplizierte Frakturen, insbesondere bei jüngeren Menschen, können zumeist ohne Operation behandelt werden. Häufig jedoch, ist eine operative Behandlung unumgänglich. Dazu kann z.B. der Hüftkopf mittels Schrauben fixiert werden oder aber durch eine Endoprothese ersetzt werden. Im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes sind sogenannte sekundäre Komplikationen gefürchtet! Denn durch die zwingend erforderliche Bettlägerigkeit und Bewegungsunfähigkeit, entwickeln die vornehmlich älteren Menschen nicht selten Lungenentzündungen, Thrombosen oder eine Sepsis (Blutvergiftung).

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Schenkelhalsfraktur

Hüftarthrose (Koxarthrose)

Durch die steigende Lebenserwartung nimmt auch die Anzahl der an Koxarthrose, besser bekannt als Hüftgelenksverschleiß, erkrankten Menschen zu. Mittlerweile leiden etwa 2% aller 65-74 Jahre alten Personen an der Erkrankung!

Typischerweise bemerken Betroffene zunächst zunehmende Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk. Mit der Zeit entstehen belastungsabhängige Schmerzen in der Hüfte und im Bein, später treten diese sogar in Ruhe oder nachts auf. Häufig werden Leistenschmerzen beobachtet, die über die Oberschenkelinnenseite bis hin zum Knie ausstrahlen.

Unbehandelt führt Koxarthrose zu einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität. Neben starken Schmerzen können Alltagstätigkeiten, wie Einkaufen, Hose anziehen oder Schuhe binden zu unlösbaren Aufgabe werden.

Therapeutisch stehen sowohl operative, also auch nicht operative (konservative) Optionen offen.

Wärmeanwendungen, Gehhilfen, Bewegungsbäder, Krankengymnastik, Elektrotherapie und Schmerzmedikation lindern bei vielen Patienten die Beschwerden für einen längeren Zeitraum. Allerdings sind solche Maßnahmen bei fortschreitendem Hüftgelenksverschleiß nicht mehr ausreichend wirksam.

In solchen Fällen kann eine Operation angezeigt sein. Besteht die Möglichkeit einer dauerhaften Verbesserung, wie z.B. bei jungen Patienten, wird das Gelenk in einer Operation erhalten und lediglich korrigiert. Meistens wird jedoch ein neues, künstliches Hüftgelenk eingesetzt (Hüftgelenktotalendoprothese = TEP). Alleine in Deutschland geschieht der Eingriff etwa 200.000-mal im Jahr!

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter:

Test Hüftarthrose

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Ursachen im Kniegelenk

Gonarthrose

Gonarthrose bezeichnet die verschleißbedingte (degenerative) Veränderung des Kniegelenkes. Etwa 5% aller Menschen im Rentenalter sind betroffen! Aber warum ist Kniegelenksverschleiß so weit verbreitet?

Ursächlich spielen z.B. Achsenfehlstellungen der Beine („O-Beine und X-Beine“), Übergewicht oder vorherige Knieschäden eine Rolle. Häufig jedoch ist die genaue Ursache der Entstehung unbekannt. Grundsätzlich resultiert jede Arthrose aus einem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkes.

Zu Beginn der Erkrankung empfinden Betroffene Schmerzen bei Bewegungen. Mit der Zeit kommen Ruhe- und Nachtschmerzen, Bewegungseinschränkungen und Schwellungen des Kniegelenkes hinzu. Oft besteht ein sogenannter „Anlaufschmerz“: Patienten berichten, dass sie sich erst „warm laufen“ müssten.

Da das Kniegelenk deutlich oberflächlicher als das Hüftgelenk liegt, können nicht-operative Maßnahmen große Erfolge erzielen. Im Vordergrund steht meistens der Erhalt bzw. die Verbesserung der Kniegelenksbeweglichkeit.

Schwimmen oder Radfahren sind zum Beispiel ausgesprochen empfehlenswert. Zusätzlich können mit gezielter Physiotherapie, die kniestabilisierenden Muskeln unterstützt werden. Um das betroffene Kniegelenk in schmerzhaften Phasen zu entlasten, nutzen Patienten häufig eine Gehstock, getragen auf der gegenüberliegenden Seite. Medikamentös erfolgt eine entzündungs- und schmerzhemmende Therapie, entweder in Tablettenform oder als Injektion.

Wenn der Verschleiß weit fortgeschritten ist und die Schmerzen nicht mehr therapierbar sind, erfolgt eine operative Behandlung. Das gewählte Operationsverfahren richtet sich nach dem Ausmaß der Degeneration. Fehlstellungen können z.B. isoliert gerichtet oder störende Knorpelteile abgetragen werden. Bei ausgeprägter und fortgeschrittener Arthrose, kann das Kniegelenk teilweise oder komplett durch eine Prothese ersetzt werden („künstliches Kniegelenk“).

Kniegelenksverletzungen

Im Kniegelenk finden wir neben der Kniescheibe und beteiligten Knochen stabilisierende Bänder und Menisken. Im Rahmen von z.B. Sportverletzungen, können komplexe Schäden der genannten Strukturen entstehen. Als häufigster Verletzungsmechanismus, gilt die Drehung (Rotation) im Kniegelenk bei feststehendem Unterschenkel.

Meniskusriss

Fußballspieler oder Skifahrer gehören zu den typischen Betroffenen eines Meniskusrisses! Meist bedingt durch massive Scherkräfte, reißt der innere Meniskus (sehr selten der äußere).

Charakteristisch für einen Meniskusriss sind unmittelbar einschießende Schmerzen. Zusätzlich können Gelenkblockierungen, sowie deutliche Belastungsschmerzen beobachtet werden. Das Kniegelenk ist zudem stark druckempfindlich!

Um die Diagnose zu sichern, wendet der Mediziner Schmerzprovokationsuntersuchungen an.
Sind die Meniskuszeichen positiv (z.B. Böhler, Steinmann I und II), kann von einem Riss ausgegangen werden.

Therapeutisch, ist in fast allen Fällen eine Operation angezeigt! Die gerissenen Meniskusenden können häufig wieder zusammengenäht werden. Bei ausgedehnten Verletzungen muss unter Umständen jedoch eine teilweise oder vollständige Meniskusabtragung in Erwägung gezogen werden. Heutzutage kann bereits ca. 7 Tage nach der Operation mit Krankengymnastik begonnen werden!

Test auf einen Menikusriss

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Kreuzbandverletzung

Das hintere und vordere Kreuzband können sowohl zusammen, also auch einzeln verletzt werden. Häufiger betroffen ist jedoch das vordere Kreuzband. Wenn zusätzlich das Innenband und der Meniskus gerissen sind, spricht man von einer „Unhappy Triad“.

Im Gegensatz zu Meniskusverletzungen werden Kreuzbandrisse häufig zunächst nicht bemerkt. Je nach Ausmaß der Schädigung können nur eine leichte Gangunsicherheit, sowie mäßige Schmerzen bemerkt werden. So suchen solche Patienten erst aufgrund von sogenannten „Sekundärschäden“, wie zunehmende Instabilität im Kniegelenk und Belastungsschmerzen, einen Arzt auf.

Charakteristisch ist ein positiver „Schubladentest“: Bei 90 Grad Beugung des Knies und aufgesetzter Fußsohle kann bei fixiertem Oberschenkel der Schienbeinkopf nach vorne oder hinten verschoben werden.

Um die Stabilität im Kniegelenk wiederherzustellen, kann eine operative Rekonstruktion des Kreuzbandes im Betracht gezogen werden. Heutzutage, können solche Eingriffe minimal-invasiv („Schlüssellochmethode“) durchgeführt werden.

Test für einen Kreuzbandriss

Haben Sie einen Kreuzbandriss und wissen nicht ob der Kreuzbandriss operiert werden sollte? Beantworten Sie dazu 20 kurze Fragen und erfahren Sie ob Ihr Kreuzband gerissen ist.
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Verletzung der Seitenbänder am Knie

Häufig sind Verletzungen der Seitenbänder mit Kreuzbandschädigungen assoziiert. So reißen Innenband (mediale Seitenband) und vorderes Kreuzband, sowie Außenband (laterales Seitenband) und hinteres Kreuzband, nicht selten gemeinsam.

Der Verletzungsmechanismus gleicht den übrigen Knieverletzungen: Belastung des Kniegelenks nach innen oder außen bei fixiertem Unterschenkel. Wenn das Innenband inkomplett gerissen ist, kann oft auf eine operative Therapie verzichtet werden. Im Gegensatz müssen Verletzungen der Seitenbänder normalerweise operativ behandelt werden.

Test Außen­band­riss

Ist Ihr Außenband gerissen oder doch nur überdehnt oder gezerrt?
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Test Innen­band­riss am Knie

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Baker-Zyste

Bei Krankheitsbildern, die mit einem dauerhaften Kniegelenkserguss einhergehen, kann sich im Bereich der Kniekehle eine sogenannte Baker-Zyste bilden. Betroffene, insbesondere Kinder, beklagen Beschwerden bei der Kniebeugung. Je nach Größe der Zyste, ziehen die Schmerzen bis in den Unterschenkel hinein.

Unter allen Umständen muss eine sorgfältige Abklärung erfolgen! Denn in seltenen Fällen, kann eine gutartige Baker-Zyste mit einem Tumor verwechselt werden. Häufig bildet sie sich nach einiger Zeit spontan zurück. Geschieht dies nicht und besteht durch die Größenzunahme eine Funktionsbeeinträchtigung, kann eine operative Entfernung Abhilfe schaffen.

Test Bakerzyste

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Ursachen am Unterschenkel

Schaufensterkrankheit/ Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Durchblutungsstörungen der Beinmuskulatur, insbesondere der Unterschenkelmuskulatur, führen zu erheblichen Schmerzen. Aus diesem Grund, müssen Betroffene bei Spaziergängen häufige Gehpausen einlegen. Außenstehende gewinnen so den Eindruck, dass Patienten mit einer pAVK an jedem Schaufenster stehenbleiben.

Lesen Sie hierzu mehr unter: Periphere Arterielle Verschlusskrankheit

Doch woher kommen die Durchblutungsstörungen?
In erster Line ist die Arteriosklerose zu nennen. Bei dieser Erkrankung, ist eine zunehmende Verkalkung der Arterien zu beobachten: Fettpartikel, Bindegewebe, Kalk und kleinste Blutgerinnsel lagern sich an der Innenwand der Gefäße und verringern so ihren Durchmesser (Lumen). Als Folge fließt weniger Blut hindurch und es entwickeln sich wie beschrieben Durchblutungsstörungen.

Risikofaktoren:

  • Zigarettenkonsum,
  • Diabetes mellitus,
  • Bluthochdruck,
  • Fettstoffwechselstörungen (z.B. erhöhtes Cholesterin).

Lesen Sie mehr zum Thema: Ursachen der paVK

Leider wird die pAVK in vielen Fällen zu spät diagnostiziert. Erste Warnhinweise können z.B. ständig kalte Füße und Beine sein (Stadium I).

Im Stadium II treten geschilderte Gehstörungen auf. Da die Beschwerden zunächst nur zeitweise vorhanden sind, suchen viele Betroffene keinen Arzt aus. Der Mediziner beschreibt diesen Zustand als „Claudicatio intermittens“ bzw. vorübergehendes Hinken. Meistens können Patienten zu diesem Zeitpunkt eine Strecke von etwa 200 Metern ohne Pause hinter sich bringen.

Besteht ein bohrender z.T. krampfähnlicher Ruheschmerz in den Unterschenkeln, hat die pAVK das 3. Stadium erreicht.

Im letzten Stadium IV ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass kleine Blutgefäße vollständig verschlossen sind. Im schlimmsten Fall, sinkt die Durchblutung so stark ab, dass Gewebe abstirbt und eine Amputation die letzte Lösung darstellt.

Lesen Sie mehr zum Thema: Diagnose der paVK

Als Behandlung bieten sich medikamentöse Therapie, z.B. Blutverdünnung, oder Verminderung der Risikofaktoren an. Im Stadium III oder IV, muss jedoch in den meisten Fällen eine Operation erfolgen. Durch z.B. künstliche Erweiterung der betroffenen Gefäße mittels eines Katheters (Angioplastie), kann die Durchblutung der Beine gesichert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie der paVK

Krampfadern (Varizen)

Neben den Arterien können auch die Venen in den Unterschenkeln erkranken und Varizen entstehen. Durch unterschiedliche Ursachen, z.B. Schwangerschaft oder dauerndes Stehen, erweitern sich die Venen krankhaft. Von außen sind diese geweiteten Gefäße als „Krampfadern“ oder „Besenreiser“ sichtbar.

Neben den optischen Beeinträchtigungen, klagen Betroffene häufig über ein Schweregefühl oder sogar Schmerzen in den Beinen. Die krankhaften Venen können operativ entfernt oder still gelegt (Sklerosierung) werden. Kompressionsstrümpfe wirken zudem einer Venenerweiterung entgegen.

Lesen Sie hierzu mehr unter: Krampfadern

Kompartment-Syndrom

Bei dem Kompartment-Syndrom handelt es sich um einen absoluten Notfall! Nach einer Unterschenkelverletzung, einschnürenden Verbänden, stumpfen Traumen oder, eher selten, nach extremer Ausdauerbelastung (z.B. Marathon), schwillt die Unterschenkelmuskulatur massiv an. Durch die sehr begrenzte Dehnbarkeit innerhalb des Unterschenkels, steigt der Gewebedruck stark an. Als Konsequenz, kann das venöse Blut nicht mehr abfließen, so dass die Schwellung weiter zunimmt.

Das Kompartment-Syndrom beginnt mit bohrenden und brennenden Schmerzen. Im Krankheitsverlauf, können ansässige Nerven (Nervus peronaues) geschädigt werden und neurologische Symptome (z.B. Aufhebung der Fußheber) hervorrufen.

Einzige Therapie ist die notfallmäßige Spaltung der 4 Unterschenkelmuskelgruppen, so dass eine Druckentlastung stattfinden kann.

Lesen Sie hierzu mehr unter: Kompartmentsyndrom (Logensyndrom)

Test zu Schmerzen in der Wade

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Ursachen am Sprunggelenk

Bruch des oberen Sprunggelenks

Das obere Sprunggelenk wird von der Malleolengabel, bestehend aus Anteilen von Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) und der Sprungbeinrolle, auch Trochlea tali gennant, gebildet. Wadenbein und Schienbein sind zudem durch eine stabile Bindegewebsplatte, die Syndesmose, miteinander verbunden.

Bei einer Fraktur des oberen Sprunggelenkes, können durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung unterschiedliche Bestandteile verletzt werden.
Die Brucheinteilung nach Weber erlaubt eine einfache Einordnung der unterschiedlichen Frakturen:

  • Typ Weber A: Bruch des Wadenbeins, bei erhaltender Syndesmose
  • Typ Weber B: Bruch des Wadenbeins, Syndesmose zum Teil verletzt
  • Typ Weber C: Bruch des Wadenbeins, Syndesmose immer verletzt

Unmittelbar nach dem Bruchereignis setzt ein stechender Schmerz im Knöchel ein. Das Bein ist nicht mehr belastungsfähig und in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Je nach Frakturklassifikation kann entweder eine Immobilisation mittels Gipsverband oder eine operative Rekonstruktion durchgeführt werden.

Außenbandverletzung

Umgangssprachlich nennt man Verletzungen des Außenbandes auch "Verstauchungen“. Durch seitliches "Umknicken“ kann das Band massiv überdehnt werden und im schlimmsten Fall sogar reißen. Insbesondere bei Laufsportarten, wie Handball oder Squash, wird diese Verletzung beobachtet.

Das Sprunggelenk ist zumeist stark geschwollen und überwärmt. Patienten beschreiben zudem einen Druckschmerz über den geschädigten Bandstrukturen.

Erste Hilfe-Maßnahmen sind vor allem Hochlagern und Kälteanwendungen! Durch bildgebende Verfahren kann das Verletzungsausmaß abgeschätzt werden. Entweder, erfolgt eine Operation oder eine Entlastung des Fußes durch Unterarm-Gehstützen.

Test zu Ihrem Throm­bose­risiko

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